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Newsletter Nr.9/2002 zum Thema

Unternehmen und Arbeit

  1. "Acht zusätzliche Kräfte, Arbeitsamt will Jobvermittlung beschleunigen", in: PNP, Passau-Stadt, 7.1.2003:

    Das Arbeitsamt Passau will die Jobvermittlung beschleunigen. Gemäß des Hartz-Konzeptes sollen Arbeitslose künftig schnell und passgenau vermittelt werden (Job-Aktiv-Gesetz) und die Personal-Service-Agenturen umgesetzt werden. (mehr)


  2. "Droht Arbeitsamt-Außenstellen das Aus?", in: PNP, Passau-Land, 7.1.2003:

    Nach den Zentralisierungsplänen der Hartz-Kommission sollen Arbeitsamtsgeschäftsstellen wie Pocking, Obernzell und Vilshofen geschlossen werden. MdL Kobler weist jedoch auf die fatalen Folgen eines solchen "Rückzugs aus der Fläche" hin: Eine Arbeitsverwaltung vor Ort ist dringend nötig, vor allem wegen der bevorstehenden Öffnung nach Osten. Außerdem sei es besser, bei ABM; Umschulungs- und Fördermaßnahmen zu sparen. (mehr)


  3. "Zehn-Punkte-Plan wirkt: Hatz senkt Kosten", in: PNP, Passau-Land, 7.1.2003:

    Trotz 4% Lohnsteigerung erzielte der Ruhstorfer Motorenhersteller Hatz ein positives Jahresergebnis 2002. Ein Zehn-Punkte-System zur Kostensenkung mit Preiserhöhungen von 3% und Einsparungen beim Personal sollen das Ziel für 2003, nämlich Konstanthaltung von Umsatz und Personalstand, erreichbar machen. Das Unternehmen ist sehr erfolgreich mit seiner Baureihe der W35 Motoren. (mehr)


  4. "Otto Huml bleibt der Chef im IGZ", in: PNP, Waldkirchen, 7.14.2003:

    Sein Vertrag beim IGZ war nach 5 Jahren abgelaufen, ein neuer Vertrag wurde ausgearbeitet und Huml bewarb sich erneut. Jedoch müssen starke Kürzungen vorgenommen werden, so dass ihm nur noch weniger Zeit für das IGZ zur Verfügung steht. Doch aufgrund seiner Erfahrungen hat Huml sogar noch zusätzliche Aufgaben übernommen. (mehr)


  5. "Bauern klagen über hohe Steuerlast", in: PNP, Passau-Stadt, 13.1.2003:

    Die Pläne von Rot-Grün zu Steuerverschärfungen, die die Landwirte betreffen, wie etwa eine Umsatzsteuer in Höhe von 26% für landwirtschaftliche Vorprodukte, wollen MdL und MdB der CSU nicht durchgehen lassen. Außerdem gibt es Probleme mit dem Arzneimittelgesetz und den Landwirtschaftsschulen in der Region. (mehr)


  6. "Ab April treten neue gesetzliche Regelungen für Mini-Jobs in Kraft", in: Grafenauer Anzeiger, 13.1.2003:

    Ab 1. April liegt die Einkommensgrenze, bis zu der keine Steuern und Sozialbeiträge vom Arbeitnehmer zu leisten sind, bei 400€ und die Zeitgrenze von 15 Stunden entfällt. Übergangsregelungen gelten von 401 – 800 €-Jobs und Mini-Jobs in Haushalten bilden die Ausnahme mit Sonderregelungen. (mehr)


  7. "DGB: Jugendliche sind mobil", in: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003:

    Die Bereitschaft, für eine  Lehrstelle den Wohnort zu wechseln ist im Arbeitsamtsbezirk Deggendorf sehr hoch. Immer schlechter werden die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt für Jugendliche mit Hauptschulabschluss. Ein Rückgang von Ausbildungsstellen im Bezirk Deggendorf ist deutlich festzustellen, aber in einigen Jahren greift der demografische Wandel und es wird ein Mangel an Fachkräften herrschen. (mehr)


  8. "Tipps für Studienplanung und Prüfungen – diese Ansprechpartner sollten Passauer Studenten kennen", in: PNP, Passau-Stadt, 14.1.2003:

    Ansprechpartner, Adressen und Telefonnummern der Studienberatung, der Studentenkanzlei und des Prüfungssekretariats (mehr)


  9. 5000. Besucher im Servicezentrum, in: Viechtacher-Bayerwald-Bote, 14.1.2003:

    Christine Hackl aus Kollnburg wurde als die 5000. Besucherin des Servicezentrums des Viechtacher Finanzamts gezählt. Im Servicezentrum werden die Steuerzahler unmittelbar und unkompliziert bei allen Fragen rund um die Steuern beraten. (mehr)


  10. Flaute am Bau: Ein Viertel muss stempeln, in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:

    Mit 27,9% Arbeitslosen im Arbeitsamtsbezirk Deggendorf ist das Baugewerbe am stärksten von der Arbeitslosigkeit durch Wintereinbruch und die ungünstige Auftragslage betroffen. Außerdem muss gegen illegale Beschäftigung und gegen Nichtzahlung des Mindestlohns eingeschritten werden.  (mehr)


  11. "Weiterbildung per Gutschein", in: Deggendorfer Zeitung, 16.1.2003:

    Bildungsgutscheine vergrößern die Eigenverantwortung und stärken den Wettbewerb zwischen den Bildungsträgern. Die Kosten für eine Weiterbildung werden mit dem Arbeitsamt abgerechnet.  (mehr)


  12. "Tourismus bräuchte eine Allwettereinrichtung, Lösung wäre die Überdachung des Wellenbades", in: Grafenauer Anzeiger, 17.1.2003:

    Der neu gegründete Arbeitskreis für Tourismus entwickelt Vorschläge und Wege, um die steigende Arbeitslosigkeit und die rückläufigen Übernachtungszahlen auszugleichen.   (mehr)


  13. "Wege aus der Arbeitsfalle", in: PNP, Passau-Land, 17.1.2003:

    Gebietsversammlungen des Maschinenrings zum Thema "Wege aus der Arbeitsfalle" (mehr)


  14. "SPD fordert Eingehen auf veränderte Grenzsituation", in: Bayerwald-Bote, Zwiesel, 20.1.2003:

    Die Infrastruktur in Ostbayern muss wegen der Osterweiterung der EU angepasst werden, z.B. durch eine Donau-Moldau-Bahnstrecke und den Aus- und Neubau der Verkehrswege nach Tschechien. (mehr)


  15. "Bauern unserer Region erwarten sich keine Vorteile durch EU-Erweiterung", in: Grafenauer Anzeiger, 20.1.2003:

    Im Zuge der Osterweiterung der EU ist für ostbayerische Bauern eine verschärfte Benachteiligung zu erwarten. Es sind langfristige Übergangsfristen zum Erhalt des Standards nötig. (mehr)


  16. "Die Ich-AG als Chance", in: Deggendorfer Zeitung, 21.1.2003:

    Existenzgründer sollen bis 2005 für ihre Ich- bzw. Familien-AGs Zuschüsse nach bestimmten Regelungen erhalten. Förderung gibt es für Bezieher von Arbeitslosengeld und –hilfe oder für Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. (mehr)


  17. "Das Euregio-Hochschulprojekt geht nach Burgkirchen", in: PNP, Pocking, 21.1.2003:

    Die Euregio-Mitglieder sollen künftig durch einen Förderverein an der neuen, virtuellen Universität mit Sitz in Burgkirchen beteiligt sein. Jede Stadt und jede Gemeinde soll einen Mindestbeitrag von 100 € pro Jahr leisten, jeder Landkreis zahlt 1000 €. Zusätzlich soll eine GmbH gegründet werden unter der Leitung der Partneruniversität University of Southern Queensland (USQ). (mehr)


  18. "Mädchen erkunden die Berufswelt", in: PNP, Pocking, 21.1.2003: 

    Am 8. Mai findet wieder bundesweit der Girls‘ Day statt, an dem Büros, Werkstätten und Labore den Mädchen Einblick in die technisch-naturwissenschaftlliche Berufs- und Arbeitswelt gewähren. (mehr)


  19. "Die IG-Metall stand vor leeren Stühlen", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 21.1.2003:

    Soll die Firma Kugel in Viechtach einen Betriebsrat bekommen? Bei einer Abstimmung stimmten nur zwei von 85 Mitarbeitern für die Einrichtung eines Betriebsrats. Vermutlich hat der Firmeneigentümer seine Mitarbeiter wohl eingeschüchtert. Lothar Kugel nämlich will keinen Einfluss der Gewerkschaft von außen, da das bestehende System eines Beirats gut funktioniere. (mehr)


  20. "Betriebsräte, wo?", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 21.1.2003:

    Betriebe mit Betriebsrat im Altlandkreis Viechtach (mehr)


  21. "Trotz guter Prognosen: ‚Capital‘ macht Passau zum Absteiger", in: PNP, Stadt-Passau, 22.1.2003:

    Im Städteranking des Wirtschaftsmagazins erscheint Passau auf Platz 37 und mit 11 Plätzen Verlust im Vergleich zum Vorjahr. (mehr)


  22. "GIS: Lange hat die Stadt überlegt, jetzt macht sie ernst", in: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:

    Das ‚Geografische Informationssystem‘ enthält den zentralen Datenbestand und kann so rasch Auskünfte erteilen. Im Voraus ist aber die Vermessung aller Straßen nötig. Die Stadt hat 189 000 € für das Projekt eingeplant. (mehr)


  23. "Rübenanbau erhöht die Wertschöpfung der ganzen Region", in: Osterhofener Zeitung, 23.1.2003:

    Anlässlich der Winterversammlung der Zuckerrübenanbauer in Aldersbach wurde erneut die Notwendigkeit der Zuckerrübenordnung festgestellt und die Südzucker AG zog positive Bilanz für das Jahr 2002. (mehr)


  24. "Karriere-Gespräche: Firmen-Tipps für Studenten", in: PNP, Passau-Stadt, 23.1.2003:    Zwei Referenten der REWE-Zentral-AG waren an der Universität Passau zu Gast und informierten im Rahmen eines Vortrags der Reihe "Career Talk" über die Entwicklung ihres Konzerns und über die Einstiegsmöglichkeiten für Akademiker bei REWE (mehr)


  25. "Niederbayern ist keine Aufsteigerregion", in: PNP, Passau-Land,24.1.2003: 

    Anlässlich der Tagung der CSU-Kreisvorstandschaft in Passau wurde eine stärkere Förderung des regionalen Arbeitsmarktes gefordert. Die Region Passau liegt immer noch im bayernweiten Vergleich mit einer Arbeitslosigkeit von 9,2% zurück. Das Arbeitsamt Passau muss daher mit seinen dezentralen Strukturen und allen Außenstellen erhalten bleiben. (mehr)


  26. "Guter Rat für Firmen wird günstiger", in: PNP, Pocking, 24.1.2003:

    Auf die Erhaltung der Wittbewerbsfähigkeit hin wirkt das Mittelständische Industrieberatungsprogramm durch Einzelberatungen von bayerischen KMUs, das durch EU-Mittel bezuschusst wird. (mehr)


  27. "e.on-Kundencenter investiert 11,8 Mio. Euro in die Stromversorgung", in: PNP, Pocking, 28.1.2003:

    Investitionen von 11,8 Mio. € in Ostbayern und Beauftragung kleiner und mittelständischer Betriebe mit der Durchführung der Arbeiten der e.on Bayern AG zur Sicherung von Arbeitsplätzen 2003 (mehr)


  28. "Berufswahl mit den Eltern", in: Osterhofener Zeitung, 29.1.2003:

    Schulabgänger sollen mit ihren Eltern Interessen und Fähigkeiten objektiv einschätzen. Wegen schlechter Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind oft viele Bewerbungen, Praktika und Flexibilität nötig (mehr)


  29. "Ein Vortrag mit süßem Beigeschmack", in PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003:

    Die Vortragsreihe zum Thema Konsumgüterindustrie im Rahmen von "Career Talk" an der Universität Passau ging für das Wintersemester 2002/2003 zu Ende. Zwei Mitarbeiter des bekannten Unternehmens Nestlé sprachen zum Thema Markenkommunikation. Durch derartige Veranstaltungen an der Universität Passau soll eine Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaftsalltag geschaffen werden. (mehr)

Acht zusätzliche Kräfte: Arbeitsamt will Jobvermittlung beschleunigen

Sie sind ab Mai im Einsatz - Derzeit 700 bis 900 Arbeitslose pro Vermittler

von Markus Schön
Das Arbeitsamt Passau verstärkt sein Personal im Bereich der Arbeitsvermittlung. Ab 1. Mai stehen Arbeitssuchenden zusätzlich acht Arbeitsvermittler zur Verfügung. "Damit soll die Vermittlung von Arbeitslosen künftig noch schneller gehen", erklärt Peter Salzberger, der Personalleiter des Arbeitsamts.
Mitte Dezember gab die Bundesanstalt für Arbeit grünes Licht, durch interne Personalumschichtungen zusätzliche Arbeitsvermittlerstellen zu schaffen. Inhalte des Hartz-Konzepts und des Job-Aktiv-Gesetzes sollen dadurch rascher umgesetzt werden.
Von den acht Stellen werden vier mit internen Nachwuchskräften besetzt. Die externen Bewerber für die Arbeitsvermittlung wurden aus dem Pool der Arbeitssuchenden des Arbeitsamtes Passau ausgesucht. Diese Stellen sind auf drei Jahre befristet. "Zum Anforderungsprofil gehört eine Fachhochschulausbildung im Bereich Betriebswirtschaftslehre sowie Berufspraxis auf dem Gebiet Personalführung", erklärt der Personalleiter.
Das Auswahlverfahren ist bereits im Gange: Nächste Woche finden mit zwölf Bewerbern Auswahlgespräche statt. Dies geschieht so zügig, weil die Einstellung schon zum 1. Februar erfolgt. Vor ihrem Einsatz müssen die angehenden Arbeitsvermittler nämlich noch eine dreimonatige Schulung durchlaufen - das gilt auch für die internen Kräfte.
Insbesondere die schnelle und passgenaue Vermittlung von Arbeitslosen - Inhalt des Job-Aktiv-Gesetzes - führte zur Personalaufstockung. Dazu erstellt der Arbeitsvermittler mit dem Arbeitslosen ein genaues Bewerberprofil und eine daraus entwickelte individuelle Vermittlungsstrategie. Außerdem sollen durch die verstärkte Zahl an Arbeitsvermittlern die Personal-Service-Agenturen, ein Kernpunkt des Hartz-Konzepts, umgesetzt werden. Diese Agenturen sollen Arbeitslose befristet an Unternehmen vermitteln - sie haben den Charakter von Zeitarbeitsfirmen.
Zur Zeit sind in Passau 18 Arbeitsvermittler tätig. Damit kommen im Durchschnitt zwischen 700 und 900 Arbeitslose auf einen Vermittler. Diese Zahl wird sich durch die neuen Stellen auch verringern.
Wie viele zusätzliche Arbeitsvermittler in die Stadt Passau kommen werden, ist noch unklar. "Wir gehen davon aus, dass es zwei werden", so Salzberger. Die übrigen Arbeitsvermittler werden je nach Erfordernissen auf die Geschäftsstellen in Grafenau, Obernzell, Pocking, Vilshofen und Waldkirchen verteilt.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 7.1.2003

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Droht Arbeitsamt-Außenstellen das Aus?

MdL Kobler will Zentralisierung bekämpfen – Beschäftigte können sich Rückzug aus der Fläche nicht vorstellen

von Helmut Preuß
Obernzell/Passau. Droht den Geschäftsstellen des Passauer Arbeitsamtes in Obernzell, Pocking und Vilshofen das Aus? Würden die Zentralisierungspläne der Hartz-Kommission umgesetzt, ließe sich dies kaum mehr vermeiden, sagt MdL Konrad Kobler. Die Verantwortlichen selbst hingegen halten eine solche Ausdünnung in der Fläche für unwahrscheinlich.
"Natürlich kennen wir die Vorgabe der Bundesanstalt, die für 2003 einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hat", sagt der Pressesprecher des Arbeitsamts Passau, Axel Schwarz. Einsparungen bei ABM-, Umschulungs- oder Fördermaßnahmen der beruflichen Bildung seien denkbar. Dass man allerdings einzelne Geschäftsstellen schließen wolle, das sei ihm völlig neu. Josef Kehrer,


Neun neue
Vermittler genehmigt


Geschäftsstellenleiter des Arbeitsamts Obernzell, sieht dies genauso. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die Bundesanstalt aus der Fläche zurückziehen wolle, zumal für Passau gerade weitere neun Vermittler genehmigt worden seien, die am 1. Februar ihre Tätigkeit aufnehmen, sagt Kehrer.
Für MdL Konrad Kobler, der sich auf "Informationen aus internen Kreisen" beruft, kommt diese Ansicht der Betroffenen nicht überraschend. "Art und Umfang der Strukturreform sind rein politische Entscheidungen, die in der Hartz- Kommission getroffen und auf Weisung von Minister Wolfgang Clement umgesetzt werden", sagt er. Es sei nicht üblich, über bestimmte Pläne im Voraus die Beschäftigten zu informieren. Schon gar nicht, wenn Radikallösungen im Raum stünden, bei denen etwa für Niederbayern nur mehr zwei "Regionalämter" vorgesehen seien.
Bestätigt sieht Kobler seine Sorgen dadurch, dass die Bundesanstalt laut deutscher Presseagentur auch den Einfluss der örtlichen Selbstverwaltung bei den Arbeitsämtern begrenzen will. Diese Selbstverwaltungen sind drittelparitätisch mit je einem oder je zwei lokalen Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie der öffentlichen Hand besetzt. An ihrer Stelle sollen stattdessen die Leiter der Arbeitsämter "über den arbeitsmarktpolitischen Mix" entscheiden. Damit würde sich die Zentralisierung, der "Durchgriff von oben nach unten", wesentlich leichter umsetzen lassen, sagt Kobler und verweist auf mehrere Protest-Resolutionen der Selbstverwaltungsorgane aus Unterfranken und der Oberpfalz. "Ich werde an das Arbeitsamt Passau appellieren, sich gegen die geplante Entmündigung und gegen die Zentralisierungstendenzen zu artikulieren", sagt Kobler.


Angriff auf die
Selbstverwaltung?


Einig ist sich der CSU-Sozialpolitiker mit den Arbeitsamts-Mitarbeitern darin, dass ein Rückzug aus der Fläche fatale Folgen hätte. Unabhängig von den Auswirkungen auf die rund 60 Beschäftigten in den drei Geschäftsstellen Obernzell, Pocking und Vilshofen würde damit einer effizienten und gezielten Arbeitsvermittlung das Wasser abgegraben. "Wir besuchen die Klein- und Mittelbetriebe in unserem Einzugsbereich regelmäßig ein- bis dreimal im Jahr", unterstreicht beispielsweise Josef Kehrer vom Arbeitsamt Obernzell den hautnahen Kontakt seines Amtes zum betrieblichen Mittelstand. Dadurch sei ein Vertrauensverhältnis gewachsen. Zusammen mit seinen zehn Mitarbeitern hat Kehrer 2002 rund 600 Arbeitssuchenden einen Job vermittelt. Insgesamt werden von Obernzell aus die sechs Gemeinden des Altlandkreises Wegscheid abgedeckt und 7700 sozialversicherungspflichtige


"Schließung wäre großer Verlust"


Arbeitnehmer und etwa genauso viele Freiberufler betreut. "Eine Abstufung oder gar Schließung unserer Geschäftsstelle wäre ein großer Verlust für diese Region", sagt Kehrer. Dem pflichtet Kobler bei. "Wir müssen mit allen Mitteln den Status quo zu erhalten versuchen", sagt er.
Erste Gesetzentwürfe der Hartz-Kommission zur Änderung der Organisationsstruktur werden im laufenden Kalenderjahr erwartet. Und die will Kobler "mit Argusaugen durchleuchten". Bereits im Vorfeld werde er mit einem Appell an Wirtschaftsminister Clement Entscheidungen gegen die Interessen ländlicher Regionen zu begegnen versuchen. Auch den sozialpolitischen Arbeitskreis der CSU im Landtag, der sich im selben Sinn an die Staatsregierung wenden werde, weiß Kobler hinter sich. Denn gerade die bevorstehende Öffnung Osteuropas mit einem zunehmend grenzüberschreitenden Austausch von Arbeitskräften erfordere in der Grenzregion eine Arbeitsverwaltung vor Ort.
aus: PNP, Passau-Land, 7.1.2003

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Zehn-Punkte-Plan wirkt: Hatz senkt Kosten

Zufrieden stellendes Jahresergebnis - Umsatz von 2001 fast erreicht - Motorenfabrik setzt mit W 35 neue Maßstäbe

Ruhstorf (red). Die Motorenfabrik Hatz rechnet mit einem schwierigen Geschäftsjahr 2003, hofft aber, Umsatz und Personalstand halten zu können. Das teilte Geschäftsführer Wolfram Hatz der Belegschaft bei der Betriebsversammlung mit. Die Ertragssituation habe sich 2002 deutlich verbessert - nicht zuletzt wegen eines durchgreifenden Kostensenkungsprogramms.
Die Prognose für 2002 sei alles andere als günstig gewesen, habe man doch mit weniger als 50 000 Motoren, einer Stagnation des Komponentengeschäfts auf gleichem Niveau und einem noch höheren Verlust gerechnet, so Wolfram Hatz. Heute sei er froh, dass Hatz den Umsatz von 2001 nahezu erreicht hat, aber - und das sei "viel wichtiger" - die Ertragssituation habe sich deutlich verbessert. Der Umsatz 2002 betrage wie im Jahr 2001 rund 120 Millionen Euro. Der Motorenverkauf sei von 51 799 Stück in 2001 auf 50 750 in 2002 zurückgegangen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 1085 Mitarbeiter (2001: 1152) Bei den Pleuelstangen war ein Rückgang von 2,4 auf 2,2 Millionen Stück zu verzeichnen, bei den Kurbelwellen ein Anstieg von 18 971 auf 31 200 Stück.
Mit verantwortlich für das positive Ergebnis trotz einer vierprozentigen Lohnsteigerung: ein im vergangenen Jahr aufgestelltes Zehn-Punkte-Programm. So habe ein Wertanalyseteam im ersten Jahr seiner Tätigkeit 500 000 Euro eingespart, sagte Hatz. Das betriebliche Vorschlagswesen bzw. die eingereichten Vorschläge erbrachten eine Einsparung von 231 000 Euro. Die Lagerhaltung wurde von 28 auf 23 Millionen reduziert. Zur Senkung der Beschaffungskosten wird die Abteilung Materialwirtschaft künftig von einem professionellen Dienstleister unterstützt. Ziel sei dabei, die Beschaffungskosten so weit zu senken, dass sich die Umsatzrendite um 1,5 Prozent erhöhe. Die brasilianische Vertriebstochter sei nach fünf Jahren schwerer Verluste geschlossen worden, ebenso die Niederlassung Süd-West in Stuttgart. Die Teilemontage in Tschechien sei ausgeweitet worden, was ebenfalls Einsparungen gebracht habe. Und: Seit Juli ist Hatz auch in China vertreten. Vier Mitarbeiter arbeiten in der Repräsentanz in Xiamen. Die Umsätze mit der Volksrepublik China hätten sich erfreulich entwickelt. Hatz sieht daher auch für die Zukunft große Chancen in diesem riesigen Land.
Eine moderate Preiserhöhung von lediglich drei Prozent habe vorgenommen werden müssen, berichtete Hatz weiter. Auch beim Personal seien Einsparungen notwendig geworden, die Maßnahmen seien jedoch sozial verträglich vorgenommen worden, etwa durch die Nichtbesetzung von frei gewordenen Stellen. Außerdem habe vor einiger Zeit eine externe Firma den Werksschutz übernommen.


Höhere Produktivität senkt die Kosten


Durch Produktivitätssteigerungen sei es ebenfalls gelungen, Kosten zu senken. Der Pro-Kopf-Umsatz sei dadurch von 109 800 Euro (2001) auf 115 370 Euro (2002) gestiegen. Zurückgefahren wurden die Investitionen von 8,9 Millionen (2001) auf 6,3 Millionen Euro in 2002.
Hatz stellte klar, dass viele Kostensenkungsprozesse noch nicht abgeschlossen seien bzw. erst 2003 wirksam würden. Das neue Jahr werde sicher schwierig. Dennoch hoffe die Geschäftsführung der Motorenfabrik Hatz, den Umsatz und den Personalstand halten zu können.
Ing. (grad.) Günter Kampichler, Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung, Konstruktion und Versuch, berichtete über den Stand der Entwicklungsarbeiten. Im Mittelpunkt seiner Rede: die neue, mit Wasserkühlung ausgestattete Motorenreihe W 35. Diese Motorenreihe - so Kampichler - könne wesentlich dazu beitragen, dass Hatz auch in Zukunft seine Position im hart umkämpften Einbaumotorenmarkt behaupten könne.
Die Chancen für Hatz stehen laut Kampichler nicht schlecht, da mit der neuen Baureihe ein technisch überzeugendes, attraktives Produkt geschaffen worden sei. Eine kleine Motorenfabrik wie Hatz könne nur überleben, wenn Image und Anerkennung aufrecht erhalten würden, wenn sie immer wieder innovative Meilensteine im Motorenbau setze. Dies sei mit der Baureihe W 35 in besonderem Maß gelungen.
Kampichler räumte indes ein, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei. Vor allem Probleme der mit Turbolader ausgestatteten Versionen würden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Leistung, Drehmoment und die Erfüllung der Abgasauflagen nach US-Normen und EU-Regeln entsprächen noch nicht den angestrebten Werten.
Kampichler wies außerdem darauf hin, dass bei Hatz nicht unbeschränkt Entwicklungspersonal zur Verfügung stehe. So habe für die Entwicklung der Pumpendüse mit Drücken bis 1200 bar lediglich ein Ingenieur zur Verfügung gestanden. In großen Unternehmen dagegen seien für derartige Projekte Teams mit mindestens 20 Kräften zuständig.
Der neue Motor stoße auf große Resonanz: zwei davon seien in Kundengeräte eingebaut und bereits im Einsatz, ein dritter stehe zur Auslieferung bereit. Sowohl bei Kunden als auch auf Ausstellungen und Fachmessen in Fachkreisen habe die Ruhstorfer Firma für den Motor höchste Anerkennung erhalten. 2002 bekam Hatz anlässlich der Pariser Messe "Urbatec" etwa den ersten Preis für außergewöhnliche Technologien und servicefreundliche Motorkonzeptionen. Auch das Echo der Fachpresse bestätige, dass Hatz mit der Baureihe W 35 einen Meilenstein gesetzt habe.

Aus: PNP, Passau-Land, 7.1.2003

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Otto Huml bleibt der Chef im IGZ

Nach Vertragsauflösung: 35-Jähriger bewirbt sich erneut - 30 Mitbewerber haben Nachsehen

von Christoph Seidl
Waldkirchen. Der alte und neue Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) heißt Otto Huml - der 35-jährige Waldkirchner setzte sich gegen 30 Mitbewerber aus ganz Niederbayern durch. "Ich werte das als Bestätigung meiner Arbeit", sagt Huml. Der Waldkirchner ist seit Gründung des IGZ vor fünf Jahren Geschäftsführer. Nach Ablauf seines Vertrags zum Ende dieses Jahres haben die Betreiber (Stadt und Landkreis, Sparkasse und Volks- und Raiffeisenbanken) den Posten allerdings neu ausgeschrieben - die offizielle Begründung: die Aufgaben und die Kompetenzen des Geschäftsführers sollten neu geregelt werden. Dies bedürfe eines neuen Vertrags und damit einer neuen Ausschreibung. "Das hat mit Kritik an der Person Otto Humls nichts zu tun", sagte Bürgermeister Josef Höppler damals. Logische Folge: Der 35-Jährige bewarb sich erneut.
Neben Aufgaben und Kompetenzen hat bei den Verhandlungen auch das Geschäftsführersalär eine Rolle gespielt. Wie berichtet, haben die beiden Banken angekündigt, künftig kein Geld mehr zuschießen zu wollen. Da im Frühjahr das Stammkapital von einer Million Mark aufgebraucht sein wird, müssen Stadt und Landkreis die Kosten im IGZ senken - der neue Vertrag dürfte für die Betreiber eine willkommene Gelegenheit sein, den Rotstift anzusetzen:
Huml bestätigt das auch im Gespräch mit der PNP: "Ich werde nur noch eineinhalb und nicht mehr wie bisher zwei Tage im Gründerzentrum arbeiten - das hat automatisch ein geringeres Honorar zur Folge." Diese Regelung sei in beiderseitigem Einverständnis erfolgt: "Ich habe jetzt mehr Zeit für meine freie Beratertätigkeit."
Mit der Erfahrung der letzten fünf Jahre sei es ihm möglich, das Zentrum auch in geringerer Arbeitszeit zu führen - und sogar noch zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Der Geschäftsführer soll laut Vertrag künftig bei den Mietern für das Aussiedeln in die Region werben. "Ich hatte dazu bisher offiziell keine Befugnis." Bisher ließ sich ein Betrieb nach seinem Auszug aus dem IGZ in Waldkirchen nieder - die Firma Landschaftsplanung Christian Burger. Drei Aussiedler blieben in der Region (Tittling, Perlesreut und Freyung). Zwei gingen nach Frechen (bei Köln), einer nach Osterhofen. Als Mittler zwischen Verwaltung und Existenzgründer könne er in Zukunft vermehrt auf die Vorzüge zum Beispiel von Waldkirchen hinweisen. "Die Grundstückspreise sind niedrig, das Umfeld schön, die Region hat eine lebendige Kulturszene - mit diesen Pfunden werde ich wuchern."
An der Mietschraube soll indes nicht gedreht werden, um das Defizit, das bisher jährlich rund 50 000 Euro betrug, zu senken. "Um kein Defizit mehr zu haben, müsste ich die Mieten verdoppeln - dann würden aber alle aus- und keiner mehr einziehen." Auch Landrat Alexander Muthmann hält von Mieterhöhungen vorerst nichts: "Es stehen private Gewerbeflächen leer und der Mietpreis ist im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art durchaus hoch."
Huml sei der richtige Mann für den Konsolidierungskurs, betonte der Landrat gegenüber der PNP, er habe sich nicht umsonst "gegen eine ganze Reihe qualifizierter Mitbewerber" (30 Bewerbungen gingen ein, vier davon kamen in die Endauswahl) durchgesetzt. Auch Bürgermeister Josef Höppler würdigt das Engagement des 35-Jährigen: "Er hat mit der hohen Belegung bewiesen, dass er das IGZ erfolgreich führen kann."

Aus: PNP, Waldkirchen, 7.1.2003

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Bauern klagen über hohe Steuerlast

Verband wendet sich an Abgeordnete

Passau (bay). Der Bayerische Bauernverband führt seit Jahren Gespräche mit Abgeordneten, um ihnen vor allem die Auswirkungen der Steuerpolitik auf den ländlichen Raum darzulegen. Bei einem Treffen mit Mandatsträgern der CSU forderte Kreisobmann Josef Endl nun, die Stimmen im Bundesrat zu nutzen, um die neuesten Pläne der rot-grünen Bundesregierung zu stoppen.
Die Liste der Steuerverschärfungen ist lang. Allein eine Senkung der Vorsteuerpauschale und eine Erhöhung der Umsatzsteuer für landwirtschaftliche Vorprodukte von sieben auf 16 Prozent würde zum Beispiel für einen Milchviehbetrieb mit 40 Hektar bewirtschafteter Fläche einen Verlust von rund 5000 Euro zur Folge haben, so der Verband. Auch der Abbau der Vergünstigungen bei der Ökosteuer hätte für die Bauern verheerende Auswirkungen. Landwirtschaftsminister Josef Miller, so MdL Konrad Kobler, werde alle Möglichkeiten nutzen, um all das im Bundesrat zu verhindern. MdB Klaus Rose versicherte, dass die CSU seit jeher die Probleme der Landwirtschaft ernst genommen habe. Die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder habe "null Ahnung" von den großen Sorgen der Bauern. Fachkenntnisse würden untergebuttert und alle Planungen ideologisch durchgezogen, ohne Rücksicht auf die "berechtigten Anliegen" der Landwirtschaft.
MdL Franz Meyer sagte, die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung auf dem Steuersektor verschlechterten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im internationalen Bereich und bedrohten deren wirtschaftliche Existenz. Zu den neuen Brüsseler Milchplänen sagte Meyer, eine weitere Absenkung der Stützpreise in der Milchmarktordnung könne nicht hingenommen werden. Die landwirtschaftlichen Einkommen müssten endlich stabilisiert werden, zudem gelte es, eine flächendeckende, nachhaltige Landbewirtschaftung sicher zu stellen.
Übereinstimmend erklärten die Bundestagsabgeordneten Klaus Rose und Andreas Scheuer sowie die Landtagsabgeordneten Konrad Kobler, Gerhard Waschler und Franz Meyer, dass es nicht angehe, die Landwirtschaft zu "kriminalisieren", die Bundesregierung sei auf dem besten Wege dazu. Dagegen gelte es, sich zur Wehr zu setzen.


"Arzneimittelgesetz
novellieren"


Zur Sprache kam auch das Arzneimittelgesetz, das nach den Vorstellungen der CSU novelliert werden müsse. Meyer sprach sich für Betreuungsverträge zwischen Tierärzten und Landwirten aus. Waschler ging auf Probleme der Landwirtschaftsschulen ein. Er betonte, dass der Schulstandort Passau unter allen Umständen gesichert werden müsse. "Auch wenn Landshut Begehrlichkeiten hat, wir lassen uns nichts wegnehmen", betonte er. Auch Kringell ist den CSU-Abgeordneten ein Anliegen. Mehr als bisher müsse versucht werden, grenzüberschreitend tätig zu werden, um die überregionale Bedeutung des Staatsguts wahren zu können.
Die Bezirksräte Hans Danner und Horst Wipplinger unterstrichen die Bedeutung der Landwirtschaft, deren Leistungen für die Allgemeinheit zu wenig honoriert würden.

Aus: PNP, Passau-Land, 13.1.2003

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Ab April treten neue gesetzliche Regelungen für Mini-Jobs in Kraft

Was bleibt, was ändert sich, was ist zu beachten? - Aufwand reduziert sich

Grafenau (ga). Das Finanzamt Grafenau informiert: Bis Ende März gelten die bisherigen Bestimmungen für 325 Euro-Jobs. Das bedeutet: Freistellungsbescheinigungen für diesen Zeitraum sind weiterhin erforderlich und werden wie bisher vom Finanzamt ausgestellt.
Bereits erteilte Freistellungsbescheinigungen bleiben wirksam und verlieren mit Ablauf des 31. März ihre Gültigkeit.
Ab dem 1. April 2003 entfällt dann die Steuerfreistellung alter Prägung und damit auch die Erteilung von Freistellungsbescheinigungen.


Einkommensgrenze erhöht sich


Ab dem 1. April wird die Einkommensgrenze bei den "unteren" Mini-Jobs - das gilt auch für Nebenjobs - von 325 auf 400 Euro erhöht. In diesem Verdienstbereich fallen für Arbeitnehmer keine Steuern oder Sozialabgaben an.
Die Arbeitgeber zahlen allerdings pauschal 25 Prozent mit folgender Aufteilung: zwölf Prozent für Rentenversicherung, elf Prozent für Krankenversicherung und zwei Prozent Steuern. Die Pauschalsteuer ist vom Arbeitgeber zusammen mit den Beiträgen zur Sozialversicherung an die Bundesknappschaft - Verwaltungsstelle Cottbus - abzuführen. Die bisherige Zeitgrenze der Geringfügigkeit von 15 Stunden entfällt. Die Pauschalsteuer von zwei Prozent ist eine Abgeltungssteuer. Es erfolgt keine Einbeziehung bei der Einkommenssteuer.


Übergangsregelung bei höherem Einkommen


Eine Übergangsregelung gibt es bei Arbeitsverhältnissen mit einem Einkommen von 401 bis 800 Euro. Der Arbeitnehmer zahlt dann die normale Steuer, seine Sozialbeiträge steigen aber langsam von vier Prozent auf 21 Prozent an, während der Arbeitgeber die normalen Sozialbeiträge zu zahlen hat.
Eine besondere Regelung gilt für Mini-Jobs im Haushalt von Privatleuten: Zwar liegt auch hier die Obergrenze bei 400 Euro, der Arbeitgeber zahlt aber nur eine Pauschale von zwölf Prozent mit folgender Aufteilung: je fünf Prozent für Renten- und Krankenversicherung und zwei Prozent Steuern. Ein weiterer Vorteil ist, dass zehn Prozent der Kosten, maximal aber 510 Euro, die Arbeitgeber für Haushaltshilfen steuermindernd in der Steuererklärung geltend machen können.
Die steuerlich absetzbaren Beträge steigen auf zwölf Prozent der Kosten (maximal 2400 Euro), wenn die Haushaltshilfe mit voller Sozialversicherung beschäftigt wird.
Sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten bestehen aber, wenn neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis besteht. Dann werden alle Beschäftigungen zusammengerechnet und führen zur vollen Sozialversicherungpflicht, wobei eine Nebenbeschäftigung bis zu 400 Euro anrechnungsfrei bleibt. Fazit: Der bürokratische Aufwand wurde erheblich reduziert, der Niedriglohnsektor - insbesondere bis zu 400 Euro - ist attraktiver als zuvor.
Wer neben seinem Haupteinkommen einen solchen Job hat, verdient brutto für netto.

Aus: Grafenauer Anzeiger, 13.1.2003

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DGB: Jugendliche sind mobil

Bitte an die Betriebe: Auch in eigenem Interesse verstärkt ausbilden

Deggendorf (dz). "Die Mobilität der Jugendlichen in der Region um Deggendorf ist größer als vielfach unterstellt. Viele sind auch in jungen Jahren bereit, für eine Lehrstelle den Wohnort zu wechseln", so der DGB-Vorsitzende Edwin Urmann der Region Donau-Wald.
Nach den vom DGB veröffentlichten Zahlen hatten immerhin von 2031 Jugendlichen 213 außerhalb des Arbeitsamtsbezirks Deggendorf eine Ausbildungsstelle gefunden und damit den hiesigen Ausbildungsmarkt entlastet. Das sind 10,48 Prozent aller im Arbeitsamt gemeldeten Jugendlichen in der Region, die im Ausbildungsjahr 2002 begonnen haben. Aber auch die Jugendlichen mit wohnortnaher Ausbildung haben längst nicht immer ihren "Traumberuf" ergreifen können, sondern die ungünstigere Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt bei der Berufswahlentscheidung berücksichtigt. Vor allem für Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben sich nach Einschätzung des DGB-Regionsvorsitzenden die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt verschlechtert.
Besorgt ist der DGB insbesondere auch über den drastischen Rückgang der von den Betrieben gemeldeten Ausbildungsstellen am Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2002/2003. Für den Arbeitsamtsbezirk Deggendorf ist ein Rückgang um fünf Prozent zu verzeichnen.
Der DGB-Regionsvorsitzende fordert die Betriebe der Region auf, ihre Ausbildungsanstrengungen auch im eigenen Interesse an qualifiziertem Nachwuchs deutlich zu erhöhen. Die Konsequenzen des demographischen Wandels würden von den Betrieben bisher kaum bedacht. Die auf absehbare Zeit sinkende Zahl von Schulabgängern könne in den nächsten Jahren schnell zu einem spürbaren Fachkräftemangel führen, wenn die Betriebe nicht gezielt gegensteuern.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003

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Tipps für Studienplanung und Prüfungen - diese Ansprechpartner sollten Passauer Studenten kennen

PNP stellt wichtige Anlaufstellen an der Uni vor - Heute: Studienberatung, Studentenkanzlei und Prüfungssekretariat

von Bernd Hones
und Barbara Denk

Den Studiengang wählen, zu Prüfungen anmelden, eine Fremdsprache erlernen oder Bücher ausleihen - beim Studieren ist jeder auf sich selbst gestellt. Aber ganz verlassen und ohne Hilfe sind Studenten in Passau nicht. An vielen Stellen gibt's wertvolle Infos und wichtige Tipps. Heute und am kommenden Freitag stellen wir insgesamt zwölf wichtige Ansprechpartner vor, die die Passauer Studenten kennen sollten.
Wer sich noch nicht auf ein Studienfach festgelegt hat, der ist bei Ulrike Bunge-Harendt und Johanna Schmidt von der Studienberatung gerade richtig. Hier gibt es Infobroschüren zu den jeweiligen Fächern. Wem diese Informationen noch nicht reichen, der fragt persönlich nach: in Sachen Numerus Clausus, Fächerkombinationen. Wer sein Studienfach wechseln will, ist hier auch an der richtigen Adresse.
Das raten die Studienberaterinnen Neulingen an der Universität:
maximal vier Scheine pro Semester und ein zielorientiertes Studium. "Sehr wichtig ist ein klares Berufsbild", sagt Ulrike Bunge-Harendt. Neu ist: Die Studienberatung bekommt Unterstützung. Jeden Donnerstag informiert derzeit ein Mitarbeiter des Arbeitsamtes von 9 bis 12 Uhr Studierende und Absolventen über Aufbau- und Weiterbildungsstudiengänge. Er ist vormittags im Zimmer 102 in der Innstraße 41 oder unter Tel. 08 51/509-1153 erreichbar.
Wer sich für ein Studienfach entschieden hat, meldet sich an. Das läuft über die Studentenkanzlei. Ansprechpartner dort ist Johann Pommer (Bild). Er informiert über Fach- und Studienortwechsel, über das Zweitstudium oder über den KuWi-Quereinstieg. Außerdem gibt es bei ihm Ratschläge für ausländische Studenten, die an der Uni Passau studieren wollen. Sein Tipp: "Alles, was man in den ersten vier Semestern wissen muss, erfährt man in der Studentenkanzlei." In jedem Fall sollten sich die Studierenden frühzeitig die Studien- und Prüfungsordnung durchlesen. Nicht nur für die Einschreibung ist jeder Student selbst verantwortlich, sondern auch für die Anmeldung zur Zwischenprüfung oder zum Vordiplom.
Wertvolle Informationen gibt es auch im Prüfungssekretariat. Wer BWL, VWL oder Katholische Theologie studiert, sollte Franz Zellner kennen. Er legt Anmeldefristen und Termine fest. Sein Tipp: Die Aushänge vor den Computerräumen im Gebäude GW II beachten. Da steht alles, was Wirtschaftsstudenten wissen müssen.
Auch Kulturwirtstudenten informieren sich im GW II über Fristen und Noten. Für sie und für Informatiker ist Wolfgang Killer zuständig. Er gibt Infos über den KuWi-Quereinstieg: "Fünf Scheine aus drei Bereichen müssen die Antragsteller vorweisen können", sagt er. Mit ihm sprechen angehende Kulturwirte auch, wenn sie eine Prüfung verschieben müssen. Was Killer allerdings nicht als plausiblen Grund akzeptiert: Urlaub. Schließlich könne er schon ein halbes Jahr vor der jeweiligen Prüfung sagen, wann diese ungefähr stattfindet. Wer jedoch belegen kann, dass er kurzfristig ein sehr wichtiges Praktikum bekommen hat, der kann schon eher mit einem neuen Termin rechnen.
 Zuständig für Jura-Zwischenprüfung und für den Bachelor-Studiengang "European Studies" ist Gertraud Eckmüller-Schiestl (Bild). Sie klärt Fragen zur Anerkennung von Attesten und informiert über den neuen Bachelor-Studiengang, insbesondere welche Scheine oder Semester eines anderen Studienganges anerkannt werden. Ihr Tipp: "Die Studenten sollen verstärkt unsere Aushänge beachten. Denn da ist alles, was man wissen muss über Fristen und Termine."
Ihre Kollegin Karin Wittor (Bild) kümmert sich um die Akademische Zwischenprüfung bei Magis-terstudenten und die Staatsprüfung bei Lehrämtlern. Künftige Lehrer erfahren bei ihr Veränderungen bei der neuen Prüfungsordnung. "Magisterstudenten müssen nicht alle Zwischenprüfungen in einem Semester ablegen. Sie können splitten", sagt Wittor. Diese Frage kommt häufig von Studenten. Aber: Die Zwischenprüfungen für alle Fächer müssen bis einschließlich 5. Fachsemester erfolgen.
Allgemein gilt im Prüfungssekretariat: Telefonische Auskünfte wie beispielsweise Informationen über Noten und Termine gibt es nicht. Persönlich vorbeischauen ist ein Muss! Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr, mittwochs von 13 bis 15.30 Uhr.
Alle genannten Ansprechpartner sind in der Uni-Hauptverwaltung, Innstraße 41, zu finden. Telefonisch und per E-Mail sind sie natürlich ebenfalls erreichbar:

· Studienberatung: studienberatung@uni-passau.de - Dr. Ulrike Bunge-Harendt - Tel. 509-1151, Johanna Schmidt Tel. 509-1150

· Studentenkanzlei: Johann Pommer - pommer@uni-passau.de - Tel. 509-1130

· Prüfungssekretariat: Franz Zellner - zellner@uni-passau.de - Tel. 509-1142, Wolfgang Killer: killer@uni-passau.de - Tel. 509-1143, Gertraud Eckmüller-Schiestl - gertraud.eckmueller-schiestl@uni-passau.de - Tel. 509-1146, Karin Wittor - karin.wittor@uni-passau.de - Tel. 509-1148.

aus: PNP, Passau-Stadt, 14.1.2003

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5 000. Besucher im Servicezentrum

Seit einem Jahr bietet das Finanzamt diese Dienstleistung

Viechtach (vbb). Christine Hackl aus Kollnburg ist die 5 000. Besucherin im Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts. Das Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts ist für die Betreuung der Steuerzahler zuständig. Von den 13 100 Bürgern, die in der Außenstelle ihre Steuererklärung abgeben müssen, haben bisher knapp die Hälfte das neue Servicezentrum genutzt. Für Christine Hackl aus Kollnburg gab es dieser Tage zur Begrüßung einen Blumenstrauß vom Finanzamtsleiter Hans-Jörg Krinner. Der Grund: Sie war die 5 000. Besucherin im Servicezentrum.
Erledigen kann man im Foyer des Finanzamtes fast alles, für das man früher den eigenen Sachbearbeiter aufgesucht hat. Ob man Fragen hat, die Steuererklärung abgeben will oder sich die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen möchte, das Servicezentrum ist immer mit mindestens einem Ansprechpartner besetzt. Rund 80 Prozent aller Anliegen können so unmittelbar geklärt werden.
Geöffnet ist das Servicezentrum Montag und Dienstag von 7.45 bis 15 Uhr, Mittwoch und Freitag von 7.45 bis 12 Uhr und donnerstags von 7.45 bis 18 Uhr.

Aus: Viechtacher-Bayerwald-Bote, 14.1.2003

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Flaute am Bau: Ein Viertel muss stempeln

Hohes Arbeitsmarktrisiko der Bauberufe

Deggendorf (dz). Der Regionsvorsitzende Edwin Urmann der DGB-Region Donau-Wald hat auf die kritische beschäftigungspolitische Situation und die hohe Winterarbeitslosigkeit in den Bauberufen der Region aufmerksam gemacht.
Nach DGB-Informationen waren im vergangenen Monat 1727 Menschen aus den Bauberufen im Arbeitsamtsbezirk Deggendorf arbeitslos. Die ungünstige Auftragslage sowie der Wintereinbruch haben das Risiko der Arbeitslosigkeit weit überdurchschnittlich ansteigen lassen.
Nach den DGB-Berechnungen waren zuletzt noch 6180 Menschen im Baugewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 27,9 Prozent haben damit ihren Job verloren. "In keiner anderen Branche ist das Risiko der Arbeitslosigkeit höher als in diesem Gewerbe", so Urmann. Er appelliert an die Betriebe, in den schwierigen Zeiten die Chancen der Winterbauförderung zu nutzen, um Arbeitsverhältnisse zu stabilisieren und Entlassungen im Winter möglichst zu vermeiden.
Nachdrücklich setzt sich Urmann für eine effektivere Bekämpfung der illegalen Beschäftigung ein. Die Prüfungen am Bau zeigten, dass vielfach gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen werde und seriöse Betriebe oftmals das Nachsehen hätten. Bei immerhin einem Viertel der Prüfungen zum Arbeitnehmerentsendungsgesetz werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in den meisten Fällen wegen Nichtzahlung des geltenden Mindestlohns.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003  

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Weiterbildung per Gutschein

Deggendorf (dz). Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen wurde laut Arbeitsamt zum Jahreswechsel vereinfacht. Bildungsgutscheine sollen zum einen die Eigenverantwortung vergrößern, zum anderen den Wettbewerb zwischen den Bildungsträgern stärken. Arbeitslose können unter zugelassenen Maßnahmen und Trägern wählen. Der Bildungsgutschein enthält die Weiterbildungsdauer, Bildungsziel und -schwerpunkte sowie den Förderhöchstbetrag. Der vom Gutscheininhaber ausgewählte und zugelassene Bildungsträger kann die Lehrgangskosten mit dem Arbeitsamt abrechnen.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 16.1.2003

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Tourismus bräuchte eine Allwettereinrichtung Lösung wäre die Überdachung des Wellenbades

Erste Sitzung des neuen Arbeitskreises für Tourismus — Besorgt über Insolvenzen und Übernachtungs-Rückgänge

Grafenau/Haus i. Wald (bo). Der neu gegründete Arbeitskreis für Tourismus nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Sinkende Übernachtungszahlen machen Grafenaus Tourismustreibende nachdenklich. Sie forderten Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel die Schaffung einer Allwettereinrichtung. Bürgermeister Helmut Peter leitete die Sitzung im Hotel-Gasthof "Jägerstöckl" in Haus im Wald, bei der neben den Mitgliedern des Arbeitskreises auch Verkehrsamtsleiter Walter Müller und die neue Mitarbeiterin im Verkehrsamt, Kulturwirtin Monika Häuslmeier, die Betriebs- und Volkswirtschaft studiert hat und sich verstärkt um Werbung kümmern wird, anwesend waren.
Dem Arbeitskreis gehören Mitglieder aus dem Hotel- und Gaststättenverband an, ebenfalls Vertreter der Privatvermieter, zu denen auch der "Urlaub auf dem Bauernhof" gehört, Vertreter von Pro Grafenau und der Geschäftsführer des Bayernpark-Feriendorfes, Paul Braun. Mit dabei war auch ein Vertreter des Nationalparks und Alwin Raffer, der sich für die PR- Beratung in Sachen Tourismus kompetent zeigte. Die Tourismus-Fachleute wie die Vertreter der Grafenauer Geschäftswelt reagierten niedergeschlagen auf die jüngsten Insolvenzanträge und Geschäftsaufgaben von Firmen im Herzen von Grafenau. Zur Sprache kamen auch die hohe Arbeitslosenquote in unserer Region, die im vergangenen Jahr von 6,4 auf 13, 2 Prozent gestiegen ist, die rückläufigen Übernachtungszahlen und das keinesfalls winterliche Wetter in den Weihnachtsferien, das Urlauber zum Teil auch noch früher als gebucht abreisen ließ.
Fazit der Gastronomen wie Geschäftsleute: Generell seien die Leute seit der Einführung des Euros sparsamer geworden. Dies alles dürfe aber nicht dazu führen, den Kopf in den Sand zu stecken, so Bürgermeister Helmut Peter. Priorität habe, sich um die Gäste, die in unserer Region buchen, optimal zu kümmern, denn, so wurde im Verlauf der Versammlung auch von den Teilnehmern bestätigt, zufriedene Feriengäste kommen immer wieder und machen in ihrem Umfeld zu Hause die beste Reklame.
Die Bodenständigkeit der Waldler und die schöne Bayerwald-Landschaft stehen bei vielen Urlaubern an erster Stelle und darauf soll auch werbemäßig aufgebaut werden. Die Vermieter forderten, das neue Grafenauer Sommerprogramm möglichst bald herauszugeben.
Bürgermeister Helmut Peter versprach, als erstes die Wanderwegeproblematik anzugehen. Seine Meinung: Lieber etwas weniger Wanderwege, aber diejenigen, die es gibt, müssen dann in Ordnung sein und klar beschildert werden." Nach seiner Meinung sei es nicht unbedingt wichtig, dass jeder Weg thematisiert ist. Die meisten Strecken sollten Sommer- und Winterwege sein, an Rastbänken dürfe es nicht vorkommen, dass das Gras hochwuchert. Rastplätze sollen sauber und Informationstafeln klar und nicht veraltert sein.
Der Bürgermeister beauftragte den Verkehrsamtsleiter, sich darum zu kümmern und einen geeigneten Mann zu suchen, der einen "Blick" und natürlich auch das Geschick hat, einladende Wanderwege zu gestalten und zu pflegen.
Als weiterer Punkt wurde die "Mobilisierung" der Vermieter angesprochen. Dazu gehört neben der guten Betreuung im Haus und vielleicht internen Veranstaltungen, eventuell auch, einmal etwas mit den Gästen zu unternehmen, wie, um ein Beispiel zu nennen, die Gruppen in den Nationalpark zu begleiten.
Der Bürgermeister beschwor in diesem Zusammenhang die Vermieter, keine Negativstimmung über den Nationalpark aufkommen zu lassen, sondern das Positive herauszustellen und zu unserer Region zu stehen. Absprachen der Mieter und der Reiseunternehmer seien von Nutzen, wenn es um die Busangebote für Fahrten nach Passau, in den Böhmerwald oder nach Prag gehe. Oft hätten Fahrten schon abgesagt werden müssen, weil mehrere Busse mit dem gleichen Ziel zu wenig Leute zusammengebracht hätten.
Auch familienfreundliche Eintrittspreise und Öffnungszeiten im Schwimm- und Hallenbad wurden angesprochen Erneut wurde das Problem ausgeführt, dass es Grafenau an Schlechtwettereinrichtungen fehlt. Deshalb kam erneut der Vorschlag an den Bürgermeister, vielleicht doch nach einer finanzierbaren Möglichkeit zu suchen, das Wellenbecken im Kurpark-Freibad zu überdachen, um so daraus ein von der Jahreszeit unabhängiges Allwetterbad zu machen.
Vorgeschlagen wurde aber auch, an den Nordhängen, an denen oft im März noch Schnee liegt, einen Weg für das Winterwandern zu präparieren.
Nicht allen der anwesenden Vermieter war bekannt, dass jeden Sonntag von 10 bis 11 Uhr im Rathaus ein Empfang für Feriengäste stattfindet. Walter Müller zeigte sich auch bereit, in Vermieterbetriebe zu gehen, um sich dort mit Feriengästen zu unterhalten.

Aus: Grafenauer Anzeiger, 17.1.2003

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"Wege aus der Arbeitsfalle"

Tiefenbach (red). Der Maschinenring hält zusammen mit dem Landwirtschaftsamt Passau/Rotthalmünster Gebietsversammlungen ab. Die erste findet am Dienstag, 21. Januar, um 19.30 Uhr im Gasthaus Knott, Oberjacking, für folgende Gemeinden statt: Neukirchen v. Wald, Hutthurm, Ruderting, Tiefenbach, Salzweg und Passau. Dabei geht es um "Wege aus der Arbeitsfalle".

Aus: PNP, Passau-Land, 17.1.2003

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SPD fordert Eingehen auf veränderte Grenzsituation

Arbeitssitzung befasste sich mit Problemen und Chancen für den Zwieseler Winkel

Zwiesel (bbz). Voraussichtlich zum 1. Mai 2004 treten Tschechien, Polen, die Slowakei und noch sieben weitere Länder der Europäischen Union bei. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat in einer Arbeitssitzung das Thema "Veränderte Grenzsituation" behandelt. "Bund und Land sind gefordert, dass diese gravierende Veränderung nicht zu Lasten der Grenzregionen stattfindet. Aber auch unsere Stadt, der Zwieseler Winkel und der Landkreis Regen müssen die Herausforderungen erkennen, die der EU-Beitritt Tschechiens mit sich bringt", so der Tenor dieser Sitzung.
Das in den neunziger Jahren geschaffene Industrie- und Gewerbegebiet in Zwiesel brauche gerade mit der EU-Erweiterung optimale Verkehrsanbindungen an den Donauraum, betonte Fraktionssprecher Alfred Zellner. Der Presse sei immer wieder zu entnehmen, dass in den nördlich und südlich gelegenen Grenzregionen zu Tschechien bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverbindungen nach Tschechien angelaufen sind. So machten sich für eine Donau-Moldau-Bahnstrecke die Städte Regensburg und Furth im Wald stark.
Der Neubau bzw. Ausbau der Verkehrswege muss nach übereinstimmender Ansicht der SPD-Stadtratsfraktion bereits jetzt in die Wege geleitet werden, wenn die Region die Chancen der EU-Osterweiterung nutzen will. Der Landkreis dürfe sich von der Entwicklung nicht überrollen lassen, denn früher oder später würden Ostbayern und Böhmen zu einer Wirtschaftsregion zusammenwachsen. Für den Zwieseler Winkel sei der Autobahnzubringer über Hengersberg und Rinchnach lebensnotwendig. Der teilweise dreispurige Ausbau der B 11/B 85 bringe nicht die optimale Lösung.
"Auch die Stadt Zwiesel muss sich den Herausforderungen, die der EU-Beitritt unseres Nachbarn im Jahr 2004 für unsere Region bringt, rechtzeitig stellen und ihre Ansprüche klar formulieren", legte Alfred Zellner die Meinung der Fraktion dar.

Aus: Bayerwald-Bote, Zwiesel, 20.1.2003

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Bauern unserer Region erwarten sich keine Vorteile durch EU-Erweiterung

BBV: Probleme der Waldler-Landwirte werden dadurch nur verschärft

Lichteneck (cmg). Nur wenige Interessierte waren der Einladung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) in das Gasthaus "Knödel-Weber" gefolgt, um sich über die EU-Osterweiterung zu informieren.
" Nachdem die Landwirtschaft in dieser Region schon immer benachteiligt ist, werden natürlich durch die Erweiterung die Probleme verschärft. Unsicherheit in der Preisentwicklung durch massenhafte Billigimporte stellt die bisherige Höhe der EG-Ausgleichszulagen, Tierprämien und Kulturlandschaftsprämie meines Erachtens in Frage. Eines steht jedenfalls fest: es müssen langfristige Übergangsfristen zum Erhalt der Standards gewährt werden!", erklärte Gerhard Seibold von der Freyunger Geschäftsführung des BBV bei seiner Begrüßung.
Geschäftsführer des BBV-Bildungswerkes, Reinhard Neudorfer, hielt ein knapp eineinhalbstündiges Referat, in dem er die wirtschaftlichen, politischen und soziokulturellen Aspekte des EU-Erweiterungsvorhabens analysierte. An einzelnen Länderbeispielen (Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen) wurde die gegenwärtige Situation der Landwirtschaft in den Erweiterungsstaaten von Neudorfer analysiert.
"Ein Hauptbegehr der EU-Erweiterung basiert auf den Interessen der europäischen Wirtschaftstreibenden: Es herrscht in den betreffenden Ländern ein unglaublicher Absatzmarkt für Gebrauchs- und Luxusgüter. Doch stellen sich die Fragen: wie wollen diese Konsumgüter bezahlt werden, welche Rohstoffe, etc. können diese Länder bieten?
Mit ihrem hohen Anteil an landwirtschaftlichen Nutzflächen, weitgehend abgeschlossener Privatisierung und Rahmenbedingungen, die bisher wettbewerbstechnisch den EU-Normen nicht unterworfen sind, spielten die neuen Mitgliedsländer eine gewichtige Rolle für das deutsche Wirtschaftssystem. Als Kernproblem formulierte der Referent, dass es für die Landwirtschaftsbetriebe des bisherigen Verbundsystems keine Ängste geben dürfte, sollten die Standards in Umwelt, Qualität, Sicherheit und Hygiene auch von den neuen Mitgliedsstaaten erfüllt werden.
Da die politische Realität einer Erweiterung nicht mehr abzuwenden sei, müsse bei der langfristigen Integration der neuen EU-Staaten nach vernünftigen Gesichtspunkten verfahren werden: letztendlich auch der einzige Ausweg, um den Auswanderungsdruck in die bisherigen EU-Staaten zu entschärfen.
In der Diskussion wurde ausführlich besprochen, welchen Sinn die Expansion mache. Übereinstimmend kamen die Veranstaltungsteilnehmer zu dem Schluss, dass es für den deutschen Landwirt wenige Vorteile geben dürfte.

Aus: Grafenauer Anzeiger, 20.1.2003

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Die Ich-AG als Chance

Deggendorf (dz). Existenzgründer erhalten bis 2005 für ihre sogenannten Ich- bzw. Familien-AGs Zuschüsse. Wie´s funktioniert, erläutert das Arbeitsamt.
Gefördert werden können vormalige Bezieher von Arbeitslosengeld und -hilfe oder Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen, die eine selbständige Tätigkeit aufnehmen. Der Zuschuss wird in abnehmender Höhe für maximal drei Jahre gewährt. Der Existenzgründungszuschuss wird für jeweils längstens ein Jahr bewilligt und beträgt monatlich im ersten Jahr 600 Euro, im zweiten 360 Euro und im dritten Jahr 240 Euro und ist steuerfrei.
Einkommen aus anderen Beschäftigungen wird bei der Ermittlung der Obergrenze einbezogen. Werden mehr als 25 000 Euro Arbeitseinkommen erzielt, fällt der Existenzgründungszuschuss für die Zukunft weg. Keinen Zuschuss gibt es, wenn zuvor schon Überbrückungsgeld als Förderung ausbezahlt wurde.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 21.1.2003

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Das Euregio-Hochschulprojekt geht nach Burgkirchen

Sitzung im Haslinger Hof - Förderverein wird gegründet - 100 Euro Jahresbeitrag für Gemeinden, 1000 Euro für Landkreise

Kirchham (rs). Die Finanzierung des geplanten Euregio-Hochschulprojektes durch die Mitgliedsgemeinden ist vom Tisch - künftige Träger der neuen Bildungseinrichtung sind die Stadt Burghausen, der Landkreis Altötting und das Gendorfer Chemieunternehmen Infraserv. Durch einen Förderverein sollen jedoch die Euregio-Mitglieder an der neuen, virtuellen Universität mit dem Sitz in Burgkirchen beteiligt werden. Mit dieser Überraschung begrüßte die Vorsitzende der Inn-Salzach-Euregio, Bruni Mayer, im Haslinger Hof rund 150 deutsche und österreichische Euregio-Mitglieder. Sie betonte, dass sie selbst "quasi über Nacht" von der überraschenden Bereitschaft der Stadt Burghausen erfahren habe. Und dass damit die Anlauffinanzierung des Euregio-Hochschulprojektes auch ohne die finanzielle Beteiligung der Mitgliedsgemeinden (bereits beschlossen war ein Beitrag von 40 Cent pro Einwohner) gesichert sei.
Wie die Zuhörer im weiteren Verlauf der Veranstaltung vom Burghauser Bürgermeister Hans Steindl und von Anton Steinberger, dem Geschäftsführer der örtlichen Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft, erfuhren, betreibt die Stadt Burghausen gemeinsam mit dem Landkreis Altötting und dem Gendorfer Chemiekonzern Infraserv in Burgkirchen bereits die "Inn Salzach Akademie". Um den steigenden Ausbildungsbedarf an gehobenen Fachkräften decken zu können, kommt den Trägern die Euregio-Fernuniversität als Ergänzung ihres Ausbildungsangebots wie gerufen. Räume und Geld - die Rede ist von Anlaufkosten in Höhe von rund 152 000 Euro jährlich - sind vorhanden. Und konkrete Pläne zur Umsetzung gibt es auch bereits. Eine GmbH unter Federführung der beteiligten Partneruniversität USQ (University of Southern Queensland in Australien) soll gegründet werden.
Nach einer Pause wurden die Mitglieder schließlich noch zur Abstimmung aufgerufen. Die Euregio-Mitglieder sollen sich über einen Förderverein an den Marketingmaßnahmen der neuen Universität finanziell beteiligen: 100 Euro Mindest-Jahresbeitrag pro Stadt oder Gemeinde und 1000 Euro pro Landkreis und das längstens für fünf Jahre. Die Zustimmung fiel nahezu einstimmig aus.

Aus: Passauer Neue Presse, Pocking, 21.1.2003

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Mädchen erkunden die Berufswelt

Pocking (red). Zum dritten Mal findet am 8. Mai die bundesweite Aktion "Girls' Day" statt. Büros, Werkstätten und Labore öffnen ihre Türen für junge Mädchen und geben ihnen die Gelegenheit, Einblick in verschiedenste Bereiche der Arbeitswelt zu gewinnen. Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 soll so Einblick in Tätigkeitsfelder geboten werden, die sie bei der Berufswahl nur selten in Betracht ziehen. Daher sind vor allem Unternehmen mit technisch-naturwissenschaftlichen Arbeits- und Ausbildungsbereichen sowie Forschungseinrichtungen aufgerufen, den Mädchen die Berufswelt näher zu bringen. Info und Anmeldeunterlagen erhalten Unternehmen, Schulen und Schülerinnen im TWiSt-Büro des Landratsamtes Rottal-Inn bei Ursula Hertlein unter Tel. 08561/20 161

Aus: PNP, Pocking, 21.1.2003

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Die IG Metall stand vor leeren Stühlen

Bei Edelstahl Kugel soll ein Betriebsrat installiert werden - Neuer Termin am 31. Januar

Viechtach (jor). Bekommt die Firma Kugel GmbH in Viechtach demnächst einen Betriebsrat? Bestrebungen dazu gibt es von Seiten der IG Metall, doch die Einladung der Gewerkschaft durch den Bezirksbevollmächtigten Bernhard Roos (Passau) zur Betriebsversammlung hat letzte Woche niemand angenommen. Braucht die Kugel GmbH Edelstahl Verarbeitung einen Betriebsrat? Diese Frage ist seit Tagen das beherrschende Thema im Unternehmen im Gewerbegebiet Oberschlatzendorf. Von den 85 Mitarbeitern haben sich bei einer geheimen Abstimmung, die der geschäftsführende Gesellschafter Lothar Kugel durchgeführt hat, nur zwei Personen für einen Betriebsrat ausgesprochen.
Am Freitagmittag hatte dann die IG Metall zur Betriebsversammlung in der Kantine geladen. Das Ergebnis: Gähnende Leere, hoch gestellte Stühle, keine Menschenseele weit und breit - Gewerkschaftler Bernhard Roos und Geschäftsführer Lothar Kugel sind unter sich...
Den Grund für das Fernbleiben der Kollegen sieht Bernhard Roos, der Geschäftsführer der IG Metall Verwaltungsstelle Passau, im Verhalten des Firmen-Eigentümers: Kugel habe die Mitarbeiter eingeschüchtert. Denn zuvor sind "die Kugel-Leute auf mich zugekommen, sie wollen einen Betriebsrat".
Wie ist die Rechtslage? In einem Unternehmen kann ein Betriebsrat installiert werden, wenn entweder ein gewerkschaftlich organisierter Mitarbeiter oder drei Mitarbeiter dies wünschen. Zunächst wird eine Versammlung einberufen, die einen Wahlvorstand wählt. Erst einige Wochen später wird der Betriebsrat gewählt.
Im Fall der Firma Kugel hat die IG Metall auf Wunsch gewerkschaftlich organisierter Mitarbeiter zu der Betriebsversammlung eingeladen. Geschäftsführer Kugel verlangte von der IG Metall eine eidesstattliche Erklärung, dass in seinem Betrieb auch wirklich jemand Mitglied der Gewerkschaft ist. Da Bernhard Roos diese am Freitag nicht vorlegen konnte, aber nach eigenen Angaben eine besorgen werde, einigte man sich auf einen neuen Termin für eine Betriebsversammlung: 31. Januar um 11 Uhr in der Kantine des Unternehmens.
Unternehmer Lothar Kugel ist davon überzeugt, dass sich seine Mitarbeiter nicht organisieren möchten. "Niemand, außer der IG Metall, wünscht sich einen Betriebsrat", sagt er. Im Unternehmen habe schon immer ein sehr persönliches Verhältnis geherrscht, Probleme würden jederzeit ausdiskutiert.
Für Kugel ist das Ergebnis seiner internen Abstimmung eindeutig: "Nur zwei der Mitarbeiter haben für einen Betriebsrat gestimmt, das ist eine klare Aussage." Für IG-Metaller Bernhard Roos dagegen ist das keine Diskussionsgrundlage: "Er hätte die Abstimmung nicht durchführen dürfen"; von der Rechtsprechung würde diese Aktion als negative Beeinflussung der Wahl eingestuft werden.
Dass es überhaupt zwei Stimmen für einen Betriebsrat gegeben hat, begründet Kugel mit der konjunkturellen Lage. "Es ist möglich, dass es zu Kündigungen kommt; wer aber im Betriebsrat sitzt, genießt Kündigungschutz", weiß er. Er selbst findet das Verhalten der beiden "höchst unkollegial." Das Betriebsklima leide unter der Situation, 98 Prozent der Belegschaft seien gegen ein derartiges Organ.
Mitspracherecht im Betrieb hätten die Mitarbeiter schon seit Jahren, "wir haben seit Jahren ein funktionierendes System", betont Lothar Kugel. "Wir haben einen Beirat installiert, dem die fünf Führungskräfte der einzelnen Abteilungen angehören. Dort werden seit Jahren alle wichtigen Dinge Löhne, Freizeit und Betriebsurlaub diskutiert", erläutert er. Zweimal im Jahr berufe er außerdem eine Versammlung ein, bei der "über alles gesprochen werden kann."
Lothar Kugel ist von den betreffenden Mitarbeitern enttäuscht. "Ich empfinde das als Vertrauensbruch, hinter meinem Rücken zur IG Metall zu laufen", meint er. Bisher seien die Leute bei Problemen immer zu ihm gekommen, "ich bin auch jederzeit für jeden erreichbar".
Gegen die Gewerkschaft habe er nichts, betont Geschäftsführer Kugel ausdrücklich. "Bei mir hat die Zugehörigkeit keinen Einfluss darauf, ob ich jemanden einstelle oder nicht; aber ich will Bescheid wissen". Allerdings: Einen Betriebsrat in der Firma möchte Lothar Kugel auf keinen Fall: "Ich will, dass es so weiter läuft wie bisher - ohne den Einfluss der Gewerkschaft von außen."

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Betriebsräte, wo?

Der Viechtacher DGB-Ortsvorsitzende Hans Stasny ist über die Entwicklungen bei der Kugel GmbH informiert. Er nannte folgende Betriebe im Altlandkreis Viechtach, in denen ein Betriebsrat installiert ist.
Gotteszell:
BARTEC Messtechnik und Sensorik GmbH
Teisnach
Papierfabrik Pfleiderer
Rohde und Schwarz
Viechtach:
Regentalbahn AG
Linhardt Metallwaren
azh-GmbH

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 21.1.2003

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Trotz guter Prognosen: "Capital" macht Passau zum Absteiger

Trotz höherer Wirtschaftsleistung und steigender Kaufkraft: Dreiflüssestadt verliert im aktuellen Städteranking im Vergleich zu 2001 elf Plätze

"Wege aus der Krise" - so betitelt das Wirtschaftsmagazin "Capital" sein aktuelles Städteranking. 60 von ihnen wurden anhand der Kriterien Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze, Bevölkerung und Kaufkraft pro Kopf auf Herz und Nieren geprüft. Für Passau fällt das Ergebnis durchwachsen aus. Gegenüber 2001 hat die Dreiflüssestadt elf Plätze verloren, liegt damit auf Platz 37 - und wird somit unter den Absteigerregionen geführt, wie auch die "Passauer Woche" berichtet.
Wie genau dieses Ergebnis zustande kam, wird aus der Lektüre der Tabellen auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Denn lediglich in der Sparte Arbeitsplätze wird mit einer negativen Entwicklung gerechnet - die Verfasser des Ranking gehen von einer Verringerung um 7,5 Prozent bis zum Jahr 2009 aus. Dieses Ergebnis fließt mit einer Gewichtung von 20 Prozent in die Gesamtbewertung ein.
Mit 30 Prozent hingegen wird die Wirtschaftsleistung gewichtet, hier wird bis 2009 ein Anstieg um 10,5 Prozent prognostiziert. Passau liegt damit im hinteren Mittelfeld, Spitzenreiter ist Düsseldorf mit plus 27,8 Prozent.
Mit einer Gewichtung von 20 Prozent schlägt die Rubrik Bevölkerung zu Buche. Es wird für Passau bis 2009 mit einem Anstieg von 1,4 Prozent gerechnet, momentan sind über 51000 Männer und Frauen gemeldet. Hier liegt Passau im vorderen Mittelfeld, Spitzenreiter ist München mit einem erwarteten Anstieg von 3,5 Prozent.
Beim Zuwachs der Kaufkraft pro Kopf wird Passau bis 2009 ein realer Anstieg um 10,4 Prozent eingeräumt. Damit wird ein Platz im hinteren Mittelfeld belegt. Spitzenreiter ist Düsseldorf mit einem Zuwachs von 23,2 Prozent. Die Ergebnisse aus diesem Bereich fließen mit 30 Prozent in den Städtevergleich ein.
Gewinner des Städtevergleichs ist Düsseldorf vor München, Hamburg, Köln und Stuttgart. Regensburg erreicht Platz 20, Passau wird 37. Erklärung: Passau hat seinen Level von vor zwei Jahren gehalten, die anderen Kommunen haben aber aufgeholt. Schlusslichter sind Rostock, Schwerin und Halle.
Als Aufsteiger wird Berlin (17 Plätze besser als 2001) vor Bremen, Dresden und Mannheim (alle +14) aufgeführt. Die Absteigerriege führt Ludwigshafen (-18) vor Oldenburg (-13), Bamberg
(-12) und Passau (-11) an.    red

aus: PNP, Stadt-Passau, 22.1.2003

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GIS: Lange hat die Stadt überlegt, jetzt macht sie ernst

Informationssystem: heuer 83 000 Euro eingeplant

Deggendorf (mic). Drei Buchstaben eröffnen eine völlig neue Informationswelt: GIS - das Geografische Informationssystem - erleichtert der Verwaltung die Arbeit und beschert dem Bürger besseren Service. Nach vielen Jahren Planungszeit packt jetzt auch die Stadt die Umsetzung an. Heuer werden rund 83 000 Euro investiert. Seit 1993 geht es bei Sitzungen und Gesprächen in der Stadt immer wieder um GIS. In diesem Jahr hatte der Stadtrat die Einführung beschlossen und auch Geld in die Planungen gesteckt. Doch dann wurde es ruhig um das Projekt. Erst Ende der 90-er Jahre ging es weiter. Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit GIS, die Stadt informierte sich auf Messen und bei anderen Städten, die schon Erfahrung mit dem Informationssystem gesammelt hatten.
2001 wurden wichtige Weichen gestellt. Die Stadt gab 20 000 Mark für ein digitales Flurkataster aus, das jährlich auf den neuesten Stand gebracht wird, und holte sich Rat beim Deggendorfer Ingenieurbüro Sterr und Zinth. "Seit Dezember 2002 steht das Konzept für die GIS-Einführung", sagt Hermann Reimer. Bei dem städtischen EDV-Leiter laufen alle Fäden zusammen.
GIS ist Chefsache. Auch das ist ein Indiz dafür, dass es der Stadt jetzt ernst ist mit diesem Projekt - und das muss auch so sein, wenn Deggendorf den Anschluss nicht verlieren will. Vergangenen Montag fand die letzte Besprechung mit Oberbürgermeisterin Anna Eder statt. Dabei wurde beschlossen, dass ein(e) Rathausmitarbeiter(in) sich künftig halbtags der Sache widmen wird. "Dieser Mitarbeiter wird vom Ingenieurbüro beratend unterstützt", versichert Reimer.
GIS macht vieles möglich, doch nicht alles muss die Stadt sofort umsetzen. Weg von Dateninseln, hin zu miteinander kompatiblen Datenschichten - das macht zum Beispiel bei Bauprojekten Sinn. Wo liegen Leitungen? Wie sieht der Geländequerschnitt aus? Wie ist der Baugrund beschaffen? Wie sehr sind die Straßen rund um das Projekt frequentiert? Auch Daten über die Einwohner können entscheidende Hinweise liefern. Ist etwa ein neuer Kindergarten geplant, ist es wichtig, über die Altersstruktur Bescheid zu wissen. Der zentrale Datenbestand gibt rasch Auskunft darüber. Keine Frage: Die Kommune spart Geld, wenn mögliche Probleme schon im Vorfeld ausgeräumt werden können. Die Bad-Planungen liefern den besten Beweis dafür: Hätte die Stadt von vornherein über die genaue Lage der Fernwasserleitung Bescheid gewusst, hätte sie nicht umplanen müssen.
Doch noch steckt GIS in Deggendorf in den Kinderschuhen. Für die Software gibt die Stadt heuer 40 000 Euro aus, 7000 Euro für die Hardware und 36 000 Euro für die Einarbeitung der ersten Daten. "Wir werden heuer ein digitales Geländemodell und Luftbilder installieren. Dazu werden wir die Bebauungspläne einarbeiten und die Flächen definieren", erklärt Reimer. Neue Daten werden nach Angaben des EDV-Leiters schon jetzt GIS-tauglich erfasst. Ein Beispiel dafür ist das Ergebnis der gerade laufenden Bodenuntersuchungen am Luitpoldplatz.
In der Aufbauphase kommt also viel Arbeit auf die Stadt zu. So müssen zum Beispiel alle Straßen vermessen werden. Der Zeitplan ab 2004 ist noch nicht genau festgelegt. Reimer: "Wir werden das System Zug um Zug ausbauen." Alles in allem hat die Stadt weitere 189 000 Euro eingeplant. Ein vergleichsweise geringer Betrag, wenn man den langfristigen Nutzen bedenkt.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003

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Rübenanbau erhöht die Wertschöpfung der gesamten Region

Zuckermarktordnung unverzichtbar - Winterversammlung der Rübenanbauer - Fast 30 Millionen Tonnen: Südzucker AG verarbeitete Rekordmenge

Aldersbach (tf). Einmal mehr stand die Zuckermarktordnung im Mittelpunkt der Winterversammlung des Bayerischen Zuckerrübenanbauverbandes. Obwohl es sich um ein schwieriges Jahr gehandelt hatte, zeigten sich sowohl die Anbauer als auch die Zuckerrübenindustrie mit dem Jahr 2002 insgesamt zufrieden. Zunehmende Probleme bereitet die Rübenkrankheit Rhizoctonia. Ein ausführliches Vortragsprogramm erwartete die zahlreich erschienenen Rübenanbauer bei der Winterversammlung in Aldersbach. Nach der Begrüßung der Referenten und Ehrengäste durch Versammlungsleiter Josef Friedberger und einem Grußwort des Aldersbacher Bürgermeisters Schwarz eröffnete Richard Schwaiger, der Vorsitzende des Verbandes bayerischen Zuckerrübenanbauer, die Vortragsreihe mit einem Film über Zuckerproduktion, in dem der Anbau der Zuckerrübe dem Anbau von Rohrzucker gegenübergestellt wird.
Die Zuckermarktordnung, so Schwaiger, sei 2001 bis 2006 verlängert worden, werde von Gegnern und Konkurrenten aber bereits wieder stark angegriffen. Die Zuckerrohrproduzenten Brasilien und Australien haben bei der Welthandelsorganisation sogar Klage gegen EU-Quoten-Zuckerexporte eingereicht, die sie mit einer Störung des Weltmarktes begründen. Schwaiger hingegen verwies auf die äußerst unterschiedlichen Sozial- und Umweltbedingungen. So werde Zuckerrohr in Brasilien häufig als Monokultur auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut. Die Ernte erfolge per Hand zu harten Bedingungen und geringem Lohn. Das durch die Zuckerproduktion verdiente Geld komme nicht den Arbeitern oder Bauern zugute, sondern gehe in der Regel an die Großunternehmer und Großgrundbesitzer, da die meisten Zuckerrohranbauflächen im Besitz der Zuckerfabriken sind.
Konkurrenz droht nach Aussage von Schwaiger auch aus den Balkanländern, die gemäß der EU-Kommission unbeschränkten Zugang zum EU-Zuckermarkt haben. In diesen Ländern werden rund 350.000 Tonnen Zucker erzeugt und etwa doppelt so viel verbraucht. Dennoch wird Zucker exportiert und gleichzeitig billiger Zucker auf dem Weltmarkt eingekauft.
Die Zuckermarktordnung und ihre Ausdehnung auf die künftigen Beitrittsländer sei für die europäische Zuckerwirtschaft unverzichtbar. Immerhin sichert der Zuckerrübenanbau in Europa die Existenz von 335 000 landwirtschaftlichen Betrieben. Würden die in der Marktordnung geregelten Preise, Quoten und Außenschutz wegfallen, würde sich dies gerade auf die eher schwach strukturierten ländlichen Gebiete negativ auswirken. Nicht nur viele bäuerliche Betriebe müssten aufgeben, auch in der Zuckerindustrie würden viele Arbeitsplätze vernichtet. Innerhalb der EU schaffen 156 Zuckerfabriken direkt und indirekt etwa 300 000 Arbeitsplätze.
Schwaiger führte außerdem aus, dass im Jahre 2002 weltweit etwa 143 Millionen Tonnen Zucker erzeugt worden seien - fünf Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Da von den in Europa erzeugten rund 18 Millionen Tonnen nur etwa 13 Millionen Tonnen verbraucht werden, stehen rund 5 Millionen Tonnen für den Export zur Verfügung.
Dr. Rudolf Apfelbeck, der Geschäftsführer des Verbandes, informierte über die Deklassierung, d. h. Verringerung der Quote, um 7,115 Prozent . Die Landwirte bekämen nur die um diesen Prozentsatz verringerte Rübenmenge bezahlt. Trotz der wetterbedingten Probleme und der Blattkrankheit Cercospora kam es zum zweithöchsten durchschnittlichen Hektarertrag von 75,3 Tonnen/Hektar in den drei Werksgebieten Plattling, Rain und Regensburg. Für die nach der Deklassierung verbliebenen A- und B-Rüben erhalten die Landwirte die von der EU festgelegten Preise. Da die Weltmarktpreise jedoch sehr niedrig liegen, kann über die garantierten Mengen hinaus nur ein Preis erzielt werden, der um etwa 40 Prozent niedriger liegt als im Vorjahr. Laut Dr. Apfelbeck ist auch im Jahr 2003 mit einer Deklassierung von fünf Prozent zu rechnen.
Dr. Eberhard Krayl, Gebietsdirektor der Südzucker AG, berichtete über die Geschäftsentwicklung des Konzerns, der sich nach seinen Worten im Geschäftsjahr 2001/2002 strategisch neu ausgerichtet habe. Die Konzentration auf das Kerngeschäft Zucker und zuckernahe Spezialitäten sei vorangetrieben worden. Den Erwerb des zweitgrößten französischen Zuckerherstellers, Saint Louis Sucre, bezeichnete Dr. Krayl als einen Meilenstein im Ausbau der europäischen Marktführerschaft.
Als ein zukunftsträchtiges Feld sieht Dr. Krayl das Segment Spezialitäten, das mit rund einer Milliarde bereits 25 Prozent zum Umsatz der Südzucker-Gruppe beiträgt. Dr. Krayl nannte aus Rübenzucker gewonnene Zuckeraustauschstoffe und Lebensmittelzutaten mit interessanten ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die viel versprechende Wachstumschancen eröffneten.
In den 46 Fabriken der Südzucker-Gruppe war 2002 mit 29,9 Millionen Tonnen Rüben die größte Menge in der Geschichte der Südzucker verarbeitet worden. Daraus waren 4,6 Millionen Tonnen Zucker hergestellt worden. Der durchschnittliche Rübenertrag von rund 60 Tonnen/Hektar und der beachtliche Zuckergehalt von 17,1 Prozent verdeutlichten die guten Anbaugebiete, hob Dr. Krayl hervor. Der Einstieg in die Ethanol-Produktion werde noch geprüft und hänge stark von den politischen Rahmenbedingungen ab. Die Entscheidung für den Bau einer Anlage orientiere sich an einer Reihe politischer und wirtschaftlicher Fragen.
Ins Detail gingen die Vorträge von Gerald Wagner von der Arbeitsgemeinschaft Regensburg, der über Sortenergebnisse und Anbauempfehlungen sprach, sowie von Max Höcherl, dem Geschäftsführer des Ringes südbayerischer Zuckerrübenanbauer, der sich mit Insektiziden in der Pillenhüllmasse und dem Pflanzenschutz an Gewässern befasste. Höcherl betonte, durch den Einsatz verlustmindernder Düsen sowie durch Mulch- oder Direktsaat könne ein großer Teil der Pflanzenschutzmittel weiterhin entlang von Gewässern und Saumkulturen ausgebracht werden.
Abschließend berichtete Rübeninspektor Wolfgang Boger über die abgelaufene Kampagne 2002. Aus seinen Ausführungen wurde deutlich, dass sich die Rübenkrankheit Rhizoctonia weiter auf dem Vormarsch befindet. Boger riet dringend dazu, in den betroffenen Gebieten Rhizoctonia-resistentes Saatgut zu verwenden. Unterstützend könne auch die Düngung mit Carbokalk sein.

Aus: Osterhofener Zeitung, 23.1.2003

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Karriere-Gespräche: Firmen-Tipps für die Studenten

Unternehmen REWE präsentierte sich im Rahmen der Reihe "Career Talk" an der Universität

von Katrina Jordan
"Das war mal ein Career-Talk, wie ich ihn mir ursprünglich vorgestellt habe!" Bettina Caspary, Leiterin der Praxiskontaktstelle an der Universität Passau, zeigte sich trotz spärlich besetzter Ränge hoch zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Zu Gast waren vor kurzem Vertreter der REWE-Zentral-AG.
Katja Hoppmann vom Personalmarketing und Michael Burkhardt, Bereichsleiter im Einkauf, gaben zunächst allgemeine Informationen zum Aufbau der Handelsgruppe und den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten für Akademiker. Im Zentrum des Vortrags stand jedoch die Umstellung der Unternehmensstruktur auf das Konzept des "Category Management".
Anhand mehrerer Beispiele aus verschiedenen Bereichen der REWE zeigte Burkhardt die Schwierigkeiten auf, die ein solcher Prozess der Neuorientierung mit sich bringen kann. So wurde die traditionelle Gliederung in Sparten zu Gunsten bereichsübergreifender Teams aufgehoben. "Das geht nicht von jetzt auf gleich", so Burkhardt, "die Menschen müssen ja mitkommen." Der interne Strukturwandel sei aber nur einer der vielen Stolpersteine im "Hürdenlauf" hin zum Markterfolg: Der Euro habe die Konsumenten misstrauischer gemacht, der klassische Lebensmitteleinzelhandel werde zunehmend durch Discounter verdrängt.
Auch Krisen in Entwicklung und Industrie bekommen die Handelsgruppen deutlich zu spüren. Die "sportliche Konsequenz" daraus: Ein neues Trainingsprogramm muss her! In den Category-Teams sollen die vorhandenen Kompetenzen gebündelt, vormals getrennt arbeitende Fachbereiche vernetzt werden. "Wir mussten feststellen, dass sich allein drei Leute damit beschäftigen, Kindersicherungen für Steckdosen einzukaufen", schmunzelte der Referent. "Da gab es durchaus noch Potenziale!" In vielen Bereichen habe die Neugestaltung der Entscheidungs- und Prozessabläufe schon Erfolge in Form hoher Umsatzzuwächse gezeigt.
Daneben bemüht sich die Handelsgruppe auch um die Erschließung neuer Märkte: Zum Lebensmittelsortiment haben sich inzwischen Drogerie-, Textil- und Baumärkte gesellt sowie die Geschäftsbereiche Touristik und Unterhaltungselektronik. Auch im europäischen Ausland ist der 1927 gegründete "Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften" mit zahlreichen Filialen vertreten.
Die modernen, oft mehrere tausend Quadratmeter großen Glasbauten erinnern dabei kaum mehr an die Krämerläden von einst. "Wir haben in guter Zeit eine ordentliche Strecke zurückgelegt", meinte Burkhardt rückblickend. Er ist seit 1965 mit dabei. "Und ich hab' immer noch Lust", fügte er augenzwinkernd hinzu. Der Spaß war ihm anzumerken: Noch lange nach dem Ende der Veranstaltung plauderte er gelöst mit dem Publikum über Gott und die Wirtschaftswelt.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 23.1.2003

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"Niederbayern ist keine Aufsteigerregion"

Direktor des Arbeitsamts Passau informiert die CSU-Kreisvorstandschaft - Lösungen vor Ort

Passau (ho). Es sei Aufgabe der Politik, bei Bedarf bessere Voraussetzungen für eine Ausbildung vor Ort zu schaffen. Und: Der Arbeitsmarkt müsse regional stärker gefördert werden.
Diese und weitere konkrete Forderungen formulierte die CSU-Kreisvorstandschaft auf ihrer Tagung in Passau, auf der der Direktor des Arbeitsamtes Passau, Jakob Schöpf, in einem Referat das aktuelle Zahlenmaterial lieferte.
Grundsätzlich sei in den letzten Jahren ein Strukturwandel festzustellen, ein Wandel weg vom Produktionssektor und hin zum Dienstleistungssektor (heute schon über 55 Prozent).
Ein weiteres Spezifikum des Bezirks Passau sei die hohe saisonale Komponente, der höchste Saison-Ausschlag aller deutschen Arbeitsämter. Auch die von manchen Politikern immer wieder vorgetragene Floskel von der Aufsteigerregion Niederbayern müsse revidiert werden. Denn im Vergleich zur Quote in Bayern liege die Region immer noch zurück, bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die bayernweit um knapp 3 Prozent stiegen, verzeichnete der Raum Passau ein Minus von 0,2 Prozent - alle anderen Bezirke seien in dem Zeitraum gestiegen. Und das heiße: Der Arbeitsamtbezirk Passau stehe in Südbayern an letzter Stelle.
Bei einer Quote von 9,2 Prozent sind derzeit im Bezirk Passau 14 600 Menschen ohne Arbeit. Diesem Bedarf stehen derzeit nur rund 1000 offene Stellen gegenüber.
Für die Monate Januar/Februar dürfte die Quote auf nahe 12 Prozent steigen. Ein ähnlich tristes Bild gäbe es bei den Ausbildungsstellen, wo nur 0,91 Stellen auf einen Bewerber kommen.
Ausgiebig befasste sich die Vorstandschaft mit diesen Problemen. MdL Franz Meyer fasste die Ergebnisse zusammen: Man müsse versuchen, die regionalen Probleme auch vor Ort zu lösen. A und O seien dafür bessere Voraussetzungen für eine Ausbildung vor Ort.
Deshalb wäre es so wichtig, die Fachlehrerausbildung in den Bezirk Passau (Vilshofen) zu holen. Gerade für den Bereich Ausbautechnik bestände höchster Bedarf in der Region, der Bereich Mechatronik könnte in Passau ohne zusätzlichen Aufwand angeboten werden und würde sicher eine Klasse ergeben.
Interessant auch der Bereich Versicherungskaufleute. In all diese Bereiche werden sich Arbeitsgruppen einarbeiten und der Vorstandschaft Bericht erstatten. Die Mandatsträger sollen an entsprechenden Stellen die Probleme vorbringen und für Abhilfe sorgen.
Einig war sich die CSU darüber, dass das Arbeitsamt Passau mit allen Außenstellen in seiner dezentralen Struktur erhalten bleiben müsse.

Aus: PNP, Passau-Land, 24.1.2003

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Guter Rat für Firmen wird günstiger

Pfarrkirchen (red). Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen Unternehmen auf Veränderungen reagieren. Hier setzt das Mittelständische Industrieberatungsprogramm an. Unter Einbeziehung externer Berater werden Defizite im betrieblichen Ablauf und in der wirtschaftlichen Strategie bayerischer KMUs erarbeitet und Verbesserungsmaßnahmen konzipiert und realisiert. Diese gezielten Einzelberatungen werden vom Freistaat Bayern und dem Europäischen Sozialfond mit 360 Euro pro Tag bezuschusst. Für das Programm gilt ein ermäßigtes Grundhonorar von 813 Euro, von dem der Zuschuss abgezogen wird, so dass die Eigenleistung des Betriebs bei 453 Euro pro Tag liegt. Innerhalb von vier Jahren kann ein Unternehmen Zuschüsse für maximal 20 Tage erhalten. Die Programmdurchführung ist dem RKW Bayern GmbH übertragen worden. Nähere Informationen erteilt Ursula Hertlein im TWiSt-Büro des Landratsamtes Rottal-Inn unter Tel.  08561-20161.

Aus: PNP, Pocking, 24.1.2003

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e.on-Kundencenter investiert 11,8 Millionen Euro in die Stromversorgung

Verkabelung von störungsanfälligen Mittelspannungs-Freileitungen einer der Schwerpunkte im Jahr 2003 - Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen

Vilshofen (red). Das Kundencenter Vilshofen der e.on Bayern AG investiert 2003 fast zwölf Millionen Euro in Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Kundenservice. Diese Summe nannte Diplom-Ingenieur (FH) Horst Altenhofer, Leiter des Kundencenters, bei der Vorstellung des Investitions- und Instandhaltungsprogramms. Damit behält das Unternehmen sein hohes Investitionsvolumen im Gebiet zwischen Salching und Tittling bzw. zwischen Stallwang und Bayerbach bei. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe werden mit der Durchführung der verschiedenen Arbeiten beauftragt, was direkt zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Ostbayern beiträgt.
Das Bauprogramm des Kundencenters Vilshofen hat verschiedene Schwerpunkte. Neben der Erneuerung älterer Ortsnetz-Freileitungen sowie der Modernisierung und Erweiterung der netztechnischen Infrastruktur auf der 20 kV-Netzebene baut e.on Bayern Straßenbeleuchtungsanlagen aus und saniert Trafostationen. Ein besonderes Ziel ist heuer die Verkabelung der störungsanfälligsten Mittelspannungs-Freileitungen. Damit wird die Versorgungsqualität zum Vorteil der Kunden weiter verbessert. Die sichere Verlegung der Kabel im Erdreich hat den angenehmen "Nebeneffekt", dass die von manchem als störend empfundenen Masten und Leitungen aus dem Landschaftsbild verschwinden.
Das Kundencenter Vilshofen ist unter der Tel. 08541/916-0 zu erreichen. Im Störungsfall ist der Notdienst rund um die Uhr unter der gebührenfreien Nummer 0800-2030503 erreichbar. Für alle Fragen rund um die Energie steht den e.on-Kunden auch das Service-Center unter der gebührenfreien Nummer 0800-2030401 zur Verfügung.

Aus: PNP, Pocking, 28.1.2003

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Berufswahl mit den Eltern

Deggendorf (red). Angehende Schulabgänger sollten bei der Berufswahl mit ihren Eltern die eigenen Interessen und Fähigkeiten objektiv einschätzen, bewerten und sich vor allem über die Voraussetzungen informieren. Da zur Zeit im Bereich des Arbeitsamtes Deggendorf mehr Bewerber als freie Lehrstellen gemeldet seien, müsse man besonders auf eine angemessene Bewerbung achten. Wichtig ist auch die Vorbereitung auf eventuelle Auswahltests. Da man mit Ablehnungen rechnen müsse, werde vom Bewerber eine gewisse Flexibilität bei der Berufswahl erwartet. Traumberufe stünden nur auf dem Papier. Wiederholte Betriebspraktika sind bei der Vermittlung einer Stelle recht dienlich.

Aus: Osterhofener Zeitung, 29.1.2003

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Ein Vortrag mit süßem Beigeschmack

Firma Nestlé beim "Career Talk" - Positive Bilanz der Organisatoren

von Katrina Jordan
Ein Knistern und Knuspern ist im Hörsaal 120 zu hören. Zum letzten "Career Talk" des laufenden Semesters haben sich trotz anstehender Klausuren noch einmal gut 80 Zuhörer eingefunden, die die Mitbringsel der Referenten von Nestlé Deutschland gleich einer eingehenden Prüfung unterziehen. Am Ende erhalten sowohl die Schokoriegel als auch der Vortrag zum Thema Markenkommunikation das Prädikat "sehr gut".
Die beiden Gäste hielten sich dabei nicht lange mit allgemeinen Daten auf: Nach einer knappen Darstellung des Konzerns und seines Ausbildungsangebots für Akademiker durch Christina Bender vom Hochschulmarketing ging Produktmanager Andreas Busch umso ausführlicher auf Anforderungen und Probleme des praktischen Marketings ein. Am Beispiel Bärenmarke illustrierte der Passauer Alumnus, wie selbst etablierte Traditionsmarken immer wieder neu an die veränderten Lebensgewohnheiten der Konsumenten angepasst werden müssen.
Für allgemeine Erheiterung sorgten dabei mehrere Werbespots mit dem inzwischen über 90-jährigen Riesenteddy. Beim anschließenden Gespräch zeigten sich alle Beteiligten zufrieden: "Die Kombination aus Präsentation und Fallstudie ist optimal", lobte Linn (24). Die Absolventin hoffte auf die Aufnahme ins Traineeprogramm. Franz Oberhans aus Freyung hingegen, Ingenieur bei Seaquist-Löffler, nutzte die Gelegenheit, um den Großkunden Nestlé einmal besser kennen zu lernen.
Auch Bettina Caspary von der Praxiskontaktstelle zieht rückblickend ein positives Fazit über die Veranstaltungsreihe. Insgesamt hatten sich neun Unternehmen der Konsumgüterindustrie vorgestellt. "Unser Ziel ist, zwischen Hochschule und Wirtschaftsalltag eine Schnittstelle zu schaffen - Studenten sollen möglichst früh praktische Erfahrungen sammeln können" so die Initiatorin. Im kommenden Semester werde der Career Talk zum Thema "Mode und Kosmetik" fortgesetzt, verrät Kerrin Sibbert (25), studentische Mitorganisatorin. Neben interessanten Vorträgen würden dann auch wieder Praktika angeboten.

aus: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003

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