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Newsletter Nr.1/2003 zum Thema
Beratung und Hilfestellung
"Sozialarbeit an Schulen
gesichert", in: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003:
Jugendsozialarbeit an Hauptschulen im Landkreis Deggendorf
ausgeweitet; Finanzierung durch das Sozialministerium, Stadt und Landkreis
Deggendorf sowie Stadt Plattling und Markt Hengersberg (mehr)
"Selbsthilfegruppe für
Krebskranke: Noch kreative Köpfe gesucht",
in: PNP, Passau-Land, 14.1.2003:
In Wildenranna entsteht
eine Selbsthilfegruppe für Krebskranke. Dazu wird noch Unterstützung in
Logistik, EDV, Programmentwicklung und Ausgestaltung gesucht. (mehr)
"Verschämte Armut - im
Landkreis eine Seltenheit", in: Bayerwald-Bote, Regen,
14.1.2003:
Nach einigen
Infoveranstaltungen im Kreis macht das neue Grundsicherungsgesetz zur
verschämten Altersarmut weniger Arbeit und Kosten als erwartet. (mehr)
"Alle für eine(s): Sieben
Freundinnen setzen ihre Energie seit 20 Jahren für die K.A.T.Z.E. ein.",
in: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003:
Der Secondhand-Laden der
Caritas in Regen wird seit über 20 Jahren ehrenamtlich von sieben Frauen
geleitet. Immer mittwochs öffnet sich die K.A.T.Z.E. zum Verkauf und
Kinderkleidung und Zubehör. Der Erlös kommt den Kindergärten zugute. (mehr)
"5000 Besucher im
Service-Zentrum", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 14.1.2003:
Das Servicezentrum des
Viechtacher Finanzamts berät die Bürger bei Steuererklärungen und beantwortet
Fragen dazu. Jetzt wurde der 5000. Besucher gezählt. (mehr)
"Landkreis begrenzt Ausgaben für Frühförderung",
in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:
St.
Raphael, eine Einrichtung der Lebenshilfe, soll 2003 und 2004 nur noch mit je
666 000 € statt bisher 744 000 € gefördert werden. Damit will man den Haushalt
des Landkreises stabilisieren. Als Alternativen werden den Eltern Logopäden oder
Ergotherapeuten zur Behandlung behinderter Kinder empfohlen. (mehr)
"Eltern-Kind-Programm : Neue
Gruppe in Metten geplant", in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:
Das Prager
Eltern-Kind-Programm (PEKiP) wird jetzt auch in Metten von der Sozialpädagogin
Raab-Neiser angeboten. (mehr)
"Leben mit dem Bypass:
Selbsthilfegruppe geplant", in: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003:
Patienten sollen Tips zur
herzgesunden Ernährung und Bewegung, zum Umgang mit gesundheitlichen
Einschränkungen und Stress erhalten. Außerdem werden Gespräche mit Fachleuten
stattfinden. (mehr)
"Bezirk
Niederbayern fördert Einrichtungen für psychisch Kranke",
in: PNP, Freyung, 17.1.2003:
Der Bezirkstag gewährt
weiterhin insgesamt 9,3 Mio. € für psycho-soziale Einrichtungen. Im Jahr 2003
sollen die Personalkostensteigerungen ausgeglichen werden. (mehr)
"Bauernverband bietet Seminar
zur Stressbewältigung an", in: PNP,
Pocking, 17.1.2003:
Tagesseminar über
Stressbewältigung mit praktischen Übungen (mehr)
"Schulaufgaben ,
Schneeballschlachten und Schwimmausflüge", in: Vilshofener
Anzeiger, 17.1.2003:
Im Kinderhort der AWO in
Vilshofen werden 6-14-jährige Schüler bei den Hausaufgaben betreut. Gleichzeitig
garantieren regelmäßige Mahlzeiten und flexible Freizeiten mit einem breiten
Beschäftigungsangebot die Förderung sozialer Kompetenzen der Kinder und
Jugendlichen. (mehr)
"Jugendtreff gründet einen
Verein, Radlinger ist Vorsitzender",
in: PNP, Freyung, 20.1.2003:
Seit Sommer existiert der
beliebte Jugendtreff X-Treme und nun wurde ein Verein gegründet. (mehr)
"Wöchentlicher Sprechtag für
Schwangere im Rathaus", in: PNP,
Waldkirchen, 21.1.2003:
Sprechtag des
Gesundheitsamtes für Schwangere (mehr)
"Frauenbeauftragte hält ihren
wöchentlichen Sprechtag ab", in: PNP,
Waldkirchen, 21.1.2003:
Sprechstunde der Frauen-
und Familienbeauftragten Renate Cerny (mehr)
"Neurologische Sprachgestörte
können sich beraten lassen", in: PNP,
Waldkirchen, 21.1.2003:
Beratung für Menschen mit
neurologischen Sprachstörungen (mehr)
"Hilfe gegen Prüfungsstress und
Hunger", in: PNP, Passau-Stadt,
21.1.2003:
Die Universität beschäftigt in ihren vielen Einrichtungen
wie Bibliothek, Sprachenzentrum, Psychologische Psychotherapeutische
Beratungsstelle und Mensa kompetente Ansprechpartner bei allen Problemen. (mehr)
"Bezirk
hilft bei psychischen Problemen", in: PNP, Pfarrkirchen, 21.1.2003:
Der Bezirk Niederbayern ist
zuständig für stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung seiner Bürger
und er übernimmt einen Großteil der Personal- und Sachkosten. Wegen der
angespannten Haushaltslage kann der Bezirk die Zuwendungen nicht erhöhen und nur
die Personalkostensteigerungen ausgleichen. Zu befürchten ist ein vollständiger
Rückzug der Krankenkassen aus der Mitfinanzierung. (mehr)
"Vortrag: Arzt berät ‚Schreikind‘-Eltern",
in: PNP, Waldkirchen, 22.1.2003:
Kinderarzt gibt Eltern von
"Schreikindern" Ratschläge (mehr)
"Frauen genießen Abschalten,
Auftanken und Gemeinsamkeit", in: PNP,
Passau-Land, 22.1.2003:
Die ersten "Oasen-Tage auf
der Englburg" zu dem Thema "Be-Heimat-en" fanden statt mit Kursen über Religion,
Glauben und Gesundheit, mit Vorträgen und Gottesdiensten. (mehr)
"Frühförderung in Geldnot: In
Zukunft weniger Kinder", in: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:
Aufgrund der Streichung von
Geldern für die Frühförderstelle der Lebenshilfe können künftig nur noch weniger
Kinder aufgenommen und behandelt werden. Um Spenden wird gebeten. (mehr)
"Tipps für das Leben mit dem
Baby", in: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003:
Vortrag und Antworten auf
Fragen rund ums Baby für Väter und Mütter (mehr)
"Menschen mit psychischen
Problemen können sich morgen beraten lassen",
in: PNP; Freyung, 24.1.2003:
wöchentliche Sprechstunde
des Kreis-Caritasverbandes für Menschem mit psychischen Problemen und
Krankheiten (mehr)
"Gesundheitsamt berät in
umweltmedizinischen Fragen", in: PNP,
Freyung, 24.1.2003:
Der Schwerpunkt dieser
Beratung liegt auf Umweltthemen, die die Bevölkerung betreffen und vorbeugenden
Charakter haben. (mehr)
"Arbeitskreis Hospiz wird gegründet", in: Viechtacher
Bayerwald-Bote, 24.1.2003:
Gründung des Arbeitskreises
"Hospiz" im Seniorenheim der AWO Vilshofen (mehr)
"ADS-Kinder nicht
benachteiligen", in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.1.2003:
Anlässlich des
pädagogischen Tages der Volksschule wurde viel Wissenswertes über Kinder und
Schüler mit Hyperaktivitätsstörungen, fehlender Aufmerksamkeit und Impulsivität
vermittelt. Symptome müssen erkannt und behandelt werden, die Ursachen werden
erforscht. (mehr)
"Gesprächsgruppe für Menschen
mit Depressionen", in: PNP,
Passau-Stadt, 28.1.2003: (mehr)
"Die Notfallseelsorge im Dekanat Viechtach",
in: Viechtacher Bayerwald-Bote, 28.1.2003:
Fortbildung über "Notfallseelsorge heute" für
Priester und pastorale Mitarbeiter, Religionslehrer und Gemeindereferenten (mehr)
"Info zum
Thema Rechenschwäche",
in: PNP, Pocking, 29.1.2003:
erste
Veranstaltung der Selbsthilfegruppe für Lese- und Rechtschreibschwache,
Legastheniker und Dyskalkulie-Betroffene in diesem Jahr (mehr)
"Mehr
Platz für Mittagsbetreuung nötig",
in: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003:
In der
Innstadt-Grundschule ist eine bauliche Erweiterung nötig und eine Ausdehnung der
Mittagsbetreuung der Schulkinder. Jedoch sollte vorerst kein staatlicher
Zuschuss gewährt werden. Staatskanzlei-Chef Huber versprach bei seinem Besuch in
Passau eine zusätzliche freiwillige staatliche Förderung bis 2006. (mehr)
"Längere
Pausen machen das Lernen wieder leichter",
in: PNP, Passau-Stadt, 31.1.2003: Gitta Hoppe, von der
Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Universität Passau rät
Studenten zu rechtzeitigem Lernen und einem gut strukturierenden Tagesablauf mit
Wechsel von Lernzeiten und Pausen. (mehr)
"61
Frauen entscheiden sich für ihr Kind",
in: PNP, Passau-Land, 31.1.2003: Die Jahresbilanz der Beratungsstelle Donum
vitae (mehr)
Sozialarbeit an Schulen gesichert
Deggendorf
(mic). Seit 1999 bietet der Landkreis Deggendorf
Jugendsozialarbeit an Schulen an. 2001 ist dieses Pilotprojekt auf vier
Hauptschulen ausgedehnt worden. Das Sozialministerium und die beteiligten
Gemeinden bezuschussen die Arbeit der Sozialpädagogen. Sonja Hirtreiter und
Markus Altschäfl betreuen Jugendliche an den Deggendorfer Hauptschulen Theodor
Heuss und St. Martin sowie an den Hauptschulen in Hengersberg und Plattling. Die
Sozialpädagogen bieten Schülercafes, Internet-Werkstatt, Klassensprecherseminare
oder Hausaufgabenbetreuung an. Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde
die Finanzierung aufgeschlüsselt. Demnach beteiligt sich dass Sozialministerium
bis 31. August zu 50 Prozent an den Kosten, danach gibt's 40 Prozent. Den Rest
teilen sich je zu einem Drittel Stadt und Landkreis Deggendorf sowie zu je einem
Sechstel die Stadt Plattling und der Markt Hengersberg.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 14.1.2003
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Selbsthilfegruppe für Krebskranke: Noch kreative Köpfe gesucht
Interessenten können sich
bei Jakob Bauer melden
Wildenranna
(np). Die Resonanz, eine Selbsthilfegruppe für Krebskranke im Wegscheider Land
zu gründen, war groß. Jakob Bauer, Wirt des Gasthauses "I-Häusl" in Wildenranna
und selbst Krebspatient, hatte dies angeregt und auch sein Lokal als Treffpunkt,
einmal die Woche, zur Verfügung gestellt. Neben zahlreichen Betroffenen wurden
dem Initiator auch viele Hilfsangebote verschiedenster Art zuteil, wie etwa das
Angebot von Fachreferaten.
Aber bis die Gründung so weit ist, gibt es noch viel zu tun. Allein glaubt Jakob
Bauer, dies nicht bewältigen zu können. Deshalb sucht er Leute, die ihm beim
Aufbau helfen. Eine Logistik müsse erstellt werden, ein Computer erfahrener
Mitbetroffener sollte beim Bau einer eigenen Website helfen. Auch bei der
Programmentwicklung und Ausgestaltung sind kreative Köpfe gesucht.
Wenn alles gut läuft, soll die Gruppe Ende Januar gegründet und vorgestellt
werden.
Wer sich bei der Vorbereitung einbringen möchte, sollte sich bei Jakob Bauer,
Garmer Straße 17, Wildenranna in 94 110 Wegscheid unter Tel. 08592/935040
melden.
Aus: PNP, Passau-Land, 14.1.2003
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Verschämte Armut - im Landkreis eine Seltenheit
Seit 1. Januar gibt es das
Grundsicherungsgesetz - doch im Landkreis gibt’s viel weniger Berechtigte als
erwartet
von Johannes Fuchs
Regen. Auch wenn Landkreis und Kommunen vom Jahr 2003 in finanzieller
Hinsicht nichts Gutes erwarten: Wenigstens eine böse Vorahnung scheint sich
nicht zu erfüllen. Das neue Grundsicherungsgesetz macht weniger Arbeit und
Kosten als befürchtet. Bis Ende November 2002 stand nur eine Zahl fest: An rund
10 000 Bürger mit sehr geringer Rente im Landkreis Regen verschicken die
Rentenversicherungsträger ein Infoblatt zu dem neuen Bundesgesetz, das seit
Jahresbeginn die "verschämte Altersarmut" bekämpfen soll. Nach einer Besprechung
mit den Sachbearbeitern in den Gemeinden, die zusammen mit den Betroffenen die
umfangreichen Formulare ausfüllen sollten, war Sozialamtsleiter Franz Baierl
nicht ganz wohl bei der Sache. Man rechnete mit etwa 5000 Bürgern, die
tatsächlich Anträge stellen würden, mit einem Zeitaufwand von einer Stunde pro
Antrag - und damit einer totalen Überlastung der Gemeinden.
Mittlerweile herrscht allerdings Gelassenheit. "Das mit der Vor-Beratung in den
Gemeinden hat sich sehr gut bewährt, weil sich in ganz vielen Fällen gleich da
rausstellt, dass es keine Berechtigung gibt", sagt Baierl. Denn die
Rentenversicherer haben ihre Post ganz einfach nach der Rentenhöhe verschickt.
So wurden auch viele Hausfrauen mit Mini-Rente angeschrieben, deren Ehemänner
eine gute Rente beziehen. Oder der Pensionist hat ein gut bestücktes Sparbuch.
"Dass in solchen Fällen ein Antrag sinnlos ist, kann der Sachbearbeiter in der
Gemeinde in wenigen Minuten klären", sagt Baierl.
Die Erfahrung hat auch Franz Oswald gemacht, der im Langdorfer Rathaus die
Beratung macht. "In der Gemeinde sind 400 Leute informiert worden, 200 von denen
waren schon bei mir", sagt er. Da waren für ihn, der nebenbei auch noch die
Gemeindekasse führen muss, gerade zwischen den Feiertagen schon Einiges an
Überstunden angefallen.
"98 Prozent haben keinen Anspruch auf Grundsicherung schätzt er und nennt die
genauen Zahlen: Bisher hat er sechs Anträge ans Landratsamt weitergegebeben,
alle anderen waren schnell zu überzeugen, dass sie nicht unter die Regelung
fallen.
So wie gestern Vormittag. Da hatte Oswald drei Gespräche, zwei der Rat Suchenden
hatten als Austrägler ein Leibgeding eingetragen, das neben Wohnrecht auch eine
regelmäßige Geldzahlung umfasst - damit war die Grundversorgung kein Thema mehr.
"Es ist nicht so schlimm wie befürchtet", bestätigt auch Hans-Jörgen Wenig vom
Standesamt der Stadt Regen. Drei Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die
Antragsteller. Etwa 150 bis 200 Anträge sind bisher ans Landratsamt gegangen.
Auch er findet die Beratungs-Regelung sinnvoll. "Ich habe schon viele Formulare
in der Hand gehabt, aber sowas Kompliziertes noch nicht, damit kann man die
Leute unmöglich allein lassen."
Dass er gut eine Stunde braucht, um zusammen mit den Antragstellern das
fünfseitige Formblatt auszufüllen, das kann Andreas Kufner von der Gemeinde
Rinchnach bestätigen. Denn dazu müssen auch alle Unterlagen durchgegangen und
eventuell kopiert werden.
Aber auch er hat diese Prozedur erst ungefährt 15 Mal vollzogen. "Laut
Landratsamt sind bei uns etwa 400 Bürger angeschrieben worden, davon waren
vielleicht 120 bei mir", erzählt er, "nach einer Viertelstunde ist meistens
klar, dass kein Anspruch da ist."
Neben den Gemeinden übernehmen auch Sozialverbände wie etwa der VdK die Beratung
zum Thema Grundsicherung. Zwischen 80 und 100 Anfragen hat dessen
Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk seit Anfang Dezember erhalten. Etwa 20 Anträge
gingen ans Landratsamt weiter. "Die meisten Leute haben es schon selbst im
Gefühl, wissen, dass sie nicht unter die Regelung fallen", schildert Plenk seine
Erfahrung. Oft helfe auch der dezente Hinweis, dass das Amt für Grundsicherung
befugt ist, nach nicht deklarierten Sparkonten und ähnlichem zu forschen.
Etwa zehn bis 20 Anträge kommen immer noch jeden Tag im Sozialamt im Landratsamt
an, etwa 400 sind derzeit erfasst. Auch wenn die Abarbeitung wohl Monate dauern
wird, oftmals die notwendigen Unterlagen fehlen, wagt Baierl schon eine
Prognose: Etwa 80 Prozent werden vermutlich abgelehnt.
Wer seinen Anspruch ab 1.
Januar 2003 sichern will, muss bis zum 31. Januar seinen Antrag bei der Gemeinde
ausfüllen oder zumindest einen formlosen Antrag einreichen.
Aus: Bayerwald-Bote, Regen,
14.1.2003
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Alle für
eine(s): Sieben Freundinnen setzen ihre Energie seit 20 Jahren für die K.A.T.Z.E.
ein
Engagiert im Ehrenamt -
Folge 6: Die guten Seelen der Gebrauchtkleider-Börse der Caritas
von Verena Müller
Regen. Frauenpower - ein ausgelutschtes Wort. Aber manchmal trifft kein
anderes besser. Zum Beispiel bei den sieben Freundinnen, die seit über 20 Jahren
jeden Mittwochvormittag in der Kinder-Ausstattungs-Tausch-Zentrale der Caritas,
kurz K.A.T.Z.E., arbeiten. "Mittwoch ist K.A.T.Z.E.-Tag" - Basta. Da wird kein
Arzttermin vereinbart, da wird vormittags nicht eingekauft, da müssen sich die
Ehemänner ihr Mittagessen selber kochen. Von 8.30 bis 11.30 Uhr arbeiten die
Regenerinnen Helga Kagerbauer (55), Lissy Mundl (56), Erika Vogl (51), Gerti
Ecke (73), Heidi Brückl (56), Alma Stauber (66) und Elisabeth Hofbauer (48)
ehrenamtlich in der K.A.T.Z.E. am Kirchplatz 18. Die Arbeit ist genau
aufgeteilt. Mundl und Hofbauer nehmen die gebrauchten Kindersachen (bis Größe
146), die Hosen und Anoraks, die Kommunion-Anzüge, Laufgitter und
Auto-Kindersitze an und führen Buch über den Eingang der Ware. Kagerbauer
zeichnet aus. Heidi Brückl, Leiterin der K.A.T.Z.E., kassiert bei denen, die die
gebrauchten Sachen einkaufen.
Seit 1979 gibt es den Second-Hand-Laden. Der Erlös - pro Jahr etwa 6000 Euro -
kommt den drei Regener Kindergärten zu Gute. Insgesamt sorgen 27 Frauen
ehrenamtlich dafür, dass das Geschäft jeden Dienstag und Mittwoch von 8.30 bis
11.30 und von 14.30 bis 17.30 Uhr offen ist.
Die Idee zum Laden stammte von Kagerbauer. Auch Mundl und Vogl sind "Katzen" der
ersten Stunde. "Anfangs haben wir uns über jeden Tag gefreut, an dem wir in die
K.A.T.Z.E. gegangen sind", erzählt Kagerbauer. Sie arbeitet halbtags im
Kirchlichen Jugendbüro, nur zwei Stockwerke über der K.A.T.Z.E.. "Heute denke
ich mir schon manchmal: Und jetzt musst du in die K.A.T.Z.E. auch noch."
Aber ohne den Laden würde ihnen etwas fehlen. "Die Arbeit schweißt zusammen",
sagt Gerti Ecke, seit 1988 dabei. Freundinnen sind sie geworden über die Jahre.
Freundinnen die sich ergänzen. Während die einen, so wie Erika Vogl, die Arbeit
temperamentvoll angehen, wirken andere, zum Beispiel Lissy Mundl, zurückhaltend
im Hintergrund. Das macht den Charme der Truppe aus und ist der Grund, warum die
K.A.T.Z.E. Krisen und Rückschläge überstanden hat und zu einer Institution
geworden ist.
Und es hilft zum Beispiel im Umgang mit schwierigen Kunden. "Manche versuchen
uns gegeneinander auszuspielen", sagt Heidi Brückl. Pampige oder intrigante
Kundinnen seien aber die Ausnahme. "Überwiegend haben wir gute Kundschaft, die
uns auch mal Süßes vorbei bringt", erzählt Erika Vogl.
Was, neben den netten Kunden, zieht die sieben Hausfrauen und Rentnerinnen jeden
Mittwoch in den Souterrain-Laden zwischen Kirche und Stadtbücherei? Zum einen
die gute Tat für die Kindergärten. Der Spaß mit den Freundinnen zum anderen.
"Die Zusammenarbeit, der Kontakt mit den Menschen", sagt Gerti Ecke. Und die
Feste nicht zu vergessen. Bis in die Morgenstunden haben die Sieben beisammen
gesessen. Nach Nikolausfeiern und Sommerfesten.
Nachdenklich wird die Stimmung beim Thema Nachwuchs. Die Frauen, die jetzt für
die K.A.T.Z.E. arbeiten, sind durchweg um die 50 oder älter. "Es ist schwer,
junge Frauen für unentgeltliche Arbeit zu bekommen", sagt Gerti Ecke. "Die sind
alle berufstätig. Als wir angefangen haben, da wurde uns für die Zeit nach der
Schwangerschaft kein Platz freigehalten", sagt Kagerbauer. Und so steckten sie
ihre Energie in die K.A.T.Z.E.. Wie lange das noch gehen wird? Wie lange für sie
der Mittwoch noch K.A.T.Z.E.-Tag sein wird? Darüber wollen die Frauen im Moment
nicht nachdenken. Denn die Frauenpower langt noch eine ganze Weile.
Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 14.1.2003
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5 000.
Besucher im Servicezentrum
Seit einem Jahr bietet das
Finanzamt diese Dienstleistung
Viechtach
(vbb). Christine Hackl aus Kollnburg ist die 5 000. Besucherin im Servicezentrum
des Viechtacher Finanzamts. Das Servicezentrum des Viechtacher Finanzamts ist
für die Betreuung der Steuerzahler zuständig. Von den 13 100 Bürgern, die in der
Außenstelle ihre Steuererklärung abgeben müssen, hat bisher knapp die Hälfte das
neue Servicezentrum genutzt. Für Christine Hackl aus Kollnburg gab es dieser
Tage zur Begrüßung einen Blumenstrauß vom Finanzamtsleiter Hans-Jörg Krinner.
Der Grund: Sie war die 5 000. Besucherin im Servicezentrum.
Erledigen kann man im Foyer des Finanzamtes fast alles, für das man früher den
eigenen Sachbearbeiter aufgesucht hat. Ob man Fragen hat, die Steuererklärung
abgeben will oder sich die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen
möchte, das Servicezentrum ist immer mit mindestens einem Ansprechpartner
besetzt. Rund 80 Prozent aller Anliegen können so unmittelbar geklärt werden.
Geöffnet ist das Servicezentrum Montag und Dienstag von 7.45 bis 15 Uhr,
Mittwoch und Freitag von 7.45 bis 12 Uhr und donnerstags von 7.45 bis 18 Uhr.
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 14.1.2003
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Landkreis begrenzt Ausgaben für Frühförderung
Die Einrichtung der
Lebenshilfe bekommt in den kommenden Jahren nur noch je 666 000 Euro
Deggendorf
(kw). Auf jeweils 666 000 Euro wird der Landkreis seine Ausgaben für die
Frühförderstelle St. Raphael der Lebenshilfe in den Jahren 2003 und 2004
begrenzen. Den entsprechenden Beschlussvorschlag hat der Sozialhilfeausschuss in
seiner Sitzung am Mittwoch formuliert. 2002 hatte der Landkreis die
Frühförderung noch mit 744 000 Euro bezuschusst.
"Dieser Kompromiss tut beiden Seiten weh", kommentierte Landrat Christian
Bernreiter die nötig gewordene Budgetierung. "Aber es geht nicht anders." Da in
zahlreichen bayerischen Landkreisen die Ausgaben für diese Einrichtung sehr hoch
sind, hatte der Landkreistag vorgeschlagen, diese zu deckeln - um die Haushalte
zu stabilisieren.
In der Finanzplanung des Landkreises war zunächst vorgesehen, die Ausgaben in
den Jahren 2004 bis 2006 um 15 Prozent auf 570 000 Euro pro Jahr zu senken. Dies
erwies sich jedoch als nicht realisierbar - nur eine Senkung auf 670 000 Euro
war möglich. Grund: Bereits 250 Kindern wurden Bewilligungsbescheide erteilt,
mit denen ihnen je zwei Behandlungseinheiten pro Woche zustehen.
Um in Zukunft die Kosten zu begrenzen, sollen nicht mehr grundsätzlich zwei
Einheiten pro Woche bewilligt werden. Stattdessen sollen die Bescheide darauf
hinweisen, dass sich der Umfang der Frühförderung nach dem bewilligten Budget
und nach der Dringlichkeit richtet. Die Eltern der betroffenen Kinder sollen
auch auf andere geeignete Angebote wie etwa die Behandlung durch Ergotherapeuten
oder Logopäden hingewiesen werden.
Die Lebenshilfe hat sich bereit erklärt, weitere Kostensteigerungen, die sich
vor allem bei den Personalkosten ergeben, aufzufangen. Christian Bernreiter
lobte die Leistungen für behinderte Kinder, die in der Frühförderstelle auf sehr
hohem Niveau erbracht würden. CSU-Kreisrätin Margret Tuchen stimmte zu: "Schade,
dass wir da immer über das Geld reden müssen."
Auch mit dem Familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe hat sich der
Sozialhilfeausschuss zu befasst. Der seit 1995 bestehende Dienst soll nach dem
Beschlussvorschlag 2003 wie bereits im vergangenen Jahr mit 22 500 Euro
gefördert werden. Er habe sich zu einer unverzichtbaren Einrichtung etabliert,
erklärte Horst Reckerziegel, Leiter der Sozialverwaltung. Behinderte Kinder
werden im Haushalt ihrer Familien betreut. Das macht ihre Vollzeitunterbringung
oft wesentlich später oder gar nicht mehr nötig. Der Freistaat Bayern finanziert
den Dienst ebenfalls mit.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003
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Eltern-Kind-Programm: Neue Gruppe in Metten geplant
PEKiP ist im Raum Deggendorf
noch unbekannt
Metten
(dz). In Straubing gibt es eine Regionalgruppe,
im Deggendorfer Raum ist das Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP) bislang noch
weitgehend unbekannt. Das soll sich ab Februar ändern. Denn die Sozialpädagogin
Ingrid Raab-Neiser aus Loham will diese Entwicklungsbegleitung für Mutter und
Kind auch im Landkreis Deggendorf bekannt machen.
Was genau versteht man unter PEKiP? Der tschechische Kinderpsychologe Jaroslav
Koch hat die Spiel- und Bewegungsanregungen 1973 entwickelt. Sie richten sich an
Kinder im ersten Lebensjahr. Ohne Druck und Zwang werden den Babys von den
ersten Tagen ihres Lebens an Entwicklungsimpulse gegeben. Ziele sind: Die
Eltern-Kind-Beziehung fördern, das Kind unterstützen, den Erfahrungsaustausch
unter den Eltern sowie den Kontakt unter den Kindern fördern.
Eine Gruppe besteht aus sechs bis acht Erwachsenen mit etwa gleichaltrigen
Kindern, die mindestens sechs Wochen alt sein sollen. Die Babys sind während der
Treffen nackt, weil sie sich so spontaner und intensiver bewegen können und
Hautkontakt zu den Eltern haben.
Wer mehr über die in Metten geplante PEKiP-Gruppe erfahren möchte, kann sich an
Ingrid Raab-Neiser wenden (Telefon: 09906/94156).
Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003
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Leben
mit dem Bypass: Selbsthilfegruppe geplant
Neues Projekt der Klinik
Angermühle
Deggendorf
(dz). In Zusammenarbeit mit dem Klinikum
Deggendorf plant die Klinik Angermühle nun die Gründung einer neuen
Selbsthilfegruppe. Angesprochen sind Menschen mit koronaren Gefäßerkrankungen
bzw. Bypass-operierte Menschen.
Gerade diese Patienten sind oft mit einer plötzlichen Veränderung ihrer gesamten
Lebenssituation konfrontiert, die zunächst Angst und Unsicherheit auslöst.
Fragen der herzgesunden Ernährung und Bewegung spielen in diesem Zusammenhang
ebenso eine Rolle wie der Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen oder
Stress. Das Gefühl, mit dieser Erkrankung und den damit verbundenen Problemen
allein zu sein, verschlimmert die Situation für viele.
Dabei kann das Wissen und die Erfahrung jedes Einzelnen für andere Gold wert
sein. Die Selbsthilfegruppe bietet die Chance, über Sorgen, Ängste und
Erwartungen zu sprechen. Neben dem offenen Austausch der Teilnehmer sind auch
themenbezogene Gespräche mit Fachleuten denkbar.
Als solcher referiert Chefarzt PD Dr. med. Martin Giesler vom Klinikum
Deggendorf am 12. Februar um 19 Uhr in der Klinik Angermühle über
Koronar-Arterien und Bypass-Gefäße. Infos zur Selbsthilfegruppe gibt´s unter
0991-3705552.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.1.2003
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Bezirk
Niederbayern fördert Einrichtungen für psychisch Kranke
Freyung (red). Der Bezirk
Niederbayern, der für die stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung der
Bürger zuständig ist, hat die zweckgebundenen Zuwendungen für das Haushaltsjahr
2002 abgerechnet. Demnach erhielt die psychosoziale Beratungsstelle Freyung
173 281 Euro, der sozialpsychiatrische Dienst Freyung 128 104 Euro. Insgesamt
hat der Bezirkstag von Niederbayern im vergangenen Jahr rund 3,3 Millionen Euro
für diese sozialen Einrichtungen bereitgestellt. Für 2003 konnten die Ansätze
aufgrund der angespannten Haushaltssituation nicht weiter angehoben werden.
Lediglich die aus den tariflichen Änderungen resultierenden
Personalkostensteigerungen werden noch ausgeglichen.
Aus: PNP; Freyung, 17.1.2003
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Bauernverband bietet Seminar
zur Stressbewältigung an
Hutthurm (red). Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands,
Kreisverband Passau, bietet in Zusammenarbeit mit dem Verband
landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Passau einen Wohlfühltag an, ein
Tagesseminar über Stressbewältigung mit praktischen Übungen. Die Veranstaltung
findet am Samstag, 15. Februar, von 9 bis 16 Uhr in der staatlichen Lehr- und
Versuchsanstalt in Kringell bei Hutthurm statt. Anmeldungen nimmt
stellvertretende Kreisbäuerin Anna Regner, Tel. 085092072, bis Donnerstag, 23.
Januar, entgegen. Sie informiert auch über den Wohlfühltag.
Aus: PNP, Pocking, 17.1.2003
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Schulaufgaben, Schneeballschlachten und Schwimmausflüge
Die Mitarbeiter des
AWO-Kinderhorts Vilshofen bieten Hausaufgabenbetreuung, sorgen für Freizeitspaß
und lehren Verantwortungsbewusstsein
von Erika Schwitulla
Vilshofen. Im Kinderhort der AWO in Vilshofen werden Mädchen und Jungen
im Alter zwischen sechs und 14 Jahren nach dem regulären Unterricht betreut.
Hier können sie ihre Hausaufgaben unter Aufsicht anfertigen, die vom jeweiligen
Betreuer kontrolliert werden. Vokabeln werden abgefragt, Diktate gehalten, und
Mathematikaufgaben erklärt. Es gibt feste Zeiten, in denen gearbeitet werden
muss, regelmäßige Essenszeiten und flexible Freizeiten. "Jungs, wenn ihr jetzt
noch sauber macht, catchen wir noch eine Runde!" So schnell haben Mathias (11),
Emeram (7) und Daniel (6) selten aufgeräumt, Tische abgewischt und Ordnung
geschaffen. Mit Roman Pleiner (18), Praktikant im Kinderhort der
Arbeiterwohlfahrt in Vilshofen, haben die Jungs einen Betreuer gefunden, der
einen ganz besonderen Draht zu ihnen hat. Mit ihm dürfen sie herum tollen,
Schneeballschlachten machen und ihre Kräfte auf jede mögliche Art erproben. Und
das tun sie, wann immer sich eine Chance dazu bietet.
Am Freitagnachmittag wird immer etwas Besonderes unternommen. Je nach Interesse
der Kinder geht man ins Hallenbad, tobt in der Turnhalle herum, bastelt oder
sieht sich zusammen einen Film an. Im Winter steht natürlich auch die Eisbahn
auf dem Programm. "Es genügt uns eben nicht, dass unsere Kinder gut
untergebracht sind", meint Leiterin Gabi Kernstock (45), "sondern sie sollen
sich bei uns wohl fühlen und neben der regelmäßigen Erledigung der Hausaufgaben
auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung erlernen."
Miriam (11) aus Oberschöllnach besucht die 5. Klasse des Gymnasiums Vilshofen.
Ihr gefalle am Kinderhort am Besten, dass Gabi mit ihr zusammen bastele. "Zu
Hause", meint sie, "wäre ich alleine mit meinem Hund." Miriams Vater ist allein
erziehend und dankbar für die Einrichtung des AWO-Kinderhorts. "Ich bin sehr
zufrieden, dass ich für Miriam einen Platz gefunden habe. Vor allem bin ich
froh, dass sie hier ein vollwertiges und frisch zubereitetes Mittagessen
bekommt." Claudia K., praktizierende Ärztin, gefällt vor allem, wie die Kinder
im Hort auf die Aktivitäten des täglichen Lebens vorbereitet werden. "Sei es
beim Tischdienst, beim Aufräumen oder bei der gegenseitigen Hilfestellung beim
Lernen - hier im Hort werden auch die sozialen Kompetenzen gefördert."
Tischdienst hat heute Christina (8). Sie muss nach dem Essen die Stühle
ordentlich hinstellen, die Tische abwischen und abtrocknen. "Ich muss das
solange machen, bis ich das gut kann!" Praktikantin Julia Schütz (17), angehende
Erzieherin, erklärt, dass eine Aufgabe solange gemacht werden muss, bis man sie
beherrscht. "Manche können das nach einem Tag, andere benötigen dazu eine Woche.
Aber alle unsere Kinder können nach einer gewissen Zeit sämtliche anfallenden
Arbeiten zufrieden stellend erledigen."
Wo auch immer der Besucher hinschaut, im AWO Kinderhort werden die Kinder mit
sehr viel Liebe, aber auch mit der nötigen Strenge und Konsequenz erzogen.
Stefanie Töpfel (24), seit vier Jahren als Erzieherin im Kinderhort tätig, sieht
ihre pädagogische Aufgabe vor allem dann als gelungen an, wenn eine gute
Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Hort zu Stande kommt. Die kleine
Christina besuche beispielsweise die Eggersdorfer Schule und habe es durch die
enge Zusammenarbeit von Schule und Kinderhort geschafft, nächstes Jahr in die
Grundschule überwechseln zu können. Die unterrichtende Lehrkraft von Christina
bestätigt: "Sie ist wesentlich selbständiger geworden und hat durch die
beständige Hausaufgabenbetreuung gelernt, schneller zu arbeiten."
Um 16.30 Uhr sind die meisten Kinder mit ihren Hausaufgaben fertig. Leiterin
Gabi Kernstock korrigiert noch die letzten Aufsätze. Einige Kinder helfen ihr
dabei, sie geben Ratschläge und suchen gemeinsam nach den besten Formulierungen.
Julia Schütz spielt mit einigen Kindern Karten, Stefanie kocht für die durstigen
Kinder noch einen Tee. Und Roman? Ja, Roman Pleiner ist nicht mehr zu sehen. Er
ist unter einem Berg begeisterter Fans verschwunden. Aber er taucht ganz sicher
wieder auf. Denn die Buben wissen genau, wie weit sie gehen dürfen.
Aus: Vilshofener Anzeiger, 17.1.2003
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Jugendtreff gründet einen Verein: Veit Radlinger ist Vorsitzender
Röhrnbach
(le). Bereits seit Sommer existiert der
Jugendtreff "X-Treme", der von Jugendlichen in Röhrnbach bestens angenommen
wird. Nach dieser "Probezeit" wurde jetzt ein Verein gegründet, dessen Vorsitz
Veit Radlinger übernommen hat.
Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Martin Aumüller. Schriftführer ist Mario
Penn, das Amt des Kassiers übernimmt Eva Seidl. Als Beisitzer fungieren Matthias
Peck, Maria Hackinger, Johannes Schmitz und Adrian Strozik. Die Kasse wird
geprüft von Walter Stefan und Elisabeth Lorenz.
Die Vorstandschaft ist für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Mitglied im Verein
kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat. Außerdem legten die
anwesenden Jugendlichen fest, dass der 1. und 2. Vorstand sowie Kassier und
Schriftführer mindestens 18 Jahre alt sein müssen.
Die Gründungsversammlung leitete der Jugendbeauftragte des Landkreises, Franz
Throner. Er erklärte, dass der Jugendtreff seine Existenz den Fördermitteln aus
Berlin für die "offene Jugendarbeit" verdanke. Hierfür stehe jährlich ein Betrag
von zirka 45 000 Euro zur Verfügung und werde dafür verwendet, noch weitere
Jugendtreffs im Landkreis aufzubauen. Da diese Treffs durch die Jugendlichen in
Eigenregie geführt werden sollten, sei eine Vereinsgründung mit eigener Satzung
erforderlich.
Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Pfarrei werden die Räume dem
neuen Verein kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch vom Markt Röhrnbach erhält
der Jugendtreff künftig eine jährliche Pauschale, um Fixkosten - wie zum
Beispiel Internetgebühren, Telefonkosten, GEZ und Gema-Gebühren - abzudecken.
Franz Throner betonte aber, dass der Gewinn, der durch den Verkauf von Getränken
und kleinen Snacks erwirtschaftet wird, ausschließlich wieder für die
Jugendarbeit, beziehungsweise für Neuinvestitionen im Treff, verwendet werden
müsse.
Ein Lob sprach Throner auch der bisherigen Organisation des Treffs aus, die
reibungslos funktioniere und bisher schon sehr vorbildlich gelaufen sei. Veit
Radlinger sagte, sein Ziel sei, den Röhrnbacher Jugendtreff "X-Treme" zum besten
und schönsten Jugendtreff im Landkreis zu machen. Bürgermeister Josef Gutsmiedl
wünschte ihm und der Vorstandschaft hierfür viel Erfolg und sicherte die
Unterstützung der Markgemeinde zu.
Das "X-Treme" hat geöffnet jeden Freitag von 18 bis 24 Uhr und Sonntag von 15
bis 22 Uhr. Am Samstag, 18. Januar, findet ein "Oldie-Abend" statt.
Aus: PNP, Freyung, 20.1.2003
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Wöchentlicher Sprechtag
für Schwangere im Rathaus Waldkirchen.
Das Gesundheitsamt führt am morgigen Dienstag einen Sprechtag für Schwangere
durch, von 9 bis 11.30 Uhr im Rathaus, Zimmer vier. Infos unter Tel.
08551/963721 oder Tel. 08551/963723.
Aus: PNP, Waldkirchen,
21.1.2003
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Frauenbeauftragte hält ihren
wöchentlichen Sprechtag ab
Waldkirchen. Die Frauen- und Familienbeauftragte der Stadt, Renate Cerny,
hält ihre Sprechstunde heute, Dienstag, von 16 bis 18 Uhr im Erdgeschoss des
Rathauses, Dienstzimmer vier, ab. Während dieser Zeit ist sie auch unter Tel.
08581/20214 erreichbar.
Aus: PNP, Waldkirchen,
21.1.2003
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Neurologisch
Sprachgestörte
können sich beraten lassen
Waldkirchen.
Eine Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung,
die meist nach einem Schlaganfall auftritt, bietet der Landesverband für die
Rehabilitation der Aphasiker morgen, Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr im Altenheim
St. Gisela an. Betroffene wenden sich an Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.
Aus: PNP, Waldkirchen,
21.1.2003
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Hilfe
gegen Prüfungsstress und Hunger
PNP stellt wichtige
Kontaktpersonen an der Universität Passau vor
von Bernd Hones
und Barbara Denk
Wertvolle Infos und Tipps für Studierende gibt es an mehreren Stellen der
Universität. Vergangenen Dienstag haben wir bereits eine Reihe wichtiger
Kontaktpersonen vorgestellt, heute folgt der zweite Teil mit Leuten, die jeder
Student kennen sollte.
Vor Prüfungen oder bei Hausarbeiten geht's in der Regel ab in die Bibliothek.
1,5 Millionen Bücher liegen dort auf. Für Studieneinsteiger sind eine Führung
und die Infoblätter zu empfehlen. Wer dann immer noch Schwierigkeiten hat, kann
sich an Angela Güntner an der Infotheke wenden. Am häufigsten erkundigen sich
Studenten bei ihr nach dem Kennwort. Ihre Antwort: "Das ist das Geburtsdatum,
vierstellig." Studenten können über die E-Mail der Bibliothek Bücherwünsche
beantragen.
Die wichtigsten Informationen über das Sprachenzentrum finden sich auf der
Homepage: das Kursangebot, alle Sprachen und die Angebote an der Philosophischen
Fakultät. Wer in Passau eine Sprache lernen will, der sollte trotzdem Axel
Polleti und Anja Horn kennen. Von ihnen gibt es wertvolle Ratschläge - ob man
eine Fremdsprache als Zusatzqualifikation lernt oder ob diese obligatorisch für
das Studium ist. Tipp von Polleti: "Ruhig auch Randsprachen wie Chinesisch oder
Arabisch lernen - aber nicht mehr als zwei." Und Anja Horn informiert:
"Anfängerkurse beginnen nur im Wintersemester, nicht im Sommer." Für alle
Sprachen außer Englisch und Französisch gilt: Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.
Zu Gitta Hoppe (Bild) kann jeder Student kommen. Mit allen Sorgen. Ob Lernstress
oder Familienprobleme, Prüfungsangst oder Perfektionsdrang. Gitta Hoppe ist
psychologische Psychotherapeutin. "Innerhalb von zwei Wochen bekommt man bei mir
einen Termin", sagt sie. "Und zwar ohne Versicherungskarte." Ihr Credo:
Studieren will gelernt sein. Ihre Tipps: Studenten sollten acht Stunden am Tag
arbeiten, rechtzeitig vor Prüfungen mit dem Lernen beginnen und sich einen
Lernplan erstellen. "Dann packt man das Studium." Ihrer Meinung nach hilft auch
autogenes Training und Lernen in Gruppen. "Das fördert die Teamfähigkeit und
macht mehr Spaß als allein."
Wer genug gelernt hat, hat sich ein Mittag- oder Abendessen in der Uni-Mensa
verdient. Küchenchef Georg Kern (Bild) sorgt dafür, dass es den Studenten an
nichts fehlt.
Für Abwechslung ist auch in diesem Semester gesorgt: mit einer Dessert-, einer
Fernost- und einer Schweizer Woche. Da gibt es Züricher Geschnetzeltes, Berner
Plätzli und gebratenes Pouletschlegeli, für Nicht-Schweizer: Hähnchenschlegel.
Gegenüber der PNP verrät Kern: "Noch in diesem Jahr soll die Mensa umgebaut
werden." Die Studenten können sich dann auf sogenanntes Front-Cooking
einstellen. Kerns Tipp: Die Mensa-Karten immer aufladen, damit sich keine
Warteschlangen bilden.
Kontakte:
· Uni-bibliothek: Angela Güntner - Tel. 0851/509-1630
· Sprachenzentrum: Axel Polleti und Anja Horn - Mail:
sprachenzentrum@uni-passau.de - Internet:
www.sprachz.uni-passau.de - Tel. 0851/509-1701
· Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle: Gitta Hoppe - Mail:
Gitta.hoppe@uni-passau.de - Tel. 0851/509-1102
· Mensa: Georg Kern- Tel. 0851/509-1926.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 21.1.2003
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Bezirk
hilft bei psychischen Problemen
Geld für Einrichtungen der
Caritas und des Roten Kreuzes bereit gestellt
Pfarrkirchen
(red). Die Beratung und Betreuung von Menschen
mit psychischen Problemen im Landkreis wurde im vergangenen Jahr durch
Finanzmittel des Bezirkes sichergestellt. Der Bezirk Niederbayern ist für die
stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung seiner Bürger zuständig und
übernimmt einen Großteil der Personal- und Sachkosten der Psychosozialen
Beratungsstellen und Sozialpsychiatrischen Dienste, die in Niederbayern
flächendeckend eingerichtet wurden. Die von diesen Institutionen erbrachten
Leistungen wären ohne die finanzielle Unterstützung durch den Bezirk nicht zu
bewerkstelligen.
So bieten die Psychosozialen Beratungsstellen neben Aufklärung und Information
ambulante Hilfe im Bereich Sucht und Abhängigkeit an. Hierzu zählen z. B.
Angebote für Drogenabhängige im Vorfeld von Entzug und Entwöhnung, aufsuchende
Sozialarbeit und Streetwork. Aufgabe der Sozialpsychiatrischen Dienste ist es,
die Ausgliederung chronisch psychisch Kranker und Behinderter aus der
Gesellschaft zu verhindern und deren Wiedereingliederung zu unterstützen. Dies
geschieht durch die Organisation von freizeit- und tagesstrukturierenden
Maßnahmen, den Aufbau von Übungs- und Gesprächsgruppen oder häusliche
psychiatrische Krankenpflege.
Insgesamt hat der Bezirkstag im vergangenen Jahr 3,3 Millionen Euro
bereitgestellt, und zwar 1,83 Millionen Euro für die Psychosozialen
Beratungsstellen und 1,47 Millionen Euro für die Sozialpsychiatrischen Dienste.
Für 2003 konnten die Ansätze auf Grund der angespannten Haushaltssituation nicht
weiter angehoben werden. Lediglich die aus den tariflichen Änderungen
resultierenden Personalkostensteigerungen werden noch ausgeglichen.
Ein problematischer Punkt ist auch, dass die Beteiligung der gesetzlichen
Krankenkassen in Höhe von jährlich 300 000 Euro an den Kosten der
Sozialpsychiatrischen Dienste nicht dauerhaft gesichert werden konnten. Die
Zuschüsse waren als freiwilliger Beitrag Ausdruck der Mitverantwortung der
Krankenkassen. Nun ist ein vollständiger Rückzug der Krankenkassen aus der
Mitfinanzierung zu erwarten, wobei die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen
sind.
Im Haushaltsjahr 2002 erhielt die Psychosoziale Beratungsstelle Pfarrkirchen
(Kreis-Caritasverband ) eine Gesamtzuwendung von 190 038 Euro, der
Sozialpsychiatrische Dienst Pfarrkirchen (BRK-Kreisverband) bekam 199 243 Euro
überwiesen.
Aus: PNP; Pfarrkirchen, 21.1.2003
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Vortrag:
Arzt berät "Schreikind"-Eltern
Hauzenberg
(bb). "Schreikind!" heißt der Vortrag, der am morgigen Donnerstag, 23. Januar,
um 19 Uhr in der Hebammen-Praxis Rastegar, Am Rathaus 13 in Hauzenberg statt
findet. Das Rufzeichen ist Programm: Eltern von so genannten Schreikindern
wissen oft weder ein noch aus. Der Referent, der Hauzenberger Kinderarzt Dr.
Schimmer, gibt den Eltern Ratschläge. Infos und Anmeldung: Tel. 08586/606678.
Aus: PNP, Waldkirchen, 22.1.2003
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Frauen
genießen Abschalten, Auftanken und Gemeinsamkeit
KLB organisiert "Oasentage
auf der Englburg" - Kurse bis März
Englburg
(tw). Mit Elan, neuer Kraft und neuem Mut fuhren
die Teilnehmerinnen der ersten "Oasentage auf der Englburg" wieder nach Hause.
Veranstaltet wurden die Tage von der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) der
Diözese.
"Die Englburg ist für mich ein Stück Heimat", erzählte Anna Baumann aus
Waltendorf. Sie schätzte die Gemeinschaft der Gleichgesinnten und fand es
beeindruckend, wie hier die Gottesdienste gefeiert werden. "Zur Ruhe zu kommen",
das genoss Sophie Wallner aus Waltendorf. Ihr gefiel es, wie die Kursleiterinnen
und Referenten Glaubensfragen ansprachen.
"Be-Heimat-en" lautet das Thema der Oasentage und Kurse auf der Englburg, die
noch bis 15. März dauern. Jede Lebensgeschichte zeige, dass man sich immer
wieder neu "beheimaten" müsse, betonte Kursleiterin Marianne Tutsch. So müsse
man bei Schicksalsschlägen, Verlusterfahrungen, Flucht, Krankheit oder Umzug
immer wieder neu anfangen. Pastoralreferentin Maria-Theresia Eber vermittelte
den Teilnehmerinnen, dass man sich solchen Leiderfahrungen stellen solle und
dann "Befreiung und Auferstehung" möglich seien. Pastoralreferent Walter Eber
sprach über "Gott und die Welt" und Glaubensfragen.
"Tu deinem Körper etwas Gutes, dann hat die Seele Lust, darin zu wohnen",
lautete das Motto der Gesundheitspädagogin und Diplom-Kulturwirtin Heike
Kreitlein. Sie gab Einblicke in die chinesische Medizin. Ihr Ziel war es, mit
verschiedenen Bewegungs- und Entspannungsübungen die eigene Lebenskraft zu
stärken.
"Beheimatet sein in der Kirche", diesen Aspekt beleuchtete der neue
Landvolkpfarrer Heinrich Blömecke. Er ermutigte die Landfrauen, neue
Gebetsformen zu erproben, damit die religiöse Erziehung und Beziehung zu Gott im
Alltag sicht- und spürbar werde.
Über seelische Gesundheit, den Umgang mit Aggression und Depression sprach die
Heilpraktikerin Angelika Obernhuber. Sie zeigte den Teilnehmerinnen auf, wie sie
negativen Persönlichkeitsstrukturen entgegen steuern können und informierte über
Naturheilverfahren, die Ausgleich und Harmonie bewirken können, zum Beispiel die
Bachblüten-Therapie.
Mit den extremen Ausfällen von Menschen in der heutigen Gesellschaft, zum
Beispiel Amoklauf und Extremismus, setzte sich Telefonseelsorger Georg Galke in
seinem Vortrag "die Tiefen und Untiefen der Seele, Das Böse aus theologischer
Sicht" auseinander. Er beleuchtete die zunehmende Gewaltbereitschaft von
Menschen gegen die Gesellschaft oder sich selbst in Form von
Selbstmord-Attentaten wie in Israel.
So erlebten die Frauen Gemeinschaft, feierten gemeinsam Gottesdienst, sangen,
spielten, tanzten und gewannen so Abstand zum Alltag. Sie kehrten mit neuer
Kraft, neuer Zuversicht und Dankbarkeit aus der "Oase und Tankstelle Englburg"
in ihre eigenen vier Wände zurück.
Kurse sind wieder ab 27.
Januar, Plätze gibt es vor allem noch für das Familienwochenende auf der
Englburg von 14. bis 16. Februar sowie für die Oasentage vom 10. bis 15. März.
Anmeldung und Infos unter Tel. 0851/393-379.
Aus: PNP, Passau-Land,
22.1.2003
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Frühförderung in Geldnot: In Zukunft weniger Kinder
Budgettierung: Längere
Wartezeiten, weniger Angebote
Deggendorf
(kw). Fünf bis zehn Prozent weniger Kinder als bisher wird die Frühförderstelle
der Lebenshilfe in Zukunft behandeln können. Dem Leiter Georg Knödl zufolge ist
das die Konsequenz aus der Budgettierung, die der Landkreis beschließen muss.
666 000 statt bisher 744 000 Euro im Jahr kann der Kreis ab 2003 an die
Frühförderstelle zahlen (die DZ berichtete). Damit kommt er der Bitte des
Landkreistages nach, die Ausgaben für solche Einrichtungen zu deckeln.
Der größte Ausgabeposten der Frühförderstelle sind die Personalkosten: Zwölf
Therapeuten verschiedener Fachrichtungen und vier weitere Mitarbeiter sind
derzeit dort beschäftigt. Da die Zuschüsse vom Landkreis sinken und die
tariflich festgelegten Gehälter steigen, wird er eine Planstelle streichen
müssen, erklärt Georg Knödl.
Das habe Folgen für die förderbedürftigen Kinder: 250 Patienten hat die
Frühförderung jährlich im Schnitt, die meisten davon kommen drei bis vier Monate
lang einmal in der Woche zur Behandlung. Manche werden bis zu zwei Jahre lang
behandelt, schwerbehinderte Kinder sogar vom ersten Lebensjahr bis zur
Einschulung.
Im Gegensatz zu den Gesamtkosten der Einrichtung sei der Pflegesatz - 14,55 Euro
pro Kind und Woche - in den vergangenen Jahren nur sehr geringfügig gestiegen.
"Das heißt, in Zukunft kommen nicht mehr alle, sondern diejenigen Kinder dran,
die sich zuerst anmelden oder die förderbedürftiger sind als andere", so Knödl.
Die Wartezeiten werden sich von derzeit ein bis zwei Monaten auf ein halbes Jahr
verlängern. Der Grundsatz "Frühe Hilfen sind die wirksamsten Hilfen" gelte dann
in Deggendorf nicht mehr. Auch die Palette der Förderangebote werde schrumpfen.
Die Bitte des Landkreises, Eltern etwa an Logopäden oder Ergotherapeuten zu
verweisen, kann Knödl nicht verstehen: "Zusätzlich weitervermittelt haben wir
immer schon." Die ganzheitliche Betreuung der Frühförderung könnten die Ärzte
jedoch nicht ersetzen. Auch der Vergleich mit anderen Landkreisen, in dem die
Kosten für die Deggendorfer Frühförderung sehr hoch sind, hinke: In Passau und
Landshut etwa gebe es mehrere Einrichtungen dieser Art, in Deggendorf nur eine -
dementsprechend mit um so mehr Kindern. Diese sei jedoch sehr gut ausgestattet
und erfülle einen hohen Standard.
Da die Mittel dafür nun so knapp werden, so Knödl, sei er um jeden Euro dankbar:
"Wir bitten um Spenden, damit wir dringend notwendige Anschaffungen nicht
aufschieben müssen."
Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003
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Tipps
für das Leben mit Baby
Experten beantworten Fragen
rund ums Kind
Deggendorf
(ta). Die Geburt eines Kindes verändert das Leben einer Familie. Oberarzt Fritz
Neumeier vom Klinikum Deggendorf und AOK-Ernährungsberaterin Christa Katzdobler
geben am Dienstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr in der AOK in der Bahnhofstraße
Tipps für das Leben mit einem Baby.
Vor allem beim ersten Kind sind die Eltern oft unsicher, ob sie alles richtig
machen. Ist es normal, dass das Baby so viel und so lange schreit? Wie können
Einschlafprobleme gelöst werden? Welche Impfungen sind notwendig? Welche Nahrung
ist für mein Baby die Richtige? Dr. Neumeier und Christa Katzdobler versuchen
Antworten zu finden.
"Der Vortrag soll den Eltern helfen, im Umgang mit ihren Kindern sicherer zu
werden. Väter und Mütter sollen die einzelnen Entwicklungsphasen besser
verstehen und auf die Bedürfnisse ihrer Kinder angemessen reagieren können",
erklärt AOK-Sprecher Dietmar Liebhaber.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 23.1.2003
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Menschen
mit psychischen Problemen
können sich morgen beraten lassen
Waldkirchen. Menschen mit psychischen Problemen und Krankheiten sind bei
der Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Kreis-Caritasverbandes in den
besten Händen. Dieser führt wöchentlich am Freitag vormittag einen Sprechtag im
Caritas-Sozialzentrum am Rathausplatz durch. Infos und Anmeldung unter Tel.
08551/585-80.
Aus: PNP, Freyung, 24.1.2003
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Gesundheitsamt berät in umweltmedizinischen Fragen
Freyung
(red). Seit Jahren ist das Gesundheitsamt für umweltmedizinische Fragen ein
Ansprechpartner. Schwerpunkt der Beratung sind vor allem Umweltthemen, die die
Bevölkerung betreffen und vorbeugenden Charakter haben, weniger persönliche
umweltmedizinische Probleme des Einzelnen. Im letzteren Fall - wenn es um
Messungen geht - verweist die Beratungsstelle auf anerkannte Umweltinstitute
oder Universitätskliniken. Fachliche Unterstützung erhält das Gesundheitsamt
durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen. Die
Beratungsstelle beim Landratsamt Freyung-Grafenau ist erreichbar im
Gesundheitsamt, Bahnhofstraße 10 (Tel.: 08551/963 70). Sprechzeiten: Montag bis
Freitag, von 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.
Aus: PNP, Freyung, 24.1.2003
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Arbeitskreis "Hospiz"
wird gegründet
Vilshofen. Am kommenden Montag soll um 19.30 Uhr im Tagescafé des
Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt in der Vilsfeldstraße für den Raum Vilshofen
ein Hospiz-Arbeitskreis gegründet werden. Träger der Einrichtung wird die
Pfarr-Caritas sein. Neben den Teilnehmern am Einführungslehrgang
"Sterbebegleitung", der im Dezember erfolgreich beendet wurde, sind alle an
einer solchen Einrichtung Interessierten eingeladen. Es sind nicht nur aktive
Mitarbeiter, sondern auch passive Mitglieder erwünscht. Chefarzt Dr. Ludwig
Weber vom Krankenhaus Vilshofen, der Leiter des AWO-Seniorenheims, Max Lechner
und Krankenhausseelsorger Alois Straßer werden über Bedeutung, Aufgaben und
Erwartung der Sterbebegleitung sprechen.
Aus: Vilshofener Anzeiger,
24.1.2003
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ADS-Kinder nicht benachteiligen
Pädagogischer Tag an der
Volksschule - "Beschleunigungsgesellschaft"
Prackenbach
(mh). Wer kennt sie nicht, die Bilder in den
Kinderbüchern vom Zappelphilipp und dem Struwwelpeter? Heute, in unserer
"Beschleunigungsgesellschaft", scheint sich das dargestellte hypermotorische
Verhalten unter Kindern und Jugendlichen stark zu mehren. Denn die Lehrkräfte an
den Schulen werden zunehmend mit fehlender Aufmerksamkeit,
Hyperaktivitätsstörungen und Impulsivität (unüberlegter Arbeitsstil) in den
Klassenzimmern konfrontiert. Um mehr über Erscheinungsbilder, ihre Ursachen und
deren Behandlung mit einer Vorstellung von Fallbeispielen zu erfahren, hatte
Rektor Ulrich Stoltmann die Schulpsychologin Barbara Hartmann und die Mobile
Erziehungshilfe Dorothea Sangl von der Förderschule in Viechtach als Referenten
zum "pädagogischen Tag" in die Volksschule Prackenbach eingeladen. In fünf
lehrreichen Stunden konnten sie den Lehrkräften sowie den Erzieherinnen der
Kindergärten Prackenbach und Moosbach viel Wissenswertes vermittelten.
Vorneweg erklärte Schulpsychologin Hartmann, dass eine klinische Bedeutsamkeit
von ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsydrom) bei Kindern schon vor dem sechsten
Lebensjahr in Erscheinung tritt. Typische Aufmerksamkeitsstörungen seien
häufiges Nichtbeachten von Einzelheiten, das Problem, längere Zeit die
Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten, leichte und häufige Ablenkbarkeit durch
äußere Reize, Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren sowie
das häufige Verlieren von Gegenständen und die Vergesslichkeit bei
Alltagstätigkeiten.
Begleitstörungen treten auf in emotionaler Labilität, Lern- und
Teilleistungsstörungen sowie Verhaltens- und Selbstwertproblemen. Hinzu komme
eine Hyperaktivität , das heißt eine extreme motorische Unruhe und eine
Impulsivität, die sich in einem vorschnellen Handeln äußert.
Die Ursachen liegen häufig im neurochemischen, aber auch im sozialen Bereich;
vor allem Kinder mit Entwicklungsstörungen psychologischer Art sowie in Familien
ohne erkennbare Familienstrukturen und Regeln sind davon betroffen.
Eine interdisziplinäre Diagnostik z.B. mit Kind, Eltern, Lehrkraft und Arzt, sei
durchaus erfolgversprechend, sagte die Schulpsychologin. Eine Behandlung im
verhaltenstherapeutischen Bereich und Entspannungsverfahren sowie in einer
Familientherapie mit psychologischer Beratung seien dabei eher angebracht, als
diverse Medikamente, wie z.B. Ritalin.
Den praxisbezogenen Teil des pädagogischen Tages veranschaulichte Dorothea Sangl
mit zwei Fallbeispielen. Im ersten wurde ohne das Medikament gearbeitet:
Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga, Körperkontakt und klare Regeln
führten hier zum Erfolg, im zweiten Beispiel wurde mit Ritalin dieser Störung
begegnet. In jedem Fall sei aber die Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule
notwendig.
Schließlich wurden verschiedene Hilfsmöglichkeiten bei der Behandlung von
ADS-Kindern durch den Pädagogen diskutiert, die auf der Grundlage von
partnerschaftlichem Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern ohne gegenseitige
Schuldzuweisung geschehen soll. Auch die Mitschüler sollen über ADS informiert
werden. Kein Fensterplatz, stabile Klassenkameraden sowie eine liebevolle, aber
konsequente Kommunikation seien von großer Wichtigkeit. Regeln und Rituale
sollten zwischen Elternhaus und Schule abgestimmt werden. Der Unterricht soll in
kleinen Schritten mit Bewegungspausen ablaufen, die Hausaufgaben sollten immer
am gleichen Platz verrichtet werden. Vor allem aber dürfe ein ADS-Kind nicht zum
"Klassenkasperl" abgestempelt werden, sondern brauche viel Ermutigung und
Belohnung.
Um den Kindern aus dem Teufelskreis der Beschleunigungsgesellschaft heraushelfen
zu können, sei die Zusammenarbeit von Pädagogen und Elternhaus das A und O,
wurde festgestellt.
Ein gemeinsames Mittagessen und ein Filmausschnitt über aufmerksamkeitsgestörte
hyperaktive Kinder im Unterricht rundeten den interessanten Tag ab.
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.1.2003
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Gesprächsgruppe für
Menschen mit Depressionen
Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit bietet ab 4. Februar jeden
Dienstag von 15 bis 16.30 Uhr eine Gesprächsgruppe für Menschen mit Depressionen
an. Anmeldung unter Tel. 0851/5606-110.
Aus: PNP, Passau-Stadt,
28.1.2003
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Die Notfallseelsorge im
Dekanat Viechtach
Viechtach (sc). Dekan Josef Renner (Kollnburg) lädt für Donnerstag, 30.
Januar, alle Priester und pastoralen Mitarbeiter (auch Religionslehrer und
Gemeindereferenten sowie evangelische Mitarbeiter im kirchlichen Dienst) in den
Alten Pfarrhof zu einer Fortbildung über "Notfallseelsorge heute" ein. Diakon
Reiner Fleischmann (Regensburg) wird über die Notwendigkeit dieses Dienstes
sprechen und das richtige Verhalten in Konfliktsituationen erläutern. Des
weiteren werden Fortbildungsangebote vorgestellt.
In den nächsten Wochen soll dann das Netz der Notfallseelsorge, das im
Altlandkreis Regen von Krankenhausseelsorger Richard Weih betreut wird, auch auf
den Altlandkreis Viechtach ausgedehnt werden. Dazu ist aber die Mitarbeit vieler
Frauen und Männer im Seelsorgedienst dringend erforderlich, meint der Dekan.
aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 28.1.2003
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Info zum
Thema Rechenschwäche
Pocking/Passau
(red). Die erste Veranstaltung der Selbsthilfegruppe für Lese- und
Rechtschreibschwache, Legastheniker und Dyskalkulie-Betroffene im neuen Jahr
findet am Dienstag, 11. Februar, um 19.45 Uhr im Pfarrzentrum in Pocking statt.
Thema des Abends ist "Rechenschwäche - Ursachen, Diagnose und Fördermaßnahmen
bei Dyskalkulie". Referentin ist Helga Nusser. Nach einer neueren Untersuchung
sind etwa sechs Prozent aller Grundschulkinder von einer Störung betroffen, die
als Rechenschwäche bezeichnet wird. Die Informationsveranstaltung zeigt
Möglichkeiten einer gezielten Diagnostik sowie Fördermaßnahmen auf.
Aus: PNP, Pocking,
29.1.2003
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Mehr
Platz für Mittagsbetreuung nötig
Erweiterungsbau wird vom
Staat allerdings nicht bezuschusst - Hoffen auf ein zweites Modellprojekt Passau
von Doris Able
Innstadt. Der Bedarf an der Mittagsbetreuung an der Grundschule ist groß
- inzwischen auch die Notwendigkeit zur baulichen Erweiterung. Das Problem:
Eigene Räume sind nicht förderfähig, ein Ausbau des Kinderhorts bei den
derzeitigen Belegungszahlen nicht erforderlich. Grund genug für die Vertreter
von Schule, Eltern und Förderverein, Staatskanzlei-Chef Erwin Huber bei seinem
gestrigen Besuch in der Innstadt zu bitten, die Möglichkeit zur Förderung über
einen Modellversuch zu prüfen.
Schon vor zehn Jahren hätte man allen bürokratischen Hindernissen zum Trotz mit
dem Hort an der Schule und später mit der Mittagsbetreuung Wege beschritten, die
im Normalfall nicht realisierbar gewesen wären, erinnerte der
Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Waschler, auf dessen Initiative der
Ministerbesuch zu Stande kam. Sein Lob galt hier insbesondere der vorbildlichen
Initiative der Eltern, die nicht nur gefordert, sondern all die Jahre selbst mit
Hand angelegt hätten, sei es bei Bau und Planung des Horts, bei der Gründung
eines Fördervereins zur Finanzierung oder bei einem Erweiterungsbau.
Aus Gründen der "Betreuungssicherheit" ist für Rektorin Monika Oberreuter ein
geordneter Schulbetrieb ohne Hort und Mittagsbetreuung nicht mehr vorstellbar.
Die enge Verzahnung habe sich bewährt, die Flexibilität des Personals
erleichtere den Ablauf enorm. Konsequenz: gute Akzeptanz.
Die Entstehung des Hortes sei untrennbar mit dem Förderverein verbunden, der
auch Träger des 1994 realisierten Projekts ist, erinnerte dessen Vorsitzender
Franz Kellner. Um allen Grundschülern die Möglichkeit zum Hortbesuch zu geben,
seien die Öffnungszeiten ausgeweitet worden. Derzeit nutzen 18 Kinder das
Angebot, berichtete Doris Köhl. Bei mittlerweile zwei Mittagsbetreuungsgruppen
mit 40 Kindern stoße man an räumliche Grenzen, schildert deren Leiterin Gabriele
Barth die Situation. Man könne Seminarraum und Bücherei der Schule nutzen, müsse
aber an manchen Tagen ins Pfarrzentrum ausweichen. Elternbeiratsvorsitzender
Gottfried Braun betonte die Notwendigkeit, über die Schule vor Ort die Kinder im
Stadtteil zu halten: "Grundschüler gehören in ihr soziales Umfeld, sie sind auf
Hilfe angewiesen", plädierte er für ein weiteres Fortbestehen der
Innstadtschule.
OB Albert Zankl hatte eingangs auf die Hortsituation in Passau verwiesen, die
entsprechend der Schullandschaft ausgewogen sei. Mittagsbetreuung gebe es an
acht Grundschulen mit einer zusätzlichen Förderung der Stadt. Über die
Pflichtleistung hinaus etwas für die Kinder zu tun, sei für ihn
selbstverständlich, so Zankl.
"Das auffällig gute Miteinander" zwischen Schule und den begleitenden
Einrichtungen gefiel dem Minister mindestens ebenso gut wie der musikalische
Gruß des Schulchors unter Leitung von Melitta Pangerl und der "Fensterbrief"
eines Schülers. In der Innstadt gebe es ein hervorragendes Angebot für die
Eltern. Zum Beweis dafür, dass der Freistaat auch in Zeiten eisernen Sparzwanges
den Bereich Schule und Familie ausgenommen habe, nahm sich Huber ausreichend
Zeit zum Gespräch und Rundgang. Der Staat wolle die Schaffung von
Betreuungsplätzen bis 2006 zusätzlich fördern: "Für dieses freiwillige Angebot
gibt es eine gesellschaftliche Notwendigkeit."
Aus: PNP, Passau-Stadt,
31.1.2003
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Längere
Pausen machen das Lernen wieder leichter
Studenten sollten frühzeitig
mit der Prüfungsvorbereitung anfangen - Tipps, um Stress in den letzten Tagen zu
reduzieren
von Hans-Peter Hoeren
Eigentlich weiß es ja jeder Student: Rechtzeitiges Vorbereiten auf Prüfungen
reduziert Stress und schont die Nerven. Ganz einfach - eigentlich... Trotzdem
fangen viele immer wieder zu spät mit dem Lernen an. Mit Zehn- bis
14-Stunden-Schichten, Nachtarbeit und deutlich reduziertem Schlafpensum versucht
man den vielen Lernstoff in der kurzen verbleibenden Zeit noch reinzupauken.
Folgen von Lernstress: Überforderung, Angstzustände, Schlafstörungen bis hin zu
Depressionen.
"Das Zeitmanagement ist in der Uni das A und O, die meisten Studenten haben die
intellektuellen Fähigkeiten, um an der Uni zu bestehen", weiß Gitta Hoppe von
der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Universität. Deshalb
rät sie jedem Studenten, möglichst frühzeitig im Studium damit anzufangen, sich
den Tag in drei Teile einzuteilen: maximal acht Lernstunden (incl. mindestens
zwei Stunden Pausen) und jeweils acht Stunden zur freien Verfügung und zum
Schlafen. "Ich empfehle den Studenten die Lernzeit zu handhaben wie einen
Arbeitstag und die Uni wie einen Beruf anzusehen", so Gitta Hoppe.
Doch was ist mit den Studenten, die trotzdem immer wieder zu spät anfangen? Wie
können sie trotz des großen Zeitdrucks noch das Beste aus der Stituation machen?
Auch für sie hat Gitta Hoppe einige Tipps parat:
1. Arbeitsplatz: Der Arbeitsplatz sollte aufgeräumt und gut strukturiert sein,
denn nur an einem aufgeräumten Arbeitsplatz ist strukturiertes Arbeiten möglich.
Ess- und Arbeitsbereiche sind nach Möglichkeit zu trennen.
2. Lernpensum und Pausen: Sinnvolle Lerneinheiten dauern nicht länger als zwei
Stunden. Im Anschluss sollte man 15 bis 30 Minuten pausieren. Eine längere
Mittagspause ist sinnvoll.
3. Zwischen Anspannung und Entspannung wechseln: Rund-um-die-Uhr-Lernen kann zu
Übermüdung, Schlafstörungen bis hin zu Depressionen führen. Deshalb gilt auch
für die "Saisonarbeiter": Für körperlichen Ausgleich sorgen, längere
Spaziergänge machen oder Sport treiben.
4. Angst/Panik - wenn beim Lernen nichts mehr geht: Dann hilft nur eins: Pausen,
Ablenkung, Gespräche mit anderen suchen (siehe Interview). In diesem
Zusammenhang kann es auch von Vorteil sein, sich einer Lerngruppe anzuschließen.
5. Motivation durch kleine Belohnungen erhalten: Realistische Lernziele setzen
und wenn diese erreicht sind, sich etwas Gutes tun z.B. ins Kino gehen, mit
Freunden kochen und sich positive Ziele für die Zeit nach der Prüfung setzen,
auf die man hinarbeitet, wie zum Beispiel eine längere Reise.
Aus: PNP, Passau-Stadt,
31.1.2003
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61
Frauen entscheiden sich für ihr Kind
Jahresbilanz der
Beratungsstelle Donum vitae
Passau
(red). Im letzten Jahr suchten 959 Personen die
staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen "Donum vitae" in
Passau oder ihrer Außenstelle in Pfarrkirchen auf. Von 191 Frauen, die zur
gesetzlich vorgeschriebenen Konfliktberatung nach § 219 gekommen waren,
entschieden sich 61 Schwangere gegen eine Abtreibung und für ihr Kind. Dies
berichtete die Leiterin der Beratungsstelle, Margit Wieden, bei einem Treffen
des Förderkreises von Donum vitae in Passau.
Der anhaltende Zuspruch, den das Beratungsangebot des Vereins findet, zeige sich
auch in Vilshofen, wo seit Jahresbeginn im Rathaus jeden Mittwochvormittag
Sprechstunden angeboten werden.
Von den 959 Personen, die im Vorjahr die Beratungsstellen aufgesucht haben,
kamen 356 Frauen zu einer allgemeinen Schwangerenberatung, 223 Frauen suchten
Unterstützung nach der Geburt ihres Kindes und 45 Frauen bzw. Paare nahmen das
Angebot im Bereich der Lebens- und Familienberatung wahr. 191 Frauen wandten
sich in der gesetzlich vorgesehenen Schwangerschafts-Konfliktberatung an Donum
vitae, fast ebenso viele, wie im Jahr zuvor. Erfreulicherweise entschieden sich
nach einer solchen Beratung 61 Frauen für die Fortsetzung ihrer Schwangerschaft;
im Jahr zuvor waren es bei 197 beratenen Schwangeren 52 werdende Mütter.
Nahezu unverändert blieb im Vergleich der Jahre 2001 und 2002 die Zahl der mit
beratenen Männer. So begleiteten im Vorjahr 136 Männer ihre Partnerin zu einer
Beratung, acht Männer (im Jahr zuvor fünf) suchten allein Rat und Hilfe bei
Donum vitae.
Zur finanziellen Unterstützung von Schwangeren, Alleinerziehenden oder
kinderreichen Familien stellten die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle im
letzten Jahr fast 400 Anträge an verschiedene Leistungsträger. So konnten sie
aus der Landesstiftung mehr als 200 000 Euro für ihre Klientinnen vermitteln,
aus dem diözesanen Hilfsfonds flossen 5780 Euro und der Bischof-Eder-Fonds
unterstützte mit mehr als 10 000 Euro bedürftige Frauen mit Kindern über drei
Jahren.
Zusätzlich wurden 750 Euro Weihnachtsbeihilfe an allein erziehende Mütter mit
mehreren Kindern verteilt und weitere 500 Euro an kinderreiche Familien. In
akuten Notfällen half Donum vitae 15 Personen mit einer Soforthilfe in Höhe von
insgesamt 375 Euro.
Aus:PNP, Passau-Land,
31.1.2003
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