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« zurück zur Übersicht Newsletter Nr.11/2002 zum ThemaBeratung und HilfestellungSehr geehrte Newsletter - Abonnenten, im Folgenden erhalten Sie Informationen zu aktuellen Ereignissen rund um das
Thema Beratung und Hilfestellung. Wir hoffen, Ihnen neue Erkenntnisse und
Anregungen zu vermitteln.
Aufgrund fehlender Präventionsinitiativen in der Region nahm die Zahl der Klienten der Drogen- und Suchtberatung neue Rekordwerte an (mehr) Der VdK Deggendorf weist auf bevorstehende Probleme für Ältere, Alleinstehende und Kranke durch die geplanten Reformen des Gesundheits- und Sozialsystems hin (mehr) Ein solidarisches Werk an Kirchweih für Opfer der Hochwasserkatastrophe um Passau zeigt die Hilfsbereitschaft der Bewohner von Klingenbrunn bei Grafenau (mehr) In Passau gründet sich eine Austauschplattform für Eltern autistischer Kinder. Mittels geeigneter Kooperation von Schulen und Betreuungseinrichtungen kann das Leben von Autisten deutlich vereinfacht und angenehmer gestaltet werden (mehr) Ein Vortrag an der vhs Regen behandelt ein modernes Problem vieler Kinder und Eltern (mehr) Ein sprechender Hase und Ernährungsberaterinnen des Landratsamtes Pfarrkirchen erzählen Kindern von guter Ernährung und beraten Eltern in der Ernährungserziehung ihrer Kinder (mehr) Auf einer internationalen Fachtagung der Psychokardiologie stellt das Krankenhaus Simbach eine erfolgreiche Methode der Infarktprävention und -nachbetreuung vor, die psychologische Betreuung und physische Herzbehandlung verbindet (mehr) In der Caritas-Sozialstation Simbach bieten zahlreiche Beratungsstellen ihre Dienste an (mehr) Der Berufsgenossenschaftliche Arbeitsmedizinische Dienst eröffnet in Deggendorf eine neue Zweigstelle (mehr) Richtlinien für die Übernahme einer Betreuungsfunktion von geistig, seelisch oder körperlich behinderten Menschen (mehr) Mit Hilfe zahlreicher Betreuer und einem vielfältigen Freizeitprogramm bietet der Kreisjugendring trotz steigender Jugendarmut den Jugendlichen sinnvolle Alternativen (mehr) Osterhofenerin erhält Verdienstmedaille der Bayerischen Justiz für ehrenamtliche Betreuungstätigkeit (mehr) Diabetiker-Selbsthilfegruppe und Krankenhausteam gibt Schulungen und Vorträge über den Umgang mit der Zuckerkrankheit - daneben Vorbeugung vor dem "diabetischen Fuß" (mehr) Durch engere Zusammenarbeit beider Behörden soll das schnelle Abrutschen in die Sozialhilfe verhindert, die Arbeitsvermittlung optimiert und das Ausnutzen der Sozialhilfe erschwert werden (mehr) Durch groß angelegte Typisierungsaktion in Pfarrkirchen sollen mögliche Spender von Stammzellen für leukämiekranke Kinder gefunden werden (mehr) Mit interdisziplinärem Behandlungskonzept und Klinikkooperation zwischen dem Klinikum Deggendorf und der Asklepios-Klinik soll chronischen Schmerzpatienten besser geholfen werden (mehr) Die Tagesgruppen des Altersheims Freyung haben sich in den vergangenen zehn Jahren bewährt und spielen eine wichtige Rolle in der Bewahrung der Würde und geistigen Beweglichkeit alter Menschen (mehr) Steuersparmöglichkeiten mit Hilfe der betrieblichen Altersversorgung sind bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern oft nur unzureichend bekannt (mehr) Die Behindertenhilfe in Fürstenzell versuchte mit vorgetäuschten Angeboten aus der Behindertenwerkstatt Umsatz zu machen - es existierten weder die Produktion noch die Ware noch die Angestelltengehälter (mehr) Verband der Alleinerziehenden Väter und Mütter in Passau und Umland feiert zehnjähriges Bestehen und kann auf Erfolge und eine gelungene Etablierung in der Region zurückblicken (mehr) Neben personellen Wechseln beim Fürstenzeller Frauenbund wird ein Programm für bedürftige Mitgleider der Gemeinde ins Leben gerufen (mehr) Im Jahresrückblick kann die Pockinger Caritas auf breites Engagement für verschiedene hilfebedürftige Zielgruppen zurückblicken (mehr) Die Einrichtung St. Elisabeth in Griesbach bietet Tagespflege an, damit die Familie Zeit für sich oder dringende Besorgungen hat (mehr) Im Rahmen der Deutschen Herzwochen gaben im Krankenhaus Rotthalmünster verschiedene Herzspezialisten Vorträge zu relevanten Themen wie Herzrhythmusstörungen und ähnliches (mehr) Die Schwangerenberatungsstelle Freyung-Grafenau bietet als eine der ersten in Bayern auf einer Interseite zahlreiche Informationen und Kontaktadressen für Schwangere, junge Familien und Alleinerziehende an (mehr) Ein Informationsabend in der Grundschule Edenstetten gibt Aufklärung im Umgang mit Suchtgefahren im Alltag (mehr) Der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Passau und Umgebung feiert sein zehnjähriges Bestehen und plädiert weiter für eine Besserstellung von Familien gegenüber Singles und Kinderlosen(mehr) Durch einen Jugendbeauftragten, rund 60 000 Euro für Jugendprojekte jährlich, zahlreiche Jugendtreffs und die Diskussion über ein Jugendparlament nimmt Plattling eine Vorbildrolle in der Region ein (mehr) Das Kirchliche Jugendbüro organisierte bereits zum dritten Mal für die Schüler der 11.Klasse des Gymnasium Vilshofen einen Projekttag zu Themen wie Ruhe, Meditation, Drogen und Konflikte (mehr) In Eggenfelden versucht sich die Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern", bestehend aus Eltern die ihre Kinder durch einen Unfall verloren haben, durch Gespräche selbst zu helfen und zu unterstützen (mehr) Suchtambulanz: Viertel der Klienten ist jünger als 24 Jahre Trauriger Rekord: 394 kamen im letzten Jahr zu Beratung - Der Frauenanteil wächst von Jahr zu Jahr Deggendorf (mic). 394 Klienten - das ist ein trauriger Rekord. So viele Frauen und Männer wie noch nie haben im letzten Jahr in der Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme Hilfe gesucht. Auffällig: Das Drogenproblem nimmt immer mehr zu. Der Sozialpädagoge Gerhard Perschl leitet die Ambulanz, die in der Bahnhofstraße 7 untergebracht ist. Seit Jahren wünscht er sich, dass die Sozialarbeit im Landkreis besser vernetzt wird. Schulen, Jugendberatung, präventive Anbieter und die Stadt müssen nach Perschls Überzeugung noch intensiver zusammenarbeiten. Der Sozialpädagoge weiß auch, warum das Drogenproblem immer größer wird. Knackpunkt ist die Prävention: "Die Hilfsmöglichkeiten, die jungen Menschen geboten werden können, nehmen nicht entsprechend zu."So habe etwa die Stadt Deggendorf Bedarf an einem weiteren Kinder- und Jugendpsychiater: "Die Klienten kommen aus ganz Niederbayern hierher. Es gibt lange Wartezeiten. Es ist schwierig, zeitnah einen Termin zu bekommen." Das treffe unter anderem auch auf die Erziehungsberatungsstelle der Caritas zu. Eine Koordinationsstelle für Suchtprävention, wie es sie etwa in München oder Nürnberg gibt, könnte nach Perschls Ansicht hier wertvolle Arbeit leisten. "Hier könnte die ganze Suchtarbeit im Landkreis koordiniert werden." Die Zahlen im jetzt veröffentlichten Jahresbericht der Fachambulanz für 2001 sprechen eine deutliche Sprache. 394 Menschen suchten Rat und Hilfe; über ein Viertel davon war jünger als 24 Jahre. Immer mehr Frauen sind von Sucht betroffen (Alkohol, Essstörungen, Drogen, Medikamente). 162 der 394 Klienten waren weiblich. Perschls Team hat im vergangenen Jahr zudem so viele Abhängige wie noch nie an Fachkliniken vermittelt: 32 Alkoholabhängige und 15 Drogenkonsumenten. Die Fachambulanz gibt ihr Bestes. Perschl: "Wir wissen, dass zu uns nur ein Teil der Suchtkranken kommt. Auf diesem Gebiet gibt es keine Entwarnung. Die Suchtproblematik im Landkreis hat sich weiterhin auf einem hohen Zahlenniveau stabilisiert." Aus: Deggendorfer Zeitung, 12.11.02
Eine Rüge für deutsche Sozialpolitik Wegen Änderungen im Sozialwesen: Deggendorfer VdK schreibt an Präsidenten Deggendorf (ta). Der VdK Kreisverband Deggendorf ruft in einem Schreiben den VdK-Präsidenten Walter Hirrlinger dazu auf, sich kritisch zu den geplanten Änderungen der Sozial- und Rentenwesen zu äußern und alle Bundestagsabgeordneten in die soziale Pflicht zu nehmen.Verständnis zeigt Kreisvorsitzender Georg Haberl für eine Halbierung des Sterbegelds. Die Ursache zur Übernahme dieser Leistungen habe auf der Situation nach dem Kriege beruht. Nicht hingenommen werden könne dagegen, dass bei Hilfsmitteln wie Krücken und Rollstühlen nur die billigsten verschrieben werden können. Diese sollten bedarfsgerecht verordnet werden. Ein weiteres Problem: die Fallpauschalen, die spätestens bis zum Jahr 2004 flächendeckend in Deutschland eingeführt werden sollen. Im Prinzip sei es richtig, Krankenhausleistungen kostengerecht zu vergüten. Bei Krankenhausaufenthalten ohne Operation sei dieser Abrechnungsmodus nicht durchführbar. Der durchschnittliche Aufenthalt werde von momentan 8,9 Tagen auf 5,4 absinken. Diese Absenkung habe gravierende Folgen für Alleinstehende. Sie lägen hilflos zu Hause, weder die Krankenkassen noch die Pflegeversicherung seien für die Weiterversorgung zuständig. Handlungsbedarf sieht Haberl auch bei der Versteuerung von Verkaufserlösen bei Immobilien. Häuser würden im Alter oft verkauft, um an ihrer Stelle eine altersgerechte Eigentumswohnung zu erwerben. Die geplante Versteuerung sei die gewollte Vernichtung von hart erworbenem Eigentum und Vermögen. Dies bedeute, dass viele alte Menschen wieder der Sozialhilfe zur Last fielen. Aus: Osterhofener Zeitung, 12.11.02
Fluthilfe, die ankommt: Klingenbrunner verteilten 6000-Euro-Spende an drei Familien Übergabe mit Fest zur Orgelweihe verbunden - Beispielhaftes Gemeinschaftswerk - Geld bei Kirchweih gesammelt von Ursula Langesee Aus: Grafenauer Anzeiger, 12.11.02
Heute: Erster Erfahrungsaustausch für die Eltern von autistischen Kindern von Theresia Wildfeuer Passau. Matthias (12) spricht und spricht doch nicht. Mit
seiner Mutter Christa Elender, seiner Schulbegleiterin und dem Rest der Familie
kommuniziert er nur per Computer. Was der Bub schreibt, ist in einem wunderbaren
Deutsch verfasst. Meist hält er sich in seinen selbstbewussten Antworten jedoch
kurz, so als wäre es für ihn selbstverständlich, dass das Leben als Autist
und mit einem Autisten in der Familie so ganz und gar anders ist. Aus: Passauer Neue Presse, 12.11.02
Wie dicke Kinder abnehmen können Geiersthal . Zu wenig Bewegung, zu viele Süßigkeiten: Viele Kinder sind zu dick. Das macht krank und schränkt die Lebensqualität ein. Doch nur mit Verboten ist dem Kinderspeck nicht beizukommen. Bei einem Vortrag an der Volkshochschule am Dienstag, 19. November, zeigt Simona Ulrich Möglichkeiten auf, wie das Gewicht des Kindes auf ein vernünftiges Maß gebracht werden kann, ohne Druck auszuüben. Anmeldung bei der Volkshochschule in Regen, erreichbar unter Telefon 09921/9500.Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 12.11.02
Gesund essen und trinken mit Kasimir Ernährungsberatung zeigt Ausstellung im Landwirtschaftsamt Pfarrkirchen (red). "Wie sieht die richtige Ernährung für Kinder aus?" Diese Frage wollen die Ernährungsberaterinnen am Landratsamt, Maria Bachhuber, Inge Lugeder und Lidwina Kainz beantworten. Sie bieten dazu eine Wanderausstellung des aid (Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) an, die noch bis 29. November in der Aula des Landwirtschaftsamtes Pfarrkirchen zu sehen ist.Bei der Eröffnung waren stellvertretender Landrat Richard Findl, Manuela Königbauer (Leiterin der Abteilung Gesundheits- und Veterinärwesen, Ernährung und Verbraucherschutz) und Dr. Johann Ammer (Sachgebietsleiter Gesundheitsamt, Ernährungsberatung) mit dabei. Die Ausstellung befasst sich auf unterhaltsame Art mit dem Thema Kinderernährung und vermittelt Informationen durch unterschiedliche Medien. Sie soll sowohl Eltern, Lehrer/innen, Erzieher/innen, hauswirtschaftliches Personal und natürlich die Kinder selbst ansprechen. Hauptfigur der Ausstellung ist "Kasimir", der sprechende Hase, der genau weiß, was gesund ist. Er begleitet die Kinder auf den acht Ausstellungstafeln und in dem PC-Spiel "Kasimirs Supermarkt-Rallye". Zusätzlich können die Kinder mit Hilfe von Greifkisten, Duft- und Hör-Memory sowie im Brotgeschmackstest ihre Sinne schulen. Bei der Brotmeditation werden die Kinder ganz still und konzentrieren sich voll und ganz auf das Brot. Für Erwachsene finden sich Tipps und Anregungen zur Ernährungserziehung in der PC-Infothek, in der unter anderem zahlreiche leckere und gesunde Rezepte ausführlich erklärt werden. Auch häufig gestellte Fragen lassen sich durch die PC-Infothek beantworten: "Was tun, wenn mein Kind nur Pommes Frites will?", "Hilfe, mein Kind mag kein Gemüse!" oder "Ist mein Kind zu dick?" sind dabei nur einige wenige Beispiele aus dem Fragenkatalog. Die ganz Kleinen können sich im "Be-Greif-Spiel" üben. Über das Greifen können Kinder hier "begreifen" und erhalten Informationen über die Herkunft von Lebensmitteln. Die Ausstellung in der Aula des Landwirtschaftsamtes Pfarrkirchen, Lärchenweg 12, ist immer vormittags für den Besuch von Schulklassen geöffnet, für die jedoch eine Anmeldung unter Tel. 0 85 61/2 04 37 erforderlich ist. Zusätzlich steht die Ausstellung jeden Montag und Dienstag von 14 bis 16.30 Uhr für alle Interessenten offen. Der Eintritt ist kostenlos. Aus: Passauer Neue Presse, 12.11.02
Infarkt: Wer sich geliebt fühlt, lebt gesünder Depressionen können mit Partner leichter bewältigt werden - Internationale Fachtagung zur "Psychokardiologie" von Tanja Haslinger Aus: Passauer Neue Presse, 12.11.02
Sozialstation öffnet ihre Türen Beratungsstellen wollen sich und ihre Dienste stärker präsentieren Simbach (rs). Die Caritas-Sozialstation Simbach ist in ihr altes zu Hause zurückgekehrt. Die Räume des Pfarrheims erstrahlen jetzt in neuem, hellen Glanz. Verknüpft mit der Station stehen auch die verschiedenen Beratungsdienste Hilfesuchenden zur Verfügung. Am kommenden Samstag, 16. November, ist die Bevölkerung von 14 bis 17 Uhr eingeladen, sich bei Kaffee und Kuchen über die Arbeit der Dienste zu informieren.Die Sozialstation unter der Leitung von Irmgard Weißenbichler ist seit langem eine feste Größe im Pflegebereich. Für rund 100 Patienten zu Hause sind 14 Pflegefachkräfte, eine hauswirtschaftliche Kraft und derzeit drei Zivis im Einsatz - und das jeden Tag. Auch die Aus- und Weiterbildung pflegender Angehöriger, wie die freiwilligen "Helfer für Helfende" und die 24-Stunden-Bereitschaft des Hausnotrufs (Handynummer 0171/5584359), durch Anita Roßmanith gehört zum Aufgabengebiet der Sozialstation. Dass es daneben auch mehrere Beratungsdienste gibt, ist zwar nicht allgemein bekannt, dafür aber den Menschen, die Hilfe benötigen. Da gibt es eine Schuldnerberatung mit Privat-Insolvenzberatungsstelle und eine Suchtberatungsstelle. Beide Dienste sind stark frequentiert, wie der Geschäftsführer des Kreiscaritasverbandes, Richard Unterhauser, versichert. Auch bei einer Erziehungsberatungsstelle und einer Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle können Menschen Hilfe erwarten. Alle Beratungsdienste werden von Fachkräften, das heißt von Psychologen oder Sozialpädagogen, geführt. Am Tag der offenen Tür sind neben der Sozialstation auch die Beratungsstellen besetzt. Aus: Passauer Neue Presse, 12.11.02 BAD-Zentrum feiert Einweihung Tag der öffenen Tür im ITC vor 150
Gästen aus Wirtschaft und Politik
Deggendorf (she). Die zweite Einweihungsfeier im ITC innerhalb von zwei
Wochen: Diesmal hatte der Leiter des Berufsgenossenschaftlichen
Arbeitsmedizinischen Dienstes (BAD), Dr. Georg Meyer, eingeladen. Rund 150 Gäste
konnten sich bei Orangensaft und Häppchen in den neuen Räumen in der
Ulrichsberger Straße 17 umschauen. Aus: Deggendorfer Zeitung, 13.11.02 Info: Ehrenamtliche Betreuung
Eine Betreuung kann von einem Gericht angeordnet werden, wenn ein volljähriger
Mensch wegen einer Krankheit, einer geistigen, seelischen oder körperlichen
Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr alleine erledigen kann. Die Aufgabe
des Betreuers ist es, sich um die rechtlichen Belange zu kümmern. Das Gericht
entscheidet, in welchem Umfang die Betreuung notwendig ist. Mögliche
Aufgabenbereiche eines Betreuers sind: Vermögensverwaltung, Renten- oder
Wohnungsprobleme, Gesundheitsvorsorge oder Aufenthaltsbestimmungsrecht. Es können
mehrere Betreuer für einzelne Aufgabenbereiche eingesetzt werden. Aus: Deggendorfer Zeitung, 13.11.02 (zurück zur Übersicht)
KJR steigert Teilnehmerzahlen um beachtliche 300 Prozent 700 Kinder und Jugendliche nutzen
Freizeitprogramm - Vollversammlung
Winzer (fr). Im Kreisjugendring (KJR) wurde 2002 viel geleistet. Eine
beeindruckende Bilanz zogen Vorsitzender Bernd Sibler und Vorstandsmitglieder
vor den Delegierten der Vollversammlung im Franziskus-Haus in Winzer.
Hervorgehoben wurde die Steigerung der Teilnehmerzahlen bei den verschiedensten
Veranstaltungen um 300 Prozent. Rund 700 Kinder und Jugendliche nutzten das
umfangreiche Freizeitprogramm, das ihnen heuer von 30 ehrenamtlich tätigen
Betreuern angeboten wurde. Für etwas Wirbel sorgte die Schließung der
Jugendfreizeitstätte in Greising. Das Haus kann in der vorhandenen Form den Gästen
nicht mehr zugemutet werden. Zu viele bauliche und technische Mängel haben die
Vorstandschaft dazu bewegt, von einer Weiterführung der Einrichtung ab 1.
September abzusehen. Trotzdem sei man guter Dinge, in Zusammenwirken mit dem
Landkreis Deggendorf, wo Antrag auf Kostenübernahme gestellt wurde, die
Finanzierung der Renovierungsarbeiten sicherstellen zu können, meinte Sibler. Aus: Osterhofer Zeitung, 13.11.02 (zurück zur Übersicht)
Verdienstmedaille für eine Vorzeigebetreuerin Viel Anerkennung für die
ehrenamtliche Arbeit von Aloisia Wimmer-Baumgartner
Osterhofen (chr). Als erste Landkreisbürgerin wurde Aloisia
Wimmer-Baumgartner aus Osterhofen von Justizminister Dr. Manfred Weiss mit der
Verdienstmedaille der Bayerischen Justiz ausgezeichnet. Die 65-Jährige arbeitet
seit fast zehn Jahren als ehrenamtliche Betreuerin.
"Es ist ein Ganztagsjob", sagt Aloisia Wimmer-Baumgartner über ihre
freiwillige Arbeit als ehrenamtliche Betreuerin. Für rund 20 Männer und Frauen
ist sie derzeit als Betreuerin dafür verantwortlich, dass deren Angelegenheiten
des täglichen Lebens geregelt werden. Sie organisiert Arztbesuche, kümmert
sich um die Vermögensverwaltung, erledigt Schriftverkehr mit den Behörden oder
besucht die Leute im Pflegeheim, um nach dem Rechten zu sehen. Aus: Osterhofer Zeitung, 13.11.02
Rundum-Betreuung für Diabetiker in Freyung Selbsthilfegruppe und
Krankenhaus-Team organisieren Schulungen - Vorträge jetzt auch im Rathaus Schönberg
von Daniela v. Klitzing Aus: Passauer Neue Presse, 13.11.02 Sozialhilfe gibt es erst nach Besuch beim Arbeitsamt Ab Montag: Engere Zusammenarbeit der
Behörden
von Andreas Nigl Aus: Passauer Neue Presse, 13.11.02 (zurück zur Übersicht)
Leukämie: Kindern neue Hoffnung geben Große Typisierungsaktion am 23.
November in Pfarrkirchen - Infoabend am Donnerstag in der Stadthalle
Pfarrkirchen (red). Eltern und BRK bemühen sich im Landkreis gemeinsam,
Kindern, die an Leukämie erkrankt sind, zu helfen (wir berichteten). Morgen,
Donnerstag, findet dazu in der Stadthalle ein Infoabend statt.
Leukämie, auch "Blutkrebs" genannt, reißt jedes Jahr rund 4000
Menschen aus ihrem gewohnten Leben, die Hälfte davon sind Kinder und
Jugendliche. Was dies für die Familien bedeutet, kann man kaum beschreiben. Plötzlich
bestimmen neben der ständigen Angst um das Überleben endlose
Klinikaufenthalte, schmerzhafte Untersuchungen, Chemotherapien und
Cortisonbehandlungen mit schweren Nebenwirkungen sowie eine nahezu vollständige
Isolation von der Außenwelt den Alltag.
Asklepios plant regelmäßige "Schmerzkonferenzen" Kooperation mit Klinikum Deggendorf - Fachübergreifende Behandlung dringend erforderlich Schaufling (dz). In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Deggendorf plant die Asklepios Klinik sogenannte "Schmerzkonferenzen" zur Verbesserung der fachübergreifenden Therapie von Schmerzpatienten. Die Behandlung chronischer Schmerzen hat in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung erfahren. Aufgrund der enormen volkswirtschaftlichen Belastung ist die Behandlung von Schmerzpatienten zu einer der größten medizinischen und gesundheitspolitischen Herausforderungen geworden, wobei die Therapie chronischer Rückenschmerz-Patienten eine besondere Stellung einnimmt.Rund die Hälfte aller vorzeitig gestellten Rentenanträge werden mit Wirbelsäulen-Beschwerden begründet. 20 Prozent aller vorzeitig Berenteten und 30 Prozent aller medizinischen Rehabilitationsleistungen sind auf eine Diagnose an der Wirbelsäule zurückzuführen. Der Arzt stößt bei der Behandlung aber häufig an die Grenzen seines Fachgebietes, so dass zu einer sinnvollen Therapie eine fachübergreifende Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Disziplinen - so auch Psychotherapeuten - oftmals zwingend erforderlich ist. Zum interdisziplinären Symposium lud deshalb der Chefarzt der orthopädisch-traumatologischen Abteilung, Dr. Hartmut Bork, zahlreiche regionale aber auch überregionale Referenten ein. Prof. Raimund Casser aus Staffelstein stellte die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie zur Behandlung von Rückenschmerzen vor. Dr. Hein (Klinikum Deggendorf) erläuterte die Schmerzkatheterimplantation. Die spezielle medikamentöse Behandlung chronischer Schmerzpatienten stellte einen weiteren Schwerpunkt des Symposiums dar. Ebenfalls wurde das Zusammenspiel von Schmerz, psychischer Belastung und sozialen Faktoren aufgezeigt. Die orthopädisch-traumatologische Abteilung der Asklepios Klinik führt seit zwei Jahren ein solches interdisziplinäres Behandlungskonzept im stationären Rahmen durch. Wissenschaftliche Untersuchungen, die derzeit an der Klinik in Kooperation mit der Universität in Regensburg durchgeführt werden, zeigen den Erfolg dieses Vorgehens deutlich. Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen klinisch tätigen und niedergelassenen Ärzten zu verbessern, planen Dr. Bork und der Chefarzt der Neurochirurgie des Klinikums Deggendorf in regelmäßigen Abständen sogenannte Schmerzkonferenzen durchzuführen. Daran können sich auch niedergelassene Kollegen aus dem Raum Deggendorf und Regen beteiligen. Für Ärzte, die die Ausbildung zur speziellen Schmerztherapie anstreben, sind solche interdisziplinären Schmerzkonferenzen in Zukunft Pflicht. Aus: Deggendorfer Zeitung, 15.11.2002
Einstiges Modellprojekt wird zum Erfolgskonzept Die Tagesgruppen im Altenheim gibt es seit zehn Jahren - Unterhaltungsangebot reicht von Basteln bis Kochen von Norbert Peter Aus: Passauer Neue Presse, 15.11.02
Altersvorsorge: Information mangelhaft Vorstandsmitglied der Bundesversicherungsanstalt wirft den Kammern Versagen vor Pocking (red). Die betriebliche Altersvorsorge gewinnt an Attraktivität. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können mit dem Modell gleichermaßen Geld sparen, tun es aber oft nicht. Grund dafür seien eine schlechte Informationspolitik seitens der Kammern und mangelhaft informierte Steuerberater, so Nikolaus Kaiser, Vorstandsmitglied der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Der BfA-Vorstand sprach vor rund 60 Unternehmern, Freiberuflern und Angestellten im "Pockinger Hof".Kaiser warf den Kammern Versagen vor bei der Information der Unternehmen über Steuersparmöglichkeiten mit Hilfe der Betrieblichen Altersvorsorge. Seit 1. Januar 2002 haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge aus Entgeltumwandlung. Zulagengefördert und aus eigenem Nettoeinkommen sollen Arbeitnehmer damit privat vorsorgen und so die Lücken schließen, die sich in der gesetzlichen Rentenversicherung langfristig auftun. Für den Arbeitgeber bedeute das, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu eröffnen, Gehaltsteile bis maximal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West (2160 Euro jährlich) in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Hat ein Unternehmen beispielsweise 50 Mitarbeiter, so könne theoretisch jeder bei einem anderen Produktanbieter wie Versicherungen, Banken oder Fondsgesellschaften einen Altersvorsorgevertrag abschließen: Eine Horrorvision für alle Gehaltsbuchhalter, so Kaiser. Die Vielfalt bei den Krankenkassen habe bereits einen Vorgeschmack auf das Buchungschaos gegeben. Um Verwaltungskosten zu sparen und gleichzeitig seinen Mitarbeitern interessante Konditionen zu bieten, müssten die Unternehmen aktiv werden und attraktive Modelle der betrieblichen Altersvorsorge aushandeln, fordert Kaiser. Betriebliche Vorsorgepläne bieten zahlreiche Vorteile: Die Unternehmen könnten häufig wesentlich geringere Verwaltungskosten vereinbaren als bei einem Einzelvertrag. Auch fielen oft die Abschlussgebühren weg und Arbeitgeber könnten zudem Sozialabgaben sparen. BfA-Vorstandsmitglied Kaiser rät den Unternehmen, strenge Kriterien bei der Wahl des Finanzdienstleisters anzulegen: Neben einer umfangreichen Information und Betreuung sollte die Abwicklung einfach und kostengünstig sein und zudem die eigene Personalabteilung entlasten. Nikolaus Kaiser gehört seit 1986 dem Vorstand der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) in Berlin an und kam auf Einladung des Finanzforums. Aus: Passauer Neue Presse, 15.11.02
Fürstenzeller Firma unter Betrugsverdacht Kunden und Mitarbeiter klagen gegen Unternehmer-Paar: Keine Ware und keine Löhne - Betrieb eingestellt? von Karin Mertl Artikel zu völlig überzogenen Preisen Schon vor Monaten hat die PNP einen Bericht veröffentlicht und vor den
dubiosen Machenschaften des Betriebes gewarnt. Die Mitarbeiter mussten
potenzielle Kunden anrufen und ihre Waren anpreisen, hauptsächlich Büro- und
Sanitärartikel, aber zu völlig überzogenen Preisen. Den Gesprächspartnern
wurde weiß gemacht, dass sie mit dem Kauf die Behinderten-Arbeit unterstützen
würden, denn in der Firma seien Behinderte beschäftigt. "Keiner soll mehr hereinfallen"
Ob der Mann aus Passau seinen Lohn noch bekommen wird, das stellt sich bei
einer Verhandlung am Arbeitsgericht heraus. Polizei und Staatsanwalt können in
diesem Fall nicht helfen. Das Geld ist für den Passauer inzwischen aber auch
zweitrangig: "Ich möchte nur nicht, dass noch einmal jemand auf diesen
Betrieb hereinfällt, und dafür tue ich alles." Zumindest vorerst scheint
diese Gefahr gebannt zu sein. Denn wie Zeugen berichten, lässt die Firma ihr
Geschäftsgebäude räumen. Und am Mittwoch, sagt der Passauer, sollen alle
Mitarbeiter entlassen worden sein. Unter der Telefonnummer der Firma ging
gestern keiner ans Telefon. "Ihr Gesprächspartner ist zur Zeit nicht
erreichbar", hieß es. Aus: Vilshofener Anzeiger, 15.11.02
Jede siebte Familie hat nur ein Elternteil: Mehr Plätze für Ganztagsbetreuung nötig Verband der Alleinerziehenden feierte zehnjähriges Bestehen von Theresia Wildfeuer
Ein-Eltern-Familien
Dann zeigte sie Meilensteine der zehnjährigen Passauer
Verbandsgeschichte auf: Acht Frauen und ein Mann hätten den Verein am 18.
Dezember 1992 gegründet, Vorsitzende war Agnes Graspointner-Augustin. Schon
1993 sei es gelungen, erste Unternehmungen für Alleinerziehende anzubieten. Ab
1994 hätten Stadt und Landkreis den Verband unterstützt. Dadurch sei es
möglich geworden, ein Beratungsangebot zu schaffen und erste Wochenendseminare
zu veranstalten. 1995 wurde die Beratung durch Ulrike Frickinger-Fischer
erweitert. Unter dem Vorsitz von Lina Stampfl (ab 1996) wurden für den Verband
Räume in Kohlbruck bereit gestellt. 1999 erfolgte dann der Umzug in die
Frauengasse, wo seit dem Jahr 2000 Kathrin Kaufmann eine tägliche Beratung
anbietet. Unter Wiltrud Stark, die seit 2001 den VAMV führt, beteiligte sich
der Ortsverband an der bundesweiten Aktion "Ich bin kein Single". Seit
heuer arbeitet Anna Dinkelmann als ABM-Kraft beim VAMV und organisiert mit dem
Kinderschutzbund und der Europa-Bücherei Lesenachmittage für Sechs- bis
Zehnjährige. Neben zahlreichen Aktionen wie Bergwanderungen, Zeltlager und
Ausflügen planen die allein Erziehenden, 2003 eine Broschüre herauszugeben,
Titel: "Allein erziehend in Passau". Am Ende ihrer Rede appellierte
Wiltrud Stark an die politischen Vertreter, den Bestand des VMAV weiter zu
garantieren.
Politik ist
In Deutschland seien derzeit 15 Prozent aller Familien
Einelternfamilien. Dies seien mehr als 1,8 Millionen Elternteile mit über 2,6
Millionen Kindern unter 18 Jahren. "84 Prozent dieser Einelternhaushalte
sind Mutter-Kind-Familien und 16 Prozent Vater-Kind-Familien", so Jungwirth.
Ein knappes Drittel der Passauer Sozialhilfeempfänger stammten aus dieser
Personengruppe. 1992 habe es unter den Sozialhilfeempfängern 25 Prozent allein
Erziehende und 2001 bereits 33 Prozent allein Erziehende gegeben. "Das ist
hauptsächlich auf fehlende Ganztages-Betreuungsplätze zurückzuführen",
ist Jungwirth überzeugt. Es sei somit keine Frage, dass hier die Politik
gefordert sei. Trotz knapper Kassen bemühe sich die Stadt, alles Wichtige zu
unternehmen.
Fürstenzeller Tafel für Bedürftige Frauenbund unterstützt ärmere Gemeindebürger mit Lebensmitteln Fürstenzell (as). Neu gewählt wurde das Führungsteam bei der Mitgliederversammlung des Frauenbunds Fürstenzell: Während Erna Fischer weiterhin die Gruppe leitet, löst die bisherige Schriftführerin Waltraud Murmann Gerda Riedl als Stellvertreterin ab. Die Schriftführerarbeit macht nun Henriette Baierl. Auch beim Schatzmeisteramt gab es einen Wechsel: Neu ist Beate Zwicklbauer, die Irmi Schellerer ablöst. Diese betreut künftig die "Fürstenzeller Tafel".Als Beisitzerinnen wurden gewählt: Marie-Luise Ortanderl, Bärbel Stieglbauer, Hermine Silbereisen (Landfrauenvertreterin) und Emmy Stockinger (Hausfrauen). Hilde Schnabl wird sich weiter der Kranken annehmen. Die Gruppe der jungen Frauen vertreten Ursula Fischer, Brigitte Kargl und Marina Nickl. Wie viel im vergangenen Jahr beim Frauenbund Fürstenzell los war, ließ Waltraud Murmann Revue passieren: vom Faschingsball über das Markttreiben bis hin zum traditionellen Nikolauszug. Den Kassenbericht legte Irmi Schellerer ab. Viel gespendet wurde im vergangenen Jahr: 1000 Mark gingen an die Rumänienhilfe, 5000 Mark wurden für die Kirchenrenovierung bereitgestellt. Die Jung-Frauen-Gruppe spendete zudem 820 Euro für die Kirche aus dem Erlös ihrer Tombola. Vorsitzende Erna Fischer bedankte sich bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern Gerda Riedl und Gertraud Petz mit einem Blumenstrauß. Zudem erklärte sie die von Rupert Schanzer ins Leben gerufene "Fürstenzeller Tafel": Bedürftige Gemeindebürger werden mit Lebensmitteln unterstützt. "Schon aus christlicher Nächstenliebe haben wir uns entschlossen, diese Arbeit zu machen", sagt Erna Fischer und hofft, dass sich genügend Helferinnen finden, die diese arbeitsintensive Aktion auf Dauer betreuen. Vorausschauend auf 2003 sprach die Vorsitzende das 50-jährige Frauenbund-Jubiläum an. Aus: Passauer Neue Presse, 18.11.02
Spenden: Pockings Caritas hilft, wo immer sie kann Ortsvereins-Vorsitzender Josef Jellbauer legte Bericht ab: Geld für verschiedene Projekte bezahlt Pocking (red). Rückblick und Planung bis Jahresende standen auf dem Programm bei der Sitzung der Vorstandschaft des Caritas-Ortsvereins. Eingangs berichtete Vorsitzender Josef Jellbauer von den Gratulationen sowie den Ausgaben seit der letzten Sitzung. So wurde ein Computerprogramm zur Einziehung der Mitgliedsbeiträge angeschafft. Für die Firmlinge der St.-Ulrich-Schule, denen Bischof Wilhelm Schraml die heilige Firmung spendete, übernahm der Caritas-Ortsverein die Kosten für die Firmandenken. Eine Spende von 800 Euro ging an das Caritas-Heim St. Ulrich zur Unterstützung einzelner Jugendlicher und Kinder bei Urlaubsmaßnahmen. Einem Aufruf des Caritasverbandes für die Diözese Passau, den Hochwasseropfern zu helfen, wurde entsprochen: Der Caritas-Ortsverein überwies eine Spende von 1000 Euro für die Geschädigten. Für eine hilfsbedürftige Person, die vom Betreuungsverein des Caritasverbandes für den Landkreis Passau betreut wird, wurden 150 Euro aus Pocking gespendet.Auch beim Seniorentag in der Stadthalle in Pocking war der Caritas-Ortsverein aktiv und beteiligte sich mit Kuchenspenden. Zu einem Dankessen wurden die Caritas-Sammler, Pfarrbriefausträger und die Helfer der Seniorengemeinschaft ins Pfarrzentrum eingeladen. Bei der Herbstsammlung wurde eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Der Anteil für den Caritas-Ortsverein aus der Sammlung beträgt 1883 Euro. Der Vorsitzende dankte den Sammlern und den Spendern. Eine wichtige Einnahmequelle ist der jährliche Wohlfahrtsmarken-Verkauf. Auch dieses Jahr zeichnet sich wieder ein gutes Ergebnis ab. Durch das Finanzamt erfolgte die Überprüfung der Geschäftsführung für die Jahre 1999 bis 2001. Der Freistellungsbescheid zur Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer wurde inzwischen erteilt. Der Besuchsdienst vor Weihnachten im Krankenhaus Rotthalmünster und in den umliegenden Seniorenheimen wird von Hildegard Wittmann organisiert. Dabei werden kleine Geschenke überbracht. Für die älteren Pfarrangehörigen wird in der Stadthalle wieder ein adventlicher Gottesdienst gefeiert. Die Kosten für die anschließende Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernimmt der Caritas-Ortsverein. Unterstützung vom Verein erhält auch die Auslandshilfe des Caritasverbandes für die Diözese. Als Weihnachtsspende für Hilfsbedürftige und Notleidende werden 500 Euro zur Weiterleitung an die Caritas in Satu Mare (Rumänien) überwiesen. Eine weitere Spende von 500 Euro ist bestimmt für das Caritas-Sozialzentrum in Saniob (Rumänien), das sich im Aufbau befindet. Auch die Kindergärten in Pocking können sich über 1000 Euro freuen. Mit einem Dank für die Mitarbeit im Sinne der Caritas schloss der Vorsitzende die Sitzung. Aus: Passauer Neue Presse, 18.11.02 Pflege zu Hause - dabei hilft das Altenheim Die Einrichtung St. Elisabeth in bietet Tagespflege, damit die Familie Zeit für sich oder dringende Besorgungen hat Bad Griesbach (bb). Alte und kranke Menschen zu Hause pflegen: Wenn die familiäre Fürsorge zum 24-Stunden-Job wird, übersteigt das oft die Kräfte der Pflegenden. Als Entlastung bietet das Altenheim St. Elisabeth Tagespflege an. "Wenn die Gäste tagsüber bei uns sind, haben die Angehörigen Zeit für sich", betont Geschäftsführer Alfons Mailhammer. Tagespflege heißt, die Gäste werden morgens gebracht oder auch vom Altenheimpersonal abgeholt. Sie verbringen einen Tag im Kreis der Heimgemeinschaft, nehmen je nach individuellen Fähigkeiten an den Aktivitäten teil, können dort essen und schlafen. Wie zu Hause werden sie auch hier betreut. Und abends werden sie dann wieder abgeholt oder heimgebracht."Zielgruppe der Tagespflege sind Menschen mit einem hohen Betreuungsaufwand, das heißt Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können", erklärt die Stationsleiterin Anita Lippl. Bis zu zehn Frauen und Männer kommen regelmäßig ins Altenheim und nehmen die Tagespflege in Anspruch. "Manche kommen jeden Tag, andere nur einmal in der Woche oder einmal im Monat", erklärt die Stationsleiterin. Auch halbtags könne das Angebot genutzt werden. "Die Menschen sollen nicht das Gefühl haben, abgeschoben zu werden. Das Hauptumfeld und die Bezugspersonen bleiben in der Familie", erzählt Geschäftsführer Alfons Mailhammer aus Erfahrung. "Die Tagespflege kann eine Vorstufe zum Heimleben sein, muss aber nicht." Der große Vorteil liege darin, dass Angehörige entlastet werden. Es bleibt Zeit für Besorgungen und Ausflüge, die nicht möglich sind, wenn die Pflegebedürftigen bettlägerig sind. Diese Erfahrung hat auch Martin Benzer gemacht. Seine Mutter ist in Pflegestufe zwei eingeordnet und muss rund um die Uhr versorgt werden. "Das ist für uns auch selbstverständlich, aber diese Aufgabe ist uns einfach zu viel geworden, die Demenzerkrankung hat uns überfordert", erzählt der Bayerbacher. Nach Informationsaustausch in einer Selbsthilfegruppe habe er vor drei Monaten von der Tagespflege im Altenheim St. Elisabeth erfahren. Diese Lösung sei optimal für seine Familie: "Wir werden dadurch sehr entlastet. Es bleibt wieder mehr Zeit für uns und für unsere kleine Tochter." Den Sonntag verbringt seine Mutter zu Hause im Kreis der Familie. Ansonsten könne er sich auch kurzfristig für Tagespflege entscheiden. "Hier fühlt sie sich wohl", lobt Benzer die Einrichtung. Bei der Tagespflege werden die Gäste voll ins Geschehen eingebunden. "Je nach Neigungen und Gesundheitszustand können sie an allen Angeboten teilnehmen", erklärt Mailhammer und zählt verschiedene Aktivitäten auf: Gottesdienste, Feste feiern, basteln, spielen, spazieren gehen, Geschichten hören und mehr. Als besonderer Service vom Altenheim werden den pflegenden Familien auch einige Aufgaben abgenommen. So werden die Gäste zum Beispiel auch gebadet oder können ihre Krankengymnastik dort abhalten. Natürlich werden sie auch verpflegt. Die Tagespflege ist eine Dienstleistung des Altenheims, aber auch eine Leistung der Pflegeversicherung, die die Sätze für die Pflegestufen übernimmt: Stufe eins 29,19 Euro, Stufe zwei 44,18 Euro und Stufe drei 59,16 Euro pro Tag. Für elf Euro werden die Tagesgäste morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht. Aus: Passauer Neue Presse, 19.11.02
Vortrag: Wenn das Herz aus dem Takt ist Krankenhaus-Ärzte erläutern die Risiken von Herzrhythmusstörungen Rotthalmünster (leb). Im Rahmen der deutschen Herzwochen konnte Chefarzt Dr. Franz Gniffke zahlreiche Besucher zu einem Vortragsabend zum Thema "Gefährliche und ungefährliche Rhythmusstörungen" im Krankenhaus begrüßen. Dr. Gniffke gab einleitend anhand einer Computeranimation einen Einblick in die Funktionsweise des Herzens. Oberarzt Dr. Baum, dem vor kurzem von der Bayerischen Landesärztekammer die Zusatzbezeichnung "Kardiologe" verliehen wurde, ging anschließend auf die Bedeutung und die Risiken des Vorhofflimmerns und des letztlich unmittelbar lebensbedrohlichen Kammerflimmerns ein. Zudem berichtete er über die neuesten Studienergebnisse und Therapieverfahren. Neben der medikamentösen Therapie stellte Dr. Baum dabei auch die Elektrotherapie, also den Einsatz eines Defibrillators, vor und demonstrierte zur Veranschaulichung das auch in der Laienreanimation mit großem Erfolg eingesetzte Gerät.Störungen des Herzens mit zu langsamem Pulsschlag waren Thema des Vortrags von Oberarzt Dr. Siegfried Bertl. Besonderes Augenmerk solle nach seinen Ausführungen auf die zugrunde liegende Erkrankung eines Patienten gelegt werden. Auch Medikamente und hormonelle Störungen könnten die Ursache hiefür sein. Wie Dr. Bertl weiter ausführte, kann unter Umständen die Implantation eines Herzschrittmachers angezeigt sein. Unter Demonstration von Originalgeräten wies Dr. Bertl auf die notwendigen Kontrollen hin, um mögliche Störungen durch zu starke elektromagnetische Felder erkennen zu können. Am Ende der interessanten Vortragsveranstaltung dankte Chefarzt Dr. Franz Gniffke dem Vorsitzenden des Krankenhaus-Fördervereins, Altbürgermeister Josef Schimpfhauser, für die Unterstützung sowie der Schulleitung der Krankenpflegeschule, Elvira Mader, für die Überlassung der Räumlichkeiten. Aus: Passauer Neue Presse, 19.11.02
Schwangerenberatung jetzt auch übers Internet Freyung (red). www.schwanger-im-landkreis-frg.de: Die Schwangerenberatungsstelle des Landratsamtes Freyung-Grafenau verfügt seit kurzem über eine eigene Homepage und zählt so zu den ersten Beratungsstellen Bayerns, die ihre Informationen auch online anbietet.Verantwortlich für die "Internet-Offensive" ist die Schwangerenberatungsstelle in Landshut. Von den dortigen Mitarbeitern wurde das Konzept erstellt, die Freyunger Berater beteiligen sich am Projekt "schwanger-in-bayern-de." "Unsere Aufgabe war, die dazugehörigen regionalen Adressen zu erfassen", sagt Brigitte Killinger, die zusammen mit Irene Nowotzin sich um die Schwangeren im Landkreis Freyung-Grafenau kümmert. Ziel der Homepage - sie umfasst eine umfangreiche Informations- und Adressensammlung - ist es, sowohl Schwangeren als auch jungen Familien und Alleinerziehenden Überblick über die Vielfalt von Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten zu bieten. "Aber auch Sachbearbeitern von Behörden und uns Beraterinnen erleichtert sie die Suche, wenn spezielle Auskünfte gewünscht werden", erklärt Irene Nowotzin. Was steht drin? "Es werden die Aufgaben der Schwangerenberatungsstelle vorgestellt und auf Veränderungen oder aktuelle Veranstaltungen hingewiesen. Der Adressenteil ist gegliedert in die Bereiche Schwangerschaft und Geburt, Gesundheit, Spiel- und Freiräume, Finanzielle Leistungen, Familie und Erwerbstätigkeit und Erzieherische Fragen", so Killinger. Konkretes Beispiel: Eine ledige Mutter interessiert sich für die Regelung der Vaterschaftsanerkennung. Auf der Homepage findet sie unter dem Begriff "Schwangerschaft und Geburt" den Begriff "Vaterschaftsfeststellung" und somit die nötigen Informationen über freiwillige Anerkennung oder gerichtliches Verfahren und Beistandschaft sowie die jeweiligen Sachbearbeiter des Jugendamtes. "Bei den finanziellen Leistungen kann man über Bundes- und Landeserziehungsgeld, Landesstiftung ,Hilfe für Mutter und Kind', Unterhaltsanspruch und vieles mehr nachlesen", erläutert Nowotzin. Was gab den Ausschlag, dass man sich für eine online-Broschüre einsetzte? "Das Internet wird für die Suche von Informationen immer gebräuchlicher. Außerdem ist es leichter auf dem aktuellen Stand zu sein, als bei einer gedruckten Broschüre, da die Neuerungen jederzeit eingegeben werden können", antwortet Killinger. Sie erwähnt auch noch Sabine Fürst, die diese Aufgabe übernimmt und die Adressen fachgemäß eingibt, und die EDV-Abteilung des Landratsamtes für die tatkräftige Unterstützung. Neben der Homepage für den Landkreis, in denen man die regionalen Adressen und Informationen bekommt, sind auf der Seite www.schwanger-in-bayern.de die umfassenden allgemeinen Hinweise ersichtlich. Unter der Spalte regionale Informationen kann aber auch von hier aus die jeweilige regionale Adresse in Erfahrung gebracht werden. Die Beraterinnen der Schwangerenberatungsstelle stehen aber natürlich nach wie vor bei Fragen und Problemen persönlich zur Verfügung. Sie sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr in der Bahnhofstraße 10 in Freyung erreichbar: Telefonnummer: 08551/9637-0. Außerdem werden Sprechtage angeboten - im Rathaus Grafenau jeden Donnerstag von 8 bis 11 Uhr und im Rathaus Waldkirchen jeden Dienstag von 9 bis 11.30 Uhr. Aus: Passauer Neue Presse, Freyung, 25.11.02 Drogensucht allgegenwärtig Experten informieren Beim Info-Abend berichtet auch eine Ex-Abhängige Bernried (dz). Das Bild von der heilen ländlichen Welt, weit weg von den Gefahren der Großstädte, gibt es nicht mehr. Zum Beispiel haben sich auch in den Gemeinden des Landkreises längst Sucht- und Drogenprobleme breit gemacht: Viele Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene sind mehr oder weniger abhängig von den legalen Drogen, wie Nikotin und Alkohol, sowie von Haschisch über Ecstasy bis Heroin, auch zivilisatorischen Auswüchse, wie Mager- oder Spielsucht, sind bekannt.Der Arbeitskreis Jugend der lokalen Agenda 21 in Bernried (AKJ) veranstaltet deshalb am kommenden Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr in der Aula der Grundschule Edenstetten einen Aufklärungs- und Informationsabend zum Thema "Suchtgefahren im Alltag - Schokolade, Disko, Drogen - der Dampf im Kessel muss raus!". Der Infoabend richtet sich an Bernrieder Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, junge Erwachsene und deren Eltern. Eingeladen sind auch Drogenabhängige und deren Angehörige, die Lösungen für den Ausstieg suchen. Referenten des Abends sind Dr. Wolf Dietrich Nickol, Allgemeinmediziner in Bernried und Experte für Drogenersatzprogramme, Dr. Roland Ebner, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Familientherapeut sowie Leiter der Drogenstation für junge Menschen im Bezirkskrankenhaus Mainkofen, und Doris Koskowski aus Eggenfelden. Sie bezeichnet sich selbst als "langjährig cleane Abhängige" und berichtetet unter anderem über ihren Lebensweg durch Sucht und Drogen. Die Frau, die mit 13 Jahren begann, Haschisch und LSD zu konsumieren, und mit 15 Jahren Heroin und Morphium einnahm, ist heute im Drogenpräventionsbereich und in der Jugendarbeit tätig. Ihr Motto lautet: "Für mich bist Du erst dann ein hoffnungsloser Fall, wenn ich an Deinem Grab stehe." Weitere Betroffene und Experten, wie eine Deggendorfer Gruppe von Eltern und Angehörigen Drogenabhängiger sowie Vertreter von Suchtberatungsstellen, stehen an diesem Abend ebenfalls für Auskünfte und persönliche Fragen zur Verfügung. AKJ-Mitglied Roman Hensler (19) führt in den Abend ein, die Moderation hat Peter Dermühl. Aus: Deggendorfer Zeitung, 27.11.02 Alleinerziehende fordern mehr Ganztagesplätze Passau (tw) Der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Passau und Umgebung hat mit zahlreichen Prominenten aus Gesellschaft und Politik sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.Vorsitzende Wiltrud Stark kritisierte dabei, dass Familien immer noch schlechter gestellt seien als kinderlose Paare und Singles. Ihre Forderungen: mehr Plätze zur Ganztagesbetreuung von Kindern und die Anerkennung von Ein-Eltern-Familien als gleichwertige und eigenständige Lebensform. Ab 1994 hätten Stadt und Landkreis Passau den Verband unterstützt, der auch zahlreiche Mitglieder im Landkreis Freyung-Grafenau hat. Dadurch sei es möglich geworden, ein Beratungsangebot zu schaffen und Wochenendseminare zu veranstalten. Seit heuer arbeitet Anna Dinkelmann als ABM-Kraft beim VAMV und organisiert mit dem Kinderschutzbund und der Europa-Bücherei Lesenachmittage für Sechs- bis Zehnjährige. Neben zahlreichen Aktionen wie Bergwanderungen, Zeltlager und Ausflügen planen die allein Erziehenden, 2003 eine Broschüre herauszugeben, Titel: "Allein erziehend in Passau". Aus: Passauer Neue Presse, Waldkirchen, 27.11.02 Jugendarbeit: Plattling hat Vorreiterrolle Gerhard Apfelbeck hatte zum Erfahrungsaustausch geladen - Keine Nachwuchssorgen bei den Vereinen Plattling (re). Für die Jugend in Plattling wird einiges getan - aber in den Vereinen ist es schwer, neue Verantwortliche für diese Aufgaben zu finden. Darüber haben sich am Dienstagabend die Jugendleiter unterhalten, die der Jugendbeauftragte der Stadt Plattling, Gerhard Apfelbeck, zu einem Erfahrungsaustausch in den Bischofshof eingeladen hatte. Etwa 30 Jugendleiter, Jugendbeauftragte beziehungsweise Vereinsvertreter waren der Einladung gefolgt. Mit dabei waren auch Bürgermeister Erich Schmid, Stadtmanager Josef Grimm, die Leiterin des Jugendtreffs, Brigitte Handlos, und Martin Hohenberger vom Kreisjugendring (KJR).Bürgermeister Schmid stellte die Jugendarbeit der Stadt vor. Er erklärte, dass Plattling dabei eine Vorreiterrolle inne habe, da die wenigsten Städte einen Jugendbeauftragten hätten. Die Stadt unterstütze die Jugendarbeit insbesondere auf finanzielle Weise. So werden jährlich rund 60 000 Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Den Großteil dieses Geldes erhält der Kreisjugendring. Des weiteren unterstütze die Stadt Aktionen wie "Ferien mit Pfiff" und "Ferienspaß". Auch die Kinderspielplätze könnten sich sehen lassen. Unterstützt würde ebenso die städtische Musikschule und der Fanfarenzug. Schmid wies darauf hin, dass die Interessen der Jugendlichen besonders schnellen Trends unterlägen, denen man folgen müsse, um den Kontakt zu den Jugendlichen nicht zu verlieren. Deshalb sei von den Jugendleitern ein besonderes Maß an Sensibilität gefragt. Martin Hohenberger, verantwortlich für die kommunale Jugendarbeit des Kreisjugendrings Deggendorf, stellte die Arbeit des Kreisjugendrings vor. Dabei wies er darauf hin, dass man für Aktionen beispielsweise eine Hüpfburg oder das Spielmobil ausleihen könnte. Diese müssten jedoch frühzeitig gebucht werden. Außerdem biete der KJR Ausbildungsmaßnahmen für Betreuer und Jugendleiter an. Bei der Vorstellung der anwesenden Jugendleiter der Plattlinger Vereine und Organisationen zeichnete sich ab, dass mit wenigen Ausnahmen kaum ein Verein über mangelnden Nachwuchs klagt. Vielmehr hätten die Vereine Probleme, Jugendleiter zu bekommen. Meist möchte sich keiner diese verantwortungsvolle Aufgabe aufbürden, da es viel Arbeit und Mühe erfordert, den Jugendlichen gerecht zu werden. Auch an Ausbildungsmaßnahmen für Betreuer und Jugendleiter fehle es beizeiten. Bürgermeister Schmid bedauerte, dass sich nur wenige bereit erklären würden, ein derartiges Amt zu übernehmen. Stadtmanager Josef Grimm lobte die Arbeit der Vereine und deren Arbeit für die Jugend. Insbesondere in Vereinen könne man auf die speziellen Interessen der Jugendlichen eingehen. Dennoch sei auch die Stadt nicht untätig in der Jugendarbeit, dies zeigten Initiativen wie das Angebot von verbilligten Fahrten nach Straubing ins Hallenbad Aquatherm für drei Euro pro Fahrt mit Eintritt (Kinder, Jugendliche, Studenten, Rentner) beziehungsweise 4,50 Euro für Erwachsene oder nach Deggendorf ins Eisstadion für zwei Euro für Kinder, Jugendliche und Studenten. Hingewiesen wurde außerdem auf die Christmas-Party am 20. Dezember in der TSV-Turnhalle für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren (Beginn 19 Uhr, Ende 22 Uhr, Eintritt: 2,50 Euro). Jugendtreff-Leiterin Brigitte Handlos informierte über ihre Arbeit. Dabei kämen in den Jugendtreff etwa 40, meist elf- bis 15-jährige Jugendliche aus den verschiedensten Kulturkreisen. Gerhard Apfelbeck stellte neue Ideen für die städtische Jugendarbeit vor. So überprüfe man den Bedarf eines Discobusses, der in anderen Städten mit großem Erfolg eingesetzt werde. Ein Discobus würde auch das Parkplatzproblem entschärfen. Es hätten bereits Gespräche mit Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder stattgefunden, wobei man über eine Vernetzung beider Systeme des Öffentlichen Personennahverkehrs nachdenkt und am Freitag- und Samstagabend zusätzliche "Mondscheinfahrten" anbieten möchte. Um die Motivation für die Jugendleiter zu verbessern und deren Arbeit zu ehren, war eine weitere Idee die Einführung eines Ehrenabends für die Jugendleiter. Dabei sollten sich die Jugendleiter untereinander kennen lernen und Erfahrungen austauschen. Die Idee eines Jugendparlamentes wurde ebenfalls diskutiert. Allerdings fürchte man, dass die Umsetzung dieser Idee nicht effektiv genug sei, wie Beispiele aus anderen Städten zeigten. Aus: Plattlinger Zeitung, 28.11.02 Was geht ab?: Jugendliche feilen an sich selbst Projekttag am Gymnasium - 90 Jugendliche in Arbeitsgruppen zu Meditation, Okkultismus, Konflikten und Drogen Vilshofen (eb). Meditation/Zur Ruhe finden, Drogen und meine Erfahrungen sowie Konflikte - das waren Themen auf einem Projekttag unter dem Motto "Was geht ab?", den das Kirchliche Jugendbüro bereits zum dritten Mal für die 11. Klassen des Gymnasiums Vilshofen organisiert hatte. Zur Einstimmung wurde in einem Kabarettstück die problematische Biographie eines Jugendlichen dargestellt. Die Schauspieler führten eindringlich bewegende Szenen aus dem Leben eines Jugendlichen den Schülern vor Augen: von der drohenden Arbeitslosigkeit bis hin zu Aggressivität gegenüber Ausländern.Anschließend konnte sich jeder der 90 Jugendlichen für eine Arbeitsgruppe entscheiden. Zum Thema "Öde Freizeit - Fun mit Sinn" machte sich Anton Brunner von der Theatergruppe zusammen mit den Jugendlichen Gedanken. Das Verhalten in der unterrichtsfreien Zeit wurde unter die Lupe genommen und erörtert. Dabei ging es auch darum, wie Freizeit sinnvoll gestaltet und dabei Verantwortung für andere übernommen werden könne. Dies wurde auch im Plenum durch einen "Vertrauenssprung" verdeutlicht (Bild). Eine weitere Gruppe wählte das Thema "Drogen". Der Referentin Doris Koskowski, früher selber einmal drogenabhängig und mittlerweile seit mehr als 20 Jahren geheilt, gelang es, die über 30 Interessierten durch ihre Schilderungen von der Gefährlichkeit der Drogen zu überzeugen. "Einmal süchtig, immer süchtig", so ihre eindringliche Warnung an die jungen Zuhörer. Franz Lindinger, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Kirchlichen Jugendbüro Pfarrkirchen und mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Jugendarbeit, gestaltete einen Workshop zum Thema "Konflikte". Der Jugendarbeiter ging diskret mit dem Thema um und zeigte Lösungswege in einem Konflikt auf. In einer weiteren Gruppe beleuchtete Patrizia Kalhuber, ebenfalls Mitarbeiterin im Kirchlichen Jugendbüro Pfarrkichen, das Thema "Okkultismus". Sie machte Hintergründe deutlich und entzauberte manche gängigen Klischees. In der Gruppe um Vilshofens Jugendreferenten Alfred Hüttinger ging es schließlich um "Meditation" und wie man in einer immer hektischeren und lauteren Welt Momente der Stille und Entspannung erleben kann. Zusammen mit einer Vorpraktikantin des Jugendbüros wurde für knapp zwei Stunden eine Auszeit vom Schulalltag genommen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden schließlich allen Elftklässlern präsentiert, wo auch stellvertretender Direktor Ulrich Wagner interessiert den Schülerberichten folgte. Aus: Vilshofener Anzeiger, 28.11.02 Gesprächskreis hilft verzweifelten Eltern Mütter, die ein Kind bei einem Verkehrsunfall verloren haben, leiden ihr Leben lang und stoßen auf taube Ohren Eggenfelden (rw). Mit seinem Roller will der 16-jährige Daniel von einer Gemeindestraße kommend die Bundesstraße 388 überqueren. Er sieht ein Auto, hält an. Dann der fatale Moment: Er bemerkt ein zweites Auto dahinter offenbar nicht, fährt los und wird von dem Wagen erfasst. Wenig später stirbt er im Krankenhaus. Genau zwei Jahre ist dieser Unfall her, der das Leben der 41-jährigen Linda P. (Name geändert) aus dem westlichen Landkreis brutal verändert hat. Im Krankenhaus erfahren die Eltern die schreckliche Wahrheit. Eine Welt bricht für sie zusammen. Jetzt kommen der Frau noch die Tränen, wenn sie von ihrem Sohn zu sprechen beginnt: "Ein Arzt hat mich bei der Hand genommen und gesagt, ich soll ihm von unserem Sohn erzählen". Linda P. und ihr Mann ziehen das Tuch zurück, wollen ihr geliebtes Kind noch einmal sehen und von ihm Abschied nehmen. Heute ist Linda P. erleichtert darüber, dass sie das getan und sich dabei über "gut gemeinte Ratschläge" hinweggesetzt haben.Die anderen Frauen der Runde nicken zustimmend, wenn sie sagt: "Was man geliebt hat, das kann man nicht einfach so weggeben." Einmal im Monat treffen sich Mütter, die ihre Kinder verloren haben, zum Gespräch im Eggenfeldener Pfarrheim. Alle haben sie eine Erfahrung gemacht: "Die Leute wollen unseren Schmerz nicht hören. Dabei brauchen wir jemanden, der zuhören kann". Die 46-jährige Eggenfeldenerin Martha A. (Name ebenfalls geändert) ist heute nicht nur niedergeschlagen wegen des Verlusts ihres 22-jährigen Sohnes Markus, sondern auch traurig darüber, dass sie und ihr Mann sich haben abwimmeln lassen, als Markus vor sechs Jahren bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Hebertsfelden sein Leben verlor. "Ich wollte gleich zum Unfallort. Doch die Polizei sagte mir, es gebe nichts mehr zu ´sehen´. Später erfuhren wir, dass unser Bub noch Stunden am Straßenrand lag. Alle haben uns dann davon abgeredet, unser totes Kind noch einmal anzuschauen. Und uns fehlte da einfach die Kraft, uns durchzusetzen." Dabei sind sich heute alle vom Schicksal Getroffenen einig: "Man tut den Angehörigen nichts Gutes, wenn man glaubt, ihnen den Anblick ersparen zu müssen. Was man lieb gehabt hat, kann gar nicht so entstellt sein, dass man das nicht ertragen könnte. Selbst wenn kein Gesicht mehr zu erkennen wäre, könnte man noch eine Hand halten. Tut man das nicht, reut es einen zeit Lebens." "Ich hab ein halbes Jahr nicht mehr gekocht und geputzt, mir war das alles einfach egal", erinnert sich die 52-jährige Katrin C. (Name ebenfalls geändert) aus der Gemeinde Hebertsfelden , die vor acht Jahren ihren damals 19-jährigen Sohn Stefan verloren hat. Stefan war ihr einziges Kind. Katrin C. und ihr Mann haben den Boden unter den Füßen verloren. Sie sehen ihr Leben als sinnlos an. Besonders bedrückt Katrin C., wie mit ihrem gestorbenen Kind verfahren wurde. "Da kommt ein Plastiksack und mit dem wird der Tote dann lieblos in einen Stahlsarg gesteckt." Unbegreiflich ist es für die Eltern, wenn Kinder nach einem Unfall nicht ins Krankenhaus, sondern sofort ins Leichenhaus gebracht werden. "Da kommen jahrelange Zweifel auf, ob ihr Kind nicht doch noch gelebt hat", gibt Sieglinde Kaltenecker zu verstehen. Die 66-jährige Eggenfeldenerin vermisst die Pietät gegenüber dem Verunglückten und dessen Angehörigen. Vor zehn Jahren hat sie selbst ihren damals elfjährigen Sohn Florian bei einem Unfall verloren. "Ich empfand es als besonders schlimm, dass mir die Leute aus dem Weg gegangen sind. Keiner wollte mir zuhören. Erst später habe ich begriffen, dass der Grund dafür Hemmungen sind. Die Leute können mit dem Leid der Mütter nicht umgehen. Die Eltern gehen nicht nur wegen des Verlusts ihres Kindes durch die Hölle, sondern müssen auch noch die Tatsache verdauen, dass sie von der Umwelt geschnitten werden", bedauert Kaltenecker. Dagegen wollte sie etwas tun. Zwei Jahre nach dem Unfall ihres Kindes gründete Sieglinde Kaltenecker mit Unterstützung des Eggenfeldener Frauenbundes die Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern". Seither trifft sich diese jeden Monat. Sieglinde Kaltenecker hat Seminare für Trauerbegleitung besucht, betreut die Gruppe ehrenamtlich. 21 Frauen gehören der Gruppe an. Nicht ein Mann ist dabei. Das hat nicht den Grund darin, das Männer weniger trauern würden, betont Kaltenecker. "Sie gehen nur anders damit um , wollen nicht darüber reden." Dieses darüber Reden im Kreis von anderen, die selbst vom Schicksal getroffen worden sind und deshalb Verständnis für die Sorgen und Nöte der trauernden Mütter haben, das erscheint den Teilnehmerinnen selbst als wichtigste Aufgabe ihres Gesprächskreises. Das Leid in Worte fassen, auf diese Weise haben sich die meisten von ihnen kennen gelernt. Christa C. zum Beispiel hat nicht nur ihre Gedanken an ihren Sohn in einem Tagebuch zu Papier gebracht, sondern auch anderen verwaisten Müttern spontan Briefe geschrieben, um ihnen damit Hilfe zu geben. Sieglinde Kaltenecker steht zudem mit Frauen in Briefkontakt, die an der Landkreisgrenze und darüber hinaus wohnen und deshalb nicht zu den regelmäßigen Treffen kommen. "Wenn ich Kontakt zu einer Familie aufnehme, die ihr Kind verloren hat, habe ich immer auch Herzklopfen. Ich weiß nicht, welche Reaktion mich erwartet, und ich bin als selbst Betroffene natürlich auch sehr verletzbar", erläutert sie. Übereinstimmend berichten die Mütter auch davon, dass sie kaum Erinnerungen an die Beerdigung haben. "Ich weiß fast nichts mehr, ich glaube nicht, dass ich geweint habe", sagt etwa Linda P. . Wie in Trance haben sie diese Tage erlebt, der Schmerz zu groß, als dass er sich schon hätte Bahn brechen können. Das große Weinen kommt erst später. Und dann kommt auch die Zeit, in der sich die Eltern immer wieder Selbstvorwürfe machen und minutiös Details des Unfalls rekonstruieren. Martha A. zum Beispiel ist die Unfallstrecke wiederholt nachgefahren, um am Ende herauszufinden, dass der Unfall vier Minuten eher gewesen sein muss, als von der Polizei im Protokoll festgehalten. Fakten, die nichts bringen, die keinen Toten mehr lebendig machen können und die für die Mütter doch so wichtig sind, um das Schreckliche zu verarbeiten. Empfindlich reagieren sie deshalb auf vorschnelle Urteile. Martha A. kann es bis heute nicht verwinden, dass bei ihrem Sohn von Alkohol und Drogen die Rede war, obwohl die Blutentnahme dann zeigte, dass nichts davon stimmte. Eine weitere Betroffene, die 55-jährige Heidi S. (Name geändert) aus dem Großraum Falkenberg, beklagt, dass beim Unfall ihres Sohnes ein zweiter Notarzt nicht angefordert worden sei. Vielleicht erkannte die Notärztin, die einen weiteren Beteiligten versorgte, dass ihr Sohn bereits tot und ihm nicht mehr zu helfen war. Es könnte aber auch anderes gewesen sein. An dieses "Könnte" klammern sich die Mütter, verwenden tausende Gedanken darauf, was wie anders hätte laufen können und kommen doch nicht aus der finalen Schlussfolgerung heraus: Es nützt alles nichts, mein Kind ist tot. Mütter, aber auch Väter, die ein Kind verloren haben und Hilfe suchen, werden in der Selbsthilfegruppe gerne aufgenommen. Treffpunkt ist jeden zweiten Samstag im Monat ab 14 Uhr im Pfarrheim. Näheres bei Sieglinde Kaltenecker unter Tel. 0 87 21/66 16 oder im Eggenfeldener Pfarramt, Tel.08721/1812. Aus: Passauer Neue Presse, Pfarrkirchen, 28.11.02 |