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Newsletter Nr.1/2003 zum Thema

Beratung und Hilfestellung

  1. "Sozialarbeit an Schulen gesichert", in: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003:

    Jugendsozialarbeit an Hauptschulen im Landkreis Deggendorf ausgeweitet; Finanzierung durch das Sozialministerium, Stadt und Landkreis Deggendorf sowie Stadt Plattling und Markt Hengersberg (mehr)


  2. "Selbsthilfegruppe für Krebskranke: Noch kreative Köpfe gesucht", in: PNP, Passau-Land, 14.1.2003:

    In Wildenranna entsteht eine Selbsthilfegruppe für Krebskranke. Dazu wird noch Unterstützung in Logistik, EDV, Programmentwicklung und Ausgestaltung gesucht. (mehr)


  3. "Verschämte Armut - im Landkreis eine Seltenheit", in: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003:

    Nach einigen Infoveranstaltungen im Kreis macht das neue Grundsicherungsgesetz zur verschämten Altersarmut weniger Arbeit und Kosten als erwartet. (mehr)


  4. "Alle für eine(s): Sieben Freundinnen setzen ihre Energie seit 20 Jahren für die K.A.T.Z.E. ein.", in: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003:

    Der Secondhand-Laden der Caritas in Regen wird seit über 20 Jahren ehrenamtlich von sieben Frauen geleitet. Immer mittwochs öffnet sich die K.A.T.Z.E. zum Verkauf und Kinderkleidung und Zubehör. Der Erlös kommt den Kindergärten zugute. (mehr)


  5. "5000 Besucher im Service-Zentrum", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 14.1.2003:

    Das Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts berät die Bürger bei Steuererklärungen und beantwortet Fragen dazu. Jetzt wurde der 5000. Besucher gezählt. (mehr)


  6. "Landkreis begrenzt Ausgaben für Frühförderung", in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:

    St. Raphael, eine Einrichtung der Lebenshilfe, soll 2003 und 2004 nur noch mit  je 666 000 € statt bisher 744 000 € gefördert werden. Damit will man den Haushalt des Landkreises stabilisieren. Als Alternativen werden den Eltern Logopäden oder Ergotherapeuten zur Behandlung behinderter Kinder empfohlen. (mehr)


  7. "Eltern-Kind-Programm : Neue Gruppe in Metten geplant", in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:

    Das Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP) wird jetzt auch in Metten von der Sozialpädagogin Raab-Neiser angeboten. (mehr)


  8. "Leben mit dem Bypass: Selbsthilfegruppe geplant", in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:

    Patienten sollen Tips zur herzgesunden Ernährung und Bewegung, zum Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen und Stress erhalten. Außerdem werden Gespräche mit Fachleuten stattfinden. (mehr)


  9. "Bezirk Niederbayern fördert Einrichtungen für psychisch Kranke", in: PNP, Freyung, 17.1.2003:

    Der Bezirkstag gewährt weiterhin insgesamt 9,3 Mio. € für psycho-soziale Einrichtungen. Im Jahr 2003 sollen die Personalkostensteigerungen ausgeglichen werden. (mehr)


  10. "Bauernverband bietet Seminar zur Stressbewältigung an", in: PNP, Pocking, 17.1.2003:

    Tagesseminar über Stressbewältigung mit praktischen Übungen (mehr)


  11. "Schulaufgaben , Schneeballschlachten und Schwimmausflüge", in: Vilshofener Anzeiger, 17.1.2003:

    Im Kinderhort der AWO in Vilshofen werden 6-14-jährige Schüler bei den Hausaufgaben betreut. Gleichzeitig garantieren regelmäßige Mahlzeiten und  flexible Freizeiten mit einem breiten Beschäftigungsangebot die Förderung sozialer Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen. (mehr)


  12. "Jugendtreff gründet einen Verein, Radlinger ist Vorsitzender", in: PNP, Freyung, 20.1.2003:

    Seit Sommer existiert der beliebte Jugendtreff X-Treme und nun wurde ein Verein gegründet. (mehr)


  13. "Wöchentlicher Sprechtag für Schwangere im Rathaus", in: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003:

    Sprechtag des Gesundheitsamtes für Schwangere (mehr)


  14. "Frauenbeauftragte hält ihren wöchentlichen Sprechtag ab", in: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003:

    Sprechstunde der Frauen- und Familienbeauftragten Renate Cerny (mehr)


  15. "Neurologische Sprachgestörte können sich beraten lassen", in: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003:

    Beratung für Menschen mit neurologischen Sprachstörungen (mehr)


  16. "Hilfe gegen Prüfungsstress und Hunger", in: PNP, Passau-Stadt, 21.1.2003: 

    Die Universität beschäftigt in ihren vielen Einrichtungen wie Bibliothek, Sprachenzentrum, Psychologische Psychotherapeutische Beratungsstelle und Mensa kompetente Ansprechpartner bei allen Problemen. (mehr)


  17. "Bezirk hilft bei psychischen Problemen", in: PNP, Pfarrkirchen, 21.1.2003:

    Der Bezirk Niederbayern ist zuständig für stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung seiner Bürger und er übernimmt einen Großteil der Personal- und Sachkosten. Wegen der angespannten Haushaltslage kann der Bezirk die Zuwendungen nicht erhöhen und nur die Personalkostensteigerungen ausgleichen. Zu befürchten ist ein vollständiger Rückzug der Krankenkassen aus der Mitfinanzierung. (mehr)


  18. "Vortrag: Arzt berät ‚Schreikind‘-Eltern", in: PNP, Waldkirchen, 22.1.2003:

    Kinderarzt gibt Eltern von "Schreikindern" Ratschläge (mehr)


  19. "Frauen genießen Abschalten, Auftanken und Gemeinsamkeit", in: PNP, Passau-Land, 22.1.2003:

    Die ersten "Oasen-Tage auf der Englburg" zu dem Thema "Be-Heimat-en" fanden statt mit Kursen über Religion, Glauben und Gesundheit, mit Vorträgen und Gottesdiensten. (mehr)


  20. "Frühförderung in Geldnot: In Zukunft weniger Kinder", in: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:

    Aufgrund der Streichung von Geldern für die Frühförderstelle der Lebenshilfe können künftig nur noch weniger Kinder aufgenommen und behandelt werden. Um Spenden wird gebeten. (mehr)


  21. "Tipps für das Leben mit dem Baby", in: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:

    Vortrag und Antworten auf Fragen rund ums Baby für Väter und Mütter (mehr)


  22. "Menschen mit psychischen Problemen können sich morgen beraten lassen", in: PNP; Freyung, 24.1.2003:

    wöchentliche Sprechstunde des Kreis-Caritasverbandes für Menschem mit psychischen Problemen und Krankheiten (mehr)


  23. "Gesundheitsamt berät in umweltmedizinischen Fragen", in: PNP, Freyung, 24.1.2003:

    Der Schwerpunkt dieser Beratung liegt auf Umweltthemen, die die Bevölkerung betreffen und vorbeugenden Charakter haben. (mehr)


  24. "Arbeitskreis Hospiz wird gegründet", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.1.2003:

    Gründung des Arbeitskreises "Hospiz" im Seniorenheim der AWO Vilshofen (mehr)


  25. "ADS-Kinder nicht benachteiligen", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.1.2003:

    Anlässlich des pädagogischen Tages der Volksschule wurde viel Wissenswertes über Kinder und Schüler mit Hyperaktivitätsstörungen, fehlender Aufmerksamkeit und Impulsivität vermittelt. Symptome müssen erkannt und behandelt werden, die Ursachen werden erforscht. (mehr)


  26. "Gesprächsgruppe für Menschen mit Depressionen", in: PNP, Passau-Stadt, 28.1.2003: (mehr)


  27. "Die Notfallseelsorge im Dekanat Viechtach", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 28.1.2003:

    Fortbildung über "Notfallseelsorge heute" für Priester und pastorale Mitarbeiter, Religionslehrer und Gemeindereferenten (mehr)


  28. "Info zum Thema Rechenschwäche", in: PNP, Pocking, 29.1.2003:

    erste Veranstaltung der Selbsthilfegruppe für Lese- und Rechtschreibschwache, Legastheniker und Dyskalkulie-Betroffene in diesem Jahr (mehr)


  29. "Mehr Platz für Mittagsbetreuung nötig", in: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003:

    In der Innstadt-Grundschule ist eine bauliche Erweiterung nötig und eine Ausdehnung der Mittagsbetreuung der Schulkinder. Jedoch sollte vorerst kein staatlicher Zuschuss gewährt werden. Staatskanzlei-Chef Huber versprach bei seinem Besuch in Passau eine zusätzliche freiwillige staatliche Förderung bis 2006. (mehr)


  30. "Längere Pausen machen das Lernen wieder leichter", in: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003: Gitta Hoppe, von der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle  der Universität Passau rät Studenten zu rechtzeitigem Lernen und einem gut strukturierenden Tagesablauf mit Wechsel von Lernzeiten und Pausen. (mehr)


  31. "61 Frauen entscheiden sich für ihr Kind", in: PNP, Passau-Land, 31.1.2003: Die Jahresbilanz der Beratungsstelle Donum vitae (mehr)

 

Sozialarbeit an Schulen gesichert

Deggendorf (mic). Seit 1999 bietet der Landkreis Deggendorf Jugendsozialarbeit an Schulen an. 2001 ist dieses Pilotprojekt auf vier Hauptschulen ausgedehnt worden. Das Sozialministerium und die beteiligten Gemeinden bezuschussen die Arbeit der Sozialpädagogen. Sonja Hirtreiter und Markus Altschäfl betreuen Jugendliche an den Deggendorfer Hauptschulen Theodor Heuss und St. Martin sowie an den Hauptschulen in Hengersberg und Plattling. Die Sozialpädagogen bieten Schülercafes, Internet-Werkstatt, Klassensprecherseminare oder Hausaufgabenbetreuung an. Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde die Finanzierung aufgeschlüsselt. Demnach beteiligt sich dass Sozialministerium bis 31. August zu 50 Prozent an den Kosten, danach gibt's 40 Prozent. Den Rest teilen sich je zu einem Drittel Stadt und Landkreis Deggendorf sowie zu je einem Sechstel die Stadt Plattling und der Markt Hengersberg.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003

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Selbsthilfegruppe für Krebskranke: Noch kreative Köpfe gesucht

Interessenten können sich bei Jakob Bauer melden

Wildenranna (np). Die Resonanz, eine Selbsthilfegruppe für Krebskranke im Wegscheider Land zu gründen, war groß. Jakob Bauer, Wirt des Gasthauses "I-Häusl" in Wildenranna und selbst Krebspatient, hatte dies angeregt und auch sein Lokal als Treffpunkt, einmal die Woche, zur Verfügung gestellt. Neben zahlreichen Betroffenen wurden dem Initiator auch viele Hilfsangebote verschiedenster Art zuteil, wie etwa das Angebot von Fachreferaten.
Aber bis die Gründung so weit ist, gibt es noch viel zu tun. Allein glaubt Jakob Bauer, dies nicht bewältigen zu können. Deshalb sucht er Leute, die ihm beim Aufbau helfen. Eine Logistik müsse erstellt werden, ein Computer erfahrener Mitbetroffener sollte beim Bau einer eigenen Website helfen. Auch bei der Programmentwicklung und Ausgestaltung sind kreative Köpfe gesucht.
Wenn alles gut läuft, soll die Gruppe Ende Januar gegründet und vorgestellt werden.
Wer sich bei der Vorbereitung einbringen möchte, sollte sich bei Jakob Bauer, Garmer Straße 17, Wildenranna in 94 110 Wegscheid unter Tel.  08592/935040 melden.

Aus: PNP, Passau-Land, 14.1.2003

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Verschämte Armut - im Landkreis eine Seltenheit

Seit 1. Januar gibt es das Grundsicherungsgesetz - doch im Landkreis gibt’s viel weniger Berechtigte als erwartet

von Johannes Fuchs
Regen. Auch wenn Landkreis und Kommunen vom Jahr 2003 in finanzieller Hinsicht nichts Gutes erwarten: Wenigstens eine böse Vorahnung scheint sich nicht zu erfüllen. Das neue Grundsicherungsgesetz macht weniger Arbeit und Kosten als befürchtet. Bis Ende November 2002 stand nur eine Zahl fest: An rund 10 000 Bürger mit sehr geringer Rente im Landkreis Regen verschicken die Rentenversicherungsträger ein Infoblatt zu dem neuen Bundesgesetz, das seit Jahresbeginn die "verschämte Altersarmut" bekämpfen soll. Nach einer Besprechung mit den Sachbearbeitern in den Gemeinden, die zusammen mit den Betroffenen die umfangreichen Formulare ausfüllen sollten, war Sozialamtsleiter Franz Baierl nicht ganz wohl bei der Sache. Man rechnete mit etwa 5000 Bürgern, die tatsächlich Anträge stellen würden, mit einem Zeitaufwand von einer Stunde pro Antrag - und damit einer totalen Überlastung der Gemeinden.
Mittlerweile herrscht allerdings Gelassenheit. "Das mit der Vor-Beratung in den Gemeinden hat sich sehr gut bewährt, weil sich in ganz vielen Fällen gleich da rausstellt, dass es keine Berechtigung gibt", sagt Baierl. Denn die Rentenversicherer haben ihre Post ganz einfach nach der Rentenhöhe verschickt. So wurden auch viele Hausfrauen mit Mini-Rente angeschrieben, deren Ehemänner eine gute Rente beziehen. Oder der Pensionist hat ein gut bestücktes Sparbuch. "Dass in solchen Fällen ein Antrag sinnlos ist, kann der Sachbearbeiter in der Gemeinde in wenigen Minuten klären", sagt Baierl.
Die Erfahrung hat auch Franz Oswald gemacht, der im Langdorfer Rathaus die Beratung macht. "In der Gemeinde sind 400 Leute informiert worden, 200 von denen waren schon bei mir", sagt er. Da waren für ihn, der nebenbei auch noch die Gemeindekasse führen muss, gerade zwischen den Feiertagen schon Einiges an Überstunden angefallen.
"98 Prozent haben keinen Anspruch auf Grundsicherung schätzt er und nennt die genauen Zahlen: Bisher hat er sechs Anträge ans Landratsamt weitergegebeben, alle anderen waren schnell zu überzeugen, dass sie nicht unter die Regelung fallen.
So wie gestern Vormittag. Da hatte Oswald drei Gespräche, zwei der Rat Suchenden hatten als Austrägler ein Leibgeding eingetragen, das neben Wohnrecht auch eine regelmäßige Geldzahlung umfasst - damit war die Grundversorgung kein Thema mehr.
"Es ist nicht so schlimm wie befürchtet", bestätigt auch Hans-Jörgen Wenig vom Standesamt der Stadt Regen. Drei Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Antragsteller. Etwa 150 bis 200 Anträge sind bisher ans Landratsamt gegangen. Auch er findet die Beratungs-Regelung sinnvoll. "Ich habe schon viele Formulare in der Hand gehabt, aber sowas Kompliziertes noch nicht, damit kann man die Leute unmöglich allein lassen."
Dass er gut eine Stunde braucht, um zusammen mit den Antragstellern das fünfseitige Formblatt auszufüllen, das kann Andreas Kufner von der Gemeinde Rinchnach bestätigen. Denn dazu müssen auch alle Unterlagen durchgegangen und eventuell kopiert werden.
Aber auch er hat diese Prozedur erst ungefährt 15 Mal vollzogen. "Laut Landratsamt sind bei uns etwa 400 Bürger angeschrieben worden, davon waren vielleicht 120 bei mir", erzählt er, "nach einer Viertelstunde ist meistens klar, dass kein Anspruch da ist."
Neben den Gemeinden übernehmen auch Sozialverbände wie etwa der VdK die Beratung zum Thema Grundsicherung. Zwischen 80 und 100 Anfragen hat dessen Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk seit Anfang Dezember erhalten. Etwa 20 Anträge gingen ans Landratsamt weiter. "Die meisten Leute haben es schon selbst im Gefühl, wissen, dass sie nicht unter die Regelung fallen", schildert Plenk seine Erfahrung. Oft helfe auch der dezente Hinweis, dass das Amt für Grundsicherung befugt ist, nach nicht deklarierten Sparkonten und ähnlichem zu forschen.
Etwa zehn bis 20 Anträge kommen immer noch jeden Tag im Sozialamt im Landratsamt an, etwa 400 sind derzeit erfasst. Auch wenn die Abarbeitung wohl Monate dauern wird, oftmals die notwendigen Unterlagen fehlen, wagt Baierl schon eine Prognose: Etwa 80 Prozent werden vermutlich abgelehnt.

Wer seinen Anspruch ab 1. Januar 2003 sichern will, muss bis zum 31. Januar seinen Antrag bei der Gemeinde ausfüllen oder zumindest einen formlosen Antrag einreichen.

Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003

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Alle für eine(s): Sieben Freundinnen setzen ihre Energie seit 20 Jahren für die K.A.T.Z.E. ein

Engagiert im Ehrenamt - Folge 6: Die guten Seelen der Gebrauchtkleider-Börse der Caritas

von Verena Müller
Regen. Frauenpower - ein ausgelutschtes Wort. Aber manchmal trifft kein anderes besser. Zum Beispiel bei den sieben Freundinnen, die seit über 20 Jahren jeden Mittwochvormittag in der Kinder-Ausstattungs-Tausch-Zentrale der Caritas, kurz K.A.T.Z.E., arbeiten. "Mittwoch ist K.A.T.Z.E.-Tag" - Basta. Da wird kein Arzttermin vereinbart, da wird vormittags nicht eingekauft, da müssen sich die Ehemänner ihr Mittagessen selber kochen. Von 8.30 bis 11.30 Uhr arbeiten die Regenerinnen Helga Kagerbauer (55), Lissy Mundl (56), Erika Vogl (51), Gerti Ecke (73), Heidi Brückl (56), Alma Stauber (66) und Elisabeth Hofbauer (48) ehrenamtlich in der K.A.T.Z.E. am Kirchplatz 18. Die Arbeit ist genau aufgeteilt. Mundl und Hofbauer nehmen die gebrauchten Kindersachen (bis Größe 146), die Hosen und Anoraks, die Kommunion-Anzüge, Laufgitter und Auto-Kindersitze an und führen Buch über den Eingang der Ware. Kagerbauer zeichnet aus. Heidi Brückl, Leiterin der K.A.T.Z.E., kassiert bei denen, die die gebrauchten Sachen einkaufen.
Seit 1979 gibt es den Second-Hand-Laden. Der Erlös - pro Jahr etwa 6000 Euro - kommt den drei Regener Kindergärten zu Gute. Insgesamt sorgen 27 Frauen ehrenamtlich dafür, dass das Geschäft jeden Dienstag und Mittwoch von 8.30 bis 11.30 und von 14.30 bis 17.30 Uhr offen ist.
Die Idee zum Laden stammte von Kagerbauer. Auch Mundl und Vogl sind "Katzen" der ersten Stunde. "Anfangs haben wir uns über jeden Tag gefreut, an dem wir in die K.A.T.Z.E. gegangen sind", erzählt Kagerbauer. Sie arbeitet halbtags im Kirchlichen Jugendbüro, nur zwei Stockwerke über der K.A.T.Z.E.. "Heute denke ich mir schon manchmal: Und jetzt musst du in die K.A.T.Z.E. auch noch."
Aber ohne den Laden würde ihnen etwas fehlen. "Die Arbeit schweißt zusammen", sagt Gerti Ecke, seit 1988 dabei. Freundinnen sind sie geworden über die Jahre. Freundinnen die sich ergänzen. Während die einen, so wie Erika Vogl, die Arbeit temperamentvoll angehen, wirken andere, zum Beispiel Lissy Mundl, zurückhaltend im Hintergrund. Das macht den Charme der Truppe aus und ist der Grund, warum die K.A.T.Z.E. Krisen und Rückschläge überstanden hat und zu einer Institution geworden ist.
Und es hilft zum Beispiel im Umgang mit schwierigen Kunden. "Manche versuchen uns gegeneinander auszuspielen", sagt Heidi Brückl. Pampige oder intrigante Kundinnen seien aber die Ausnahme. "Überwiegend haben wir gute Kundschaft, die uns auch mal Süßes vorbei bringt", erzählt Erika Vogl.
Was, neben den netten Kunden, zieht die sieben Hausfrauen und Rentnerinnen jeden Mittwoch in den Souterrain-Laden zwischen Kirche und Stadtbücherei? Zum einen die gute Tat für die Kindergärten. Der Spaß mit den Freundinnen zum anderen. "Die Zusammenarbeit, der Kontakt mit den Menschen", sagt Gerti Ecke. Und die Feste nicht zu vergessen. Bis in die Morgenstunden haben die Sieben beisammen gesessen. Nach Nikolausfeiern und Sommerfesten.
Nachdenklich wird die Stimmung beim Thema Nachwuchs. Die Frauen, die jetzt für die K.A.T.Z.E. arbeiten, sind durchweg um die 50 oder älter. "Es ist schwer, junge Frauen für unentgeltliche Arbeit zu bekommen", sagt Gerti Ecke. "Die sind alle berufstätig. Als wir angefangen haben, da wurde uns für die Zeit nach der Schwangerschaft kein Platz freigehalten", sagt Kagerbauer. Und so steckten sie ihre Energie in die K.A.T.Z.E.. Wie lange das noch gehen wird? Wie lange für sie der Mittwoch noch K.A.T.Z.E.-Tag sein wird? Darüber wollen die Frauen im Moment nicht nachdenken. Denn die Frauenpower langt noch eine ganze Weile.

Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003

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5 000. Besucher im Servicezentrum

Seit einem Jahr bietet das Finanzamt diese Dienstleistung

Viechtach (vbb). Christine Hackl aus Kollnburg ist die 5 000. Besucherin im Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts. Das Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts ist für die Betreuung der Steuerzahler zuständig. Von den 13 100 Bürgern, die in der Außenstelle ihre Steuererklärung abgeben müssen, hat bisher knapp die Hälfte das neue Servicezentrum genutzt. Für Christine Hackl aus Kollnburg gab es dieser Tage zur Begrüßung einen Blumenstrauß vom Finanzamtsleiter Hans-Jörg Krinner. Der Grund: Sie war die 5 000. Besucherin im Servicezentrum.
Erledigen kann man im Foyer des Finanzamtes fast alles, für das man früher den eigenen Sachbearbeiter aufgesucht hat. Ob man Fragen hat, die Steuererklärung abgeben will oder sich die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen möchte, das Servicezentrum ist immer mit mindestens einem Ansprechpartner besetzt. Rund 80 Prozent aller Anliegen können so unmittelbar geklärt werden.
Geöffnet ist das Servicezentrum Montag und Dienstag von 7.45 bis 15 Uhr, Mittwoch und Freitag von 7.45 bis 12 Uhr und donnerstags von 7.45 bis 18 Uhr.

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 14.1.2003

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Landkreis begrenzt Ausgaben für Frühförderung

Die Einrichtung der Lebenshilfe bekommt in den kommenden Jahren nur noch je 666 000 Euro

Deggendorf (kw). Auf jeweils 666 000 Euro wird der Landkreis seine Ausgaben für die Frühförderstelle St. Raphael der Lebenshilfe in den Jahren 2003 und 2004 begrenzen. Den entsprechenden Beschlussvorschlag hat der Sozialhilfeausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch formuliert. 2002 hatte der Landkreis die Frühförderung noch mit 744 000 Euro bezuschusst.
"Dieser Kompromiss tut beiden Seiten weh", kommentierte Landrat Christian Bernreiter die nötig gewordene Budgetierung. "Aber es geht nicht anders." Da in zahlreichen bayerischen Landkreisen die Ausgaben für diese Einrichtung sehr hoch sind, hatte der Landkreistag vorgeschlagen, diese zu deckeln - um die Haushalte zu stabilisieren.
In der Finanzplanung des Landkreises war zunächst vorgesehen, die Ausgaben in den Jahren 2004 bis 2006 um 15 Prozent auf 570 000 Euro pro Jahr zu senken. Dies erwies sich jedoch als nicht realisierbar - nur eine Senkung auf 670 000 Euro war möglich. Grund: Bereits 250 Kindern wurden Bewilligungsbescheide erteilt, mit denen ihnen je zwei Behandlungseinheiten pro Woche zustehen.
Um in Zukunft die Kosten zu begrenzen, sollen nicht mehr grundsätzlich zwei Einheiten pro Woche bewilligt werden. Stattdessen sollen die Bescheide darauf hinweisen, dass sich der Umfang der Frühförderung nach dem bewilligten Budget und nach der Dringlichkeit richtet. Die Eltern der betroffenen Kinder sollen auch auf andere geeignete Angebote wie etwa die Behandlung durch Ergotherapeuten oder Logopäden hingewiesen werden.
Die Lebenshilfe hat sich bereit erklärt, weitere Kostensteigerungen, die sich vor allem bei den Personalkosten ergeben, aufzufangen. Christian Bernreiter lobte die Leistungen für behinderte Kinder, die in der Frühförderstelle auf sehr hohem Niveau erbracht würden. CSU-Kreisrätin Margret Tuchen stimmte zu: "Schade, dass wir da immer über das Geld reden müssen."
Auch mit dem Familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe hat sich der Sozialhilfeausschuss zu befasst. Der seit 1995 bestehende Dienst soll nach dem Beschlussvorschlag 2003 wie bereits im vergangenen Jahr mit 22 500 Euro gefördert werden. Er habe sich zu einer unverzichtbaren Einrichtung etabliert, erklärte Horst Reckerziegel, Leiter der Sozialverwaltung. Behinderte Kinder werden im Haushalt ihrer Familien betreut. Das macht ihre Vollzeitunterbringung oft wesentlich später oder gar nicht mehr nötig. Der Freistaat Bayern finanziert den Dienst ebenfalls mit.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003

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Eltern-Kind-Programm: Neue Gruppe in Metten geplant

PEKiP ist im Raum Deggendorf noch unbekannt

Metten (dz). In Straubing gibt es eine Regionalgruppe, im Deggendorfer Raum ist das Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP) bislang noch weitgehend unbekannt. Das soll sich ab Februar ändern. Denn die Sozialpädagogin Ingrid Raab-Neiser aus Loham will diese Entwicklungsbegleitung für Mutter und Kind auch im Landkreis Deggendorf bekannt machen.
Was genau versteht man unter PEKiP? Der tschechische Kinderpsychologe Jaroslav Koch hat die Spiel- und Bewegungsanregungen 1973 entwickelt. Sie richten sich an Kinder im ersten Lebensjahr. Ohne Druck und Zwang werden den Babys von den ersten Tagen ihres Lebens an Entwicklungsimpulse gegeben. Ziele sind: Die Eltern-Kind-Beziehung fördern, das Kind unterstützen, den Erfahrungsaustausch unter den Eltern sowie den Kontakt unter den Kindern fördern.
Eine Gruppe besteht aus sechs bis acht Erwachsenen mit etwa gleichaltrigen Kindern, die mindestens sechs Wochen alt sein sollen. Die Babys sind während der Treffen nackt, weil sie sich so spontaner und intensiver bewegen können und Hautkontakt zu den Eltern haben.
Wer mehr über die in Metten geplante PEKiP-Gruppe erfahren möchte, kann sich an Ingrid Raab-Neiser wenden (Telefon: 09906/94156).

Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003

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Leben mit dem Bypass: Selbsthilfegruppe geplant

Neues Projekt der Klinik Angermühle

Deggendorf (dz). In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Deggendorf plant die Klinik Angermühle nun die Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe. Angesprochen sind Menschen mit koronaren Gefäßerkrankungen bzw. Bypass-operierte Menschen.
Gerade diese Patienten sind oft mit einer plötzlichen Veränderung ihrer gesamten Lebenssituation konfrontiert, die zunächst Angst und Unsicherheit auslöst. Fragen der herzgesunden Ernährung und Bewegung spielen in diesem Zusammenhang ebenso eine Rolle wie der Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Stress. Das Gefühl, mit dieser Erkrankung und den damit verbundenen Problemen allein zu sein, verschlimmert die Situation für viele.
Dabei kann das Wissen und die Erfahrung jedes Einzelnen für andere Gold wert sein. Die Selbsthilfegruppe bietet die Chance, über Sorgen, Ängste und Erwartungen zu sprechen. Neben dem offenen Austausch der Teilnehmer sind auch themenbezogene Gespräche mit Fachleuten denkbar.
Als solcher referiert Chefarzt PD Dr. med. Martin Giesler vom Klinikum Deggendorf am 12. Februar um 19 Uhr in der Klinik Angermühle über Koronar-Arterien und Bypass-Gefäße. Infos zur Selbsthilfegruppe gibt´s unter 0991-3705552.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003

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Bezirk Niederbayern fördert Einrichtungen für psychisch Kranke


Freyung
(red). Der Bezirk Niederbayern, der für die stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung der Bürger zuständig ist, hat die zweckgebundenen Zuwendungen für das Haushaltsjahr 2002 abgerechnet. Demnach erhielt die psychosoziale Beratungsstelle Freyung 173 281 Euro, der sozialpsychiatrische Dienst Freyung 128 104 Euro. Insgesamt hat der Bezirkstag von Niederbayern im vergangenen Jahr rund 3,3 Millionen Euro für diese sozialen Einrichtungen bereitgestellt. Für 2003 konnten die Ansätze aufgrund der angespannten Haushaltssituation nicht weiter angehoben werden. Lediglich die aus den tariflichen Änderungen resultierenden Personalkostensteigerungen werden noch ausgeglichen.

Aus: PNP; Freyung, 17.1.2003

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Bauernverband bietet Seminar zur Stressbewältigung an
Hutthurm (red). Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands, Kreisverband Passau, bietet in Zusammenarbeit mit dem Verband landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Passau einen Wohlfühltag an, ein Tagesseminar über Stressbewältigung mit praktischen Übungen. Die Veranstaltung findet am Samstag, 15. Februar, von 9 bis 16 Uhr in der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Kringell bei Hutthurm statt. Anmeldungen nimmt stellvertretende Kreisbäuerin Anna Regner, Tel.  085092072, bis Donnerstag, 23. Januar, entgegen. Sie informiert auch über den Wohlfühltag.

Aus: PNP, Pocking, 17.1.2003

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Schulaufgaben, Schneeballschlachten und Schwimmausflüge

Die Mitarbeiter des AWO-Kinderhorts Vilshofen bieten Hausaufgabenbetreuung, sorgen für Freizeitspaß und lehren Verantwortungsbewusstsein

von Erika Schwitulla
Vilshofen. Im Kinderhort der AWO in Vilshofen werden Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 14 Jahren nach dem regulären Unterricht betreut. Hier können sie ihre Hausaufgaben unter Aufsicht anfertigen, die vom jeweiligen Betreuer kontrolliert werden. Vokabeln werden abgefragt, Diktate gehalten, und Mathematikaufgaben erklärt. Es gibt feste Zeiten, in denen gearbeitet werden muss, regelmäßige Essenszeiten und flexible Freizeiten. "Jungs, wenn ihr jetzt noch sauber macht, catchen wir noch eine Runde!" So schnell haben Mathias (11), Emeram (7) und Daniel (6) selten aufgeräumt, Tische abgewischt und Ordnung geschaffen. Mit Roman Pleiner (18), Praktikant im Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt in Vilshofen, haben die Jungs einen Betreuer gefunden, der einen ganz besonderen Draht zu ihnen hat. Mit ihm dürfen sie herum tollen, Schneeballschlachten machen und ihre Kräfte auf jede mögliche Art erproben. Und das tun sie, wann immer sich eine Chance dazu bietet.
Am Freitagnachmittag wird immer etwas Besonderes unternommen. Je nach Interesse der Kinder geht man ins Hallenbad, tobt in der Turnhalle herum, bastelt oder sieht sich zusammen einen Film an. Im Winter steht natürlich auch die Eisbahn auf dem Programm. "Es genügt uns eben nicht, dass unsere Kinder gut untergebracht sind", meint Leiterin Gabi Kernstock (45), "sondern sie sollen sich bei uns wohl fühlen und neben der regelmäßigen Erledigung der Hausaufgaben auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung erlernen."
Miriam (11) aus Oberschöllnach besucht die 5. Klasse des Gymnasiums Vilshofen. Ihr gefalle am Kinderhort am Besten, dass Gabi mit ihr zusammen bastele. "Zu Hause", meint sie, "wäre ich alleine mit meinem Hund." Miriams Vater ist allein erziehend und dankbar für die Einrichtung des AWO-Kinderhorts. "Ich bin sehr zufrieden, dass ich für Miriam einen Platz gefunden habe. Vor allem bin ich froh, dass sie hier ein vollwertiges und frisch zubereitetes Mittagessen bekommt." Claudia K., praktizierende Ärztin, gefällt vor allem, wie die Kinder im Hort auf die Aktivitäten des täglichen Lebens vorbereitet werden. "Sei es beim Tischdienst, beim Aufräumen oder bei der gegenseitigen Hilfestellung beim Lernen - hier im Hort werden auch die sozialen Kompetenzen gefördert."
Tischdienst hat heute Christina (8). Sie muss nach dem Essen die Stühle ordentlich hinstellen, die Tische abwischen und abtrocknen. "Ich muss das solange machen, bis ich das gut kann!" Praktikantin Julia Schütz (17), angehende Erzieherin, erklärt, dass eine Aufgabe solange gemacht werden muss, bis man sie beherrscht. "Manche können das nach einem Tag, andere benötigen dazu eine Woche. Aber alle unsere Kinder können nach einer gewissen Zeit sämtliche anfallenden Arbeiten zufrieden stellend erledigen."
Wo auch immer der Besucher hinschaut, im AWO Kinderhort werden die Kinder mit sehr viel Liebe, aber auch mit der nötigen Strenge und Konsequenz erzogen. Stefanie Töpfel (24), seit vier Jahren als Erzieherin im Kinderhort tätig, sieht ihre pädagogische Aufgabe vor allem dann als gelungen an, wenn eine gute Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Hort zu Stande kommt. Die kleine Christina besuche beispielsweise die Eggersdorfer Schule und habe es durch die enge Zusammenarbeit von Schule und Kinderhort geschafft, nächstes Jahr in die Grundschule überwechseln zu können. Die unterrichtende Lehrkraft von Christina bestätigt: "Sie ist wesentlich selbständiger geworden und hat durch die beständige Hausaufgabenbetreuung gelernt, schneller zu arbeiten."
Um 16.30 Uhr sind die meisten Kinder mit ihren Hausaufgaben fertig. Leiterin Gabi Kernstock korrigiert noch die letzten Aufsätze. Einige Kinder helfen ihr dabei, sie geben Ratschläge und suchen gemeinsam nach den besten Formulierungen. Julia Schütz spielt mit einigen Kindern Karten, Stefanie kocht für die durstigen Kinder noch einen Tee. Und Roman? Ja, Roman Pleiner ist nicht mehr zu sehen. Er ist unter einem Berg begeisterter Fans verschwunden. Aber er taucht ganz sicher wieder auf. Denn die Buben wissen genau, wie weit sie gehen dürfen.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 17.1.2003

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Jugendtreff gründet einen Verein: Veit Radlinger ist Vorsitzender

Röhrnbach (le). Bereits seit Sommer existiert der Jugendtreff "X-Treme", der von Jugendlichen in Röhrnbach bestens angenommen wird. Nach dieser "Probezeit" wurde jetzt ein Verein gegründet, dessen Vorsitz Veit Radlinger übernommen hat.
Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Martin Aumüller. Schriftführer ist Mario Penn, das Amt des Kassiers übernimmt Eva Seidl. Als Beisitzer fungieren Matthias Peck, Maria Hackinger, Johannes Schmitz und Adrian Strozik. Die Kasse wird geprüft von Walter Stefan und Elisabeth Lorenz.
Die Vorstandschaft ist für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Mitglied im Verein kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat. Außerdem legten die anwesenden Jugendlichen fest, dass der 1. und 2. Vorstand sowie Kassier und Schriftführer mindestens 18 Jahre alt sein müssen.
Die Gründungsversammlung leitete der Jugendbeauftragte des Landkreises, Franz Throner. Er erklärte, dass der Jugendtreff seine Existenz den Fördermitteln aus Berlin für die "offene Jugendarbeit" verdanke. Hierfür stehe jährlich ein Betrag von zirka 45 000 Euro zur Verfügung und werde dafür verwendet, noch weitere Jugendtreffs im Landkreis aufzubauen. Da diese Treffs durch die Jugendlichen in Eigenregie geführt werden sollten, sei eine Vereinsgründung mit eigener Satzung erforderlich.
Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Pfarrei werden die Räume dem neuen Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch vom Markt Röhrnbach erhält der Jugendtreff künftig eine jährliche Pauschale, um Fixkosten - wie zum Beispiel Internetgebühren, Telefonkosten, GEZ und Gema-Gebühren - abzudecken.
Franz Throner betonte aber, dass der Gewinn, der durch den Verkauf von Getränken und kleinen Snacks erwirtschaftet wird, ausschließlich wieder für die Jugendarbeit, beziehungsweise für Neuinvestitionen im Treff, verwendet werden müsse.
Ein Lob sprach Throner auch der bisherigen Organisation des Treffs aus, die reibungslos funktioniere und bisher schon sehr vorbildlich gelaufen sei. Veit Radlinger sagte, sein Ziel sei, den Röhrnbacher Jugendtreff "X-Treme" zum besten und schönsten Jugendtreff im Landkreis zu machen. Bürgermeister Josef Gutsmiedl wünschte ihm und der Vorstandschaft hierfür viel Erfolg und sicherte die Unterstützung der Markgemeinde zu.
Das "X-Treme" hat geöffnet jeden Freitag von 18 bis 24 Uhr und Sonntag von 15 bis 22 Uhr. Am Samstag, 18. Januar, findet ein "Oldie-Abend" statt.

Aus: PNP, Freyung, 20.1.2003

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Wöchentlicher Sprechtag für Schwangere im Rathaus Waldkirchen.

Das Gesundheitsamt führt am morgigen Dienstag einen Sprechtag für Schwangere durch, von 9 bis 11.30 Uhr im Rathaus, Zimmer vier. Infos unter Tel. 08551/963721 oder Tel. 08551/963723.

Aus: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003

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Frauenbeauftragte hält ihren wöchentlichen Sprechtag ab

Waldkirchen. Die Frauen- und Familienbeauftragte der Stadt, Renate Cerny, hält ihre Sprechstunde heute, Dienstag, von 16 bis 18 Uhr im Erdgeschoss des Rathauses, Dienstzimmer vier, ab. Während dieser Zeit ist sie auch unter Tel. 08581/20214 erreichbar.

Aus: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003

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Neurologisch Sprachgestörte können sich beraten lassen

Waldkirchen. Eine Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung, die meist nach einem Schlaganfall auftritt, bietet der Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker morgen, Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr im Altenheim St. Gisela an. Betroffene wenden sich an Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.

Aus: PNP, Waldkirchen, 21.1.2003

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Hilfe gegen Prüfungsstress und Hunger

PNP stellt wichtige Kontaktpersonen an der Universität Passau vor

von Bernd Hones
und Barbara Denk

Wertvolle Infos und Tipps für Studierende gibt es an mehreren Stellen der Universität. Vergangenen Dienstag haben wir bereits eine Reihe wichtiger Kontaktpersonen vorgestellt, heute folgt der zweite Teil mit Leuten, die jeder Student kennen sollte.
Vor Prüfungen oder bei Hausarbeiten geht's in der Regel ab in die Bibliothek. 1,5 Millionen Bücher liegen dort auf. Für Studieneinsteiger sind eine Führung und die Infoblätter zu empfehlen. Wer dann immer noch Schwierigkeiten hat, kann sich an Angela Güntner an der Infotheke wenden. Am häufigsten erkundigen sich Studenten bei ihr nach dem Kennwort. Ihre Antwort: "Das ist das Geburtsdatum, vierstellig." Studenten können über die E-Mail der Bibliothek Bücherwünsche beantragen.
Die wichtigsten Informationen über das Sprachenzentrum finden sich auf der Homepage: das Kursangebot, alle Sprachen und die Angebote an der Philosophischen Fakultät. Wer in Passau eine Sprache lernen will, der sollte trotzdem Axel Polleti und Anja Horn kennen. Von ihnen gibt es wertvolle Ratschläge - ob man eine Fremdsprache als Zusatzqualifikation lernt oder ob diese obligatorisch für das Studium ist. Tipp von Polleti: "Ruhig auch Randsprachen wie Chinesisch oder Arabisch lernen - aber nicht mehr als zwei." Und Anja Horn informiert: "Anfängerkurse beginnen nur im Wintersemester, nicht im Sommer." Für alle Sprachen außer Englisch und Französisch gilt: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zu Gitta Hoppe (Bild) kann jeder Student kommen. Mit allen Sorgen. Ob Lernstress oder Familienprobleme, Prüfungsangst oder Perfektionsdrang. Gitta Hoppe ist psychologische Psychotherapeutin. "Innerhalb von zwei Wochen bekommt man bei mir einen Termin", sagt sie. "Und zwar ohne Versicherungskarte." Ihr Credo: Studieren will gelernt sein. Ihre Tipps: Studenten sollten acht Stunden am Tag arbeiten, rechtzeitig vor Prüfungen mit dem Lernen beginnen und sich einen Lernplan erstellen. "Dann packt man das Studium." Ihrer Meinung nach hilft auch autogenes Training und Lernen in Gruppen. "Das fördert die Teamfähigkeit und macht mehr Spaß als allein."
Wer genug gelernt hat, hat sich ein Mittag- oder Abendessen in der Uni-Mensa verdient. Küchenchef Georg Kern (Bild) sorgt dafür, dass es den Studenten an nichts fehlt.
Für Abwechslung ist auch in diesem Semester gesorgt: mit einer Dessert-, einer Fernost- und einer Schweizer Woche. Da gibt es Züricher Geschnetzeltes, Berner Plätzli und gebratenes Pouletschlegeli, für Nicht-Schweizer: Hähnchenschlegel. Gegenüber der PNP verrät Kern: "Noch in diesem Jahr soll die Mensa umgebaut werden." Die Studenten können sich dann auf sogenanntes Front-Cooking einstellen. Kerns Tipp: Die Mensa-Karten immer aufladen, damit sich keine Warteschlangen bilden.
Kontakte:

· Uni-bibliothek: Angela Güntner - Tel. 0851/509-1630

· Sprachenzentrum: Axel Polleti und Anja Horn - Mail: sprachenzentrum@uni-passau.de - Internet: www.sprachz.uni-passau.de - Tel. 0851/509-1701

· Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle: Gitta Hoppe - Mail: Gitta.hoppe@uni-passau.de - Tel. 0851/509-1102

· Mensa: Georg Kern- Tel. 0851/509-1926.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 21.1.2003

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Bezirk hilft bei psychischen Problemen

Geld für Einrichtungen der Caritas und des Roten Kreuzes bereit gestellt

Pfarrkirchen (red). Die Beratung und Betreuung von Menschen mit psychischen Problemen im Landkreis wurde im vergangenen Jahr durch Finanzmittel des Bezirkes sichergestellt. Der Bezirk Niederbayern ist für die stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung seiner Bürger zuständig und übernimmt einen Großteil der Personal- und Sachkosten der Psychosozialen Beratungsstellen und Sozialpsychiatrischen Dienste, die in Niederbayern flächendeckend eingerichtet wurden. Die von diesen Institutionen erbrachten Leistungen wären ohne die finanzielle Unterstützung durch den Bezirk nicht zu bewerkstelligen.
So bieten die Psychosozialen Beratungsstellen neben Aufklärung und Information ambulante Hilfe im Bereich Sucht und Abhängigkeit an. Hierzu zählen z. B. Angebote für Drogenabhängige im Vorfeld von Entzug und Entwöhnung, aufsuchende Sozialarbeit und Streetwork. Aufgabe der Sozialpsychiatrischen Dienste ist es, die Ausgliederung chronisch psychisch Kranker und Behinderter aus der Gesellschaft zu verhindern und deren Wiedereingliederung zu unterstützen. Dies geschieht durch die Organisation von freizeit- und tagesstrukturierenden Maßnahmen, den Aufbau von Übungs- und Gesprächsgruppen oder häusliche psychiatrische Krankenpflege.
Insgesamt hat der Bezirkstag im vergangenen Jahr 3,3 Millionen Euro bereitgestellt, und zwar 1,83 Millionen Euro für die Psychosozialen Beratungsstellen und 1,47 Millionen Euro für die Sozialpsychiatrischen Dienste. Für 2003 konnten die Ansätze auf Grund der angespannten Haushaltssituation nicht weiter angehoben werden. Lediglich die aus den tariflichen Änderungen resultierenden Personalkostensteigerungen werden noch ausgeglichen.
Ein problematischer Punkt ist auch, dass die Beteiligung der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von jährlich 300 000 Euro an den Kosten der Sozialpsychiatrischen Dienste nicht dauerhaft gesichert werden konnten. Die Zuschüsse waren als freiwilliger Beitrag Ausdruck der Mitverantwortung der Krankenkassen. Nun ist ein vollständiger Rückzug der Krankenkassen aus der Mitfinanzierung zu erwarten, wobei die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind.
Im Haushaltsjahr 2002 erhielt die Psychosoziale Beratungsstelle Pfarrkirchen (Kreis-Caritasverband ) eine Gesamtzuwendung von 190 038 Euro, der Sozialpsychiatrische Dienst Pfarrkirchen (BRK-Kreisverband) bekam 199 243 Euro überwiesen.

Aus: PNP; Pfarrkirchen, 21.1.2003

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Vortrag: Arzt berät "Schreikind"-Eltern

Hauzenberg (bb). "Schreikind!" heißt der Vortrag, der am morgigen Donnerstag, 23. Januar, um 19 Uhr in der Hebammen-Praxis Rastegar, Am Rathaus 13 in Hauzenberg statt findet. Das Rufzeichen ist Programm: Eltern von so genannten Schreikindern wissen oft weder ein noch aus. Der Referent, der Hauzenberger Kinderarzt Dr. Schimmer, gibt den Eltern Ratschläge. Infos und Anmeldung: Tel. 08586/606678.

Aus: PNP, Waldkirchen, 22.1.2003

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Frauen genießen Abschalten, Auftanken und Gemeinsamkeit

KLB organisiert "Oasentage auf der Englburg" - Kurse bis März

Englburg (tw). Mit Elan, neuer Kraft und neuem Mut fuhren die Teilnehmerinnen der ersten "Oasentage auf der Englburg" wieder nach Hause. Veranstaltet wurden die Tage von der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) der Diözese.
"Die Englburg ist für mich ein Stück Heimat", erzählte Anna Baumann aus Waltendorf. Sie schätzte die Gemeinschaft der Gleichgesinnten und fand es beeindruckend, wie hier die Gottesdienste gefeiert werden. "Zur Ruhe zu kommen", das genoss Sophie Wallner aus Waltendorf. Ihr gefiel es, wie die Kursleiterinnen und Referenten Glaubensfragen ansprachen.
"Be-Heimat-en" lautet das Thema der Oasentage und Kurse auf der Englburg, die noch bis 15. März dauern. Jede Lebensgeschichte zeige, dass man sich immer wieder neu "beheimaten" müsse, betonte Kursleiterin Marianne Tutsch. So müsse man bei Schicksalsschlägen, Verlusterfahrungen, Flucht, Krankheit oder Umzug immer wieder neu anfangen. Pastoralreferentin Maria-Theresia Eber vermittelte den Teilnehmerinnen, dass man sich solchen Leiderfahrungen stellen solle und dann "Befreiung und Auferstehung" möglich seien. Pastoralreferent Walter Eber sprach über "Gott und die Welt" und Glaubensfragen.
"Tu deinem Körper etwas Gutes, dann hat die Seele Lust, darin zu wohnen", lautete das Motto der Gesundheitspädagogin und Diplom-Kulturwirtin Heike Kreitlein. Sie gab Einblicke in die chinesische Medizin. Ihr Ziel war es, mit verschiedenen Bewegungs- und Entspannungsübungen die eigene Lebenskraft zu stärken.
"Beheimatet sein in der Kirche", diesen Aspekt beleuchtete der neue Landvolkpfarrer Heinrich Blömecke. Er ermutigte die Landfrauen, neue Gebetsformen zu erproben, damit die religiöse Erziehung und Beziehung zu Gott im Alltag sicht- und spürbar werde.
Über seelische Gesundheit, den Umgang mit Aggression und Depression sprach die Heilpraktikerin Angelika Obernhuber. Sie zeigte den Teilnehmerinnen auf, wie sie negativen Persönlichkeitsstrukturen entgegen steuern können und informierte über Naturheilverfahren, die Ausgleich und Harmonie bewirken können, zum Beispiel die Bachblüten-Therapie.
Mit den extremen Ausfällen von Menschen in der heutigen Gesellschaft, zum Beispiel Amoklauf und Extremismus, setzte sich Telefonseelsorger Georg Galke in seinem Vortrag "die Tiefen und Untiefen der Seele, Das Böse aus theologischer Sicht" auseinander. Er beleuchtete die zunehmende Gewaltbereitschaft von Menschen gegen die Gesellschaft oder sich selbst in Form von Selbstmord-Attentaten wie in Israel.
So erlebten die Frauen Gemeinschaft, feierten gemeinsam Gottesdienst, sangen, spielten, tanzten und gewannen so Abstand zum Alltag. Sie kehrten mit neuer Kraft, neuer Zuversicht und Dankbarkeit aus der "Oase und Tankstelle Englburg" in ihre eigenen vier Wände zurück.

 Kurse sind wieder ab 27. Januar, Plätze gibt es vor allem noch für das Familienwochenende auf der Englburg von 14. bis 16. Februar sowie für die Oasentage vom 10. bis 15. März. Anmeldung und Infos unter Tel.  0851/393-379.

Aus: PNP, Passau-Land, 22.1.2003

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Frühförderung in Geldnot: In Zukunft weniger Kinder

Budgettierung: Längere Wartezeiten, weniger Angebote

Deggendorf (kw). Fünf bis zehn Prozent weniger Kinder als bisher wird die Frühförderstelle der Lebenshilfe in Zukunft behandeln können. Dem Leiter Georg Knödl zufolge ist das die Konsequenz aus der Budgettierung, die der Landkreis beschließen muss. 666 000 statt bisher 744 000 Euro im Jahr kann der Kreis ab 2003 an die Frühförderstelle zahlen (die DZ berichtete). Damit kommt er der Bitte des Landkreistages nach, die Ausgaben für solche Einrichtungen zu deckeln.
Der größte Ausgabeposten der Frühförderstelle sind die Personalkosten: Zwölf Therapeuten verschiedener Fachrichtungen und vier weitere Mitarbeiter sind derzeit dort beschäftigt. Da die Zuschüsse vom Landkreis sinken und die tariflich festgelegten Gehälter steigen, wird er eine Planstelle streichen müssen, erklärt Georg Knödl.
Das habe Folgen für die förderbedürftigen Kinder: 250 Patienten hat die Frühförderung jährlich im Schnitt, die meisten davon kommen drei bis vier Monate lang einmal in der Woche zur Behandlung. Manche werden bis zu zwei Jahre lang behandelt, schwerbehinderte Kinder sogar vom ersten Lebensjahr bis zur Einschulung.
Im Gegensatz zu den Gesamtkosten der Einrichtung sei der Pflegesatz - 14,55 Euro pro Kind und Woche - in den vergangenen Jahren nur sehr geringfügig gestiegen.
"Das heißt, in Zukunft kommen nicht mehr alle, sondern diejenigen Kinder dran, die sich zuerst anmelden oder die förderbedürftiger sind als andere", so Knödl. Die Wartezeiten werden sich von derzeit ein bis zwei Monaten auf ein halbes Jahr verlängern. Der Grundsatz "Frühe Hilfen sind die wirksamsten Hilfen" gelte dann in Deggendorf nicht mehr. Auch die Palette der Förderangebote werde schrumpfen.
Die Bitte des Landkreises, Eltern etwa an Logopäden oder Ergotherapeuten zu verweisen, kann Knödl nicht verstehen: "Zusätzlich weitervermittelt haben wir immer schon." Die ganzheitliche Betreuung der Frühförderung könnten die Ärzte jedoch nicht ersetzen. Auch der Vergleich mit anderen Landkreisen, in dem die Kosten für die Deggendorfer Frühförderung sehr hoch sind, hinke: In Passau und Landshut etwa gebe es mehrere Einrichtungen dieser Art, in Deggendorf nur eine - dementsprechend mit um so mehr Kindern. Diese sei jedoch sehr gut ausgestattet und erfülle einen hohen Standard.
Da die Mittel dafür nun so knapp werden, so Knödl, sei er um jeden Euro dankbar: "Wir bitten um Spenden, damit wir dringend notwendige Anschaffungen nicht aufschieben müssen."

Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003

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Tipps für das Leben mit Baby

Experten beantworten Fragen rund ums Kind

Deggendorf (ta). Die Geburt eines Kindes verändert das Leben einer Familie. Oberarzt Fritz Neumeier vom Klinikum Deggendorf und AOK-Ernährungsberaterin Christa Katzdobler geben am Dienstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr in der AOK in der Bahnhofstraße Tipps für das Leben mit einem Baby.
Vor allem beim ersten Kind sind die Eltern oft unsicher, ob sie alles richtig machen. Ist es normal, dass das Baby so viel und so lange schreit? Wie können Einschlafprobleme gelöst werden? Welche Impfungen sind notwendig? Welche Nahrung ist für mein Baby die Richtige? Dr. Neumeier und Christa Katzdobler versuchen Antworten zu finden.
"Der Vortrag soll den Eltern helfen, im Umgang mit ihren Kindern sicherer zu werden. Väter und Mütter sollen die einzelnen Entwicklungsphasen besser verstehen und auf die Bedürfnisse ihrer Kinder angemessen reagieren können", erklärt AOK-Sprecher Dietmar Liebhaber.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003

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Menschen mit psychischen Problemen können sich morgen beraten lassen

Waldkirchen. Menschen mit psychischen Problemen und Krankheiten sind bei der Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Kreis-Caritasverbandes in den besten Händen. Dieser führt wöchentlich am Freitag vormittag einen Sprechtag im Caritas-Sozialzentrum am Rathausplatz durch. Infos und Anmeldung unter Tel. 08551/585-80.

Aus: PNP, Freyung, 24.1.2003  

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Gesundheitsamt berät in umweltmedizinischen Fragen

Freyung (red). Seit Jahren ist das Gesundheitsamt für umweltmedizinische Fragen ein Ansprechpartner. Schwerpunkt der Beratung sind vor allem Umweltthemen, die die Bevölkerung betreffen und vorbeugenden Charakter haben, weniger persönliche umweltmedizinische Probleme des Einzelnen. Im letzteren Fall - wenn es um Messungen geht - verweist die Beratungsstelle auf anerkannte Umweltinstitute oder Universitätskliniken. Fachliche Unterstützung erhält das Gesundheitsamt durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen. Die Beratungsstelle beim Landratsamt Freyung-Grafenau ist erreichbar im Gesundheitsamt, Bahnhofstraße 10 (Tel.: 08551/963 70). Sprechzeiten: Montag bis Freitag, von 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.

Aus: PNP, Freyung, 24.1.2003  

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Arbeitskreis "Hospiz" wird gegründet

Vilshofen. Am kommenden Montag soll um 19.30 Uhr im Tagescafé des Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt in der Vilsfeldstraße für den Raum Vilshofen ein Hospiz-Arbeitskreis gegründet werden. Träger der Einrichtung wird die Pfarr-Caritas sein. Neben den Teilnehmern am Einführungslehrgang "Sterbebegleitung", der im Dezember erfolgreich beendet wurde, sind alle an einer solchen Einrichtung Interessierten eingeladen. Es sind nicht nur aktive Mitarbeiter, sondern auch passive Mitglieder erwünscht. Chefarzt Dr. Ludwig Weber vom Krankenhaus Vilshofen, der Leiter des AWO-Seniorenheims, Max Lechner und Krankenhausseelsorger Alois Straßer werden über Bedeutung, Aufgaben und Erwartung der Sterbebegleitung sprechen.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 24.1.2003

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ADS-Kinder nicht benachteiligen

Pädagogischer Tag an der Volksschule - "Beschleunigungsgesellschaft"

Prackenbach (mh). Wer kennt sie nicht, die Bilder in den Kinderbüchern vom Zappelphilipp und dem Struwwelpeter? Heute, in unserer "Beschleunigungsgesellschaft", scheint sich das dargestellte hypermotorische Verhalten unter Kindern und Jugendlichen stark zu mehren. Denn die Lehrkräfte an den Schulen werden zunehmend mit fehlender Aufmerksamkeit, Hyperaktivitätsstörungen und Impulsivität (unüberlegter Arbeitsstil) in den Klassenzimmern konfrontiert. Um mehr über Erscheinungsbilder, ihre Ursachen und deren Behandlung mit einer Vorstellung von Fallbeispielen zu erfahren, hatte Rektor Ulrich Stoltmann die Schulpsychologin Barbara Hartmann und die Mobile Erziehungshilfe Dorothea Sangl von der Förderschule in Viechtach als Referenten zum "pädagogischen Tag" in die Volksschule Prackenbach eingeladen. In fünf lehrreichen Stunden konnten sie den Lehrkräften sowie den Erzieherinnen der Kindergärten Prackenbach und Moosbach viel Wissenswertes vermittelten.
Vorneweg erklärte Schulpsychologin Hartmann, dass eine klinische Bedeutsamkeit von ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsydrom) bei Kindern schon vor dem sechsten Lebensjahr in Erscheinung tritt. Typische Aufmerksamkeitsstörungen seien häufiges Nichtbeachten von Einzelheiten, das Problem, längere Zeit die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten, leichte und häufige Ablenkbarkeit durch äußere Reize, Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren sowie das häufige Verlieren von Gegenständen und die Vergesslichkeit bei Alltagstätigkeiten.
Begleitstörungen treten auf in emotionaler Labilität, Lern- und Teilleistungsstörungen sowie Verhaltens- und Selbstwertproblemen. Hinzu komme eine Hyperaktivität , das heißt eine extreme motorische Unruhe und eine Impulsivität, die sich in einem vorschnellen Handeln äußert.
Die Ursachen liegen häufig im neurochemischen, aber auch im sozialen Bereich; vor allem Kinder mit Entwicklungsstörungen psychologischer Art sowie in Familien ohne erkennbare Familienstrukturen und Regeln sind davon betroffen.
Eine interdisziplinäre Diagnostik z.B. mit Kind, Eltern, Lehrkraft und Arzt, sei durchaus erfolgversprechend, sagte die Schulpsychologin. Eine Behandlung im verhaltenstherapeutischen Bereich und Entspannungsverfahren sowie in einer Familientherapie mit psychologischer Beratung seien dabei eher angebracht, als diverse Medikamente, wie z.B. Ritalin.
Den praxisbezogenen Teil des pädagogischen Tages veranschaulichte Dorothea Sangl mit zwei Fallbeispielen. Im ersten wurde ohne das Medikament gearbeitet: Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga, Körperkontakt und klare Regeln führten hier zum Erfolg, im zweiten Beispiel wurde mit Ritalin dieser Störung begegnet. In jedem Fall sei aber die Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule notwendig.
Schließlich wurden verschiedene Hilfsmöglichkeiten bei der Behandlung von ADS-Kindern durch den Pädagogen diskutiert, die auf der Grundlage von partnerschaftlichem Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern ohne gegenseitige Schuldzuweisung geschehen soll. Auch die Mitschüler sollen über ADS informiert werden. Kein Fensterplatz, stabile Klassenkameraden sowie eine liebevolle, aber konsequente Kommunikation seien von großer Wichtigkeit. Regeln und Rituale sollten zwischen Elternhaus und Schule abgestimmt werden. Der Unterricht soll in kleinen Schritten mit Bewegungspausen ablaufen, die Hausaufgaben sollten immer am gleichen Platz verrichtet werden. Vor allem aber dürfe ein ADS-Kind nicht zum "Klassenkasperl" abgestempelt werden, sondern brauche viel Ermutigung und Belohnung.
Um den Kindern aus dem Teufelskreis der Beschleunigungsgesellschaft heraushelfen zu können, sei die Zusammenarbeit von Pädagogen und Elternhaus das A und O, wurde festgestellt.
Ein gemeinsames Mittagessen und ein Filmausschnitt über aufmerksamkeitsgestörte hyperaktive Kinder im Unterricht rundeten den interessanten Tag ab.

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.1.2003

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Gesprächsgruppe für Menschen mit Depressionen

Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit bietet ab 4. Februar jeden Dienstag von 15 bis 16.30 Uhr eine Gesprächsgruppe für Menschen mit Depressionen an. Anmeldung unter Tel. 0851/5606-110.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 28.1.2003

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Die Notfallseelsorge im Dekanat Viechtach

Viechtach (sc). Dekan Josef Renner (Kollnburg) lädt für Donnerstag, 30. Januar, alle Priester und pastoralen Mitarbeiter (auch Religionslehrer und Gemeindereferenten sowie evangelische Mitarbeiter im kirchlichen Dienst) in den Alten Pfarrhof zu einer Fortbildung über "Notfallseelsorge heute" ein. Diakon Reiner Fleischmann (Regensburg) wird über die Notwendigkeit dieses Dienstes sprechen und das richtige Verhalten in Konfliktsituationen erläutern. Des weiteren werden Fortbildungsangebote vorgestellt.
In den nächsten Wochen soll dann das Netz der Notfallseelsorge, das im Altlandkreis Regen von Krankenhausseelsorger Richard Weih betreut wird, auch auf den Altlandkreis Viechtach ausgedehnt werden. Dazu ist aber die Mitarbeit vieler Frauen und Männer im Seelsorgedienst dringend erforderlich, meint der Dekan.
aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 28.1.2003

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Info zum Thema Rechenschwäche

Pocking/Passau (red). Die erste Veranstaltung der Selbsthilfegruppe für Lese- und Rechtschreibschwache, Legastheniker und Dyskalkulie-Betroffene im neuen Jahr findet am Dienstag, 11. Februar, um 19.45 Uhr im Pfarrzentrum in Pocking statt. Thema des Abends ist "Rechenschwäche - Ursachen, Diagnose und Fördermaßnahmen bei Dyskalkulie". Referentin ist Helga Nusser. Nach einer neueren Untersuchung sind etwa sechs Prozent aller Grundschulkinder von einer Störung betroffen, die als Rechenschwäche bezeichnet wird. Die Informationsveranstaltung zeigt Möglichkeiten einer gezielten Diagnostik sowie Fördermaßnahmen auf.

Aus: PNP, Pocking, 29.1.2003

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Mehr Platz für Mittagsbetreuung nötig

Erweiterungsbau wird vom Staat allerdings nicht bezuschusst - Hoffen auf ein zweites Modellprojekt Passau

von Doris Able
Innstadt. Der Bedarf an der Mittagsbetreuung an der Grundschule ist groß - inzwischen auch die Notwendigkeit zur baulichen Erweiterung. Das Problem: Eigene Räume sind nicht förderfähig, ein Ausbau des Kinderhorts bei den derzeitigen Belegungszahlen nicht erforderlich. Grund genug für die Vertreter von Schule, Eltern und Förderverein, Staatskanzlei-Chef Erwin Huber bei seinem gestrigen Besuch in der Innstadt zu bitten, die Möglichkeit zur Förderung über einen Modellversuch zu prüfen.
Schon vor zehn Jahren hätte man allen bürokratischen Hindernissen zum Trotz mit dem Hort an der Schule und später mit der Mittagsbetreuung Wege beschritten, die im Normalfall nicht realisierbar gewesen wären, erinnerte der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Waschler, auf dessen Initiative der Ministerbesuch zu Stande kam. Sein Lob galt hier insbesondere der vorbildlichen Initiative der Eltern, die nicht nur gefordert, sondern all die Jahre selbst mit Hand angelegt hätten, sei es bei Bau und Planung des Horts, bei der Gründung eines Fördervereins zur Finanzierung oder bei einem Erweiterungsbau.
Aus Gründen der "Betreuungssicherheit" ist für Rektorin Monika Oberreuter ein geordneter Schulbetrieb ohne Hort und Mittagsbetreuung nicht mehr vorstellbar. Die enge Verzahnung habe sich bewährt, die Flexibilität des Personals erleichtere den Ablauf enorm. Konsequenz: gute Akzeptanz.
Die Entstehung des Hortes sei untrennbar mit dem Förderverein verbunden, der auch Träger des 1994 realisierten Projekts ist, erinnerte dessen Vorsitzender Franz Kellner. Um allen Grundschülern die Möglichkeit zum Hortbesuch zu geben, seien die Öffnungszeiten ausgeweitet worden. Derzeit nutzen 18 Kinder das Angebot, berichtete Doris Köhl. Bei mittlerweile zwei Mittagsbetreuungsgruppen mit 40 Kindern stoße man an räumliche Grenzen, schildert deren Leiterin Gabriele Barth die Situation. Man könne Seminarraum und Bücherei der Schule nutzen, müsse aber an manchen Tagen ins Pfarrzentrum ausweichen. Elternbeiratsvorsitzender Gottfried Braun betonte die Notwendigkeit, über die Schule vor Ort die Kinder im Stadtteil zu halten: "Grundschüler gehören in ihr soziales Umfeld, sie sind auf Hilfe angewiesen", plädierte er für ein weiteres Fortbestehen der Innstadtschule.
OB Albert Zankl hatte eingangs auf die Hortsituation in Passau verwiesen, die entsprechend der Schullandschaft ausgewogen sei. Mittagsbetreuung gebe es an acht Grundschulen mit einer zusätzlichen Förderung der Stadt. Über die Pflichtleistung hinaus etwas für die Kinder zu tun, sei für ihn selbstverständlich, so Zankl.
"Das auffällig gute Miteinander" zwischen Schule und den begleitenden Einrichtungen gefiel dem Minister mindestens ebenso gut wie der musikalische Gruß des Schulchors unter Leitung von Melitta Pangerl und der "Fensterbrief" eines Schülers. In der Innstadt gebe es ein hervorragendes Angebot für die Eltern. Zum Beweis dafür, dass der Freistaat auch in Zeiten eisernen Sparzwanges den Bereich Schule und Familie ausgenommen habe, nahm sich Huber ausreichend Zeit zum Gespräch und Rundgang. Der Staat wolle die Schaffung von Betreuungsplätzen bis 2006 zusätzlich fördern: "Für dieses freiwillige Angebot gibt es eine gesellschaftliche Notwendigkeit."

Aus: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003

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Längere Pausen machen das Lernen wieder leichter

Studenten sollten frühzeitig mit der Prüfungsvorbereitung anfangen - Tipps, um Stress in den letzten Tagen zu reduzieren

von Hans-Peter Hoeren
Eigentlich weiß es ja jeder Student: Rechtzeitiges Vorbereiten auf Prüfungen reduziert Stress und schont die Nerven. Ganz einfach - eigentlich... Trotzdem fangen viele immer wieder zu spät mit dem Lernen an. Mit Zehn- bis 14-Stunden-Schichten, Nachtarbeit und deutlich reduziertem Schlafpensum versucht man den vielen Lernstoff in der kurzen verbleibenden Zeit noch reinzupauken. Folgen von Lernstress: Überforderung, Angstzustände, Schlafstörungen bis hin zu Depressionen.
"Das Zeitmanagement ist in der Uni das A und O, die meisten Studenten haben die intellektuellen Fähigkeiten, um an der Uni zu bestehen", weiß Gitta Hoppe von der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Universität. Deshalb rät sie jedem Studenten, möglichst frühzeitig im Studium damit anzufangen, sich den Tag in drei Teile einzuteilen: maximal acht Lernstunden (incl. mindestens zwei Stunden Pausen) und jeweils acht Stunden zur freien Verfügung und zum Schlafen. "Ich empfehle den Studenten die Lernzeit zu handhaben wie einen Arbeitstag und die Uni wie einen Beruf anzusehen", so Gitta Hoppe.
Doch was ist mit den Studenten, die trotzdem immer wieder zu spät anfangen? Wie können sie trotz des großen Zeitdrucks noch das Beste aus der Stituation machen? Auch für sie hat Gitta Hoppe einige Tipps parat:
1. Arbeitsplatz: Der Arbeitsplatz sollte aufgeräumt und gut strukturiert sein, denn nur an einem aufgeräumten Arbeitsplatz ist strukturiertes Arbeiten möglich. Ess- und Arbeitsbereiche sind nach Möglichkeit zu trennen.
2. Lernpensum und Pausen: Sinnvolle Lerneinheiten dauern nicht länger als zwei Stunden. Im Anschluss sollte man 15 bis 30 Minuten pausieren. Eine längere Mittagspause ist sinnvoll.
3. Zwischen Anspannung und Entspannung wechseln: Rund-um-die-Uhr-Lernen kann zu Übermüdung, Schlafstörungen bis hin zu Depressionen führen. Deshalb gilt auch für die "Saisonarbeiter": Für körperlichen Ausgleich sorgen, längere Spaziergänge machen oder Sport treiben.
4. Angst/Panik - wenn beim Lernen nichts mehr geht: Dann hilft nur eins: Pausen, Ablenkung, Gespräche mit anderen suchen (siehe Interview). In diesem Zusammenhang kann es auch von Vorteil sein, sich einer Lerngruppe anzuschließen.
5. Motivation durch kleine Belohnungen erhalten: Realistische Lernziele setzen und wenn diese erreicht sind, sich etwas Gutes tun z.B. ins Kino gehen, mit Freunden kochen und sich positive Ziele für die Zeit nach der Prüfung setzen, auf die man hinarbeitet, wie zum Beispiel eine längere Reise.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003

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61 Frauen entscheiden sich für ihr Kind

Jahresbilanz der Beratungsstelle Donum vitae

Passau (red). Im letzten Jahr suchten 959 Personen die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen "Donum vitae" in Passau oder ihrer Außenstelle in Pfarrkirchen auf. Von 191 Frauen, die zur gesetzlich vorgeschriebenen Konfliktberatung nach § 219 gekommen waren, entschieden sich 61 Schwangere gegen eine Abtreibung und für ihr Kind. Dies berichtete die Leiterin der Beratungsstelle, Margit Wieden, bei einem Treffen des Förderkreises von Donum vitae in Passau.
Der anhaltende Zuspruch, den das Beratungsangebot des Vereins findet, zeige sich auch in Vilshofen, wo seit Jahresbeginn im Rathaus jeden Mittwochvormittag Sprechstunden angeboten werden.
Von den 959 Personen, die im Vorjahr die Beratungsstellen aufgesucht haben, kamen 356 Frauen zu einer allgemeinen Schwangerenberatung, 223 Frauen suchten Unterstützung nach der Geburt ihres Kindes und 45 Frauen bzw. Paare nahmen das Angebot im Bereich der Lebens- und Familienberatung wahr. 191 Frauen wandten sich in der gesetzlich vorgesehenen Schwangerschafts-Konfliktberatung an Donum vitae, fast ebenso viele, wie im Jahr zuvor. Erfreulicherweise entschieden sich nach einer solchen Beratung 61 Frauen für die Fortsetzung ihrer Schwangerschaft; im Jahr zuvor waren es bei 197 beratenen Schwangeren 52 werdende Mütter.
Nahezu unverändert blieb im Vergleich der Jahre 2001 und 2002 die Zahl der mit beratenen Männer. So begleiteten im Vorjahr 136 Männer ihre Partnerin zu einer Beratung, acht Männer (im Jahr zuvor fünf) suchten allein Rat und Hilfe bei Donum vitae.
Zur finanziellen Unterstützung von Schwangeren, Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien stellten die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle im letzten Jahr fast 400 Anträge an verschiedene Leistungsträger. So konnten sie aus der Landesstiftung mehr als 200 000 Euro für ihre Klientinnen vermitteln, aus dem diözesanen Hilfsfonds flossen 5780 Euro und der Bischof-Eder-Fonds unterstützte mit mehr als 10 000 Euro bedürftige Frauen mit Kindern über drei Jahren.
Zusätzlich wurden 750 Euro Weihnachtsbeihilfe an allein erziehende Mütter mit mehreren Kindern verteilt und weitere 500 Euro an kinderreiche Familien. In akuten Notfällen half Donum vitae 15 Personen mit einer Soforthilfe in Höhe von insgesamt 375 Euro.

Aus:PNP, Passau-Land, 31.1.2003

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