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Newsletter Nr.4/2003 zum Thema

Beratung und Hilfestellung

 

"Konfliktlotsen" an Schulen: Wie man Streit schlichtet

Freyung (red). An der Realschule Freyung wird das Projekt "Konfliktlotsen an Schulen" eingeführt. Dazu fand ein Eltern-Schüler-Abend statt, bei dem die die an der Arbeitsgruppe beteiligten Lehrkräfte die Grundzüge des Modells, die Systemvoraussetzungen, die Kriterien für die Auswahl der Konfliktlotsen, sowie die Elemente der Ausbildung erläuterten.
"Mediation" - wie dieses Verfahren der Streitschlichtung auch genannt wird - ist eine Konfliktvermittlung ausgebildeter Schüler zwischen Mitschülern. Dabei geht es darum, dass die Streitpartner mit Hilfe der Vermittler eine für beide Seiten akzeptable Konfliktlösung finden. Streitschlichtung wirke sich positiv auf das Schulklima, auf den Umgang von Lehrern, Schülern und Eltern. Der aktive Umgang mit Konflikten trage wesentlich zur Verbesserung der sozialen Kompetenz des Einzelnen bei. Wie das Beispiel anderer Schulen gezeigt hat, werden dadurch Regelverletzungen und Gewaltäußerungen eingeschränkt und der Unterricht störungsfreier.
Die Realschule Freyung beabsichtigt, eine Gruppe von Schülern zu so genannten "Mediatoren" auszubilden. Da diese Ausbildung sowie die Einrichtung eines "Streitschlichtungs-Raumes" mit erheblichen Kosten verbunden ist, sucht die Realschule nach Sponsoren für dieses Projekt. Die Sparkasse stellte als einmalige Anschubfinanzierung 400 Euro zur Verfügung.

Aus: PNP, Freyung, 2.4.2003

 

Versammlung beim Kinderschutzbund

Das Thema "Starke Eltern - Starke Kinder" steht heute u.a. auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes, die heute um 19.30 Uhr in der Geschäftsstelle, Nikolastraße 9, stattfindet. Gäste sind willkommen, Anmeldung unter Tel. 0851/2559 erbeten.   

Aus: PNP, Passau-Stadt, 2.4.2003

Sprechtag des Versicherungsamts: Bürger sollen sich anmelden

Neuhaus a. Inn (rst). Das staatliche Versicherungsamt wird am Donnerstag im Rathaus der Gemeinde Neuhaus a. Inn Fragen der Bürger zur Sozialversicherung und vor allem zum Rentenrecht beantworten.Von 13 bis 16 Uhr gibt ein Fachmann Auskunft zu allen Angelegenheiten der Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung). Insbesondere werden Fragen zur Rentenversicherung (z.B. 325-Euro-Jobs, Grundsicherung, Versicherungspflicht von Selbständigen und Handwerkern, zwischenstaatliche Regelungen sowie Voraussetzungen für eine Rente) erörtert.
Es werden auch alle Anträge an die Rentenversicherungsträger entgegengenommen. Beim Stellen von konkreten Anträgen und persönlichen Auskünften muss man aus Datenschutzgründen den Personalausweis oder eine Vollmacht vorlegen. Außerdem sind immer die entsprechenden Unterlagen mitzubringen. Die ratsuchenden Bürger werden gebeten, sich für Terminabsprachen rechtzeitig zuvor mit der Gemeinde Neuhaus a. Inn, Tel. 08503/ 9111-16 bzw. -17 in Verbindung zu setzen.

Aus: PNP, Passau-Land, 2.4.2003

 

Vortrag bei Selbsthilfegruppe
für Schlaganfallbetroffene

Passau (red). Jeden ersten Donnerstag im Monat trifft sich die "Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener Passau" jeweils um 9.30 Uhr im Restaurant von Möbel Hiendl, Passau. Dabei soll in lockerer Art über Probleme Betroffener und Angehöriger geredet werden. Morgen, Donnerstag, steht ein Vortrag von Gerlinde Schätzl vom Roten Kreuz in Passau auf dem Programm. Sie spricht zum Thema "Pflegende Angehörige von Schwerkranken und Behinderten - wie geht man mit dieser Belastung um?".

Aus: PNP, Passau-Land, 2.4.2003

 

"Böhmwind": Mehr fördern, weniger aktiv sein

Jahresmitgliederversammlung der "Initiative für suchtfreies Leben" beschließt neue Zielsetzung

Regen (bb). Eine neue Zielsetzung hat sich der Verein "Böhmwind - Initiative für suchtfreies Leben" in seiner Jahresversammlung verordnet. Der Vorsitzende, Landrat Heinz Wölfl, stellte im Blick auf die bisherige Entwicklung fest, dass die personellen Änderungen auch eine Änderung in der Struktur notwendig machten.
Statt eigene Aktionen durchzuführen, wird sich der Verein künftig mehr um die Förderung fremder Initiativen kümmern und sie finanziell unterstützen. Damit werde mit mehreren zeitgleich laufenden Maßnahmen die Präventionsarbeit intensiviert.
Nach den neuen Förderrichtlinien können Aktionen und Projekte anderer Stellen und Veranstalter, wie z.B. von Jugendgruppen und -verbänden, Vereinen, Kindergärten, Schulen und Privatpersonen gefördert werden.
Ein anschließendes Referat von Amtsarzt Dr. August Bothschafter befasste sich mit Gefahren in einer kritischen Phase der Entwicklung: Drogensucht,Spielsucht und Ess-Störungen. Er machte deutlich, dass der entscheidende Faktor einer jeden Suchtentwicklung die Persönlichkeit des Menschen ist und nicht die Droge, mit der er konfrontiert wird. In der Präventionsarbeit habe man bisher das Hauptaugenmerk auf die Droge und weniger auf die Persönlichkeit des gefährdeten oder betroffenen Menschen gelegt. Hier müsse ein Umdenken stattfinden.
Der Kassier des Vereins, Sparkassendirektor Josef Wagner, und die Kassenprüfer Gust Wittenzellner und Toni Fischer, erstatteten ihre Berichte.
Bei den Neuwahlen wurde Heinz Wölfl im Amt bestätigt. 2. Vorsitzender ist Karl Rabl, 3. Vorstitzende Dr. Englmeier. Beisitzer: August Bothschafter, MdL Helmut Brunner, Frau Stöger, Dr. Paul Kestel, Herr Kindler, Baron Stefan von Poschinger, Rita Röhrl, Walter Schlicht, Fritz Wühr, Hans Plötz, Polizeichef Wilhelm Völkl, Dekan Helmuth Schuler, Hans Vogl, Theresia Limbeck-Atzenberger.
Zum Schriftführer wurde Ludwig Stecher vom Kreisjugendring gewählt. Die bewährten Rechnungsprüfer stehen dem Verein weiterhin zur Verfügung.

Das fördert Böhmwind

 

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 Aktionen, Veranstaltungen, Info-Abende und dergleichen, bei
denen das Thema Prävention im Vordergrund steht.

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 Antragsberechtigt sind Jugendgruppen und -verbände, anerkannte Träger der Jugendhilfe, Vereine, Kindergärten und Schulen und sonstige Personen und Organisationen, die sich mit Suchtprävention beschäftigen

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 Zuschüsse gibt es für Informations- und Bildungsveranstaltungen im Bereich Prävention, Multiplikatorenausbildung und Abbau bzw Verhinderung von süchtigem und sozialschädlichem Verhalten.

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 Bei Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen fördert
Böhmwind mit bis zu 100% der Kosten, maximal 200 Euro

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 Sonstige präventive Veranstaltungen fördert Böhmwind mit bis zu 50%, max. 500 Euro

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 Über größere Projekte kann ein gesonderter Antrag gestellt werden, den die Vorstandschaft von Böhmwind dann gesondert berät.

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 Die Anträge nimmt Böhmwind e.V., Guntherstr. 12, in Regen entgegen. Info unter Tel. 601-426.

Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 2.4.2003

 

Schwangeren-Hilfe legt Bilanz vor

Freyung (red). 245 Rat Suchende wandten sich 2002 an die Schwangeren-Beratungsstelle, die sich im Gesundheitsamt befindet. Für 108 schwangere Frauen wurden Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt, und es wurden 97 198 Euro an Hilfen vermittelt. Der Großteil davon wurde von der Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" gewährt. Die Maßnahmen orientieren sich an der jeweiligen Situation der Frau und umfassen erforderliche Anschaffungen im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Kind. Der Antrag ist grundsätzlich vor der Geburt zu stellen.
Bei finanziellen Schwierigkeiten oder anderen Problemen bezüglich der Schwangerschaft kann sich jede Frau an die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen wenden. Die Mit-arbeiterinnen sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar (Tel. 08551/9637-21 oder -23). Zusätzlich werden Außensprechtage angeboten. In Waldkirchen jeden Dienstag von 9 bis 11.30 Uhr im Rathaus (Zimmer 4). In Grafenau jeden Donnerstag von 8 bis 11 Uhr im Rathaus (Zimmer 116). Informationen zum Thema "Schwangerschaft/Familie" im Internet unter:
www.schwanger-im-landkreis-frg.de.

Aus: PNP, Freyung, 15.4.2003

 

Gutes Betreuungs-Angebot - doch Kinder bleiben aus

1997 wurden 415 Passauer geboren, letztes Jahr nur noch 351

von Thomas Seider
In Passau ist in der Vergangenheit ein recht gutes Angebot an Kinder-Tagesstätten geschaffen worden (untergliedert in Krippen für Kinder bis zu drei Jahre, Kindergärten für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt und Horte für Schüler von der ersten Klasse bis zum 15. Lebensjahr). In einigen Jahren freilich wird in einigen Bereichen dieses gute Angebot zum Überangebot werden. Denn die Kinderzahlen sinken, in Passau ebenso wie in Deutschland überhaupt.
Der Rechnungsprüfungsausschuss des Stadtrats hat deshalb schon allein aus finanziellen Erwägungen heraus die Empfehlung an das städtische Jugendamt ausgesprochen, es müssten langfristige Planungen erstellt werden, die den Rückgang der Kinderzahlen berücksichtigen. Künftig muss also ein Konzept in der Schublade liegen, nach dem die jetzt noch gebrauchten Einrichtungen wieder reduziert werden.
In den letzten sechs Jahren sank die Zahl der Geburten in der Stadt bereits kontinuierlich von 415 auf 351 im letzten Jahr. Die Prognose lautet, dass die Zahl der Drei- bis Fünfjährigen von derzeit deutlich über 1200 auf unter 900 in fünfzehn Jahren sinken wird.
Zu beanstanden hatte die rathausinterne Rechnungsprüfung der Kinder-Tagesstätten nichts. Die ermittelten Zahlen gäben dennoch zu denken, meint Anton Jahrstorfer (CSU), der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Und das stellten die Prüfer im Einzelnen fest:
Kinderkrippen - im Stadtgebiet vier Einrichtungen freier Träger mit insgesamt 66 Plätzen. Mit einem Versorgungsgrad von 4,3 Prozent der unter Dreijährigen nimmt Passau einen Spitzenplatz in Bayern ein.
Kindergärten - 21 Einrichtungen mit insgesamt 1500 Plätzen, darunter ein städtischer Kindergarten (Stadtzentrum). Der Versorgungsgrad beträgt laut aktuellem Kindergarten-Bedarfsplan 100 Prozent, das Angebot deckt den Bedarf also vollständig.

Zwei Prozent auswärtige
Kindergartenkinder

Der Anteil von Kindern aus anderen Gemeinden, die in der Stadt den Kindergarten besuchen, liegt bei zwei Prozent. In dieser Größenordnung auswärtigen Mädchen und Buben einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen, sei für eine kreisfreie Stadt mit der Funktion eines Oberzentrums angemessen, meinen die Prüfer.
Die Hitliste der Auslastung bei den Kindergärten (Stand 2002) - 106 Prozent: St. Korona, Patriching, 104 Prozent: St. Michael, Grubweg, St. Nikola, Schalding l.d.D., 100 Prozent: Heining, Neustift, St. Elisabeth, evangelischer Kindergarten, St. Peter, Grubweg Zentrum, Montessori, 99 Prozent: St. Konrad, Hacklberg, 98 Prozent: Rittsteig, Josefsheim, 95 Prozent: Innstadt, 92 Prozent: Altstadt, Schalding r.d.D., 85 Prozent: Auerbach, 84 Prozent: Stadtzentrum, 72 Prozent: Ilzstadt, 68 Prozent: Waldkindergarten, 60 Prozent: Hals.
Kinderhorte - acht Einrichtungen, darunter zwei städtische (Altstadt und Heilig-Geist). Mit derzeit knapp 300 genehmigten Hortplätzen verfügt die Stadt Passau nach Feststellung der Prüfer über ein "angemessenes und attraktives Hortangebot". Die Reihenfolge der Auslastung (letzter verfügbarer Stand 2001) - 152 Prozent: Altstadt, 116 Prozent: St. Anton, 108 Prozent: Neustift, 98 Prozent: Heilig-Geist, 96 Prozent: Hacklberg, 92 Prozent: St. Franziskus, 88 Prozent: Grubweg, 77 Prozent: Innstadt.
Von der Anregung der Prüfer, eine gemeinsame Beschaffung der Mittagessen für alle Kinder-Tagesstätten könne eventuell eine Einsparung bringen, hielten die Stadträte nicht allzu viel. Der Flexibilität wegen wird es wohl bei der Verpflegung aus verschiedenen Kantinen wie die der Zahnradfabrik und der Klosterküche von St. Nikola bleiben.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 15.4.2003

 

Caritas-Beratung: Immer mehr Essgestörte suchen Hilfe

70 Prozent der Essgestörten unter 30 Jahren - Stelle war mit 727 Klienten im vergangenen Jahr ausgelastet - Telefonische Hilfe wird angenommen

Die Psychosoziale Beratungsstelle der Caritas ist voll ausgelastet: 727 Klientinnen und Klienten kamen im vergangenen Jahr zur Psychosozialen Beratung und Behandlung (PSBB). Wie aus dem neuesten Jahresbericht der Beratungsstelle hervorgeht, ist die Zahl der Klientinnen, die wegen einer Ess-Störung an die Beratungsstelle kamen, relativ hoch. Im vergangenen Jahr waren es ausschließlich Frauen und Mädchen, wobei 70 Prozent unter 30 Jahre alt waren.
Die PSBB versteht sich als allgemeine psychotherapeutische Ambulanz mit dem besonderen Schwerpunkt Suchtkrankenhilfe. Aber nicht nur für Suchtmittelgefährdete und Abhängige von Drogen wird Beratung und Hilfe angeboten, sondern auch für alle Menschen, die mit psychischen Problemen kommen.
Der Einzugsbereich der Beratungsstelle umfasst die Stadt und die Landkreise Passau, Freyung-Grafenau sowie Pfarrkirchen und Deggendorf. Die meisten Klienten, nämlich 493, kamen aus dem Landkreis Passau.
Nach wie vor ist Alkohol die Nummer Eins unter den Drogen. Knapp die Hälfte aller Patientinnen und Patienten nannte eine Alkohol-Problematik als Grund für ihre Kontaktaufnahme zur PSBB. Hier ist die Zahl der Männer deutlich höher als die der Frauen. Aber auch illegale Drogen spielen eine große Rolle. Trotzdem kann festgestellt werden, dass die Zahl der Patienten mit Drogenproblemen in den vergangenen Jahren relativ konstant bleibt.
Bereits vor einigen Jahren ist die PSBB ihren Klienten noch näher gekommen: Außenstellen in Vilshofen, Wegscheid und Pocking wurden eingerichtet. Die Beratungsstelle in Rotthalmünster musste wegen Personalmangels 2002 geschlossen werden. Die Außenstellen der PSBB werden sehr gut angenommen, vor allem deswegen, weil es den Klienten lange Anfahrtswege erspart. Viele von ihnen haben auch auf Grund ihrer Suchtproblematik ihren Führerschein verloren und sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. In Vilshofen und Wegscheid ist die Beratungsstelle zudem im jeweiligen Krankenhaus untergebracht. Auch dies vereinfacht es den Patienten, die PSBB aufzusuchen, da sie oft von den behandelnden Ärzten direkt an die Stelle im eigenen Haus verwiesen werden.
Neben der Beratung und Behandlung von Betroffenen hat sich das Team der PSBB auch auf die Angehörigenarbeit eingestellt. Sie ist absolut notwendig, da gerade Angehörige einen Patienten mit Suchtproblematik wirkungsvoll unterstützen können.
Vor fünf Jahren hat die PSBB auch eine Telefonberatung eingeführt. Die Resonanz ist groß, 180 Männer und Frauen nahmen das Angebot im vergangenen Jahr in Anspruch.

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Zu erreichen ist die Psychosoziale Beratung des Caritasverbandes in der Oberen Donaulände 8, Tel. 0851 / 5018-42.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 15.4.2003

 

"Palast" macht Programm: Zelten, Reisen, Chatten

Stadt- und Kreisjugendring legen neue Broschüre auf

Er ist rechteckig, praktisch und gut: "Palast" heißt der Veranstaltungskalender im Pocket-Format, den Stadt- und Kreisjugendring zum siebten Mal herausgeben. Auf 100 Seiten finden junge Leute zwischen 3 und 26 Jahren alles über Veranstaltungen, Partys, Nachtwanderungen und Reisen. Das Angebot, das bis zum Dezember reicht, wird von Jahr zu Jahr umfassender. Standen vor sieben Jahren noch knapp 90 Veranstaltungen zur Wahl, sind es nun 186. So können Jugendliche die Natur erleben im Wildniscamp am Falkenstein, Kanufahren auf der Moldau, Bergwandern oder "Quatschen mit Jugendlichen aus anderen Ländern" beim internationalen Chat-Nachmittag. Ebenso auf dem Programm: Minigolf, indisch kochen, Seifen herstellen und vieles mehr. Im Reise-Angebot sind u. a. eine Ferienfreizeit in Island, ein Griechenland-Trip, und ein Zeltlager in Ungarn. Angereichert ist der Kalender mit den Adressen aller Jugendtreffs in Stadt und Landkreis. An den Veranstaltungen können alle Jugendlichen teilnehmen, die Preise sind für jeden erschwinglich. Die Kalender liegen in Schulen von Stadt und Landkreis, Horten, Banken, Geschäften und Lokalen auf.    ez
aus: PNP, Passau-Stadt, 15.4.2003

 

Hospizverein bildet wieder neue Helfer aus

Neue Hospizhelfer werden ausgebildet – Anmeldungen noch möglich

Freyung (as). Der Hospizverein im Landkreis Freyung-Grafenau hat in den zwei Jahren seines Bestehens eine Vielfalt von fruchtbaren Aktivitäten entwickeln können.
Dies wurde bei der Mitgliederversammlung im Bildungszentrum "Die Brücke" deutlich, als die Vorsitzende Kerstin Bleinroth berichtete, dass 2002 bereits eine zweite Staffel von Hospizhelfern ausgebildet werden konnte. Diese Helfer seien seit März dieses Jahres in das bereits bestehende Helfer-Team eingegliedert worden und stehen zur Verfügung.
"Die Hospizhelfer können auf Grund gezielter Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung ihre Aufgaben im Landkreis wahrnehmen und Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten", betonte Blein-roth. In diesem Zusammenhang hob sie die gute Zusammenarbeit mit den regional tätigen karitativen Organisationen hervor.
Außerdem habe der Hospizverein die Hospizidee durch öffentliche Vorträge und Referate zum Thema Sterben und Trauer in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Der Hospizverein habe sich bei der Auftaktveranstaltung "Mit Krebs leben - südlicher Bayerischer Wald" im Oktober 2002 mit einem Stand im Bürgerhaus Waldkirchen vorgestellt und Kontakte zur Bayerischen Krebsgesellschaft knüpfen können. Bleinroth dankte dem Rotary-Club Freyung-Grafenau für das Benefizkonzert mit dem Niederbayerischen Ärzteorchester-Orchester im Freyunger Kurhaus Ende März, das der Rotary-Club zusammen mit dem Katholischen Kreisbildungswerk zugunsten des Hospizvereins veranstaltete.
Maria Jungwirth erläuterte den Haushaltsabschluss 2002 und den Haushaltsplan 2003. Anschließend wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.
Abschließend informierten Vorstandsmitglieder und Hospizhelfer über die geplante Vortragsreihe im Jahr 2003, über die Aus-bildung eines weiteren Hospizhelfer-Teams im Grafenauer Land und über die geleisteten Einsätze und Begleitungen im vergangenen Jahr. Es wurde darauf verwiesen, dass für die neue Staffel der Hospizhelferausbildung noch Kapazitäten frei seien. Interessierte werden gebeten, sich mit dem Hospizverein in Verbindung zu setzen.

Aus: PNP, Freyung, 17.5.2003

 

Menschen mit psychosozialen Problemen tauschen sich aus
Waldkirchen. Die Gesprächsgruppe für Menschen mit psychischen Problemen trifft heute, Donnerstag, in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr im Caritas-Sozialzentrum zusammen. Informationen und Anmeldungen bei der Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Kreis-Caritasverbandes, Tel. 08551/58580.

 

"Initiative mit Krebs leben" berät die Betroffenen
Waldkirchen. Hilfestellung bietet die "Initiative mit Krebs leben" : Die Beratungsstelle in der Weißbräugasse 2a ist geöffnet: Montag 8 bis 10 Uhr, Mittwoch 13 bis 17 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag nach Vereinbarung. Infos Tel. 08581/9887880.

 

Sprechtag für Schwangere wöchentlich im Rathaus
Waldkirchen. Einen Sprechtag für Schwangere führt das Gesundheitsamt Freyung jeden Dienstag durch. Er findet von 9 bis 11.30 Uhr im Rathaus, Zimmer vier, statt. Infos: Tel. 08551/963621 oder Tel. 08551/963723.

 

Frauenhaus, Anonyme Wiege, Frauen-Notruf: Tel. 0851/89272.
Hospizverein: Tel. 0851/71344.
Projekt Moses - Donum Vitae: Tel. 0800 0066 737.

 

Marianne Tödter führt den Diözesanverband des Verbraucher Services Bayern

Im Katholischen Frauenbund integriert - Warnungen für betrügerischen Gewinnspielen

Aldersbach (tw). Die Delegiertenversammlung des Diözesanverbands des Verbraucher Services Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) wählte im Klosterhof in Aldersbach Marianne Tödter aus Ruhstorf einstimmig als Vorsitzende. Bisher war sie kommissarische Leiterin.
Als ihre Stellvertreterinnen fungieren Eva Kirchberger aus Otterskirchen, Leiterin der Beratungsstelle des Verbraucher Services Bayern in Passau und Theresia Scherr, Hauswirtschaftsmeisterin aus Passau.
Die Schriftführung liegt weiterhin in den Händen von Brigitte Steiner aus Passau. Gisela Wältl, Hauswirtschaftsmeisterin aus Ottmaring, bestimmten die Delegierten als Beisitzerin im Landesausschuss.
Als ihre wichtigste Aufgabe formulierte Marinne Tödter, Bindeglied zwischen dem katholischen Frauenbund und der Beratungsstelle des Verbraucher Services Bayern zu sein und die an den Verbrauchern orientierte Arbeit in den Zweigvereinen des Frauenbunds zu aktivieren.
Zu ihren weiteren Zielen zählte sie, den Frauen trotz Berufstätigkeit ein Grundwissen an hauswirtschaftlicher Bildung zu vermitteln und diese in den weiterführenden Schulen wieder aufzuwerten. Gerade sozial schwächere Familien zeigten Defizite an Kenntnissen über Haushaltsführung und Hauswirtschaften.
Hauptanliegen der Passauer Beratungsstelle des Verbraucher Services Bayern sei derzeit, die Verbraucher vor Gewinnmitteilungen, der "Dialer-Problematik" im Internet und SMS-Gewinnmitteilungen auf dem Handy sowie den 0190-Service-Nummern zu warnen, betonte Verbraucherberaterin Maria Sangl. Weitere wichtige Beratungsthemen seien neben allgemeinen Verbraucherberatung Energie-, Rechts-, Baufinanzierungs- und Ernährungsberatung.
Umweltberaterin Marianne Wolff gab einen Überblick über die Umweltberatung des Verbraucher Services, die letztes Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Wichtige Themen seien Wasser-, Strom- und Heizenergieverbrauch im Haushalt oder Maßnahmen gegen Schimmel und andere Umweltschadstoffe gewesen.
Die Aktion "Blumengenuss von Anfang an", die sich für fairen Blumenhandel aus dem "Flower-Label-Programm" und Blumen aus der Region einsetzt, gehe heuer weiter. Im Vordergrund stehe zudem das Thema "Mobilität und mehr Lebensqualität", das zu mehr Bewegung und gleichzeitig mehr umweltbewusstem Handeln anregt.
Insgesamt habe die Beratungsstelle im letzten Jahr 8651 Beratungen erteilt, 40 Vorträge mit 780 Teilnehmern und 64 Kochvorführungen mit 1807 Zuhörerinnen gehalten. Den Vorbereitungslehrgang zur Hauswirtschaftsmeisterin an der Städtischen Hauswirtschaft hätten 14 Teilnehmerinnen erfolgreich abgeschlossen. Acht von ihnen hätten den Meisterpreis der Staatsregierung erhalten.

Aus: PNP; Passau-Land, 22.4.2003

Die Caritas in Viechtach bietet psychosoziale Beratung und Behandlung an. Telefon: 09942/94 88 0.

 

Neues Heim für Frauen in Not

Solwodi richtet erste Schutzwohnung für Opfer von Menschenhändlern ein

von Ariane Freier
Neun Monate arbeitete Tanja in einem Großstadtbordell, ohne je das Tageslicht zu sehen. Dann betranken sich die fünf Türsteher dermaßen, dass sie unbemerkt an ihnen vorbei in einem Taxi zur Polizei flüchten konnte. So wie sie war, wehrlos, verängstigt, fast nackt. Die Polizei übergab die aus Osteuropa verschleppte Frau an Solwodi, Verein "Solidarität mit Frauen in Not". Damit sie einen neuen Weg ins Leben findet.
20 Jahre ist Solwodi-Gründerin Dr. Lea Ackermann "im Geschäft", wie sie sagt, und erlebt "immer neue Ungeheuerlichkeiten", die Menschenhandel und Prostitution mit sich bringen. Gestern Nachmittag aber gab es in Passau einen Lichtblick für sie und ihre Organisation: Caritasdirektor Konrad Unterhitzenberger und Studentenpfarrer Dr. Gereon Vogel segneten ökumenisch eine neu eingerichtete Schutzwohnung für vier betroffene Frauen mit Kindern. Bundesweit gibt es nur sieben solcher anonym gehaltenen Wohnungen.
In Bayern ist es nach Bad Kissingen der zweite Zufluchtsort für meist ausländische Migrantinnen, die Opfer des Heiratsmarktes, des Prostitutionstourismus oder des Menschenhandels geworden sind. In der Wohnung können sie unter der Aufsicht zweier Maria-Ward-Schwestern für einige Zeit untertauchen, um als Prozess-Zeugen geschützt zu sein oder frei von Gewalt auf die Rückkehr in die Heimat vorbereitet zu werden.

Bischof: Solidarität jetzt bewohnbar

"Die programmatische Solidarität von Solwodi gewinnt hier in Passau eine neue Qualität", ließ Bischof Wilhelm Schraml über Konrad Unterhitzenberger per Grußadresse ausrichten, "sie wird bewohnbar".
Möglich geworden sei dies vor allem durch den Einsatz von Maria Höllriegl, stv. Landesleiterin von Solwodi e.V. Bayern, und Walburga Wieland, Diözesanvorsitzende des Katholischen Frauenbundes, so Sr. Lea. Vor fünf Jahren hätten die beiden sofort erkannt, dass man "alle Kräfte bündeln müsse, um den Opfern neues Vertrauen, Lebensmut und eine Chance zu geben". Sie dankte u.a. dem Caritasdirektor, der Solwodi mietfrei ein Büro zur Verfügung stellt, und den Ordensschwestern von Maria Ward.
Sr. Lea strahlte, als ihr Renate Cerny, Frauenbund-Chefin aus Waldkirchen, einen Scheck über 1000 Euro aushändigte und Walburga Wieland flugs einen Hostienbeutel mit einer Kollekte dazu legte. Josef Gahbauer vom Katholischen Wohnungsbauwerk hatte gar 2500 Euro Starthilfe für Maria Höllriegl dabei, die spontan rief: "Das sind die Highlights des Lebens."
Auf tatkräftige Unterstützung hoffen darf Solwodi zudem von Bürgermeisterin Dagmar Plenk, die als Vorstandsmitglied zusicherte, "alles zu tun, was sie beitragen kann", damit der Teufelskreis aus Abhängigkeit und Rohheit für betroffene Frauen durchbrochen werde. Dazu rief sie auch die rund 100 Gäste auf, u.a. Renate Braun, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Passau, und Landgerichtspräsident Dr. Peter Dallmayer.
"Diese Schutzwohnung möge Ausgangspunkt für die Wende im Leben der Frauen werden", wünschte Verena Schwarz, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung im Landratsamt, dem Projekt. Auch sie stehe jederzeit bereit. Maria Höllriegl: "Wir werden uns dankbar daran erinnern."
Die Niedernburg-Schülerinnen Jasmin Hennemann und Maria Wimmer umrahmten das freudige Ereignis mit stimmungsvollen Liedern. Anschließend gab es in St. Max einen Empfang.

Solwodi kann mit Spenden unterstützt werden: Liga Bank EG Passau, Kt-Nr. 432 22 90, BLZ 750 903 00.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 29.4.2003

 

Heute Infonachmittag:
Was tun bei Depressionen?

Über den Verlauf und die Behandlung bei depressiver Erkrankung informiert die Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Diakonischen Werkes heute Nachmittag um 15 Uhr in der Nikolastraße 12 d. Weitere Auskünfte unter Tel. 0851/5606-110.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 29.4.2003