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Newsletter Nr.9/2002 zum Thema
Unternehmen und Arbeit
"Acht zusätzliche Kräfte,
Arbeitsamt will Jobvermittlung beschleunigen",
in: PNP, Passau-Stadt, 7.1.2003:
Das Arbeitsamt Passau will
die Jobvermittlung beschleunigen. Gemäß des Hartz-Konzeptes sollen Arbeitslose
künftig schnell und passgenau vermittelt werden (Job-Aktiv-Gesetz) und die
Personal-Service-Agenturen umgesetzt werden. (mehr)
"Droht
Arbeitsamt-Außenstellen das Aus?",
in: PNP, Passau-Land, 7.1.2003:
Nach den
Zentralisierungsplänen der Hartz-Kommission sollen Arbeitsamtsgeschäftsstellen
wie Pocking, Obernzell und Vilshofen geschlossen werden. MdL Kobler weist jedoch
auf die fatalen Folgen eines solchen "Rückzugs aus der Fläche" hin: Eine
Arbeitsverwaltung vor Ort ist dringend nötig, vor allem wegen der bevorstehenden
Öffnung nach Osten. Außerdem sei es besser, bei ABM; Umschulungs- und
Fördermaßnahmen zu sparen. (mehr)
"Zehn-Punkte-Plan wirkt: Hatz
senkt Kosten", in: PNP, Passau-Land,
7.1.2003:
Trotz 4% Lohnsteigerung
erzielte der Ruhstorfer Motorenhersteller Hatz ein positives Jahresergebnis
2002. Ein Zehn-Punkte-System zur Kostensenkung mit Preiserhöhungen von 3% und
Einsparungen beim Personal sollen das Ziel für 2003, nämlich Konstanthaltung von
Umsatz und Personalstand, erreichbar machen. Das Unternehmen ist sehr
erfolgreich mit seiner Baureihe der W35 Motoren. (mehr)
"Otto Huml bleibt der Chef im
IGZ", in: PNP, Waldkirchen,
7.14.2003:
Sein Vertrag beim IGZ war
nach 5 Jahren abgelaufen, ein neuer Vertrag wurde ausgearbeitet und Huml bewarb
sich erneut. Jedoch müssen starke Kürzungen vorgenommen werden, so dass ihm nur
noch weniger Zeit für das IGZ zur Verfügung steht. Doch aufgrund seiner
Erfahrungen hat Huml sogar noch zusätzliche Aufgaben übernommen. (mehr)
"Bauern klagen über hohe
Steuerlast", in: PNP, Passau-Stadt,
13.1.2003:
Die Pläne von Rot-Grün zu
Steuerverschärfungen, die die Landwirte betreffen, wie etwa eine Umsatzsteuer in
Höhe von 26% für landwirtschaftliche Vorprodukte, wollen MdL und MdB der CSU
nicht durchgehen lassen. Außerdem gibt es Probleme mit dem Arzneimittelgesetz
und den Landwirtschaftsschulen in der Region. (mehr)
"Ab April treten neue
gesetzliche Regelungen für Mini-Jobs in Kraft",
in: Grafenauer Anzeiger, 13.1.2003:
Ab 1. April liegt die
Einkommensgrenze, bis zu der keine Steuern und Sozialbeiträge vom Arbeitnehmer
zu leisten sind, bei 400€ und die Zeitgrenze von 15 Stunden entfällt.
Übergangsregelungen gelten von 401 – 800 €-Jobs und Mini-Jobs in Haushalten
bilden die Ausnahme mit Sonderregelungen. (mehr)
"DGB: Jugendliche sind mobil",
in: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003:
Die Bereitschaft, für eine
Lehrstelle den Wohnort zu wechseln ist im Arbeitsamtsbezirk Deggendorf sehr
hoch. Immer schlechter werden die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt für
Jugendliche mit Hauptschulabschluss. Ein Rückgang von Ausbildungsstellen im
Bezirk Deggendorf ist deutlich festzustellen, aber in einigen Jahren greift der
demografische Wandel und es wird ein Mangel an Fachkräften herrschen. (mehr)
"Tipps für Studienplanung und
Prüfungen – diese Ansprechpartner sollten Passauer Studenten kennen",
in: PNP, Passau-Stadt, 14.1.2003:
Ansprechpartner, Adressen
und Telefonnummern der Studienberatung, der Studentenkanzlei und des
Prüfungssekretariats (mehr)
5000. Besucher im Servicezentrum,
in: Viechtacher-Bayerwald-Bote, 14.1.2003:
Christine Hackl aus
Kollnburg wurde als die 5000. Besucherin des Servicezentrums des Viechtacher
Finanzamts gezählt. Im Servicezentrum werden die Steuerzahler unmittelbar und
unkompliziert bei allen Fragen rund um die Steuern beraten. (mehr)
Flaute am Bau: Ein Viertel muss
stempeln, in: Deggendorfer Zeitung,
17.1.2003:
Mit 27,9% Arbeitslosen im Arbeitsamtsbezirk
Deggendorf ist das Baugewerbe am stärksten von der Arbeitslosigkeit durch
Wintereinbruch und die ungünstige Auftragslage betroffen. Außerdem muss gegen
illegale Beschäftigung und gegen Nichtzahlung des Mindestlohns eingeschritten
werden. (mehr)
"Weiterbildung per Gutschein",
in: Deggendorfer Zeitung, 16.1.2003:
Bildungsgutscheine
vergrößern die Eigenverantwortung und stärken den Wettbewerb zwischen den
Bildungsträgern. Die Kosten für eine Weiterbildung werden mit dem Arbeitsamt
abgerechnet. (mehr)
"Tourismus bräuchte eine
Allwettereinrichtung, Lösung wäre die Überdachung des Wellenbades",
in: Grafenauer Anzeiger, 17.1.2003:
Der neu gegründete
Arbeitskreis für Tourismus entwickelt Vorschläge und Wege, um die steigende
Arbeitslosigkeit und die rückläufigen Übernachtungszahlen auszugleichen.
(mehr)
"Wege aus der Arbeitsfalle",
in: PNP, Passau-Land, 17.1.2003:
Gebietsversammlungen des
Maschinenrings zum Thema "Wege aus der Arbeitsfalle" (mehr)
"SPD fordert Eingehen auf
veränderte Grenzsituation", in:
Bayerwald-Bote, Zwiesel, 20.1.2003:
Die Infrastruktur in
Ostbayern muss wegen der Osterweiterung der EU angepasst werden, z.B. durch eine
Donau-Moldau-Bahnstrecke und den Aus- und Neubau der Verkehrswege nach
Tschechien. (mehr)
"Bauern unserer Region erwarten
sich keine Vorteile durch EU-Erweiterung",
in: Grafenauer Anzeiger, 20.1.2003:
Im Zuge der Osterweiterung
der EU ist für ostbayerische Bauern eine verschärfte Benachteiligung zu
erwarten. Es sind langfristige Übergangsfristen zum Erhalt des Standards nötig.
(mehr)
"Die Ich-AG als Chance",
in: Deggendorfer Zeitung, 21.1.2003:
Existenzgründer sollen bis
2005 für ihre Ich- bzw. Familien-AGs Zuschüsse nach bestimmten Regelungen
erhalten. Förderung gibt es für Bezieher von Arbeitslosengeld und –hilfe oder
für Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. (mehr)
"Das Euregio-Hochschulprojekt
geht nach Burgkirchen", in: PNP,
Pocking, 21.1.2003:
Die Euregio-Mitglieder
sollen künftig durch einen Förderverein an der neuen, virtuellen Universität mit
Sitz in Burgkirchen beteiligt sein. Jede Stadt und jede Gemeinde soll einen
Mindestbeitrag von 100 € pro Jahr leisten, jeder Landkreis zahlt 1000 €.
Zusätzlich soll eine GmbH gegründet werden unter der Leitung der
Partneruniversität University of Southern Queensland (USQ). (mehr)
"Mädchen erkunden die
Berufswelt", in: PNP, Pocking,
21.1.2003:
Am 8. Mai findet wieder
bundesweit der Girls‘ Day statt, an dem Büros, Werkstätten und Labore den
Mädchen Einblick in die technisch-naturwissenschaftlliche Berufs- und
Arbeitswelt gewähren. (mehr)
"Die IG-Metall stand vor leeren
Stühlen", in: Viechtacher
Bayerwald-Bote, 21.1.2003:
Soll die Firma Kugel in Viechtach einen Betriebsrat
bekommen? Bei einer Abstimmung stimmten nur zwei von 85 Mitarbeitern für die
Einrichtung eines Betriebsrats. Vermutlich hat der Firmeneigentümer seine
Mitarbeiter wohl eingeschüchtert. Lothar Kugel nämlich will keinen Einfluss der
Gewerkschaft von außen, da das bestehende System eines Beirats gut funktioniere.
(mehr)
"Betriebsräte, wo?",
in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 21.1.2003:
Betriebe mit Betriebsrat im
Altlandkreis Viechtach (mehr)
"Trotz guter Prognosen:
‚Capital‘ macht Passau zum Absteiger",
in: PNP, Stadt-Passau, 22.1.2003:
Im Städteranking des
Wirtschaftsmagazins erscheint Passau auf Platz 37 und mit 11 Plätzen Verlust im
Vergleich zum Vorjahr. (mehr)
"GIS: Lange hat die Stadt
überlegt, jetzt macht sie ernst", in:
Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:
Das ‚Geografische
Informationssystem‘ enthält den zentralen Datenbestand und kann so rasch
Auskünfte erteilen. Im Voraus ist aber die Vermessung aller Straßen nötig. Die
Stadt hat 189 000 € für das Projekt eingeplant. (mehr)
"Rübenanbau erhöht die
Wertschöpfung der ganzen Region", in:
Osterhofener Zeitung, 23.1.2003:
Anlässlich der
Winterversammlung der Zuckerrübenanbauer in Aldersbach wurde erneut die
Notwendigkeit der Zuckerrübenordnung festgestellt und die Südzucker AG zog
positive Bilanz für das Jahr 2002. (mehr)
"Karriere-Gespräche:
Firmen-Tipps für Studenten", in: PNP,
Passau-Stadt, 23.1.2003: Zwei Referenten der REWE-Zentral-AG
waren an der Universität Passau zu Gast und informierten im Rahmen eines
Vortrags der Reihe "Career Talk" über die Entwicklung ihres Konzerns und über
die Einstiegsmöglichkeiten für Akademiker bei REWE (mehr)
"Niederbayern ist keine
Aufsteigerregion", in: PNP,
Passau-Land,24.1.2003:
Anlässlich der Tagung der
CSU-Kreisvorstandschaft in Passau wurde eine stärkere Förderung des regionalen
Arbeitsmarktes gefordert. Die Region Passau liegt immer noch im bayernweiten
Vergleich mit einer Arbeitslosigkeit von 9,2% zurück. Das Arbeitsamt Passau muss
daher mit seinen dezentralen Strukturen und allen Außenstellen erhalten bleiben. (mehr)
"Guter Rat für Firmen wird
günstiger", in: PNP, Pocking,
24.1.2003:
Auf die Erhaltung der
Wittbewerbsfähigkeit hin wirkt das Mittelständische Industrieberatungsprogramm durch Einzelberatungen von
bayerischen KMUs, das durch EU-Mittel bezuschusst wird. (mehr)
"e.on-Kundencenter
investiert 11,8 Mio. Euro in die Stromversorgung",
in: PNP, Pocking, 28.1.2003:
Investitionen von 11,8 Mio.
€ in Ostbayern und Beauftragung kleiner und mittelständischer Betriebe mit der
Durchführung der Arbeiten der e.on Bayern AG zur Sicherung von Arbeitsplätzen
2003 (mehr)
"Berufswahl mit den Eltern",
in: Osterhofener Zeitung, 29.1.2003:
Schulabgänger sollen mit ihren Eltern
Interessen und Fähigkeiten objektiv einschätzen. Wegen schlechter Aussichten auf
dem Arbeitsmarkt sind oft viele Bewerbungen, Praktika und Flexibilität nötig (mehr)
"Ein Vortrag mit süßem
Beigeschmack", in PNP, Passau-Stadt,
31.1.2003:
Die Vortragsreihe zum Thema
Konsumgüterindustrie im Rahmen von "Career Talk" an der Universität Passau ging
für das Wintersemester 2002/2003 zu Ende. Zwei Mitarbeiter des bekannten
Unternehmens Nestlé sprachen zum Thema Markenkommunikation. Durch derartige
Veranstaltungen an der Universität Passau soll eine Schnittstelle zwischen
Hochschule und Wirtschaftsalltag geschaffen werden. (mehr)
Acht
zusätzliche Kräfte: Arbeitsamt will Jobvermittlung beschleunigen
Sie sind ab Mai im Einsatz -
Derzeit 700 bis 900 Arbeitslose pro Vermittler
von Markus Schön
Das Arbeitsamt Passau verstärkt sein Personal im Bereich der Arbeitsvermittlung.
Ab 1. Mai stehen Arbeitssuchenden zusätzlich acht Arbeitsvermittler zur
Verfügung. "Damit soll die Vermittlung von Arbeitslosen künftig noch schneller
gehen", erklärt Peter Salzberger, der Personalleiter des Arbeitsamts.
Mitte Dezember gab die Bundesanstalt für Arbeit grünes Licht, durch interne
Personalumschichtungen zusätzliche Arbeitsvermittlerstellen zu schaffen. Inhalte
des Hartz-Konzepts und des Job-Aktiv-Gesetzes sollen dadurch rascher umgesetzt
werden.
Von den acht Stellen werden vier mit internen Nachwuchskräften besetzt. Die
externen Bewerber für die Arbeitsvermittlung wurden aus dem Pool der
Arbeitssuchenden des Arbeitsamtes Passau ausgesucht. Diese Stellen sind auf drei
Jahre befristet. "Zum Anforderungsprofil gehört eine Fachhochschulausbildung im
Bereich Betriebswirtschaftslehre sowie Berufspraxis auf dem Gebiet
Personalführung", erklärt der Personalleiter.
Das Auswahlverfahren ist bereits im Gange: Nächste Woche finden mit zwölf
Bewerbern Auswahlgespräche statt. Dies geschieht so zügig, weil die Einstellung
schon zum 1. Februar erfolgt. Vor ihrem Einsatz müssen die angehenden
Arbeitsvermittler nämlich noch eine dreimonatige Schulung durchlaufen - das gilt
auch für die internen Kräfte.
Insbesondere die schnelle und passgenaue Vermittlung von Arbeitslosen - Inhalt
des Job-Aktiv-Gesetzes - führte zur Personalaufstockung. Dazu erstellt der
Arbeitsvermittler mit dem Arbeitslosen ein genaues Bewerberprofil und eine
daraus entwickelte individuelle Vermittlungsstrategie. Außerdem sollen durch die
verstärkte Zahl an Arbeitsvermittlern die Personal-Service-Agenturen, ein
Kernpunkt des Hartz-Konzepts, umgesetzt werden. Diese Agenturen sollen
Arbeitslose befristet an Unternehmen vermitteln - sie haben den Charakter von
Zeitarbeitsfirmen.
Zur Zeit sind in Passau 18 Arbeitsvermittler tätig. Damit kommen im Durchschnitt
zwischen 700 und 900 Arbeitslose auf einen Vermittler. Diese Zahl wird sich
durch die neuen Stellen auch verringern.
Wie viele zusätzliche Arbeitsvermittler in die Stadt Passau kommen werden, ist
noch unklar. "Wir gehen davon aus, dass es zwei werden", so Salzberger. Die
übrigen Arbeitsvermittler werden je nach Erfordernissen auf die Geschäftsstellen
in Grafenau, Obernzell, Pocking, Vilshofen und Waldkirchen verteilt.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 7.1.2003
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Droht
Arbeitsamt-Außenstellen das Aus?
MdL Kobler will
Zentralisierung bekämpfen – Beschäftigte können sich Rückzug aus der Fläche
nicht vorstellen
von Helmut Preuß
Obernzell/Passau. Droht den Geschäftsstellen des Passauer Arbeitsamtes in
Obernzell, Pocking und Vilshofen das Aus? Würden die Zentralisierungspläne der
Hartz-Kommission umgesetzt, ließe sich dies kaum mehr vermeiden, sagt MdL Konrad
Kobler. Die Verantwortlichen selbst hingegen halten eine solche Ausdünnung in
der Fläche für unwahrscheinlich.
"Natürlich kennen wir die Vorgabe der Bundesanstalt, die für 2003 einen
ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hat", sagt der Pressesprecher des Arbeitsamts
Passau, Axel Schwarz. Einsparungen bei ABM-, Umschulungs- oder Fördermaßnahmen
der beruflichen Bildung seien denkbar. Dass man allerdings einzelne
Geschäftsstellen schließen wolle, das sei ihm völlig neu. Josef Kehrer,
Neun neue
Vermittler genehmigt
Geschäftsstellenleiter des
Arbeitsamts Obernzell, sieht dies genauso. Er könne sich nicht vorstellen, dass
sich die Bundesanstalt aus der Fläche zurückziehen wolle, zumal für Passau
gerade weitere neun Vermittler genehmigt worden seien, die am 1. Februar ihre
Tätigkeit aufnehmen, sagt Kehrer.
Für MdL Konrad Kobler, der sich auf "Informationen aus internen Kreisen" beruft,
kommt diese Ansicht der Betroffenen nicht überraschend. "Art und Umfang der
Strukturreform sind rein politische Entscheidungen, die in der Hartz- Kommission
getroffen und auf Weisung von Minister Wolfgang Clement umgesetzt werden", sagt
er. Es sei nicht üblich, über bestimmte Pläne im Voraus die Beschäftigten zu
informieren. Schon gar nicht, wenn Radikallösungen im Raum stünden, bei denen
etwa für Niederbayern nur mehr zwei "Regionalämter" vorgesehen seien.
Bestätigt sieht Kobler seine Sorgen dadurch, dass die Bundesanstalt laut
deutscher Presseagentur auch den Einfluss der örtlichen Selbstverwaltung bei den
Arbeitsämtern begrenzen will. Diese Selbstverwaltungen sind drittelparitätisch
mit je einem oder je zwei lokalen Vertretern der Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerseite sowie der öffentlichen Hand besetzt. An ihrer Stelle sollen
stattdessen die Leiter der Arbeitsämter "über den arbeitsmarktpolitischen Mix"
entscheiden. Damit würde sich die Zentralisierung, der "Durchgriff von oben nach
unten", wesentlich leichter umsetzen lassen, sagt Kobler und verweist auf
mehrere Protest-Resolutionen der Selbstverwaltungsorgane aus Unterfranken und
der Oberpfalz. "Ich werde an das Arbeitsamt Passau appellieren, sich gegen die
geplante Entmündigung und gegen die Zentralisierungstendenzen zu artikulieren",
sagt Kobler.
Angriff auf die
Selbstverwaltung?
Einig ist sich der
CSU-Sozialpolitiker mit den Arbeitsamts-Mitarbeitern darin, dass ein Rückzug aus
der Fläche fatale Folgen hätte. Unabhängig von den Auswirkungen auf die rund 60
Beschäftigten in den drei Geschäftsstellen Obernzell, Pocking und Vilshofen
würde damit einer effizienten und gezielten Arbeitsvermittlung das Wasser
abgegraben. "Wir besuchen die Klein- und Mittelbetriebe in unserem
Einzugsbereich regelmäßig ein- bis dreimal im Jahr", unterstreicht
beispielsweise Josef Kehrer vom Arbeitsamt Obernzell den hautnahen Kontakt
seines Amtes zum betrieblichen Mittelstand. Dadurch sei ein Vertrauensverhältnis
gewachsen. Zusammen mit seinen zehn Mitarbeitern hat Kehrer 2002 rund 600
Arbeitssuchenden einen Job vermittelt. Insgesamt werden von Obernzell aus die
sechs Gemeinden des Altlandkreises Wegscheid abgedeckt und 7700
sozialversicherungspflichtige
"Schließung wäre großer Verlust"
Arbeitnehmer und etwa
genauso viele Freiberufler betreut. "Eine Abstufung oder gar Schließung unserer
Geschäftsstelle wäre ein großer Verlust für diese Region", sagt Kehrer. Dem
pflichtet Kobler bei. "Wir müssen mit allen Mitteln den Status quo zu erhalten
versuchen", sagt er.
Erste Gesetzentwürfe der Hartz-Kommission zur Änderung der Organisationsstruktur
werden im laufenden Kalenderjahr erwartet. Und die will Kobler "mit Argusaugen
durchleuchten". Bereits im Vorfeld werde er mit einem Appell an
Wirtschaftsminister Clement Entscheidungen gegen die Interessen ländlicher
Regionen zu begegnen versuchen. Auch den sozialpolitischen Arbeitskreis der CSU
im Landtag, der sich im selben Sinn an die Staatsregierung wenden werde, weiß
Kobler hinter sich. Denn gerade die bevorstehende Öffnung Osteuropas mit einem
zunehmend grenzüberschreitenden Austausch von Arbeitskräften erfordere in der
Grenzregion eine Arbeitsverwaltung vor Ort.
aus: PNP, Passau-Land, 7.1.2003
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Zehn-Punkte-Plan wirkt: Hatz senkt Kosten
Zufrieden stellendes
Jahresergebnis - Umsatz von 2001 fast erreicht - Motorenfabrik setzt mit W 35
neue Maßstäbe
Ruhstorf
(red). Die Motorenfabrik Hatz rechnet mit einem schwierigen Geschäftsjahr 2003,
hofft aber, Umsatz und Personalstand halten zu können. Das teilte
Geschäftsführer Wolfram Hatz der Belegschaft bei der Betriebsversammlung mit.
Die Ertragssituation habe sich 2002 deutlich verbessert - nicht zuletzt wegen
eines durchgreifenden Kostensenkungsprogramms.
Die Prognose für 2002 sei alles andere als günstig gewesen, habe man doch mit
weniger als 50 000 Motoren, einer Stagnation des Komponentengeschäfts auf
gleichem Niveau und einem noch höheren Verlust gerechnet, so Wolfram Hatz. Heute
sei er froh, dass Hatz den Umsatz von 2001 nahezu erreicht hat, aber - und das
sei "viel wichtiger" - die Ertragssituation habe sich deutlich verbessert. Der
Umsatz 2002 betrage wie im Jahr 2001 rund 120 Millionen Euro. Der Motorenverkauf
sei von 51 799 Stück in 2001 auf 50 750 in 2002 zurückgegangen. Das Unternehmen
beschäftigt derzeit 1085 Mitarbeiter (2001: 1152) Bei den Pleuelstangen war ein
Rückgang von 2,4 auf 2,2 Millionen Stück zu verzeichnen, bei den Kurbelwellen
ein Anstieg von 18 971 auf 31 200 Stück.
Mit verantwortlich für das positive Ergebnis trotz einer vierprozentigen
Lohnsteigerung: ein im vergangenen Jahr aufgestelltes Zehn-Punkte-Programm. So
habe ein Wertanalyseteam im ersten Jahr seiner Tätigkeit 500 000 Euro
eingespart, sagte Hatz. Das betriebliche Vorschlagswesen bzw. die eingereichten
Vorschläge erbrachten eine Einsparung von 231 000 Euro. Die Lagerhaltung wurde
von 28 auf 23 Millionen reduziert. Zur Senkung der Beschaffungskosten wird die
Abteilung Materialwirtschaft künftig von einem professionellen Dienstleister
unterstützt. Ziel sei dabei, die Beschaffungskosten so weit zu senken, dass sich
die Umsatzrendite um 1,5 Prozent erhöhe. Die brasilianische Vertriebstochter sei
nach fünf Jahren schwerer Verluste geschlossen worden, ebenso die Niederlassung
Süd-West in Stuttgart. Die Teilemontage in Tschechien sei ausgeweitet worden,
was ebenfalls Einsparungen gebracht habe. Und: Seit Juli ist Hatz auch in China
vertreten. Vier Mitarbeiter arbeiten in der Repräsentanz in Xiamen. Die Umsätze
mit der Volksrepublik China hätten sich erfreulich entwickelt. Hatz sieht daher
auch für die Zukunft große Chancen in diesem riesigen Land.
Eine moderate Preiserhöhung von lediglich drei Prozent habe vorgenommen werden
müssen, berichtete Hatz weiter. Auch beim Personal seien Einsparungen notwendig
geworden, die Maßnahmen seien jedoch sozial verträglich vorgenommen worden, etwa
durch die Nichtbesetzung von frei gewordenen Stellen. Außerdem habe vor einiger
Zeit eine externe Firma den Werksschutz übernommen.
Höhere Produktivität senkt die
Kosten
Durch
Produktivitätssteigerungen sei es ebenfalls gelungen, Kosten zu senken. Der
Pro-Kopf-Umsatz sei dadurch von 109 800 Euro (2001) auf 115 370 Euro (2002)
gestiegen. Zurückgefahren wurden die Investitionen von 8,9 Millionen (2001) auf
6,3 Millionen Euro in 2002.
Hatz stellte klar, dass viele Kostensenkungsprozesse noch nicht abgeschlossen
seien bzw. erst 2003 wirksam würden. Das neue Jahr werde sicher schwierig.
Dennoch hoffe die Geschäftsführung der Motorenfabrik Hatz, den Umsatz und den
Personalstand halten zu können.
Ing. (grad.) Günter Kampichler, Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung,
Konstruktion und Versuch, berichtete über den Stand der Entwicklungsarbeiten. Im
Mittelpunkt seiner Rede: die neue, mit Wasserkühlung ausgestattete Motorenreihe
W 35. Diese Motorenreihe - so Kampichler - könne wesentlich dazu beitragen, dass
Hatz auch in Zukunft seine Position im hart umkämpften Einbaumotorenmarkt
behaupten könne.
Die Chancen für Hatz stehen laut Kampichler nicht schlecht, da mit der neuen
Baureihe ein technisch überzeugendes, attraktives Produkt geschaffen worden sei.
Eine kleine Motorenfabrik wie Hatz könne nur überleben, wenn Image und
Anerkennung aufrecht erhalten würden, wenn sie immer wieder innovative
Meilensteine im Motorenbau setze. Dies sei mit der Baureihe W 35 in besonderem
Maß gelungen.
Kampichler räumte indes ein, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei.
Vor allem Probleme der mit Turbolader ausgestatteten Versionen würden noch
einige Zeit in Anspruch nehmen. Leistung, Drehmoment und die Erfüllung der
Abgasauflagen nach US-Normen und EU-Regeln entsprächen noch nicht den
angestrebten Werten.
Kampichler wies außerdem darauf hin, dass bei Hatz nicht unbeschränkt
Entwicklungspersonal zur Verfügung stehe. So habe für die Entwicklung der
Pumpendüse mit Drücken bis 1200 bar lediglich ein Ingenieur zur Verfügung
gestanden. In großen Unternehmen dagegen seien für derartige Projekte Teams mit
mindestens 20 Kräften zuständig.
Der neue Motor stoße auf große Resonanz: zwei davon seien in Kundengeräte
eingebaut und bereits im Einsatz, ein dritter stehe zur Auslieferung bereit.
Sowohl bei Kunden als auch auf Ausstellungen und Fachmessen in Fachkreisen habe
die Ruhstorfer Firma für den Motor höchste Anerkennung erhalten. 2002 bekam Hatz
anlässlich der Pariser Messe "Urbatec" etwa den ersten Preis für
außergewöhnliche Technologien und servicefreundliche Motorkonzeptionen. Auch das
Echo der Fachpresse bestätige, dass Hatz mit der Baureihe W 35 einen Meilenstein
gesetzt habe.
Aus: PNP, Passau-Land,
7.1.2003
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Otto
Huml bleibt der Chef im IGZ
Nach Vertragsauflösung:
35-Jähriger bewirbt sich erneut - 30 Mitbewerber haben Nachsehen
von Christoph Seidl
Waldkirchen. Der alte und neue Geschäftsführer des Innovations- und
Gründerzentrums (IGZ) heißt Otto Huml - der 35-jährige Waldkirchner setzte sich
gegen 30 Mitbewerber aus ganz Niederbayern durch. "Ich werte das als Bestätigung
meiner Arbeit", sagt Huml. Der Waldkirchner ist seit Gründung des IGZ vor fünf
Jahren Geschäftsführer. Nach Ablauf seines Vertrags zum Ende dieses Jahres haben
die Betreiber (Stadt und Landkreis, Sparkasse und Volks- und Raiffeisenbanken)
den Posten allerdings neu ausgeschrieben - die offizielle Begründung: die
Aufgaben und die Kompetenzen des Geschäftsführers sollten neu geregelt werden.
Dies bedürfe eines neuen Vertrags und damit einer neuen Ausschreibung. "Das hat
mit Kritik an der Person Otto Humls nichts zu tun", sagte Bürgermeister Josef
Höppler damals. Logische Folge: Der 35-Jährige bewarb sich erneut.
Neben Aufgaben und Kompetenzen hat bei den Verhandlungen auch das
Geschäftsführersalär eine Rolle gespielt. Wie berichtet, haben die beiden Banken
angekündigt, künftig kein Geld mehr zuschießen zu wollen. Da im Frühjahr das
Stammkapital von einer Million Mark aufgebraucht sein wird, müssen Stadt und
Landkreis die Kosten im IGZ senken - der neue Vertrag dürfte für die Betreiber
eine willkommene Gelegenheit sein, den Rotstift anzusetzen:
Huml bestätigt das auch im Gespräch mit der PNP: "Ich werde nur noch eineinhalb
und nicht mehr wie bisher zwei Tage im Gründerzentrum arbeiten - das hat
automatisch ein geringeres Honorar zur Folge." Diese Regelung sei in
beiderseitigem Einverständnis erfolgt: "Ich habe jetzt mehr Zeit für meine freie
Beratertätigkeit."
Mit der Erfahrung der letzten fünf Jahre sei es ihm möglich, das Zentrum auch in
geringerer Arbeitszeit zu führen - und sogar noch zusätzliche Aufgaben zu
übernehmen. Der Geschäftsführer soll laut Vertrag künftig bei den Mietern für
das Aussiedeln in die Region werben. "Ich hatte dazu bisher offiziell keine
Befugnis." Bisher ließ sich ein Betrieb nach seinem Auszug aus dem IGZ in
Waldkirchen nieder - die Firma Landschaftsplanung Christian Burger. Drei
Aussiedler blieben in der Region (Tittling, Perlesreut und Freyung). Zwei gingen
nach Frechen (bei Köln), einer nach Osterhofen. Als Mittler zwischen Verwaltung
und Existenzgründer könne er in Zukunft vermehrt auf die Vorzüge zum Beispiel
von Waldkirchen hinweisen. "Die Grundstückspreise sind niedrig, das Umfeld
schön, die Region hat eine lebendige Kulturszene - mit diesen Pfunden werde ich
wuchern."
An der Mietschraube soll indes nicht gedreht werden, um das Defizit, das bisher
jährlich rund 50 000 Euro betrug, zu senken. "Um kein Defizit mehr zu haben,
müsste ich die Mieten verdoppeln - dann würden aber alle aus- und keiner mehr
einziehen." Auch Landrat Alexander Muthmann hält von Mieterhöhungen vorerst
nichts: "Es stehen private Gewerbeflächen leer und der Mietpreis ist im
Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art durchaus hoch."
Huml sei der richtige Mann für den Konsolidierungskurs, betonte der Landrat
gegenüber der PNP, er habe sich nicht umsonst "gegen eine ganze Reihe
qualifizierter Mitbewerber" (30 Bewerbungen gingen ein, vier davon kamen in die
Endauswahl) durchgesetzt. Auch Bürgermeister Josef Höppler würdigt das
Engagement des 35-Jährigen: "Er hat mit der hohen Belegung bewiesen, dass er das
IGZ erfolgreich führen kann."
Aus: PNP, Waldkirchen, 7.1.2003
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Bauern
klagen über hohe Steuerlast
Verband wendet sich an
Abgeordnete
Passau
(bay). Der Bayerische Bauernverband führt seit Jahren Gespräche mit
Abgeordneten, um ihnen vor allem die Auswirkungen der Steuerpolitik auf den
ländlichen Raum darzulegen. Bei einem Treffen mit Mandatsträgern der CSU
forderte Kreisobmann Josef Endl nun, die Stimmen im Bundesrat zu nutzen, um die
neuesten Pläne der rot-grünen Bundesregierung zu stoppen.
Die Liste der Steuerverschärfungen ist lang. Allein eine Senkung der
Vorsteuerpauschale und eine Erhöhung der Umsatzsteuer für landwirtschaftliche
Vorprodukte von sieben auf 16 Prozent würde zum Beispiel für einen
Milchviehbetrieb mit 40 Hektar bewirtschafteter Fläche einen Verlust von rund
5000 Euro zur Folge haben, so der Verband. Auch der Abbau der Vergünstigungen
bei der Ökosteuer hätte für die Bauern verheerende Auswirkungen.
Landwirtschaftsminister Josef Miller, so MdL Konrad Kobler, werde alle
Möglichkeiten nutzen, um all das im Bundesrat zu verhindern. MdB Klaus Rose
versicherte, dass die CSU seit jeher die Probleme der Landwirtschaft ernst
genommen habe. Die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder habe "null
Ahnung" von den großen Sorgen der Bauern. Fachkenntnisse würden untergebuttert
und alle Planungen ideologisch durchgezogen, ohne Rücksicht auf die
"berechtigten Anliegen" der Landwirtschaft.
MdL Franz Meyer sagte, die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung auf dem
Steuersektor verschlechterten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im
internationalen Bereich und bedrohten deren wirtschaftliche Existenz. Zu den
neuen Brüsseler Milchplänen sagte Meyer, eine weitere Absenkung der Stützpreise
in der Milchmarktordnung könne nicht hingenommen werden. Die
landwirtschaftlichen Einkommen müssten endlich stabilisiert werden, zudem gelte
es, eine flächendeckende, nachhaltige Landbewirtschaftung sicher zu stellen.
Übereinstimmend erklärten die Bundestagsabgeordneten Klaus Rose und Andreas
Scheuer sowie die Landtagsabgeordneten Konrad Kobler, Gerhard Waschler und Franz
Meyer, dass es nicht angehe, die Landwirtschaft zu "kriminalisieren", die
Bundesregierung sei auf dem besten Wege dazu. Dagegen gelte es, sich zur Wehr zu
setzen.
"Arzneimittelgesetz
novellieren"
Zur Sprache kam auch das
Arzneimittelgesetz, das nach den Vorstellungen der CSU novelliert werden müsse.
Meyer sprach sich für Betreuungsverträge zwischen Tierärzten und Landwirten aus.
Waschler ging auf Probleme der Landwirtschaftsschulen ein. Er betonte, dass der
Schulstandort Passau unter allen Umständen gesichert werden müsse. "Auch wenn
Landshut Begehrlichkeiten hat, wir lassen uns nichts wegnehmen", betonte er.
Auch Kringell ist den CSU-Abgeordneten ein Anliegen. Mehr als bisher müsse
versucht werden, grenzüberschreitend tätig zu werden, um die überregionale
Bedeutung des Staatsguts wahren zu können.
Die Bezirksräte Hans Danner und Horst Wipplinger unterstrichen die Bedeutung der
Landwirtschaft, deren Leistungen für die Allgemeinheit zu wenig honoriert
würden.
Aus: PNP, Passau-Land,
13.1.2003
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Ab April
treten neue gesetzliche Regelungen für Mini-Jobs in Kraft
Was bleibt, was ändert sich,
was ist zu beachten? - Aufwand reduziert sich
Grafenau
(ga). Das Finanzamt Grafenau informiert: Bis
Ende März gelten die bisherigen Bestimmungen für 325 Euro-Jobs. Das bedeutet:
Freistellungsbescheinigungen für diesen Zeitraum sind weiterhin erforderlich und
werden wie bisher vom Finanzamt ausgestellt.
Bereits erteilte Freistellungsbescheinigungen bleiben wirksam und verlieren mit
Ablauf des 31. März ihre Gültigkeit.
Ab dem 1. April 2003 entfällt dann die Steuerfreistellung alter Prägung und
damit auch die Erteilung von Freistellungsbescheinigungen.
Einkommensgrenze erhöht sich
Ab dem 1. April wird die
Einkommensgrenze bei den "unteren" Mini-Jobs - das gilt auch für Nebenjobs - von
325 auf 400 Euro erhöht. In diesem Verdienstbereich fallen für Arbeitnehmer
keine Steuern oder Sozialabgaben an.
Die Arbeitgeber zahlen allerdings pauschal 25 Prozent mit folgender Aufteilung:
zwölf Prozent für Rentenversicherung, elf Prozent für Krankenversicherung und
zwei Prozent Steuern. Die Pauschalsteuer ist vom Arbeitgeber zusammen mit den
Beiträgen zur Sozialversicherung an die Bundesknappschaft - Verwaltungsstelle
Cottbus - abzuführen. Die bisherige Zeitgrenze der Geringfügigkeit von 15
Stunden entfällt. Die Pauschalsteuer von zwei Prozent ist eine Abgeltungssteuer.
Es erfolgt keine Einbeziehung bei der Einkommenssteuer.
Übergangsregelung bei höherem
Einkommen
Eine Übergangsregelung gibt
es bei Arbeitsverhältnissen mit einem Einkommen von 401 bis 800 Euro. Der
Arbeitnehmer zahlt dann die normale Steuer, seine Sozialbeiträge steigen aber
langsam von vier Prozent auf 21 Prozent an, während der Arbeitgeber die normalen
Sozialbeiträge zu zahlen hat.
Eine besondere Regelung gilt für Mini-Jobs im Haushalt von Privatleuten: Zwar
liegt auch hier die Obergrenze bei 400 Euro, der Arbeitgeber zahlt aber nur eine
Pauschale von zwölf Prozent mit folgender Aufteilung: je fünf Prozent für
Renten- und Krankenversicherung und zwei Prozent Steuern. Ein weiterer Vorteil
ist, dass zehn Prozent der Kosten, maximal aber 510 Euro, die Arbeitgeber für
Haushaltshilfen steuermindernd in der Steuererklärung geltend machen können.
Die steuerlich absetzbaren Beträge steigen auf zwölf Prozent der Kosten (maximal
2400 Euro), wenn die Haushaltshilfe mit voller Sozialversicherung beschäftigt
wird.
Sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten bestehen aber, wenn neben einer
versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ein geringfügiges
Beschäftigungsverhältnis besteht. Dann werden alle Beschäftigungen
zusammengerechnet und führen zur vollen Sozialversicherungpflicht, wobei eine
Nebenbeschäftigung bis zu 400 Euro anrechnungsfrei bleibt. Fazit: Der
bürokratische Aufwand wurde erheblich reduziert, der Niedriglohnsektor -
insbesondere bis zu 400 Euro - ist attraktiver als zuvor.
Wer neben seinem Haupteinkommen einen solchen Job hat, verdient brutto für
netto.
Aus: Grafenauer Anzeiger,
13.1.2003
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DGB:
Jugendliche sind mobil
Bitte an die Betriebe: Auch
in eigenem Interesse verstärkt ausbilden
Deggendorf
(dz). "Die Mobilität der Jugendlichen in der
Region um Deggendorf ist größer als vielfach unterstellt. Viele sind auch in
jungen Jahren bereit, für eine Lehrstelle den Wohnort zu wechseln", so der
DGB-Vorsitzende Edwin Urmann der Region Donau-Wald.
Nach den vom DGB veröffentlichten Zahlen hatten immerhin von 2031 Jugendlichen
213 außerhalb des Arbeitsamtsbezirks Deggendorf eine Ausbildungsstelle gefunden
und damit den hiesigen Ausbildungsmarkt entlastet. Das sind 10,48 Prozent aller
im Arbeitsamt gemeldeten Jugendlichen in der Region, die im Ausbildungsjahr 2002
begonnen haben. Aber auch die Jugendlichen mit wohnortnaher Ausbildung haben
längst nicht immer ihren "Traumberuf" ergreifen können, sondern die ungünstigere
Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt bei der Berufswahlentscheidung
berücksichtigt. Vor allem für Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben sich
nach Einschätzung des DGB-Regionsvorsitzenden die Chancen auf dem
Ausbildungsmarkt verschlechtert.
Besorgt ist der DGB insbesondere auch über den drastischen Rückgang der von den
Betrieben gemeldeten Ausbildungsstellen am Beginn des neuen Ausbildungsjahres
2002/2003. Für den Arbeitsamtsbezirk Deggendorf ist ein Rückgang um fünf Prozent
zu verzeichnen.
Der DGB-Regionsvorsitzende fordert die Betriebe der Region auf, ihre
Ausbildungsanstrengungen auch im eigenen Interesse an qualifiziertem Nachwuchs
deutlich zu erhöhen. Die Konsequenzen des demographischen Wandels würden von den
Betrieben bisher kaum bedacht. Die auf absehbare Zeit sinkende Zahl von
Schulabgängern könne in den nächsten Jahren schnell zu einem spürbaren
Fachkräftemangel führen, wenn die Betriebe nicht gezielt gegensteuern.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003
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Tipps
für Studienplanung und Prüfungen - diese Ansprechpartner sollten Passauer
Studenten kennen
PNP stellt wichtige
Anlaufstellen an der Uni vor - Heute: Studienberatung, Studentenkanzlei und
Prüfungssekretariat
von Bernd Hones
und Barbara Denk
Den Studiengang wählen, zu Prüfungen anmelden, eine Fremdsprache erlernen oder
Bücher ausleihen - beim Studieren ist jeder auf sich selbst gestellt. Aber ganz
verlassen und ohne Hilfe sind Studenten in Passau nicht. An vielen Stellen
gibt's wertvolle Infos und wichtige Tipps. Heute und am kommenden Freitag
stellen wir insgesamt zwölf wichtige Ansprechpartner vor, die die Passauer
Studenten kennen sollten.
Wer sich noch nicht auf ein Studienfach festgelegt hat, der ist bei Ulrike
Bunge-Harendt und Johanna Schmidt von der Studienberatung
gerade richtig. Hier gibt es Infobroschüren zu den jeweiligen Fächern. Wem diese
Informationen noch nicht reichen, der fragt persönlich nach: in Sachen Numerus
Clausus, Fächerkombinationen. Wer sein Studienfach wechseln will, ist hier auch
an der richtigen Adresse.
Das raten die Studienberaterinnen Neulingen an der Universität:
maximal vier Scheine pro Semester und ein zielorientiertes Studium. "Sehr
wichtig ist ein klares Berufsbild", sagt Ulrike Bunge-Harendt. Neu ist: Die
Studienberatung bekommt Unterstützung. Jeden Donnerstag informiert derzeit ein
Mitarbeiter des Arbeitsamtes von 9 bis 12 Uhr Studierende und Absolventen über
Aufbau- und Weiterbildungsstudiengänge. Er ist vormittags im Zimmer 102 in der
Innstraße 41 oder unter Tel. 08 51/509-1153 erreichbar.
Wer sich für ein Studienfach entschieden hat, meldet sich an. Das läuft über die
Studentenkanzlei. Ansprechpartner dort ist Johann Pommer (Bild).
Er informiert über Fach- und Studienortwechsel, über das Zweitstudium oder über
den KuWi-Quereinstieg. Außerdem gibt es bei ihm Ratschläge für ausländische
Studenten, die an der Uni Passau studieren wollen. Sein Tipp: "Alles, was man in
den ersten vier Semestern wissen muss, erfährt man in der Studentenkanzlei." In
jedem Fall sollten sich die Studierenden frühzeitig die Studien- und
Prüfungsordnung durchlesen. Nicht nur für die Einschreibung ist jeder Student
selbst verantwortlich, sondern auch für die Anmeldung zur Zwischenprüfung oder
zum Vordiplom.
Wertvolle Informationen gibt es auch im Prüfungssekretariat. Wer BWL, VWL
oder Katholische Theologie studiert, sollte Franz Zellner kennen. Er legt
Anmeldefristen und Termine fest. Sein Tipp: Die Aushänge vor den Computerräumen
im Gebäude GW II beachten. Da steht alles, was Wirtschaftsstudenten wissen
müssen.
Auch Kulturwirtstudenten informieren sich im GW II über Fristen und Noten. Für
sie und für Informatiker ist Wolfgang Killer zuständig. Er gibt Infos
über den KuWi-Quereinstieg: "Fünf Scheine aus drei Bereichen müssen die
Antragsteller vorweisen können", sagt er. Mit ihm sprechen angehende Kulturwirte
auch, wenn sie eine Prüfung verschieben müssen. Was Killer allerdings nicht als
plausiblen Grund akzeptiert: Urlaub. Schließlich könne er schon ein halbes Jahr
vor der jeweiligen Prüfung sagen, wann diese ungefähr stattfindet. Wer jedoch
belegen kann, dass er kurzfristig ein sehr wichtiges Praktikum bekommen hat, der
kann schon eher mit einem neuen Termin rechnen.
Zuständig für Jura-Zwischenprüfung und für den Bachelor-Studiengang "European
Studies" ist Gertraud Eckmüller-Schiestl (Bild). Sie klärt Fragen zur
Anerkennung von Attesten und informiert über den neuen Bachelor-Studiengang,
insbesondere welche Scheine oder Semester eines anderen Studienganges anerkannt
werden. Ihr Tipp: "Die Studenten sollen verstärkt unsere Aushänge beachten. Denn
da ist alles, was man wissen muss über Fristen und Termine."
Ihre Kollegin Karin Wittor (Bild) kümmert sich um die Akademische
Zwischenprüfung bei Magis-terstudenten und die Staatsprüfung bei Lehrämtlern.
Künftige Lehrer erfahren bei ihr Veränderungen bei der neuen Prüfungsordnung.
"Magisterstudenten müssen nicht alle Zwischenprüfungen in einem Semester
ablegen. Sie können splitten", sagt Wittor. Diese Frage kommt häufig von
Studenten. Aber: Die Zwischenprüfungen für alle Fächer müssen bis einschließlich
5. Fachsemester erfolgen.
Allgemein gilt im Prüfungssekretariat: Telefonische Auskünfte wie beispielsweise
Informationen über Noten und Termine gibt es nicht. Persönlich vorbeischauen ist
ein Muss! Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr,
mittwochs von 13 bis 15.30 Uhr.
Alle genannten Ansprechpartner sind in der Uni-Hauptverwaltung, Innstraße 41, zu
finden. Telefonisch und per E-Mail sind sie natürlich ebenfalls erreichbar:
· Studienberatung:
studienberatung@uni-passau.de - Dr. Ulrike Bunge-Harendt - Tel. 509-1151,
Johanna Schmidt Tel. 509-1150
· Studentenkanzlei: Johann Pommer -
pommer@uni-passau.de - Tel. 509-1130
· Prüfungssekretariat: Franz Zellner -
zellner@uni-passau.de - Tel. 509-1142, Wolfgang Killer:
killer@uni-passau.de - Tel. 509-1143, Gertraud Eckmüller-Schiestl -
gertraud.eckmueller-schiestl@uni-passau.de - Tel. 509-1146, Karin Wittor -
karin.wittor@uni-passau.de - Tel. 509-1148.
aus: PNP, Passau-Stadt, 14.1.2003
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5 000.
Besucher im Servicezentrum
Seit einem Jahr bietet das
Finanzamt diese Dienstleistung
Viechtach
(vbb). Christine Hackl aus Kollnburg ist die 5 000. Besucherin im Servicezentrum
des Viechtacher Finanzamts. Das Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts ist
für die Betreuung der Steuerzahler zuständig. Von den 13 100 Bürgern, die in der
Außenstelle ihre Steuererklärung abgeben müssen, haben bisher knapp die Hälfte
das neue Servicezentrum genutzt. Für Christine Hackl aus Kollnburg gab es dieser
Tage zur Begrüßung einen Blumenstrauß vom Finanzamtsleiter Hans-Jörg Krinner.
Der Grund: Sie war die 5 000. Besucherin im Servicezentrum.
Erledigen kann man im Foyer des Finanzamtes fast alles, für das man früher den
eigenen Sachbearbeiter aufgesucht hat. Ob man Fragen hat, die Steuererklärung
abgeben will oder sich die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen
möchte, das Servicezentrum ist immer mit mindestens einem Ansprechpartner
besetzt. Rund 80 Prozent aller Anliegen können so unmittelbar geklärt werden.
Geöffnet ist das Servicezentrum Montag und Dienstag von 7.45 bis 15 Uhr,
Mittwoch und Freitag von 7.45 bis 12 Uhr und donnerstags von 7.45 bis 18 Uhr.
Aus: Viechtacher-Bayerwald-Bote, 14.1.2003
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Flaute
am Bau: Ein Viertel muss stempeln
Hohes Arbeitsmarktrisiko der
Bauberufe
Deggendorf
(dz). Der Regionsvorsitzende Edwin Urmann der
DGB-Region Donau-Wald hat auf die kritische beschäftigungspolitische Situation
und die hohe Winterarbeitslosigkeit in den Bauberufen der Region aufmerksam
gemacht.
Nach DGB-Informationen waren im vergangenen Monat 1727 Menschen aus den
Bauberufen im Arbeitsamtsbezirk Deggendorf arbeitslos. Die ungünstige
Auftragslage sowie der Wintereinbruch haben das Risiko der Arbeitslosigkeit weit
überdurchschnittlich ansteigen lassen.
Nach den DGB-Berechnungen waren zuletzt noch 6180 Menschen im Baugewerbe
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 27,9 Prozent haben damit ihren Job
verloren. "In keiner anderen Branche ist das Risiko der Arbeitslosigkeit höher
als in diesem Gewerbe", so Urmann. Er appelliert an die Betriebe, in den
schwierigen Zeiten die Chancen der Winterbauförderung zu nutzen, um
Arbeitsverhältnisse zu stabilisieren und Entlassungen im Winter möglichst zu
vermeiden.
Nachdrücklich setzt sich Urmann für eine effektivere Bekämpfung der illegalen
Beschäftigung ein. Die Prüfungen am Bau zeigten, dass vielfach gegen gesetzliche
Bestimmungen verstoßen werde und seriöse Betriebe oftmals das Nachsehen hätten.
Bei immerhin einem Viertel der Prüfungen zum Arbeitnehmerentsendungsgesetz werde
ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in den meisten Fällen wegen Nichtzahlung
des geltenden Mindestlohns.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003
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Weiterbildung per Gutschein
Deggendorf
(dz). Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen wurde laut Arbeitsamt zum
Jahreswechsel vereinfacht. Bildungsgutscheine sollen zum einen die
Eigenverantwortung vergrößern, zum anderen den Wettbewerb zwischen den
Bildungsträgern stärken. Arbeitslose können unter zugelassenen Maßnahmen und
Trägern wählen. Der Bildungsgutschein enthält die Weiterbildungsdauer,
Bildungsziel und -schwerpunkte sowie den Förderhöchstbetrag. Der vom
Gutscheininhaber ausgewählte und zugelassene Bildungsträger kann die
Lehrgangskosten mit dem Arbeitsamt abrechnen.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 16.1.2003
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Tourismus bräuchte eine Allwettereinrichtung Lösung wäre die Überdachung des
Wellenbades
Erste Sitzung des neuen
Arbeitskreises für Tourismus — Besorgt über Insolvenzen und
Übernachtungs-Rückgänge
Grafenau/Haus i. Wald
(bo). Der neu gegründete Arbeitskreis für Tourismus nimmt seine Aufgabe sehr
ernst. Sinkende Übernachtungszahlen machen Grafenaus Tourismustreibende
nachdenklich. Sie forderten Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel die Schaffung einer
Allwettereinrichtung. Bürgermeister Helmut Peter leitete die Sitzung im
Hotel-Gasthof "Jägerstöckl" in Haus im Wald, bei der neben den Mitgliedern des
Arbeitskreises auch Verkehrsamtsleiter Walter Müller und die neue Mitarbeiterin
im Verkehrsamt, Kulturwirtin Monika Häuslmeier, die Betriebs- und
Volkswirtschaft studiert hat und sich verstärkt um Werbung kümmern wird,
anwesend waren.
Dem Arbeitskreis gehören Mitglieder aus dem Hotel- und Gaststättenverband an,
ebenfalls Vertreter der Privatvermieter, zu denen auch der "Urlaub auf dem
Bauernhof" gehört, Vertreter von Pro Grafenau und der Geschäftsführer des
Bayernpark-Feriendorfes, Paul Braun. Mit dabei war auch ein Vertreter des
Nationalparks und Alwin Raffer, der sich für die PR- Beratung in Sachen
Tourismus kompetent zeigte. Die Tourismus-Fachleute wie die Vertreter der
Grafenauer Geschäftswelt reagierten niedergeschlagen auf die jüngsten
Insolvenzanträge und Geschäftsaufgaben von Firmen im Herzen von Grafenau. Zur
Sprache kamen auch die hohe Arbeitslosenquote in unserer Region, die im
vergangenen Jahr von 6,4 auf 13, 2 Prozent gestiegen ist, die rückläufigen
Übernachtungszahlen und das keinesfalls winterliche Wetter in den
Weihnachtsferien, das Urlauber zum Teil auch noch früher als gebucht abreisen
ließ.
Fazit der Gastronomen wie Geschäftsleute: Generell seien die Leute seit der
Einführung des Euros sparsamer geworden. Dies alles dürfe aber nicht dazu
führen, den Kopf in den Sand zu stecken, so Bürgermeister Helmut Peter.
Priorität habe, sich um die Gäste, die in unserer Region buchen, optimal zu
kümmern, denn, so wurde im Verlauf der Versammlung auch von den Teilnehmern
bestätigt, zufriedene Feriengäste kommen immer wieder und machen in ihrem Umfeld
zu Hause die beste Reklame.
Die Bodenständigkeit der Waldler und die schöne Bayerwald-Landschaft stehen bei
vielen Urlaubern an erster Stelle und darauf soll auch werbemäßig aufgebaut
werden. Die Vermieter forderten, das neue Grafenauer Sommerprogramm möglichst
bald herauszugeben.
Bürgermeister Helmut Peter versprach, als erstes die Wanderwegeproblematik
anzugehen. Seine Meinung: Lieber etwas weniger Wanderwege, aber diejenigen, die
es gibt, müssen dann in Ordnung sein und klar beschildert werden." Nach seiner
Meinung sei es nicht unbedingt wichtig, dass jeder Weg thematisiert ist. Die
meisten Strecken sollten Sommer- und Winterwege sein, an Rastbänken dürfe es
nicht vorkommen, dass das Gras hochwuchert. Rastplätze sollen sauber und
Informationstafeln klar und nicht veraltert sein.
Der Bürgermeister beauftragte den Verkehrsamtsleiter, sich darum zu kümmern und
einen geeigneten Mann zu suchen, der einen "Blick" und natürlich auch das
Geschick hat, einladende Wanderwege zu gestalten und zu pflegen.
Als weiterer Punkt wurde die "Mobilisierung" der Vermieter angesprochen. Dazu
gehört neben der guten Betreuung im Haus und vielleicht internen
Veranstaltungen, eventuell auch, einmal etwas mit den Gästen zu unternehmen,
wie, um ein Beispiel zu nennen, die Gruppen in den Nationalpark zu begleiten.
Der Bürgermeister beschwor in diesem Zusammenhang die Vermieter, keine
Negativstimmung über den Nationalpark aufkommen zu lassen, sondern das Positive
herauszustellen und zu unserer Region zu stehen. Absprachen der Mieter und der
Reiseunternehmer seien von Nutzen, wenn es um die Busangebote für Fahrten nach
Passau, in den Böhmerwald oder nach Prag gehe. Oft hätten Fahrten schon abgesagt
werden müssen, weil mehrere Busse mit dem gleichen Ziel zu wenig Leute
zusammengebracht hätten.
Auch familienfreundliche Eintrittspreise und Öffnungszeiten im Schwimm- und
Hallenbad wurden angesprochen Erneut wurde das Problem ausgeführt, dass es
Grafenau an Schlechtwettereinrichtungen fehlt. Deshalb kam erneut der Vorschlag
an den Bürgermeister, vielleicht doch nach einer finanzierbaren Möglichkeit zu
suchen, das Wellenbecken im Kurpark-Freibad zu überdachen, um so daraus ein von
der Jahreszeit unabhängiges Allwetterbad zu machen.
Vorgeschlagen wurde aber auch, an den Nordhängen, an denen oft im März noch
Schnee liegt, einen Weg für das Winterwandern zu präparieren.
Nicht allen der anwesenden Vermieter war bekannt, dass jeden Sonntag von 10 bis
11 Uhr im Rathaus ein Empfang für Feriengäste stattfindet. Walter Müller zeigte
sich auch bereit, in Vermieterbetriebe zu gehen, um sich dort mit Feriengästen
zu unterhalten.
Aus: Grafenauer Anzeiger, 17.1.2003
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"Wege
aus der Arbeitsfalle"
Tiefenbach
(red). Der Maschinenring hält zusammen mit dem Landwirtschaftsamt
Passau/Rotthalmünster Gebietsversammlungen ab. Die erste findet am Dienstag, 21.
Januar, um 19.30 Uhr im Gasthaus Knott, Oberjacking, für folgende Gemeinden
statt: Neukirchen v. Wald, Hutthurm, Ruderting, Tiefenbach, Salzweg und Passau.
Dabei geht es um "Wege aus der Arbeitsfalle".
Aus: PNP, Passau-Land, 17.1.2003
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SPD
fordert Eingehen auf veränderte Grenzsituation
Arbeitssitzung befasste sich
mit Problemen und Chancen für den Zwieseler Winkel
Zwiesel
(bbz). Voraussichtlich zum 1. Mai 2004 treten
Tschechien, Polen, die Slowakei und noch sieben weitere Länder der Europäischen
Union bei. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat in einer Arbeitssitzung das Thema
"Veränderte Grenzsituation" behandelt. "Bund und Land sind gefordert, dass diese
gravierende Veränderung nicht zu Lasten der Grenzregionen stattfindet. Aber auch
unsere Stadt, der Zwieseler Winkel und der Landkreis Regen müssen die
Herausforderungen erkennen, die der EU-Beitritt Tschechiens mit sich bringt", so
der Tenor dieser Sitzung.
Das in den neunziger Jahren geschaffene Industrie- und Gewerbegebiet in Zwiesel
brauche gerade mit der EU-Erweiterung optimale Verkehrsanbindungen an den
Donauraum, betonte Fraktionssprecher Alfred Zellner. Der Presse sei immer wieder
zu entnehmen, dass in den nördlich und südlich gelegenen Grenzregionen zu
Tschechien bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverbindungen nach
Tschechien angelaufen sind. So machten sich für eine Donau-Moldau-Bahnstrecke
die Städte Regensburg und Furth im Wald stark.
Der Neubau bzw. Ausbau der Verkehrswege muss nach übereinstimmender Ansicht der
SPD-Stadtratsfraktion bereits jetzt in die Wege geleitet werden, wenn die Region
die Chancen der EU-Osterweiterung nutzen will. Der Landkreis dürfe sich von der
Entwicklung nicht überrollen lassen, denn früher oder später würden Ostbayern
und Böhmen zu einer Wirtschaftsregion zusammenwachsen. Für den Zwieseler Winkel
sei der Autobahnzubringer über Hengersberg und Rinchnach lebensnotwendig. Der
teilweise dreispurige Ausbau der B 11/B 85 bringe nicht die optimale Lösung.
"Auch die Stadt Zwiesel muss sich den Herausforderungen, die der EU-Beitritt
unseres Nachbarn im Jahr 2004 für unsere Region bringt, rechtzeitig stellen und
ihre Ansprüche klar formulieren", legte Alfred Zellner die Meinung der Fraktion
dar.
Aus: Bayerwald-Bote, Zwiesel, 20.1.2003
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Bauern
unserer Region erwarten sich keine Vorteile durch EU-Erweiterung
BBV: Probleme der
Waldler-Landwirte werden dadurch nur verschärft
Lichteneck
(cmg). Nur wenige Interessierte waren der Einladung des Bayerischen
Bauernverbandes (BBV) in das Gasthaus "Knödel-Weber" gefolgt, um sich über die
EU-Osterweiterung zu informieren.
" Nachdem die Landwirtschaft in dieser Region schon immer benachteiligt ist,
werden natürlich durch die Erweiterung die Probleme verschärft. Unsicherheit in
der Preisentwicklung durch massenhafte Billigimporte stellt die bisherige Höhe
der EG-Ausgleichszulagen, Tierprämien und Kulturlandschaftsprämie meines
Erachtens in Frage. Eines steht jedenfalls fest: es müssen langfristige
Übergangsfristen zum Erhalt der Standards gewährt werden!", erklärte Gerhard
Seibold von der Freyunger Geschäftsführung des BBV bei seiner Begrüßung.
Geschäftsführer des BBV-Bildungswerkes, Reinhard Neudorfer, hielt ein knapp
eineinhalbstündiges Referat, in dem er die wirtschaftlichen, politischen und
soziokulturellen Aspekte des EU-Erweiterungsvorhabens analysierte. An einzelnen
Länderbeispielen (Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen) wurde die gegenwärtige
Situation der Landwirtschaft in den Erweiterungsstaaten von Neudorfer
analysiert.
"Ein Hauptbegehr der EU-Erweiterung basiert auf den Interessen der europäischen
Wirtschaftstreibenden: Es herrscht in den betreffenden Ländern ein unglaublicher
Absatzmarkt für Gebrauchs- und Luxusgüter. Doch stellen sich die Fragen: wie
wollen diese Konsumgüter bezahlt werden, welche Rohstoffe, etc. können diese
Länder bieten?
Mit ihrem hohen Anteil an landwirtschaftlichen Nutzflächen, weitgehend
abgeschlossener Privatisierung und Rahmenbedingungen, die bisher
wettbewerbstechnisch den EU-Normen nicht unterworfen sind, spielten die neuen
Mitgliedsländer eine gewichtige Rolle für das deutsche Wirtschaftssystem. Als
Kernproblem formulierte der Referent, dass es für die Landwirtschaftsbetriebe
des bisherigen Verbundsystems keine Ängste geben dürfte, sollten die Standards
in Umwelt, Qualität, Sicherheit und Hygiene auch von den neuen Mitgliedsstaaten
erfüllt werden.
Da die politische Realität einer Erweiterung nicht mehr abzuwenden sei, müsse
bei der langfristigen Integration der neuen EU-Staaten nach vernünftigen
Gesichtspunkten verfahren werden: letztendlich auch der einzige Ausweg, um den
Auswanderungsdruck in die bisherigen EU-Staaten zu entschärfen.
In der Diskussion wurde ausführlich besprochen, welchen Sinn die Expansion
mache. Übereinstimmend kamen die Veranstaltungsteilnehmer zu dem Schluss, dass
es für den deutschen Landwirt wenige Vorteile geben dürfte.
Aus: Grafenauer Anzeiger, 20.1.2003
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Die
Ich-AG als Chance
Deggendorf
(dz). Existenzgründer erhalten bis 2005 für ihre
sogenannten Ich- bzw. Familien-AGs Zuschüsse. Wie´s funktioniert, erläutert das
Arbeitsamt.
Gefördert werden können vormalige Bezieher von Arbeitslosengeld und -hilfe oder
Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen, die eine
selbständige Tätigkeit aufnehmen. Der Zuschuss wird in abnehmender Höhe für
maximal drei Jahre gewährt. Der Existenzgründungszuschuss wird für jeweils
längstens ein Jahr bewilligt und beträgt monatlich im ersten Jahr 600 Euro, im
zweiten 360 Euro und im dritten Jahr 240 Euro und ist steuerfrei.
Einkommen aus anderen Beschäftigungen wird bei der Ermittlung der Obergrenze
einbezogen. Werden mehr als 25 000 Euro Arbeitseinkommen erzielt, fällt der
Existenzgründungszuschuss für die Zukunft weg. Keinen Zuschuss gibt es, wenn
zuvor schon Überbrückungsgeld als Förderung ausbezahlt wurde.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 21.1.2003
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Das
Euregio-Hochschulprojekt geht nach Burgkirchen
Sitzung im Haslinger Hof -
Förderverein wird gegründet - 100 Euro Jahresbeitrag für Gemeinden, 1000 Euro
für Landkreise
Kirchham
(rs). Die Finanzierung des geplanten Euregio-Hochschulprojektes durch die
Mitgliedsgemeinden ist vom Tisch - künftige Träger der neuen Bildungseinrichtung
sind die Stadt Burghausen, der Landkreis Altötting und das Gendorfer
Chemieunternehmen Infraserv. Durch einen Förderverein sollen jedoch die
Euregio-Mitglieder an der neuen, virtuellen Universität mit dem Sitz in
Burgkirchen beteiligt werden. Mit dieser Überraschung begrüßte die Vorsitzende
der Inn-Salzach-Euregio, Bruni Mayer, im Haslinger Hof rund 150 deutsche und
österreichische Euregio-Mitglieder. Sie betonte, dass sie selbst "quasi über
Nacht" von der überraschenden Bereitschaft der Stadt Burghausen erfahren habe.
Und dass damit die Anlauffinanzierung des Euregio-Hochschulprojektes auch ohne
die finanzielle Beteiligung der Mitgliedsgemeinden (bereits beschlossen war ein
Beitrag von 40 Cent pro Einwohner) gesichert sei.
Wie die Zuhörer im weiteren Verlauf der Veranstaltung vom Burghauser
Bürgermeister Hans Steindl und von Anton Steinberger, dem Geschäftsführer der
örtlichen Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft, erfuhren, betreibt die Stadt
Burghausen gemeinsam mit dem Landkreis Altötting und dem Gendorfer Chemiekonzern
Infraserv in Burgkirchen bereits die "Inn Salzach Akademie". Um den steigenden
Ausbildungsbedarf an gehobenen Fachkräften decken zu können, kommt den Trägern
die Euregio-Fernuniversität als Ergänzung ihres Ausbildungsangebots wie gerufen.
Räume und Geld - die Rede ist von Anlaufkosten in Höhe von rund 152 000 Euro
jährlich - sind vorhanden. Und konkrete Pläne zur Umsetzung gibt es auch
bereits. Eine GmbH unter Federführung der beteiligten Partneruniversität USQ
(University of Southern Queensland in Australien) soll gegründet werden.
Nach einer Pause wurden die Mitglieder schließlich noch zur Abstimmung
aufgerufen. Die Euregio-Mitglieder sollen sich über einen Förderverein an den
Marketingmaßnahmen der neuen Universität finanziell beteiligen: 100 Euro
Mindest-Jahresbeitrag pro Stadt oder Gemeinde und 1000 Euro pro Landkreis und
das längstens für fünf Jahre. Die Zustimmung fiel nahezu einstimmig aus.
Aus: Passauer Neue Presse, Pocking, 21.1.2003
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Mädchen
erkunden die Berufswelt
Pocking
(red). Zum dritten Mal findet am 8. Mai die bundesweite Aktion "Girls' Day"
statt. Büros, Werkstätten und Labore öffnen ihre Türen für junge Mädchen und
geben ihnen die Gelegenheit, Einblick in verschiedenste Bereiche der Arbeitswelt
zu gewinnen. Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 soll so Einblick in
Tätigkeitsfelder geboten werden, die sie bei der Berufswahl nur selten in
Betracht ziehen. Daher sind vor allem Unternehmen mit
technisch-naturwissenschaftlichen Arbeits- und Ausbildungsbereichen sowie
Forschungseinrichtungen aufgerufen, den Mädchen die Berufswelt näher zu bringen.
Info und Anmeldeunterlagen erhalten Unternehmen, Schulen und Schülerinnen im
TWiSt-Büro des Landratsamtes Rottal-Inn bei Ursula Hertlein unter Tel. 08561/20
161
Aus: PNP, Pocking, 21.1.2003
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Die IG
Metall stand vor leeren Stühlen
Bei Edelstahl Kugel soll ein
Betriebsrat installiert werden - Neuer Termin am 31. Januar
Viechtach
(jor). Bekommt die Firma Kugel GmbH in Viechtach
demnächst einen Betriebsrat? Bestrebungen dazu gibt es von Seiten der IG Metall,
doch die Einladung der Gewerkschaft durch den Bezirksbevollmächtigten Bernhard
Roos (Passau) zur Betriebsversammlung hat letzte Woche niemand angenommen.
Braucht die Kugel GmbH Edelstahl Verarbeitung einen Betriebsrat? Diese Frage ist
seit Tagen das beherrschende Thema im Unternehmen im Gewerbegebiet
Oberschlatzendorf. Von den 85 Mitarbeitern haben sich bei einer geheimen
Abstimmung, die der geschäftsführende Gesellschafter Lothar Kugel durchgeführt
hat, nur zwei Personen für einen Betriebsrat ausgesprochen.
Am Freitagmittag hatte dann die IG Metall zur Betriebsversammlung in der Kantine
geladen. Das Ergebnis: Gähnende Leere, hoch gestellte Stühle, keine
Menschenseele weit und breit - Gewerkschaftler Bernhard Roos und Geschäftsführer
Lothar Kugel sind unter sich...
Den Grund für das Fernbleiben der Kollegen sieht Bernhard Roos, der
Geschäftsführer der IG Metall Verwaltungsstelle Passau, im Verhalten des
Firmen-Eigentümers: Kugel habe die Mitarbeiter eingeschüchtert. Denn zuvor sind
"die Kugel-Leute auf mich zugekommen, sie wollen einen Betriebsrat".
Wie ist die Rechtslage? In einem Unternehmen kann ein Betriebsrat installiert
werden, wenn entweder ein gewerkschaftlich organisierter Mitarbeiter oder drei
Mitarbeiter dies wünschen. Zunächst wird eine Versammlung einberufen, die einen
Wahlvorstand wählt. Erst einige Wochen später wird der Betriebsrat gewählt.
Im Fall der Firma Kugel hat die IG Metall auf Wunsch gewerkschaftlich
organisierter Mitarbeiter zu der Betriebsversammlung eingeladen. Geschäftsführer
Kugel verlangte von der IG Metall eine eidesstattliche Erklärung, dass in seinem
Betrieb auch wirklich jemand Mitglied der Gewerkschaft ist. Da Bernhard Roos
diese am Freitag nicht vorlegen konnte, aber nach eigenen Angaben eine besorgen
werde, einigte man sich auf einen neuen Termin für eine Betriebsversammlung: 31.
Januar um 11 Uhr in der Kantine des Unternehmens.
Unternehmer Lothar Kugel ist davon überzeugt, dass sich seine Mitarbeiter nicht
organisieren möchten. "Niemand, außer der IG Metall, wünscht sich einen
Betriebsrat", sagt er. Im Unternehmen habe schon immer ein sehr persönliches
Verhältnis geherrscht, Probleme würden jederzeit ausdiskutiert.
Für Kugel ist das Ergebnis seiner internen Abstimmung eindeutig: "Nur zwei der
Mitarbeiter haben für einen Betriebsrat gestimmt, das ist eine klare Aussage."
Für IG-Metaller Bernhard Roos dagegen ist das keine Diskussionsgrundlage: "Er
hätte die Abstimmung nicht durchführen dürfen"; von der Rechtsprechung würde
diese Aktion als negative Beeinflussung der Wahl eingestuft werden.
Dass es überhaupt zwei Stimmen für einen Betriebsrat gegeben hat, begründet
Kugel mit der konjunkturellen Lage. "Es ist möglich, dass es zu Kündigungen
kommt; wer aber im Betriebsrat sitzt, genießt Kündigungschutz", weiß er. Er
selbst findet das Verhalten der beiden "höchst unkollegial." Das Betriebsklima
leide unter der Situation, 98 Prozent der Belegschaft seien gegen ein derartiges
Organ.
Mitspracherecht im Betrieb hätten die Mitarbeiter schon seit Jahren, "wir haben
seit Jahren ein funktionierendes System", betont Lothar Kugel. "Wir haben einen
Beirat installiert, dem die fünf Führungskräfte der einzelnen Abteilungen
angehören. Dort werden seit Jahren alle wichtigen Dinge Löhne, Freizeit und
Betriebsurlaub diskutiert", erläutert er. Zweimal im Jahr berufe er außerdem
eine Versammlung ein, bei der "über alles gesprochen werden kann."
Lothar Kugel ist von den betreffenden Mitarbeitern enttäuscht. "Ich empfinde das
als Vertrauensbruch, hinter meinem Rücken zur IG Metall zu laufen", meint er.
Bisher seien die Leute bei Problemen immer zu ihm gekommen, "ich bin auch
jederzeit für jeden erreichbar".
Gegen die Gewerkschaft habe er nichts, betont Geschäftsführer Kugel
ausdrücklich. "Bei mir hat die Zugehörigkeit keinen Einfluss darauf, ob ich
jemanden einstelle oder nicht; aber ich will Bescheid wissen". Allerdings: Einen
Betriebsrat in der Firma möchte Lothar Kugel auf keinen Fall: "Ich will, dass es
so weiter läuft wie bisher - ohne den Einfluss der Gewerkschaft von außen."
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Betriebsräte, wo?
Der Viechtacher
DGB-Ortsvorsitzende Hans Stasny ist über die Entwicklungen bei der Kugel GmbH
informiert. Er nannte folgende Betriebe im Altlandkreis Viechtach, in denen ein
Betriebsrat installiert ist.
Gotteszell:
BARTEC Messtechnik und Sensorik GmbH
Teisnach
Papierfabrik Pfleiderer
Rohde und Schwarz
Viechtach:
Regentalbahn AG
Linhardt Metallwaren
azh-GmbH
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 21.1.2003
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Trotz
guter Prognosen: "Capital" macht Passau zum Absteiger
Trotz höherer
Wirtschaftsleistung und steigender Kaufkraft: Dreiflüssestadt verliert im
aktuellen Städteranking im Vergleich zu 2001 elf Plätze
"Wege aus der Krise" - so
betitelt das Wirtschaftsmagazin "Capital" sein aktuelles Städteranking. 60 von
ihnen wurden anhand der Kriterien Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze,
Bevölkerung und Kaufkraft pro Kopf auf Herz und Nieren geprüft. Für Passau fällt
das Ergebnis durchwachsen aus. Gegenüber 2001 hat die Dreiflüssestadt elf Plätze
verloren, liegt damit auf Platz 37 - und wird somit unter den Absteigerregionen
geführt, wie auch die "Passauer Woche" berichtet.
Wie genau dieses Ergebnis zustande kam, wird aus der Lektüre der Tabellen auf
den ersten Blick nicht ersichtlich. Denn lediglich in der Sparte
Arbeitsplätze wird mit einer negativen Entwicklung gerechnet - die Verfasser
des Ranking gehen von einer Verringerung um 7,5 Prozent bis zum Jahr 2009 aus.
Dieses Ergebnis fließt mit einer Gewichtung von 20 Prozent in die
Gesamtbewertung ein.
Mit 30 Prozent hingegen wird die Wirtschaftsleistung gewichtet, hier wird
bis 2009 ein Anstieg um 10,5 Prozent prognostiziert. Passau liegt damit im
hinteren Mittelfeld, Spitzenreiter ist Düsseldorf mit plus 27,8 Prozent.
Mit einer Gewichtung von 20 Prozent schlägt die Rubrik Bevölkerung zu
Buche. Es wird für Passau bis 2009 mit einem Anstieg von 1,4 Prozent gerechnet,
momentan sind über 51000 Männer und Frauen gemeldet. Hier liegt Passau im
vorderen Mittelfeld, Spitzenreiter ist München mit einem erwarteten Anstieg von
3,5 Prozent.
Beim Zuwachs der Kaufkraft pro Kopf wird Passau bis 2009 ein realer
Anstieg um 10,4 Prozent eingeräumt. Damit wird ein Platz im hinteren Mittelfeld
belegt. Spitzenreiter ist Düsseldorf mit einem Zuwachs von 23,2 Prozent. Die
Ergebnisse aus diesem Bereich fließen mit 30 Prozent in den Städtevergleich ein.
Gewinner des Städtevergleichs ist Düsseldorf vor München, Hamburg, Köln und
Stuttgart. Regensburg erreicht Platz 20, Passau wird 37. Erklärung: Passau hat
seinen Level von vor zwei Jahren gehalten, die anderen Kommunen haben aber
aufgeholt. Schlusslichter sind Rostock, Schwerin und Halle.
Als Aufsteiger wird Berlin (17 Plätze besser als 2001) vor Bremen, Dresden und
Mannheim (alle +14) aufgeführt. Die Absteigerriege führt Ludwigshafen (-18) vor
Oldenburg (-13), Bamberg
(-12) und Passau (-11) an. red
aus: PNP, Stadt-Passau, 22.1.2003
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GIS:
Lange hat die Stadt überlegt, jetzt macht sie ernst
Informationssystem: heuer 83
000 Euro eingeplant
Deggendorf
(mic). Drei Buchstaben eröffnen eine völlig neue
Informationswelt: GIS - das Geografische Informationssystem - erleichtert der
Verwaltung die Arbeit und beschert dem Bürger besseren Service. Nach vielen
Jahren Planungszeit packt jetzt auch die Stadt die Umsetzung an. Heuer werden
rund 83 000 Euro investiert. Seit 1993 geht es bei Sitzungen und Gesprächen in
der Stadt immer wieder um GIS. In diesem Jahr hatte der Stadtrat die Einführung
beschlossen und auch Geld in die Planungen gesteckt. Doch dann wurde es ruhig um
das Projekt. Erst Ende der 90-er Jahre ging es weiter. Arbeitsgruppen
beschäftigten sich mit GIS, die Stadt informierte sich auf Messen und bei
anderen Städten, die schon Erfahrung mit dem Informationssystem gesammelt
hatten.
2001 wurden wichtige Weichen gestellt. Die Stadt gab 20 000 Mark für ein
digitales Flurkataster aus, das jährlich auf den neuesten Stand gebracht wird,
und holte sich Rat beim Deggendorfer Ingenieurbüro Sterr und Zinth. "Seit
Dezember 2002 steht das Konzept für die GIS-Einführung", sagt Hermann Reimer.
Bei dem städtischen EDV-Leiter laufen alle Fäden zusammen.
GIS ist Chefsache. Auch das ist ein Indiz dafür, dass es der Stadt jetzt ernst
ist mit diesem Projekt - und das muss auch so sein, wenn Deggendorf den
Anschluss nicht verlieren will. Vergangenen Montag fand die letzte Besprechung
mit Oberbürgermeisterin Anna Eder statt. Dabei wurde beschlossen, dass ein(e)
Rathausmitarbeiter(in) sich künftig halbtags der Sache widmen wird. "Dieser
Mitarbeiter wird vom Ingenieurbüro beratend unterstützt", versichert Reimer.
GIS macht vieles möglich, doch nicht alles muss die Stadt sofort umsetzen. Weg
von Dateninseln, hin zu miteinander kompatiblen Datenschichten - das macht zum
Beispiel bei Bauprojekten Sinn. Wo liegen Leitungen? Wie sieht der
Geländequerschnitt aus? Wie ist der Baugrund beschaffen? Wie sehr sind die
Straßen rund um das Projekt frequentiert? Auch Daten über die Einwohner können
entscheidende Hinweise liefern. Ist etwa ein neuer Kindergarten geplant, ist es
wichtig, über die Altersstruktur Bescheid zu wissen. Der zentrale Datenbestand
gibt rasch Auskunft darüber. Keine Frage: Die Kommune spart Geld, wenn mögliche
Probleme schon im Vorfeld ausgeräumt werden können. Die Bad-Planungen liefern
den besten Beweis dafür: Hätte die Stadt von vornherein über die genaue Lage der
Fernwasserleitung Bescheid gewusst, hätte sie nicht umplanen müssen.
Doch noch steckt GIS in Deggendorf in den Kinderschuhen. Für die Software gibt
die Stadt heuer 40 000 Euro aus, 7000 Euro für die Hardware und 36 000 Euro für
die Einarbeitung der ersten Daten. "Wir werden heuer ein digitales Geländemodell
und Luftbilder installieren. Dazu werden wir die Bebauungspläne einarbeiten und
die Flächen definieren", erklärt Reimer. Neue Daten werden nach Angaben des
EDV-Leiters schon jetzt GIS-tauglich erfasst. Ein Beispiel dafür ist das
Ergebnis der gerade laufenden Bodenuntersuchungen am Luitpoldplatz.
In der Aufbauphase kommt also viel Arbeit auf die Stadt zu. So müssen zum
Beispiel alle Straßen vermessen werden. Der Zeitplan ab 2004 ist noch nicht
genau festgelegt. Reimer: "Wir werden das System Zug um Zug ausbauen." Alles in
allem hat die Stadt weitere 189 000 Euro eingeplant. Ein vergleichsweise
geringer Betrag, wenn man den langfristigen Nutzen bedenkt.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003
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Rübenanbau erhöht die Wertschöpfung der gesamten Region
Zuckermarktordnung
unverzichtbar - Winterversammlung der Rübenanbauer - Fast 30 Millionen Tonnen:
Südzucker AG verarbeitete Rekordmenge
Aldersbach
(tf). Einmal mehr stand die Zuckermarktordnung im Mittelpunkt der
Winterversammlung des Bayerischen Zuckerrübenanbauverbandes. Obwohl es sich um
ein schwieriges Jahr gehandelt hatte, zeigten sich sowohl die Anbauer als auch
die Zuckerrübenindustrie mit dem Jahr 2002 insgesamt zufrieden. Zunehmende
Probleme bereitet die Rübenkrankheit Rhizoctonia. Ein ausführliches
Vortragsprogramm erwartete die zahlreich erschienenen Rübenanbauer bei der
Winterversammlung in Aldersbach. Nach der Begrüßung der Referenten und
Ehrengäste durch Versammlungsleiter Josef Friedberger und einem Grußwort des
Aldersbacher Bürgermeisters Schwarz eröffnete Richard Schwaiger, der Vorsitzende
des Verbandes bayerischen Zuckerrübenanbauer, die Vortragsreihe mit einem Film
über Zuckerproduktion, in dem der Anbau der Zuckerrübe dem Anbau von Rohrzucker
gegenübergestellt wird.
Die Zuckermarktordnung, so Schwaiger, sei 2001 bis 2006 verlängert worden, werde
von Gegnern und Konkurrenten aber bereits wieder stark angegriffen. Die
Zuckerrohrproduzenten Brasilien und Australien haben bei der
Welthandelsorganisation sogar Klage gegen EU-Quoten-Zuckerexporte eingereicht,
die sie mit einer Störung des Weltmarktes begründen. Schwaiger hingegen verwies
auf die äußerst unterschiedlichen Sozial- und Umweltbedingungen. So werde
Zuckerrohr in Brasilien häufig als Monokultur auf gerodeten Regenwaldflächen
angebaut. Die Ernte erfolge per Hand zu harten Bedingungen und geringem Lohn.
Das durch die Zuckerproduktion verdiente Geld komme nicht den Arbeitern oder
Bauern zugute, sondern gehe in der Regel an die Großunternehmer und
Großgrundbesitzer, da die meisten Zuckerrohranbauflächen im Besitz der
Zuckerfabriken sind.
Konkurrenz droht nach Aussage von Schwaiger auch aus den Balkanländern, die
gemäß der EU-Kommission unbeschränkten Zugang zum EU-Zuckermarkt haben. In
diesen Ländern werden rund 350.000 Tonnen Zucker erzeugt und etwa doppelt so
viel verbraucht. Dennoch wird Zucker exportiert und gleichzeitig billiger Zucker
auf dem Weltmarkt eingekauft.
Die Zuckermarktordnung und ihre Ausdehnung auf die künftigen Beitrittsländer sei
für die europäische Zuckerwirtschaft unverzichtbar. Immerhin sichert der
Zuckerrübenanbau in Europa die Existenz von 335 000 landwirtschaftlichen
Betrieben. Würden die in der Marktordnung geregelten Preise, Quoten und
Außenschutz wegfallen, würde sich dies gerade auf die eher schwach
strukturierten ländlichen Gebiete negativ auswirken. Nicht nur viele bäuerliche
Betriebe müssten aufgeben, auch in der Zuckerindustrie würden viele
Arbeitsplätze vernichtet. Innerhalb der EU schaffen 156 Zuckerfabriken direkt
und indirekt etwa 300 000 Arbeitsplätze.
Schwaiger führte außerdem aus, dass im Jahre 2002 weltweit etwa 143 Millionen
Tonnen Zucker erzeugt worden seien - fünf Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr.
Da von den in Europa erzeugten rund 18 Millionen Tonnen nur etwa 13 Millionen
Tonnen verbraucht werden, stehen rund 5 Millionen Tonnen für den Export zur
Verfügung.
Dr. Rudolf Apfelbeck, der Geschäftsführer des Verbandes, informierte über die
Deklassierung, d. h. Verringerung der Quote, um 7,115 Prozent . Die Landwirte
bekämen nur die um diesen Prozentsatz verringerte Rübenmenge bezahlt. Trotz der
wetterbedingten Probleme und der Blattkrankheit Cercospora kam es zum
zweithöchsten durchschnittlichen Hektarertrag von 75,3 Tonnen/Hektar in den drei
Werksgebieten Plattling, Rain und Regensburg. Für die nach der Deklassierung
verbliebenen A- und B-Rüben erhalten die Landwirte die von der EU festgelegten
Preise. Da die Weltmarktpreise jedoch sehr niedrig liegen, kann über die
garantierten Mengen hinaus nur ein Preis erzielt werden, der um etwa 40 Prozent
niedriger liegt als im Vorjahr. Laut Dr. Apfelbeck ist auch im Jahr 2003 mit
einer Deklassierung von fünf Prozent zu rechnen.
Dr. Eberhard Krayl, Gebietsdirektor der Südzucker AG, berichtete über die
Geschäftsentwicklung des Konzerns, der sich nach seinen Worten im Geschäftsjahr
2001/2002 strategisch neu ausgerichtet habe. Die Konzentration auf das
Kerngeschäft Zucker und zuckernahe Spezialitäten sei vorangetrieben worden. Den
Erwerb des zweitgrößten französischen Zuckerherstellers, Saint Louis Sucre,
bezeichnete Dr. Krayl als einen Meilenstein im Ausbau der europäischen
Marktführerschaft.
Als ein zukunftsträchtiges Feld sieht Dr. Krayl das Segment Spezialitäten, das
mit rund einer Milliarde bereits 25 Prozent zum Umsatz der Südzucker-Gruppe
beiträgt. Dr. Krayl nannte aus Rübenzucker gewonnene Zuckeraustauschstoffe und
Lebensmittelzutaten mit interessanten ernährungsphysiologischen Eigenschaften,
die viel versprechende Wachstumschancen eröffneten.
In den 46 Fabriken der Südzucker-Gruppe war 2002 mit 29,9 Millionen Tonnen Rüben
die größte Menge in der Geschichte der Südzucker verarbeitet worden. Daraus
waren 4,6 Millionen Tonnen Zucker hergestellt worden. Der durchschnittliche
Rübenertrag von rund 60 Tonnen/Hektar und der beachtliche Zuckergehalt von 17,1
Prozent verdeutlichten die guten Anbaugebiete, hob Dr. Krayl hervor. Der
Einstieg in die Ethanol-Produktion werde noch geprüft und hänge stark von den
politischen Rahmenbedingungen ab. Die Entscheidung für den Bau einer Anlage
orientiere sich an einer Reihe politischer und wirtschaftlicher Fragen.
Ins Detail gingen die Vorträge von Gerald Wagner von der Arbeitsgemeinschaft
Regensburg, der über Sortenergebnisse und Anbauempfehlungen sprach, sowie von
Max Höcherl, dem Geschäftsführer des Ringes südbayerischer Zuckerrübenanbauer,
der sich mit Insektiziden in der Pillenhüllmasse und dem Pflanzenschutz an
Gewässern befasste. Höcherl betonte, durch den Einsatz verlustmindernder Düsen
sowie durch Mulch- oder Direktsaat könne ein großer Teil der
Pflanzenschutzmittel weiterhin entlang von Gewässern und Saumkulturen
ausgebracht werden.
Abschließend berichtete Rübeninspektor Wolfgang Boger über die abgelaufene
Kampagne 2002. Aus seinen Ausführungen wurde deutlich, dass sich die
Rübenkrankheit Rhizoctonia weiter auf dem Vormarsch befindet. Boger riet
dringend dazu, in den betroffenen Gebieten Rhizoctonia-resistentes Saatgut zu
verwenden. Unterstützend könne auch die Düngung mit Carbokalk sein.
Aus: Osterhofener Zeitung, 23.1.2003
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Karriere-Gespräche: Firmen-Tipps für die Studenten
Unternehmen REWE
präsentierte sich im Rahmen der Reihe "Career Talk" an der Universität
von Katrina Jordan
"Das war mal ein Career-Talk, wie ich ihn mir ursprünglich vorgestellt habe!"
Bettina Caspary, Leiterin der Praxiskontaktstelle an der Universität Passau,
zeigte sich trotz spärlich besetzter Ränge hoch zufrieden mit dem Verlauf des
Abends. Zu Gast waren vor kurzem Vertreter der REWE-Zentral-AG.
Katja Hoppmann vom Personalmarketing und Michael Burkhardt, Bereichsleiter im
Einkauf, gaben zunächst allgemeine Informationen zum Aufbau der Handelsgruppe
und den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten für Akademiker. Im Zentrum des
Vortrags stand jedoch die Umstellung der Unternehmensstruktur auf das Konzept
des "Category Management".
Anhand mehrerer Beispiele aus verschiedenen Bereichen der REWE zeigte Burkhardt
die Schwierigkeiten auf, die ein solcher Prozess der Neuorientierung mit sich
bringen kann. So wurde die traditionelle Gliederung in Sparten zu Gunsten
bereichsübergreifender Teams aufgehoben. "Das geht nicht von jetzt auf gleich",
so Burkhardt, "die Menschen müssen ja mitkommen." Der interne Strukturwandel sei
aber nur einer der vielen Stolpersteine im "Hürdenlauf" hin zum Markterfolg: Der
Euro habe die Konsumenten misstrauischer gemacht, der klassische
Lebensmitteleinzelhandel werde zunehmend durch Discounter verdrängt.
Auch Krisen in Entwicklung und Industrie bekommen die Handelsgruppen deutlich zu
spüren. Die "sportliche Konsequenz" daraus: Ein neues Trainingsprogramm muss
her! In den Category-Teams sollen die vorhandenen Kompetenzen gebündelt, vormals
getrennt arbeitende Fachbereiche vernetzt werden. "Wir mussten feststellen, dass
sich allein drei Leute damit beschäftigen, Kindersicherungen für Steckdosen
einzukaufen", schmunzelte der Referent. "Da gab es durchaus noch Potenziale!" In
vielen Bereichen habe die Neugestaltung der Entscheidungs- und Prozessabläufe
schon Erfolge in Form hoher Umsatzzuwächse gezeigt.
Daneben bemüht sich die Handelsgruppe auch um die Erschließung neuer Märkte: Zum
Lebensmittelsortiment haben sich inzwischen Drogerie-, Textil- und Baumärkte
gesellt sowie die Geschäftsbereiche Touristik und Unterhaltungselektronik. Auch
im europäischen Ausland ist der 1927 gegründete "Revisionsverband der
Westkauf-Genossenschaften" mit zahlreichen Filialen vertreten.
Die modernen, oft mehrere tausend Quadratmeter großen Glasbauten erinnern dabei
kaum mehr an die Krämerläden von einst. "Wir haben in guter Zeit eine
ordentliche Strecke zurückgelegt", meinte Burkhardt rückblickend. Er ist seit
1965 mit dabei. "Und ich hab' immer noch Lust", fügte er augenzwinkernd hinzu.
Der Spaß war ihm anzumerken: Noch lange nach dem Ende der Veranstaltung
plauderte er gelöst mit dem Publikum über Gott und die Wirtschaftswelt.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 23.1.2003
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"Niederbayern ist keine Aufsteigerregion"
Direktor des Arbeitsamts
Passau informiert die CSU-Kreisvorstandschaft - Lösungen vor Ort
Passau
(ho). Es sei Aufgabe der Politik, bei Bedarf
bessere Voraussetzungen für eine Ausbildung vor Ort zu schaffen. Und: Der
Arbeitsmarkt müsse regional stärker gefördert werden.
Diese und weitere konkrete Forderungen formulierte die CSU-Kreisvorstandschaft
auf ihrer Tagung in Passau, auf der der Direktor des Arbeitsamtes Passau, Jakob
Schöpf, in einem Referat das aktuelle Zahlenmaterial lieferte.
Grundsätzlich sei in den letzten Jahren ein Strukturwandel festzustellen, ein
Wandel weg vom Produktionssektor und hin zum Dienstleistungssektor (heute schon
über 55 Prozent).
Ein weiteres Spezifikum des Bezirks Passau sei die hohe saisonale Komponente,
der höchste Saison-Ausschlag aller deutschen Arbeitsämter. Auch die von manchen
Politikern immer wieder vorgetragene Floskel von der Aufsteigerregion
Niederbayern müsse revidiert werden. Denn im Vergleich zur Quote in Bayern liege
die Region immer noch zurück, bei den sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten, die bayernweit um knapp 3 Prozent stiegen, verzeichnete der Raum
Passau ein Minus von 0,2 Prozent - alle anderen Bezirke seien in dem Zeitraum
gestiegen. Und das heiße: Der Arbeitsamtbezirk Passau stehe in Südbayern an
letzter Stelle.
Bei einer Quote von 9,2 Prozent sind derzeit im Bezirk Passau 14 600 Menschen
ohne Arbeit. Diesem Bedarf stehen derzeit nur rund 1000 offene Stellen
gegenüber.
Für die Monate Januar/Februar dürfte die Quote auf nahe 12 Prozent steigen. Ein
ähnlich tristes Bild gäbe es bei den Ausbildungsstellen, wo nur 0,91 Stellen auf
einen Bewerber kommen.
Ausgiebig befasste sich die Vorstandschaft mit diesen Problemen. MdL Franz Meyer
fasste die Ergebnisse zusammen: Man müsse versuchen, die regionalen Probleme
auch vor Ort zu lösen. A und O seien dafür bessere Voraussetzungen für eine
Ausbildung vor Ort.
Deshalb wäre es so wichtig, die Fachlehrerausbildung in den Bezirk Passau
(Vilshofen) zu holen. Gerade für den Bereich Ausbautechnik bestände höchster
Bedarf in der Region, der Bereich Mechatronik könnte in Passau ohne zusätzlichen
Aufwand angeboten werden und würde sicher eine Klasse ergeben.
Interessant auch der Bereich Versicherungskaufleute. In all diese Bereiche
werden sich Arbeitsgruppen einarbeiten und der Vorstandschaft Bericht erstatten.
Die Mandatsträger sollen an entsprechenden Stellen die Probleme vorbringen und
für Abhilfe sorgen.
Einig war sich die CSU darüber, dass das Arbeitsamt Passau mit allen
Außenstellen in seiner dezentralen Struktur erhalten bleiben müsse.
Aus: PNP, Passau-Land, 24.1.2003
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Guter
Rat für Firmen wird günstiger
Pfarrkirchen
(red). Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten,
müssen Unternehmen auf Veränderungen reagieren. Hier setzt das Mittelständische
Industrieberatungsprogramm an. Unter Einbeziehung externer Berater werden
Defizite im betrieblichen Ablauf und in der wirtschaftlichen Strategie
bayerischer KMUs erarbeitet und Verbesserungsmaßnahmen konzipiert und
realisiert. Diese gezielten Einzelberatungen werden vom Freistaat Bayern und dem
Europäischen Sozialfond mit 360 Euro pro Tag bezuschusst. Für das Programm gilt
ein ermäßigtes Grundhonorar von 813 Euro, von dem der Zuschuss abgezogen wird,
so dass die Eigenleistung des Betriebs bei 453 Euro pro Tag liegt. Innerhalb von
vier Jahren kann ein Unternehmen Zuschüsse für maximal 20 Tage erhalten. Die
Programmdurchführung ist dem RKW Bayern GmbH übertragen worden. Nähere
Informationen erteilt Ursula Hertlein im TWiSt-Büro des Landratsamtes Rottal-Inn
unter Tel. 08561-20161.
Aus: PNP, Pocking, 24.1.2003
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e.on-Kundencenter investiert 11,8 Millionen Euro in die Stromversorgung
Verkabelung von
störungsanfälligen Mittelspannungs-Freileitungen einer der Schwerpunkte im Jahr
2003 - Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen
Vilshofen
(red). Das Kundencenter Vilshofen der e.on
Bayern AG investiert 2003 fast zwölf Millionen Euro in Versorgungssicherheit,
Netzstabilität und Kundenservice. Diese Summe nannte Diplom-Ingenieur (FH) Horst
Altenhofer, Leiter des Kundencenters, bei der Vorstellung des Investitions- und
Instandhaltungsprogramms. Damit behält das Unternehmen sein hohes
Investitionsvolumen im Gebiet zwischen Salching und Tittling bzw. zwischen
Stallwang und Bayerbach bei. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe
werden mit der Durchführung der verschiedenen Arbeiten beauftragt, was direkt
zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Ostbayern beiträgt.
Das Bauprogramm des Kundencenters Vilshofen hat verschiedene Schwerpunkte. Neben
der Erneuerung älterer Ortsnetz-Freileitungen sowie der Modernisierung und
Erweiterung der netztechnischen Infrastruktur auf der 20 kV-Netzebene baut e.on
Bayern Straßenbeleuchtungsanlagen aus und saniert Trafostationen. Ein besonderes
Ziel ist heuer die Verkabelung der störungsanfälligsten
Mittelspannungs-Freileitungen. Damit wird die Versorgungsqualität zum Vorteil
der Kunden weiter verbessert. Die sichere Verlegung der Kabel im Erdreich hat
den angenehmen "Nebeneffekt", dass die von manchem als störend empfundenen
Masten und Leitungen aus dem Landschaftsbild verschwinden.
Das Kundencenter Vilshofen ist unter der Tel. 08541/916-0 zu erreichen. Im
Störungsfall ist der Notdienst rund um die Uhr unter der gebührenfreien Nummer
0800-2030503 erreichbar. Für alle Fragen rund um die Energie steht den
e.on-Kunden auch das Service-Center unter der gebührenfreien Nummer 0800-2030401
zur Verfügung.
Aus: PNP, Pocking, 28.1.2003
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Berufswahl mit den Eltern
Deggendorf
(red). Angehende Schulabgänger sollten bei der Berufswahl mit ihren Eltern die
eigenen Interessen und Fähigkeiten objektiv einschätzen, bewerten und sich vor
allem über die Voraussetzungen informieren. Da zur Zeit im Bereich des
Arbeitsamtes Deggendorf mehr Bewerber als freie Lehrstellen gemeldet seien,
müsse man besonders auf eine angemessene Bewerbung achten. Wichtig ist auch die
Vorbereitung auf eventuelle Auswahltests. Da man mit Ablehnungen rechnen müsse,
werde vom Bewerber eine gewisse Flexibilität bei der Berufswahl erwartet.
Traumberufe stünden nur auf dem Papier. Wiederholte Betriebspraktika sind bei
der Vermittlung einer Stelle recht dienlich.
Aus: Osterhofener Zeitung, 29.1.2003
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Ein
Vortrag mit süßem Beigeschmack
Firma Nestlé beim "Career
Talk" - Positive Bilanz der Organisatoren
von Katrina Jordan
Ein Knistern und Knuspern ist im Hörsaal 120 zu hören. Zum letzten "Career Talk"
des laufenden Semesters haben sich trotz anstehender Klausuren noch einmal gut
80 Zuhörer eingefunden, die die Mitbringsel der Referenten von Nestlé
Deutschland gleich einer eingehenden Prüfung unterziehen. Am Ende erhalten
sowohl die Schokoriegel als auch der Vortrag zum Thema Markenkommunikation das
Prädikat "sehr gut".
Die beiden Gäste hielten sich dabei nicht lange mit allgemeinen Daten auf: Nach
einer knappen Darstellung des Konzerns und seines Ausbildungsangebots für
Akademiker durch Christina Bender vom Hochschulmarketing ging Produktmanager
Andreas Busch umso ausführlicher auf Anforderungen und Probleme des praktischen
Marketings ein. Am Beispiel Bärenmarke illustrierte der Passauer Alumnus, wie
selbst etablierte Traditionsmarken immer wieder neu an die veränderten
Lebensgewohnheiten der Konsumenten angepasst werden müssen.
Für allgemeine Erheiterung sorgten dabei mehrere Werbespots mit dem inzwischen
über 90-jährigen Riesenteddy. Beim anschließenden Gespräch zeigten sich alle
Beteiligten zufrieden: "Die Kombination aus Präsentation und Fallstudie ist
optimal", lobte Linn (24). Die Absolventin hoffte auf die Aufnahme ins
Traineeprogramm. Franz Oberhans aus Freyung hingegen, Ingenieur bei
Seaquist-Löffler, nutzte die Gelegenheit, um den Großkunden Nestlé einmal besser
kennen zu lernen.
Auch Bettina Caspary von der Praxiskontaktstelle zieht rückblickend ein
positives Fazit über die Veranstaltungsreihe. Insgesamt hatten sich neun
Unternehmen der Konsumgüterindustrie vorgestellt. "Unser Ziel ist, zwischen
Hochschule und Wirtschaftsalltag eine Schnittstelle zu schaffen - Studenten
sollen möglichst früh praktische Erfahrungen sammeln können" so die Initiatorin.
Im kommenden Semester werde der Career Talk zum Thema "Mode und Kosmetik"
fortgesetzt, verrät Kerrin Sibbert (25), studentische Mitorganisatorin. Neben
interessanten Vorträgen würden dann auch wieder Praktika angeboten.
aus: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003
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