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Newsletter Nr.9/2002 zum Thema
Beratung und Hilfestellung
Beratung für Blinde und Sehbehinderte
Die Bezirksgruppe des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes führt
am Freitag, 6. September, von 10 bis 12 Uhr Beratungsgespräche im Landratsamt
durch. Es können sprechende Blindenhilfsmittel besichtigt und gekauft werden.
Wer einen Schwerbehindertenausweis besitzt, sollte ihn zum Beratungsgespräch
mitbringen.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 2.9.2002
"Strolche"
werden staatlich gefördert
Freyung
(red). Das niederbayerische "Netz für Kinder" weitet sich mit Freyung
wieder auf insgesamt sechs Einrichtungen aus. Diese werden allesamt von der
Regierung staatlich gefördert. Dem Verein "Freyunger Strolche" bewilligte die
Regierung für das laufende Jahr nun 9000 Euro Abschlag auf den zu erwartenden
Gesamtzuschuss aus dem Bayerischen Jugendprogramm.
Das "Netz für Kinder" ist nach den Vorgaben eine "familienähnliche Ergänzung"
der klassischen Angebote für die Kinderbetreuung. In kleinen, altersgemischten
Gruppen (12 bis 15 Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren) unterstützen Eltern
eine pädagogische Fachkraft beim Betreuen und Organisieren. Die Altersmischung
ermöglicht soziales Lernen zwischen Kindern unterschiedlichen Alters. Kinder
können dabei auch über einen längeren Zeitraum in der Einrichtung bleiben und
auch mit Geschwistern betreut werden.
Staat und Kommune fördern gewöhnlich die laufenden Personal- und Raumkosten zu
jeweils 40 Prozent. Der Rest wird durch Eigenmittel der Träger, insbesondere
durch Elternbeiträge erbracht. Träger können auch Elterninitiativen sein.
Aus: PNP, Lokaltteil Freyung, 2.9.2002
In der
Demenzgruppe tanken pflegende Angehörige neue Kraft
Das Wohlbefinden des Pflegenden überträgt sich auf den
Kranken - Ins Haus kehrt wieder Frieden ein - Unterstützung durch
Diplompsychologin
Hauzenberg (jg). Seit Jahren ist es der Caritas ein besonderes
Anliegen, pflegende Angehörige zu unterstützen. Barbara Resch, früher
stellvertretende Leiterin der Sozialstation Hauzenberg, wurde vor kurzem für die
Angehörigenarbeit freigestellt. Sie hat mittlerweile mehrere Angehörigengruppen,
darunter eine für Angehörige, die an Demenz Erkrankte pflegen.
Nach Salzburg
geht's dreimal um den Block
Seit Oktober vorigen Jahres
traf sich die Gruppe alle 14 Tage. Nun zogen die Mitglieder eine erste Bilanz:
Was hat diese Gruppe für mich persönlich und für meine Pflege gebracht? Carola
(Namen von der Redaktion geändert) nimmt zu jedem Treffen einen weiten
Weg auf sich, aber sie hat gespürt, dass es sich lohnt: "Neben den vielen
wertvollen Informationen tanke ich an diesen Abenden neue Kraft. Jetzt fühle ich
mich besser und das wirkt sich auch positiv auf meine demente Schwiegermutter
aus."
Wenn die Oma in Bikini und Windelpack im Garten erscheint, um beim Recheln zu
helfen, dann kann sich Monika heute in deren Logik hineindenken und angemessen
reagieren, und wenn Oma unbedingt nach Salzburg will, wird sie ins Auto gepackt
und dreimal um den Ort herumgefahren, damit sie wieder zufrieden ist. "Das
ständig wechselnde Verhalten meiner Oma und insbesondere ihre Unruhe in der
Nacht ist für mich das größte Problem. Aber ich weiß jetzt, sie kann nicht
anders. Es ist kein Zeichen eines veränderten oder gar bösen Charakters."
Die Schwiegermutter habe ein Recht auf ihren eigenen Lebensweg im Alter, das
kann Claudia jetzt durchaus verstehen, auch wenn das oft wörtlich zu nehmen ist,
wenn sie wieder einmal weggelaufen ist. "Schwierig ist das für mich schon, weil
ich selber noch ein kleines Kind habe, das ich nicht lange allein lassen kann."
Schwierig sei auch die Außenwirkung von solchen Vorfällen, weil manche Leute
glauben, dass sich Claudia zu wenig um ihre Schwiegermutter kümmere.
"Durch die Gruppe habe ich sehr viel gelernt. Der größte Erfolg besteht jedoch
darin, dass nun das Verhältnis zu meinem Mann wieder entspannter, etwas
harmonischer geworden ist," berichtet Maria. Unterschiedlich sei auch der Umgang
der Ärzte mit dieser Krankheit gewesen. Während der Hausarzt dringend davor
warnte, dem Kranken die Diagnose mitzuteilen, empfahl die Fachärztin das
Gegenteil und hatte Recht. Früher hatte es nur "Krieg" im Haus gegegeben und
jetzt relative Harmonie.
"Vor zwei Jahren hatte die Schwiegermutter große Aussetzer. Dann war das
Verhalten vorübergehend normal bis sich die Lügen häuften und das Zusammenleben
immer schwieriger
Lernen, wie
man mit Lügen umgeht
wurde", erzählt Petra. "Jetzt wissen wir mit diesen scheinbaren Lügen
umzugehen." Ein schwieriger Kampf war es, ihr das Autofahren auszureden. Sie war
immer bestrebt "alles zu beherrschen". Mit "Konflikt - Blockade - Annäherung"
könne man den Alltag am besten charakterisieren. Die Pflege ihrer Katze habe
sich inzwischen zu einem wichtigen Ventil, ja zu einer Art Lebensaufgabe
entwickelt.
Eine recht dramatische Situation hat Sylvia zu bewältigen. Zunächst war der an
Krebs erkrankte Schwiegervater zu pflegen und nun die demenzkranke
Schwiegermutter. Erschwerend kam hinzu, dass sie sich in der neuen Familie nicht
akzeptiert fühlte und
ihre Pflege ständig kritisiert wurde. "Was mach' ich bloß falsch?", habe sie
sich immer wieder gefragt. Obwohl sie der Arzt schon lange vor einem möglichen
Zusammenbruch gewarnt habe, sei ihr erst in der Angehörigengruppe, im Austausch
mit anderen Betroffenen, klar geworden, dass sie auch für sich selber etwas tun
müsse und dürfe. Der gemeinsame Abend sei für sie jedesmal wie Balsam auf ihre
wunde Seele.
Angela verdankt der Gruppe, dass sie sich selbst und ihre Arbeit wieder schätzen
gelernt hat: "Hier kann ich eine schwere Last abladen, Schuldgefühle abbauen und
neue Energie tanken."
Rat und Unterstüzung gebe es nicht nur durch die Gruppenleiterin Barbara Resch
als erfahrene Krankenschwester sondern auch durch eine Diplompsychologin und
durch Fachärzte.
Aus: PNP, Lokalteil Passau Landkreis, 4.8.2002
Im zweiten
Jahr: Mittagsbetreuung kommt aus den Kinderschuhen
Gefragt: Mittagsbetreuung für Grundschüler
von Johannes Fuchs
Rinchnach/Bodenmais. Rinchnachs Schulleiterin Heidemarie Horenburg teilt
nicht die Skepsis einiger Eltern: Ab kommendem Schuljahr, so verspricht sie,
werde es eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder geben. In Bodenmais hat man
damit schon ein Jahr lang Erfahrungen gesammelt. Karin Paternoster gehört zu den
Rinchnacher Müttern, die auf eine Betreuung dringend angewiesen sind. Sie
arbeitet täglich bis 12.30 Uhr als Arzthelferin, ihr Sohn ist bis 13 Uhr im
Kindergarten - würde also alles passen, wenn nicht die Tochter heuer in die
Schule käme. Der Unterricht endet um 11.30 Uhr. "So früh kann ich sie unmöglich
abholen, und eine private Betreuung zu organisieren ist sehr schwer", sagt Karin
Paternoster. Und genau so schwer wäre es, eine andere Halbtagsstelle zu finden.
Der Gemeinderat hat bisher noch keinen Zuschuss für eine solche Betreuung
beschlossen. Grund: Bisher gibt es nur sechs feste Anmeldungen, dazu drei
unsichere - die vom Kultusministerium ursprünglich genannte Schwelle von
mindestens 12 fest angemeldeten Kindern wird also voraussichtlich nicht
erreicht.
Die Gemeinde hat einen Antrag ans Landratsamt weitergeleitet, das Projekt
Mittagsbetreuung trotzdem zu unterstützen. Schulamtsdirektor Josef Frischeisen
will für Rinchnach noch keine Prognose abgeben: "Das hängt immer von der Zahl
der Anmeldungen ab, und die haben wir erst Mitte September verbindlich."
Denn erstes Interesse und verbindliche Anmeldung sind zwei Paar Stiefel - das
hat Frischeisen auch in Regen gesehen. Dort hatten sich im vergangenen Sommer
über 70 Elternpaare für das Angebot interessiert, angemeldet wurden nur elf
Kinder. "Die Eigenbeteiligung für ein ganzes Jahr hat viele abgeschreckt", meint
Frischeisen. Trotz der knapp verfehlten Zahl kam die Regener Gruppe damals
zustande.
Und auch Rinchnachs Schulleiterin Horenburg ist optimistisch, dass es an ihrer
Schule bald eine Betreuung geben wird. "Die Eltern müssen einen Teil der Kosten
tragen, aber es gibt auch eine Förderung vom Freistaat, das hat man mir bei der
Regierung zugesagt." Dort habe sie erfahren, dass auch Erstgruppen, die kleiner
sind als 12 Kinder, bezuschusst werden.
"Deshalb sind wir jetzt über jedes Kind froh, das angemeldet wird", betont sie,
"auch wenn es nur vorübergehend in der Gruppe ist, etwa weil die Mutter einen
Arzttermin hat." An eine Mittagsverpflegung für die Kinder denke man aber (noch)
nicht.
Demnächst werde eine Betreuerin eingestellt, zwei Bewerberinnen gebe es schon.
Ein Raum in der Schule ist auch verfügbar, in dem sich die Kinder von 11.30 Uhr
bis 13 Uhr aufhalten können.
Geld sei aber nicht nur wegen der Personalkosten nötig, erklärt Horenburg - auch
Spielzeug und die weitere Ausstattung des Raumes müsse finanziert werden. Sollte
die Gemeinde nichts dazu beitragen, dann könnte die finanzielle Lücke auch über
Sponsoren gedeckt werden.
Sehr gut bewährt hat sich laut Schulleiterin Theresia Limbeck-Anzenberger die
Schülerbetreuung in Bodenmais. "Wir hatten zum Start im vergangenen Jahr auch
nur zehn Anmeldungen, heuer sind es schon rund 15", erzählt sie. Nach gewissen
Anlaufproblemen wechselte die Gruppe vom Kindergarten in einen Raum der
Grundschule. Dort gibt einen Spielbereich und eine Hausaufgaben-Ecke. Zwei
Betreuerinnen hat die Gemeinde als Träger der Maßnahme eingestellt,
beaufsichtigt wird von 11 bis 15 Uhr, und sogar ein Mittagessen bekommen die
Kinder aus der Silberberg-Klinik serviert.
Die Kosten teilen sich die Eltern, die Gemeinde und der Freistaat zu gleichen
Teilen. "Auch Kinder, die nicht fest angemeldet sind, nehmen wir tageweise auf",
erklärt die Schulleiterin, "auch wenn die stundenweise Abrechnung fürs Büro ein
ziemlicher Aufwand ist."
Die Sache steht und fällt mit den Betreuerinnen - das ist Limbeck-Anzenberger
spätestens dann klar geworden, als mitten im abgelaufenen Schuljahr eine der
Damen kurzfristig gekündigt hatte. "Da dachte ich schon, es ist vorbei", sagt
die Schulleiterin heute.
Aber mit Manuela Wölfl und Birgit Zechl hat man jetzt zwei sehr engagierte
Kräfte gefunden, die das Esszimmer und den großen Aufenthaltsraum liebevoll
gestaltet haben - denn alle rechnen mit wachsendem Interesse in den kommenden
Jahren.
Aus: Bayerwald-Bote, Lokalteil Regen, 4.9.2002
Wenn der
Psychoterror die körperliche Gewalt verdrängt
Immer mehr Frauen leiden unter psychischen Qualen - Passauer
Polizei verzeichnet fast 100 Fälle von häuslicher Gewalt pro Jahr - Frauenhaus
voll
von Ulrike Ziegler
Schlafentzug. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Rosa A.* darf nur dann schlafen, wenn
ihr Mann auch müde ist. Wenn nicht, weckt er sie oder den Buben. Psychoterror,
bis sie am Ende ihrer Kräfte ist. Rosa flieht mit ihren zwei Kindern ins
Frauenhaus.
"Die Fälle von psychischer Gewalt in der Familie nehmen zu", sagt Ursula
Geisenberger, Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen. Er ist auch
Träger des Passauer Frauenhauses. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Monika
Obermaier-Hackl beo-bachtet sie dieses Phänomen seit etwa drei Jahren. Bis dato
haben eher körperlich misshandelte Frauen Zuflucht gesucht: vor Schlägen, Würgen
und Tritten. "Meist passiert so etwas unter Alkoholeinfluss", sagt Monika
Obermaier-Hackl, die die Gewaltopfer seit zwei Jahren betreut.
Mittlerweile hält sich die Zahl der psychisch gequälten Opfer und die der
körperlich Misshandelten in Passau zumindest die Waage. Bis Ende August kamen
heuer etwa 50 Frauen aus den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau und der Stadt
ins Frauenhaus. Die Hälfte davon allein wegen der seelischen Grausamkeiten ihrer
Partner. "Worte können oft viel tiefer verletzen als Schläge", so Vorsitzende
Ursula Geisenberger.
Wie im Fall von Rosa A., die ständig kontrolliert wurde, sich für Einkaufszettel
und Telefonrechnungen rechtfertigen musste. Der Freundeskreis wurde ihr madig
gemacht: "Er meinte, meine Freundinnen seien alle verlogen und wollten mir nur
Schlechtes", erzählt sie. Am schlimmsten sei aber die ständige Müdigkeit und
Kraftlosigkeit gewesen. Willenlos ließ sie sich alles gefallen: "Er redete mir
ein, ich sei schuld, wenn es ihm schlecht ging - und ich habe es geglaubt."
Dabei war anfangs alles so schön. Jugendliebe, frühe Heirat, zwei gesunde Söhne.
Erst als Rosa begann, wieder aktiv zu werden - im Elternbeirat des Kindergartens
oder Vereinen - sei ihr Mann ausgerastet.
Dabei hätte nach dem neuen Gewaltschutzgesetz, das seit Januar in Kraft ist,
Rosas Ehemann ausziehen müssen. Früher musste nicht der Täter, sondern das Opfer
die gemeinsame Wohnung verlassen. Nun ist es umgekehrt - und dem Täter kann nach
einer Anzeige polizeilich verboten werden, Kontakt zum Opfer zu suchen. Folgt er
dem nicht, kann er rechtlich belangt werden.
Viele Frauen wüssten aber gar nicht, dass sie Fälle von Nötigung, Beleidigung
oder Bedrohung anzeigen könnten, sagt Polizeihauptmeister Michael Imhof. "Dabei
ist Schlafentzug sogar schon Körperverletzung."
Eine Häufung der Fälle von psychischer Gewalt kann Imhof, der stellvertretend
speziell für häusliche Gewalt bei der Polizeiinspektion Passau zuständig ist,
nicht bestätigen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Delikte aber auch
nicht zurückgegangen. Trotz des neuen Gesetzes.
Von April 2001 bis März 2002 hat die Polizeidirektion Passau 98 Fälle häuslicher
Gewalt gegenüber dem Lebenspartner bearbeitet. Gewalt gegen Kinder nicht
inbegriffen.
Ursula Geisenbergers Frauenhaus hat jedenfalls weiterhin Hochkonjunktur. Zur
Zeit ist es mit fünf Frauen und fünf Kindern voll besetzt. "Das Wichtigste ist,
dass die Frauen den Mut haben, wegzugehen oder Anzeige zu erstatten", sagt
Ursula Geisenberger. "Diesen ersten Schritt kann ihnen niemand abnehmen."
Das bestätigt auch Psychologin Dr. Karin Kröner-Wiedorn. Die Frau sei oft auf
Grund psychischer oder wirtschaftlicher Abhängigkeit nicht bereit zu gehen.
"Gerade deshalb sind Einrichtungen wie das Frauenhaus oder psychologische
Beratungsstellen wichtig." Im Gespräch könne individuell erschlossen werden,
weshalb die Betroffene sich der Gewalt nicht entzieht. Sei diese nun psychisch
oder körperlich.
Für Rosa A. hat seit ihrer Entscheidung ein neues Leben begonnen. Nach acht
Wochen im Frauenhaus wohnt sie jetzt mit ihren Söhnen in einer eigenen Wohnung
und hat ihren Mann nach elf Jahren Ehe endgültig verlassen. Sie kennt jetzt ihre
Rechte. Und sie kann wieder schlafen - wann und wo sie will.
(* Name von der Redaktion geändert)
aus: PNP, Lokalteil Stadt Passau, 9.9.2002
Hilfe bei der
Erziehung
Kurse von Kinderschutzbund und Caritas
von Theresia Wildfeuer
Passau. "Starke Eltern - starke Kinder" - so heißt ein Elternkurs, zu dem
der Kinderschutzbund und die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle
der Caritas einladen.
"Viele Eltern fühlten sich in der Erziehung allein gelassen", sagt
Diplom-Psychologin Elisabeth Meindl, die mit den Diplom-Sozialpädagoginnen
Barbara Matuschek und Olivia Gemal von der Erziehungsberatungsstelle den Kurs
leitet. Viele Eltern seien unsicher, manchmal sogar hilflos. Manche glaubten,
dass in anderen Familien alles viel besser klappe.
Anliegen des Kurses sei es, den Eltern einerseits mehr Erziehungskompetenz zu
vermitteln und andererseits diese zu stärken. Der Kurs wolle Eltern helfen, den
Kindern mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu geben.
Im Erziehungsalltag gebe es immer wieder Situationen, die Eltern verändern
möchten. Der Kinderschutzbund biete deshalb in Zusammenarbeit mit der
Erziehungsberatungsstelle Elternkurse an, um Mütter und Väter zu unterstützen.
Der Kurs, der Informationen und Grundlagen der Erziehung vermittelt, wendet sich
an Eltern mit Kindern aller Altersgruppen. Er bietet einen Erfahrungsaustausch
mit anderen Eltern. Man kann Neues ausprobieren und bekommt eine Wochenaufgabe,
um das Gelernte im Alltag zu testen. Die Abende bestehen aus einem theoretischen
und einem praktischen Teil.
Der Kurs soll das eigene Selbstvertrauen stärken und die Fähigkeiten zum
Verhandeln, Grenzen setzen und Zuhören erweitern. Zugleich will der Kurs Wege
zeigen, wie Eltern ohne Gewalt auskommen können, auch wenn sie mit ihren Nerven
am Ende sind.
Der Kurs findet ab Montag, 30. September, an zehn Abenden jeweils montags von 20
bis 22 Uhr in den Räumen der Erziehungsberatungsstelle in der Ostuzzistraße 4
statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Gebühr beträgt 38 € .
Infos und Anmeldung bis 19. September unter Tel. 0851/2559 oder unter
mail@kinderschutzbund-passau.de möglich.
Aus: Vilshofener Anzeiger, 9.9.2002
Wöchentlicher Sprechtag
der Frauenbeauftragten
Waldkirchen. Die Frauen- und Familienbeauftragte der Stadt Waldkirchen,
Renate Cerny, hält ihre Sprechstunde am heutigen Dienstag von 16 bis 18 Uhr im
im Rathaus, Zimmer vier, ab. Während dieser Zeit ist sie auch unter Tel.
08581/20214 erreichbar.
Beratung für Menschen
mit Sprachstörungen
Waldkirchen. Eine Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung
- meist nach einem Schlaganfall - bietet der Landesverband für die
Rehabilitation der Aphasiker morgen, Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr im Altenheim
St. Gisela an. Ansprechpartnerin ist Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.
Aus: PNP, Lokalteil Waldkirchen, 10.9.2002
Seit 20 Jahren
ein Zuhause für Gehörlose
Jubiläum in Schalding l.d.D - hier steht das einzige
Gehörlosen-Clubheim in Niederbayern
Schalding
l.d.D.
(red). Einen Grund zum
Feiern hatte am Wochenende der Gehörlosen Verein Dreiflüsse Passau e.V.: Seit 20
Jahren hat der Verein ein Clubheim, seit 1994 treffen sich die Gehörlosen in
ihren Räumen in Schalding l.d.D. "Für uns Schaldinger seit ihr nicht nur
angenehme Nachbarn, sondern auch jederzeit bei uns herzlich willkommen", betonte
SPD-Stadtrat Hans Öller. Er hatte bei der Feier anlässlich des 20.
Clubheim-Jubiläums die Schirmherrschaft übernommen.
Nach einem Frühschoppen und der Eröffnungsansprache durch den 1. Vorsitzenden
Konrad Lorenz gab Stadtrat Öller einen Rückblick auf die Geschichte des
Clubheims. "Ich habe mitbekommen, wie sehr sich dein Vorgänger Josef
Steinleitner bemühte, ein eigenes Zuhause für den Verein zu finden", sagte er an
Lorenz gerichtet. Der Stadtrat erinnerte an die Orte, an denen sich die
Mitglieder des Vereins trafen, bevor sie 1994 ihr Clubheim in Schalding bezogen:
1980 sei den Gehörlosen im Altenheim Maierhofspital ein Raum zur Verfügung
gestellt worden, wo sie sich alle 14 Tage nach der Sportstunde treffen konnten.
1982 half der damalige 2. Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister Hans Hösl
dem Verein in der alten Schule in Patriching-Dietzing eine neue Heimat zu
finden. Die Räume nutzen die Vereinsmitglieder zusammen mit der
Selbsthilfegruppe für Multiple-Sklerose und den Gewichthebern.
Als in den Räumen ein Kindergarten eingerichtet wurde, musste der Gehörlosen
Verein erneut auf Herbergssuche gehen. 1994 war der Umzug ins alte Schulhaus
nach Patriching - nicht zuletzt dank des Einsatzes vom damaligen 2.
Bürgermeister Karl Abelein - beschlossene Sache.
"Die neue Bleibe wurde nach den Bedürfnissen der Behinderten ausgemalt und
eingerichtet", betonte Hans Öller. Mit rund 300 Gästen sei das jetzige Clubheim
am 17. September 1994 feierlich eingeweiht worden. "Es ist das einzige
Gehörlosen-Clubheim in Niederbayern". Der Satz "Die Heimat des Gehörlosen ist
sein Verein" habe Öller zunächst etwas nachdenklich gestimmt. Aber: "Bei näherer
Betrachtung hat er seine Gültigkeit. Wer nämlich mit einer derartigen
Behinderung leben muss, braucht seine eigene Umgebung, ist er doch weitestgehend
von der übrigen Umwelt isoliert".
Für einen kurzweiligen Nachmittag sorgten auch mehrere Mitglieder des Vereins,
die Gebärdenpoesie vorführten. Daneben standen Fingerhakeln und Maßkrugheben auf
dem Programm.
Aus: PNP, Stadt Passau, 10.9.2002
Gemeinsam
stark für die Gesundheit
Gesundheitsnetz stellt neues Programm vor
Deggendorf (dz). Gesundheitsnetz und Volkshochschule: Beide haben sich
der Gesundheitsbildung der Menschen verschrieben und bieten deshalb gemeinsam
zehn Kurse und zehn Vorträge an. Schon heute beginnt der Vortragszyklus um 19.30
Uhr mit dem Thema "Der andere Kopf- und Gesichtsschmerz", referiert von Zahnarzt
Siegfried Leder über Fehlfunktionen des Kiefers und der Kopf- und Wirbelgelenke
und hieraus resultierender chronischer Leiden im Bürgerspital in Plattling.
(Wiederholung eine Woche später am 18. September um 19.30 Uhr in der
Deggendorfer vhs).
Es folgt am 17. September um 20 Uhr im Bürgerspital Plattling der
Raucherentwöhnungskurs "Gut gelaunt aufhören", der von Dr. med. Stefan Putz
schon mehrfach mit großem Erfolg durchgeführt wurde.
Über Ursachen von Schlafstörungen referiert Dr. Dr. Christoph Lauer am 17.
September um 19 Uhr in der Klinik Angermühle. Auch die zugehörige
Behandlungsmöglichkeit bietet das Gesundheitsnetz an: Die
"Verhaltensmodifikation bei Ein- und Durchschlafstörungen" von Sigrid Liendl,
Diplom-Psychologin, beginnt am 30. September um 18 Uhr in der Klinik Angermühle
und will Menschen mit gestörtem Schlaf auch ohne Medikamente durch
Verhaltensänderung zu einem gesunden und erholsamen Schlaf verhelfen.
Ausgleich für Stress, Überarbeitung und Bewegungsmangel bieten die Kurse im
Ambulanten Rehazentrum in der Land-Au 25: Der Kurs von Physiotherapeutin Bianca
Wurm "Lust auf Abtauchen? - Durch gezielte Entspannungstechniken dem Alltag
entfliehen" beginnt am 1. Oktober um 19.15 Uhr. Medizinische Trainingstherapie
als Ausgleich für den Alltag unter dem Motto "Bringen Sie Ihren Körper in
Schwung" leitet ab 2. Oktober um 18.30 Uhr Diplomsportlehrerin Eveline Geldner.
Über die neuesten Erkenntnisse aus der Gedächtnis- und Demenzforschung berichtet
Prof. Dr. Günter Birbamer am 24. September um 19 Uhr in der Klinik Angermühle.
Die weiteren Kurs- und Vortragsangebote sind in den Programmheften von
Gesundheitsnetz und Vhs, die in fast allen Arztpraxen aufliegen und im Internet
unter
www.deggendorfer-gesundheitsnetz.de nachzulesen.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 11.9.2002
Heute startet
Projekt "Lima – Lebensqualität im Alter"
Röhrnbach
(rn). Sich mehr um die Bedürfnisse älterer Menschen zu
kümmern, ist das Ziel des Projektes "Lima". Es soll mehr Lebensqualität im Alter
vermitteln. Der Kurs mit zehn Nachmittagen zu je 90 Minuten beginnt heute um 15
Uhr im Pfarrheim.
Der Frauenbund hatte zum Schnuppernachmittag "Lima" eingeladen. Marie-Luise
Degenhart freute sich über das große Interesse. Dankesworte gab es für die
beiden Kursleiterinnen Anita Schober und Margret Quitschau.
Selbstverständlich sei nicht an eine Konkurrenzgruppe zum bestehendem Altenclub
gedacht, sondern an ein zusätzliches Angebot, zeitlich begrenzt. Auch sollen
sich die Senioren aktiv beteiligen. So ist in Zusammenarbeit mit dem
Katholischen Kreisbildungswerk "Lima" entstanden.
"Lima" will Gedächtnis, Bewegung, Alltagsfähigkeit und Lebenssinn fördern. Weil
das Katholische Kreisbildungswerk mitmacht, kostet der Kurs nur 21 Euro für zehn
Nachmittage zu je 90 Minuten. Wer mitmachen möchte, kann sich telefonisch unter
08582/232 (Schober) oder 08582/8291 (Quitschau) anmelden, oder einfach heute
Nachmittag ins Pfarrheim kommen.
Aus: PNP, Lokalteil Freyung, 11.9.2002
Neue
Zuschussregeln für Jugendarbeit
Thurmansbang (th). Die vom Gemeinderat 1995 erlassenen
Zuschussrichtlinien für die Förderung der Jugendarbeit wurden von Bürgermeister
und Jugendbeauftragten Martin Behringer überarbeitet und angepasst. Nicht mehr
gefördert würden Jugendheim-Bauten, Computer und die Anschaffung solcher Geräte,
die auch vom Jugendring ausgeliehen werden können. Überörtliche Veranstaltungen
werden ebenfalls nicht gefördert. Dagegen habe man die Förderung wieder auf
Sport-, Schützen- und Feuerwehr- sowie auf Jugendgruppen allgemein, die nicht
dem Jugendring angehören, ausgedehnt. Auf die Zuschüsse bestehe allerdings kein
Rechtsanspruch, sie würden nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden
Haushaltsmittel vergeben. In diesem Jahr seien dafür 2000 Euro im Haushalt
eingeplant, informierte der Bürgermeister. Der Gemeinderat war einstimmig für
die Zuschussrichtlinien.
Aus: Grafenauer Anzeiger, 13.9.2002
Krebskranke gründen
Selbsthilfegruppe in Pocking
Pocking (red). Gründungsveranstaltung für eine Krebsselbsthilfegruppe in
Pocking ist am Montag, 16. September, um 19 Uhr im katholischen Pfarrzentrum in
der Wolfingerstraße 5. Willkommen sind neben Betroffenen und Ärzten alle
Interessierten. Initiiert ist die Veranstaltung von der Beratungsstelle Passau
der Bayerischen Krebsgesellschaft. Über beide gibt es am Montagabend
Informationen, außerdem auch Kurzreferate zum Thema Selbsthilfe bei
Krebskranken, eine Schilderung der Rahmenbedingungen für eine Selbsthilfegruppe
und den Erfahrungsbericht einer Gruppenleiterin.
Aus: PNP, Lokalteil Pocking, 13.9.2002
Telefonseelsorge Ostbayern
Tel. 0800/1110111 oder 1110222 Tag und Nacht besetzt (gebührenfrei).
Hospiz-Verein Zwiesel im Kreiskrankenhaus Zwiesel (Sterbe- und
Trauerbegleitung), Tel. 09922/99369.
Weißer Ring Verein zur Hilfe für Verbrechensopfer: Dr. Karl Rabl, Viechtach,
Gartenstraße 3, Tel. 09942/1719.
Wieder
Pflegekurs für Angehörige
Bodenmais (bb). Das Kreisbildungswerk bietet ab Montag, 7. Oktober, im
Kurhaus den Pflegekurs "Zuhause pflegen - zuhause gepflegt werden" an. Der Kurs
ist nicht nur für Frauen und Männer gedacht, die bereits einen pflegebedürftigen
Angehörigen zu versorgen haben, sondern auch als eine Art "Vorsorgekurs" für
einen möglichen Pflegefall.
Der Kurs findet jeweils am Montag und Donnerstag statt. Die Uhrzeit wird noch
bekannt gegeben. Die Kosten für den Kurs übernehmen die jeweiligen gesetzlichen
Pflegekassen.
Anmeldung ist noch bis Donnerstag, 26. September , im Pfarramt Bodenmais, Tel.
09924/904000 oder beiKatharina Ronsberger, Tel. 09924/1488, möglich.
Aus: Bayernwald-Bote, Regen, 13.9.2002
Kaum
Interesse: Aus für Mittagsbetreuung
Räumliche Voraussetzungen an der Grund- und Hauptschule
Triftern wären da
Triftern (gpr/er). Auch in dem am kommenden Dienstag beginnenden neuen Schuljahr
wird an der Grund- und Hauptschule keine Mittagsbetreuung eingerichtet. Grund:
zu geringes Interesse. Obwohl die räumlichen Voraussetzungen durch den heuer
erfolgten Umbau der Hausmeisterwohnung vorhanden wären, ist Kinderbetreuung
praktisch kein Thema an der hiesigen Volksschule.
Theoretisch hatten sich der Markt als Sachaufwandsträger und die Schulleitung
bereits in der Vergangenheit mit der Kinderbetreuung befasst. In der jüngsten
Sitzung des Schul- und Kindergartenausschusses setzte man sich mit dem vom
Bayerischen Kultusministerium auf den Weg gebrachten "Gesamtkonzept für eine
familiengerechte Bildung, Erziehung und Betreuung" auseinander.
Schrittweise sollen damit die Weichen für einen bedarfsdeckenden Ausbau der
Kinderbetreuung bis 2006 gestellt werden. In diesem Zeitraum sollen 30000
zusätzliche Plätze, unter anderem in Nachmittagsschulen geschaffen werden. Zu
den Kosten von 300 Millionen Euro will der Freistaat Bayern 120 Millionen Euro
aufbringen, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht. Einen gleichhohen Betrag
muss die Kommune aufbringen und 20 Prozent sollen von den Eltern beigesteuert
werden.
Fachdienstleiter Karl Kaiser hatte eine Rechnung aufgestellt, was mit dem
staatlich verordneten Betreuungskonzept auf den Markt zukommen kann. Allein für
eine Mittagsbetreuung von maximal zwei Stunden Dauer würden zur Bezahlung einer
Fachkraft (z. B. Kinderpflegerin) rund 2700 Euro fällig. Die Eltern müssten pro
Kind mit etwa 115 Euro jährlich rechnen.
Voraussetzung für eine Förderung sei laut Kaiser aber die Bildung einer Gruppe,
die aus mindestens zwölf Kindern bestehen müsse. An dieser Marke scheitere
vorerst die Einrichtung einer Mittagsbetreuung, es sei denn man würde diese mit
einer geringeren Kinderzahl ohne Staatszuschuss nur unter finanzieller Regie von
Markt und Eltern einführen.
Zumindest in 2002/03 wird dies an der Volksschule Triftern nicht der Fall sein.
Rektorin Margot Auer erklärte, dass die von ihr durchgeführten Erhebungen an der
Hauptschule ein sehr mageres Ergebnis gezeigt haben. Für die wenigen
Interessierten an einer Mittagsbetreuung sei dies aber letztlich kein "Muss". Im
Grundschulbereich sei die Betreuung der Schulkinder ohnehin von 7.30 bis 13.00
Uhr sichergestellt. Das Fazit der Schulleiterin: "Kein Bedarf, zumindest für das
kommende Schuljahr."
Bürgermeister Karl Weggartner übernahm diese Einschätzung als Konsequenz für die
auch im Ausschuss so gesehene weitere finanzielle Vorgehensweise: "Wir sollen
uns nicht Dinge aufhalsen, für die keine Notwendigkeit besteht."
Mittagsbetreuung möge in Städten einen Sinn haben, in einer ländlich
orientierten Gegend werde diese aber noch einige Zeit auf sich warten lassen.
Der Markt sei aber nach den weiteren Ausführungen des Rathauschefs für diese
Aufgabe gewappnet, eben durch das Vorhandensein geeigneter Räumlichkeiten. Was
ihn aber einmal mehr negativ berühre, sei, dass der Staat immer neue Ideen
entwickle, diese aber zum überwiegenden Teil die Kommunen finanzieren lasse. Bei
der Mittagsbetreuung würden obendrein auch noch die Eltern zur Kasse gebeten.
Aus: PNP, Pfarrkirchen, 13.9.2002
IHK-Seminar zum
Thema "Mobbing"
Hengersberg (dz). Ein Seminar für Fach- und Führungskräfte sowie für alle
Interessierten zum Thema "Mobbing" wird am Samstag geboten. Es werden
Themenschwerpunkte wie Mobbing als betrieblicher Kostenfaktor und deren
Auswirkung auf das Unternehmen, typische Mobbinghandlungen, die Entstehung von
Mobbing usw. erörtert. Informationen und Anmeldungen bei der IHK-Akademie
Niederbayern, Tel. 0851/507-132 oder Fax 0851/507-140.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.9.2002
Selbsterfahrung für Frauen
Freyung (as). "Loslassen - zur Ruhe kommen - Kraft schöpfen": Unter diesem Motto
bietet das Kath. Kreisbildungswerk einen Selbsterfahrungskurs für Frauen an. Zum
Inhalt: An diesem Wochenende werden Kraftquellen aufgespürt und das Herz als
Garten der Lebensfreude neu entdeckt. Kursleiterin ist die Lebensberaterin
Irmgard Reis. Der Kurs findet von Freitag, 4. Oktober, 15 Uhr, bis Sonntag, 6.
Oktober, 13 Uhr, im Geistlichen Zentrum in Fürstenzell statt. Anmeldung unter
Tel. 08551/4581 möglich.
Aus: PNP, Freyung, 17.9.2002
Sprechtag des
Versorgungsamtes
Das Amt für Versorgung und Familienförderung (AVF) hält am kommenden Donnerstag,
19. September, wieder einen Sprechtag im Alten Rathaus ab. Zwischen 10 und 15
Uhr besteht die Möglichkeit, Anträge nach dem Sozialen Entschädigungsrecht,
Schwerbehindertenverfahren sowie Bundes- und Landeserziehungsgeldgesetz zu
stellen.
Aus: PNP, Stadt Passau, 17.9.2002
Mobbing: Wenn
der Einzelne fertig gemacht wird
Interessante Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins
Rotthalmünster-Kößlarn mit Jella Teuchner
Rotthalmünster (red). "Mobbing - Nur ein Streit am Arbeitsplatz?": So
lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, die der SPD-Ortsverein
Rotthalmünster-Kößlarn veranstaltet hat. Im fast voll besetzten Gasthaus Hager
in Kößlarn stellte die stellvertretende Vorsitzende Ulrike Müller-Görtz die
Referenten vor: MdB Jella Teuchner, verbraucherpolitische Sprecherin der
SPD-Bundestagsfraktion, Dr. med. Jürgen Gosda, Chefarzt der psychosomatischen
Abteilung am Kreiskrankenhaus Simbach, Edwin Urmann, DGB-Vorsitzender der Region
Donauwald, und Bernhard Tischlinger, Diplom-Sozialpädagoge und Sozial- und
Verhaltenstherapeut aus Pocking.
Den Begriff "Mobbing" gebe es seit etwa zehn Jahren, erläuterte Edwin Urmann.
Nicht in jedem Fall von Ärger in einem Betrieb, einem Verein oder einer anderen
gesellschaftlichen Gruppierung handle es sich tatsächlich um Mobbing.
Gekennzeichnet sei diese tief greifende Kommunikationsstörung dadurch, dass sie
sich über einen längeren Zeitraum erstrecke. Ziel des Mobbingverhaltens, das
oftmals von einer Gruppe gegenüber einem Einzelnen ausgehe, sei es meistens, den
Betroffenen von seinem Arbeitsplatz zu entfernen. Es handle sich dabei
überwiegend um Machtkämpfe zwischen gleichrangigen Arbeitskollegen, aber auch
von Vorgesetzten gegenüber Mitarbeitern bzw. umgekehrt. Echtes Mobbing hat
Urmann zufolge schwerwiegende Folgen: Der Arbeitnehmer verliere Arbeitsplatz,
Ehre und Gesundheit.
Mobbing sei kein gesellschaftliches Randproblem, so Jella Teuchner. Nach einer
repräsentativen Studie, dem "Mobbing-Report", erstellt im Auftrag der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, seien zur Zeit etwa 2,7
Prozent der Arbeitnehmer, also etwa 800000 Frauen und Männer, davon betroffen.
Etwa jede neunte Person wird nach Teuchners Worten während ihres Erwerbslebens
gemobbt. Ein besonders hohes Risiko bestünde in sozialen Berufen, wobei Frauen
ein um 75 Prozent höheres Risiko zu tragen hätten. Mobbing habe weit reichende
Konsequenzen: Demotivation, Misstrauen, Nervosität, Leistungsminderung, negative
Auswirkungen auf die berufliche und die private Situation. Mobbing sei als
Straftatbestand anerkannt mit schadensersatzrechtlicher Absicherung.
Eine Zuhörerin wies auf die Problematik der juristischen Beweisführung hin.
Teuchner räumte ein, dass eine Beschwerde über den Betriebsrat zwar sinnvoll,
gerichtliche Wege aber sehr langwierig sein könnten.
Bernhard Tischlinger, der selbst aus seinem Arbeitsplatz gemobbt wurde (die
PNP berichtete), wies auf seine persönlichen Erfahrungen hin. Trotz
einer gesunden Wehrhaftigkeit sei es schwierig, wenn "der Fisch vom Kopf her
stinke". Nicht nur soziale Berufe seien betroffen, ergänzte Tischlinger. Auch
Polizisten, Seelsorger, Ärzte, Pflegepersonen, alle Berufsgruppen, die viel
Umgang mit Menschen pflegen, seien in besonderer Weise gefährdet. Neid,
Missgunst und Eifersucht stehe man machtlos gegenüber.Sein eigenes Verfahren,
verbunden mit Suspendierung, dauere bereits vier Monate an, so Tischlinger. Mit
weiteren vier Monaten bis zum Abschluss des arbeitsgerichtlichen Verfahrens sei
zu rechnen. Zurzeit gebe es Überlegungen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe
für betroffene Caritas-Mitarbeiter.
Dr. Jürgen Gosda schilderte die Problematik aus der Sicht des Therapeuten:
Mobbing bedeute, jemanden "fertig machen", Hemmungen würden fallen, es herrsche
pure Aggression. Dabei gebe es verschiedene Strategien: Mitarbeiter bekommen
minderqualifizierte oder gar keine Arbeit übertragen, Kollegen isolierten
einander aus dem sozialen Netz des Betriebes, Persönliches und Berufliches werde
vermischt. Dies ginge über Verleumdung und Beschimpfung bis zur körperlichen
Bedrohung.
Jella Teuchner wies auf die Folgen für die Betriebe hin. Nicht zu unterschätzen
seien Qualitätsverluste durch unmotivierte, kranke Mitarbeiter. Besondere
Verantwortung hätten die Führungskräfte. Diese sollten erste Anzeichen von
Mobbing nicht ignorieren, sondern frühzeitig Hilfe anbieten, eventuell durch
externe Berater. Insbesondere sollte eine Konfrontation mit dem Mobber
herbeigeführt werden. Wichtigste Hilfe sei, miteinander zu reden. Es gebe auch
ein Internet-Netzwerk "Selbsthilfegruppen für Mobbing-Opfer", Telefonberatung,
Infohefte und -bücher.
Vorsitzender Anton Kettenhofen bedankte sich bei den Referenten und den
zahlreichen aufmerksamen Zuhörern. Es sei die bisher interessanteste
Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Rotthalmünster-Kößlarn gewesen.
Aus: PNP, Pocking, 17.9.2002
Vortrag über
Leseschwäche
Ergotherapeutin spricht bei Pockinger Selbsthilfegruppe
Pocking (red). Die fünfte Veranstaltung der "Selbsthilfegruppe für Lese- und
Rechtschreibschwache" findet am Dienstag, 24. September, um 19.30 Uhr im
Pfarrzentrum in Pocking, Wolfinger Straße 5, statt. Referentin des Abends ist
Christiane Hetz aus München.
Die selbständige Ergotherapeutin hat langjährige Erfahrung im Umgang mit lese-
und rechtschreibschwachen Kindern. Außerdem war sie Lehrerin an der
Ergotherapeuten-Schule und Arbeitstherapeutin an der Psychiatrischen Uniklinik
in München. In Pocking spricht sich zum Thema "Früherfassung von
Sehfunktionsdefiziten im Vorschulalter und nach der Einschulung im Rahmen der
ergotherapeutischen Diagnostik".
Aus: PNP, Pocking, 17.9.2002
IHK-Seminar zum
Thema Mobbing
Regen (bb). Die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern
veranstaltet am kommenden Samstag, 21. September, in Hengersberg ein Seminar für
Fach- und Führungskräfte zum Thema "Mobbing". Es werden Themenschwerpunkte wie "Mobbing
als betrieblicher Kostenfaktor" , typische Mobbing-Handlungen sowie die
Entstehung von Mobbing erörtert. Weitere Infos/Anmeldung bei der IHK-Akademie
Niederbayern, Tel. 0851/507-132.
Aus: Bayernwald-Bote, Regen, 17.9.2002
Neue Chance
für psychisch Kranke am Arbeitsmarkt
BRK-Zuverdienstprojekt ist erweitert worden
Eggenfelden
(red). Das Zuverdienstprojekt der Sozialpsychiatrischen
Einrichtungen des BRK-Kreisverbandes in Eggenfelden bietet Arbeitsplätze auf der
Basis geringfügiger Beschäftigung für Menschen, die wegen einer psychischen
Erkrankung am Arbeitsmarkt kaum Chancen haben. Seit April existiert das Projekt
(wir berichteten). Es wurden bisher Landschaftspflegearbeiten durchgeführt,
Fahrzeuge gereinigt und gewartet, Raumpflege- und Reinigungsarbeiten sowie
Maler- und Renovierungsarbeiten ausgeführt. Ein Büroservice wird gerade
aufgebaut.
Da die im April bewilligten Arbeitsplätze im Zuverdienstprojekt derzeit voll
belegt sind, jedoch immer wieder Anfragen von Bewerbern kommen, haben - wie
gemeldet - sowohl der BRK-Kreisverband Rottal-Inn als auch der Bezirk
Niederbayern einer Erweiterung des Projektes zugestimmt.
Seit September erhält nun der bisherige Mitarbeiter des Zuverdienstprojektes,
Josef Bachmeier, Unterstützung durch seinen neuen Kollegen Karl-Heinz Maurer,
dessen Tätigkeit unter anderem auch die Einstellung neuer Mitarbeiter
ermöglicht. Psychisch Erkrankte, die Interesse an einem Nebenverdienst haben,
können sich deshalb ab sofort an Karl-Heinz Maurer wenden, der unter Tel.
08561/238990 oder per Handy unter Tel. 0160/92535970 erreichbar ist.
Mit der Erweiterung des Zuverdienstprojektes können aber auch wieder neue
Aufträge von Privatpersonen und Firmen angenommen werden. Wer Hilfe bei der
Gartenarbeit, Renovierungs- oder Reinigungsarbeiten, bei
Haushaltsentrümpelungen, bei der Fahrzeugpflege oder sonstigen Tätigkeiten
benötigt, kann unter den genannten Telefonnummern weitere Einzelheiten erfragen.
Wer an zwei bis drei halben Tagen pro Woche Beschäftigung sucht, der kann bei
dem Projekt mitarbeiten, wenn er von psychischer Erkrankung oder Behinderung
betroffen ist und EU-Rente oder andere Sozialleistungen bezieht.
Aus: PNP, Pfarrkirchen, 17.9.2002
Neue
Informationsbroschüre soll Schwangeren Ängste nehmen
Freyung
(sch). Das Kreiskrankenhaus bietet für werdende Mütter eine neue
Informationsbroschüre an: Der kostenlose Flyer enthält Wissenswertes über die
Betreuung auf der Geburtshilfe-Station, über die Ausstattung der Kreißsäle sowie
über Kurse vor und nach der Entbindung. Die Broschüre liegt im Kreiskrankenhaus
und bei den niedergelassenen Fachärzten aus.
"Es war eine schwere Geburt", sagte Johanna Kopp bei der Präsentation des neuen
Flyers nicht ohne Stolz. Sie ist die Sprecherin der Hebammen im
Kreiskrankenhaus. An der Broschüre haben Ärzte, Hebammen und Schwestern
gemeinsam gearbeitet. Dafür wurde viel Zeit investiert, denn das Heft soll mehr
bieten als ein paar Telefonnummern. "Es ist eine Kontaktbroschüre, ein
Nachschlagewerk für alle Probleme und Nöte von Müttern", betonte Wolfgang
Hamerlak, Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Freyung-Grafenau gGmbH.
"Damit sollen den werdenden Müttern Ängste genommen werden. Wir können mit
Akupunktur, Homöopathie und Anästhesie eine schmerzarme Geburt anbieten."
Kathrin Wurm ist es als Hebamme besonders wichtig, dass sich die Frauen gut
aufgehoben fühlen. Deshalb bietet die Geburtshilfe-Station auch alternative
Heilmethoden an: "Bei uns sind Schulmedizin und Naturheilkunde im Einklang, es
gibt keine Konkurrenz."
Aus: PNP, Freyung, 19.9.2002
Muskelschwäche
- eingesperrt im eigenen Körper
Myasthenie-Regionalgruppe Niederbayern trifft sich am Samstag
bei der AOK - Krankheit noch nicht heilbar
von Susanne Kargus
St. Anton. Er sah alles doppelt, konnte fast nicht mehr kauen, schlucken
und sprechen, Oberarme und Schultern nicht mehr bewegen. Das Atmen fiel ihm
schwer. Vor 20 Jahren erkrankte Franz Königsbauer an Myasthenie - einer
Krankheit, bei der die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört
ist. "Ich war damals 30, die Krankheit war ein gewaltiger Schlag für mich", sagt
der heute 51-Jährige aus Fürstenstein. Er lag wochenlang im Klinikum Großhadern,
bekam schwere Medikamente gegen seine krankhafte Muskelschwäche.
Vor 13 Jahren gründete Franz Königsbauer für Betroffene und deren Angehörige die
Regionalgruppe Niederbayern der Deutschen Myasthenie-Gesellschaft. "Ein
wichtiges Ziel war, dass die Krankheit bekannter wird. Sogar bei vielen Ärzten
war Myasthenie zu der Zeit noch ziemlich unbekannt", sagt Königsbauer. In
Deutschland leiden etwa 10000 Menschen an der krankhaften Muskelschwäche, die
auch Onassis-Krankheit genannt wird. "Allein in Passau gibt es sieben Patienten.
Die Dunkelziffer ist aber viel höher." Die Krankheit sei nach wie vor aber nicht
sehr verbreitet. "Das ist zwar erfreulich, für die Betroffenen aber oft ein
Problem: Sie haben wenige Ansprechpartner, wenige Leidensgenossen, mit denen sie
Erfahrungen austauschen können", so Königsbauer.
Er weiß, mit welchen Schwierigkeiten viele Myasthenie-Patienten zu kämpfen
haben: "Man fühlt sich eingeschlossen im eigenen Körper, kann sich in einem
gewissen Stadium der Krankheit fast nicht mit anderen Leuten verständigen",
erzählt er. Die Arme könne man nicht bewegen, Schreiben und Deuten fielen
schwer, die Gesichtszüge seien starr, das Sprechen nicht mehr möglich. "In der
ersten Zeit merkt man dagegen nur wenig von der Erkrankung", erklärt
Königsbauer. Die ersten Alarmzeichen würden von Betroffenen und Ärzten oft nicht
ernst genommen. Der 51-Jährige hat seine Krankheit durch Medikamente in den
Griff bekommen, kann ganz normal seiner Arbeit als technischer Abteilungsleiter
bei den Textilwerken Deggendorf nachgehen. Hundertprozentige Heilung gibt es für
Myasthenie-Patienten nicht. "Allerdings werden mit modernen Therapien schon
große Erfolge erzielt, vor allem wenn man die Erkrankung frühzeitig erkennt",
sagt Königsbauer. Die Patienten könnten ein fast normales Leben führen. Für die
Betroffenen in und um Passau sei es eine große Erleichterung, dass es seit
einigen Jahren am Klinikum eine neurologische Abteilung gibt. "Das ist eine
Riesenhilfe."
Am kommenden Wochenende lädt die Regionalgruppe Niederbayern der Deutschen
Myasthenie-Gesellschaft Betroffene, Angehörige und alle Interessierten zu ihrem
Jahrestreffen ein. Es findet am Samstag, 21. September, von 11 bis 16 Uhr im
Gebäude der AOK-Direktion in der Neuburger Straße 92 statt. "Wir wollen über die
Krankheit informieren, Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch geben", sagt Franz
Königsbauer. Von 12.30 bis 13.30 Uhr gibt Hermann Obermaier von der AOK Tipps,
wie Betroffene im Internet Hilfe finden. Von 14 bis 16 Uhr steht ein Neurologe
vom Passauer Klinikum für Fragen rund um die Myasthenie zur Verfügung.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 19.9.2002
Gesprächskreis
für Trauernde
Erstes Treffen am Montag, 23. September, im Pfarrheim
Schaibing (jr). Jeder Mensch hat Angst davor und muss es früher oder
später doch durchstehen: Abschied nehmen für immer von einem Menschen, der ihm
viel bedeutete. In Trauer und Schmerz stehen die meisten dann alleine da,
verzweifelt und hilflos.
Pfarrer Lothar Zerer aus Schaibing, Bestatter Alfons Kasberger aus Kroding und
Barbara Resch aus Hauzenberg bieten hier Hilfen zur Bewältigung an. Am Montag,
23. September, beginnt ein neuer Gesprächskreis im Schaibinger Pfarrheim.
Bei der seelsorgerischen Betreuung nach Todesfällen habe er fast immer
feststellen können, dass der trauernde Mensch in ein tiefes Loch von
Hilflosigkeit und Sprachlosigkeit falle, so Pfarrer Lothar Zerer. Sogar nahe
Angehörige und Verwandte seien meist vollkommen überfordert in ihren
Tröstungsversuchen. Bestatter Alfons Kasberger erlebe es immer wieder hautnah,
wie eine Welt zusammenbreche, wenn jemand seinen Lebenspartner, ein Kind, einen
geliebten Menschen, oder Vater und Mutter verliere. In dieser inneren Not und in
dem schier unüberwindbaren Chaos der Gefühle wolle er Hilfen und Begleitung
anbieten.
Jeder Mensch trauere anders, so der Seelsorger. In Gesprächs- und
Erfahrungsrunden könne deshalb jeder seine Geschichte erzählen, sein Leid
klagen, oder auch ganz einfach nur schweigen. Bildbetrachtungen, Musik und
Meditation seien wohltuende Hilfen. Jeder solle das Gefühl haben, nicht mehr
alleine zu sein: "Gemeinsam lässt sich die schwere Last leichter tragen." Bei
allem sei strengstes Stillschweigen vereinbart, die Intimsphäre müsse gewahrt
bleiben. Alfons Kasberger sieht in dem offenen Gesprächskreis, der sich nicht
auf ein Pfarrgebiet beschränkt, einen großen Vorteil: Auswärtige Teilnehmer
könnten sich viel leichter und ohne Hemmungen öffnen.
Pfarrer Lothar Zerer lädt um 19.30 Uhr zu dem Treffen unter dem Titel "In
dunklen Tagen eine Begleitung durch Ihre Trauer" ins Pfarrheim ein. Alfons
Kasberger richtet einen kostenlosen Fahrdienst ein und wird alle anfallenden
Kosten abdecken. Es sei ihm ein Anliegen, die Hinterbliebenen nach der
Beerdigung nicht alleine zu lassen, sagt er. Neu in der Betreuung der Gruppe ist
Barbara Resch, die schon geraume Zeit Angehörige im Bereich der Sozialstationen
Hauzenberg und Fürstenstein in schwierigen Lebenslagen begleitet. Geplant sind
sieben Abende im Abstand von etwa drei Wochen.
Eine Anmeldung ist erforderlich bei Pfarrer Lothar Zerer, Tel. 08593/93293, bei
Barbara Resch, Tel. 08586/9786880, oder bei Alfons Kasberger, Tel. 08593/ 93213.
Aus: PNP, Passau-Land, 19.9.2002
Zweiter
Bauabschnitt zum 10. Geburtstag eröffnet
Neurologische Früh-Rehabilitation in Mainkofen ausgebaut -
Bislang über 3000 Patienten behandelt
Mainkofen
(mit). Die neurologische Rehabilitation am Bezirksklinikum
Mainkofen hat am Donnerstagnachmittag mit einem Festakt ihren zehnten Geburtstag
begangen. Das schönste Geschenk: Die Eröffnung des langersehnten zweiten
Bauabschnittes. Viel Prominenz hatte sich zum Festakt im herrlichen
Jugendstilsaal des Bezirksklinikums eingefunden. Neben Bezirkstagspräsident
Manfred Hölzlein, MdB Bruni Irber, MdL Bernd Sibler, stellvertretendem Landrat
Peter Erl und Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder waren auch Vertreter der
Ärzteschaft und der Verwaltung des Bezirksklinikums anwesend.
Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein begrüßte die zahlreichen Gäste und
betonte, dass die neurologische Frührehabilitation innerhalb des
Bezirksklinikums eine wichtige Rolle einnehme. Lange Zeit sei die Klinik in
Mainkofen die einzige dafür in Niederbayern gewesen, erklärte Hölzlein. 30
Betten der Frührehabilitation Phase B und 20 teilstationäre Behandlungsplätze
seien nach der Eröffnung am 19. Oktober 1992 bereitgestanden, über 3000
Patienten seien in den vergangenen zehn Jahren bestens behandelt worden.
Der Bau des zweitenAbschnitts, der 1998 beschlossen wurde, bilde einen wichtigen
Schritt zur Weiterentwicklung des Bereiches. Aufgrund des eingeschränkten
Budgets habe die Nutzfläche zwar von ursprünglich geplanten 1000 Quadratmetern
auf 609 Quadratmeter verringert werden müssen, jeder einzelne Quadratmeter werde
aber optimal genutzt. Besonders erfreulich sei, dass die geschätzten
Gesamtkosten von rund 2,4 Millionen Euro wohl nicht ausgeschöpft werden müssen.
Seit Juni werde in Mainkofen auch eine therapeutische Ambulanz vorgehalten, die
organisatorisch an die Tagesklinik der neurologischen Frührehabilitation
angegliedert und ebenfalls in den Räumlichkeiten des 2. Bauabschnitts
untergebracht sei. Die qualitativ hochwertige Angebotspalette reiche von
Logopädie über Ergotherapie, Physiotherapie und physikalische Therapie bis hin
zur Heilpädagogik.
Stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für
meurologische Frührehabilitation übermittelte Hölzlein Chefarzt Dr. Hubert
Lösslein und dessen Vorgänger Dr. Thomas Treig den Dank des Bezirkstages für die
geleisteten Dienste.
Dr. Thomas Treig, der mittlerweile in Greifswald in Vorpommern tätig ist,
blickte zurück auf die Geschichte der Klinik und betonte die Wichtigkeit des
Aufgabenbereichs für Mainkofen.
Dr. Hubert Lösslein stellte die vielfältigen Aufgaben vor, die die Mitarbeiter
der Klinik zu erfüllen haben. Lösslein dankte besonders den Mitgliedern des
"Vereins der Freunde der neurologischen Rehabilitation am Bezirksklinikum
Mainkofen e.V.". Der Verein finanziere sowohl Therapiemittel mit, wie er auch
Aus- und Fortbildungskurse organisiere.
Gemeinsam machte sich die Festgesellschaft auf den Weg in die neue Klinik, wo
Klinikseelsorger Pastoralreferent Berhard Plail gemeinsam mit dem evangelischen
Klinikpfarrer Manfred Loibl die kirchliche Segnung vornahmen. Eine gemütlicher
Teil schloss sich an des Festakt.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 20.9.2002
Jugendliche
melden Protest an: Stelle des Jugendreferenten muss erhalten bleiben
Groß angelegte Unterschriftenaktion gestartet - Unterstützung
aus der Politik - Entscheidung fällt im Herbst
Osterhofen. (bm). Die Jugendverbände der Dekanate Osterhofen und
Hengersberg haben eine großangelegte Unterschriftenaktion für den Erhalt der
Stelle des kirchlichen Jugendreferenten gestartet. "Es wurden 200 Listen
angefertigt, die an sämtliche Kirchenverwaltungen im Dekanatsgebiet verteilt
werden", erklärt Robert Kröll vom BDKJ-Kreisteam. Nach 40 Tagen werden die
Listen eingesammelt und an den Passauer Bischof Wilhelm Schraml weitergeleitet.
Neben den Jugendverbänden KJG, KLJB und den Pfadfindern, beteiligen sich auch
die beiden Dekane Alfons Eiber aus Hengersberg und Erwin Böhmisch aus
Osterhofen, sowie die Politiker MdB Bruni Irber und MdL Bernd Sibler an der
Aktion.
Die Jugendbeauftragte und 3. Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen, Liane
Sedlmeier, setzte am Mittwochabend als erste ihre Unterschrift auf die Liste.
"Die Stelle muss unbedingt erhalten bleiben", betont sie.
Wie berichtet, bleibt nach dem Weggang von Mario Unterhuber zum 1. September,
die Stelle des Jugendreferenten bis auf weiteres aus Kostengründen unbesetzt.
"Das Bistum Passau muss sparen", erklärte Wolfgang Duschl, Leiter der
Bischöflichen Pressestelle in einer Stellungnahme gegenüber der Osterhofener
Zeitung. Bei personellen Neu- und Umbesetzungen werde momentan generell
geprüft, ob Maßnahmen gebündelt und Kosten eingespart werden können.
Erste Konsequenz in Altenmarkt: Die Jugendvesper, die seit 1987 in der
Frauenkapelle an jedem ersten Sonntag im Monat gefeiert und von Mario Unterhuber
organisiert wurde, findet nicht mehr statt.
"Auch sonst wird vieles auf der Strecke bleiben", fürchtet
Kreislandjugendseelsorger Frater Stephan aus Niederalteich , der die viele
Arbeit im Jugendbüro alleine nicht bewältigen kann. Aus Zeitgründen ist er meist
nur am Donnerstagvormittag im Büro anzutreffen. "Die Mitwirkung an
Arbeitskreisen, die sozialpädagogische Betreuung oder die Durchführung der
Schulprojekttage werden in Zukunft spärlicher ausfallen", bedauert er. Zudem
fällt die Beratungsstelle für Wehrdienstverweigerer weg.
Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen: Erst im Herbst wird der
Steuerausschuss des Bistums über den Erhalt der Stelle beschließen.
Die betroffenen Jugendlichen hoffen auf eine positive Antwort aus Passau.
"Einzelne haben bereits vor Wochen Briefe an Bischof Wilhelm Schraml
geschrieben, bisher aber noch keine Antwort erhalten", weiß Robert Kröll.
Aus: Osterhofener Zeitung, 20.9.2002
Fachtagung
zu Trauerkultur
Trauerbegleiter, Hospizhelfer, Seelsorger und Bestattungsunternehmer können bei
dem Seminar "Trauerkultur - Bestattungskultur" ihren Umgang mit Tod und Trauer
überprüfen und Anregungen für das berufliche Handeln bekommen. Veranstalter ist
die Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in der Diözese Passau, als
Referenten kommen Prof. Dr. Konrad Baumgartner, Lehrstuhl für Pastoraltheologie
an der Uni Regensburg, und Dr. Wolfgang Holzschuh aus Regenstauf. Termin: 27.
September, 17 Uhr, bis 28. September, 17 Uhr, im spectrum Kirche. Info und
Anmeldung unter Tel. 0851/393378.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 20.9.2002
In der Gruppe
über Krebs reden
50 Interessenten bei der Gründungsversammlung - Treffen am 7.
Oktober
Pocking
(ac). Krebs - ein Thema, das offensichtlich viele trifft und betrifft.
Zur Gründungsveranstaltung der "Selbsthilfegruppe für krebskranke Menschen in
Pocking", die auf Initiative der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V. jetzt
stattfand, waren fast 50 Betroffene oder Angehörige gekommen. "Überraschend
viele ", wie Alexandra Krah von der Krebsgesellschaft in Passau feststellte. Die
Bayerische Krebsgesellschaft wurde 1925 mit dem Ziel der Erforschung und Heilung
von Krebserkrankungen gegründet. Erst später sei die Notwendigkeit der
psychosozialen Betreuung erkannt und in den 70er Jahren entsprechende
Einrichtungen gegründet worden. Seit 15 Jahren ist die Psychologische
Beratungsstelle in Passau tätig, ein wichtiger Zweig davon sind die Selbsthilfe-
und Gesprächsgruppen. "Es gibt in ganz Niederbayern 18 Selbsthilfegruppen und im
Bereich Pocking/Griesbach hoffen wir mit der heutigen Veranstaltung eine Lücke
zu schließen", erklärte Alexandra Krah in ihrer Begrüßung.
Wie sich eine Selbsthilfegruppe organisiert und sie den einzelnen Mitgliedern
helfen kann, veranschaulichte Roswitha Fuchs von der Selbsthilfegruppe
Hauzenberg. Vor drei Jahren sei bei ihr die Diagnose Brustkrebs gestellt worden,
"ein Blitz aus heiterem Himmel". Von Anfang an sei das Bedürfnis da gewesen,
sich mit Betroffenen auszutauschen. Inzwischen sei man eine gute Gemeinschaft,
in der Vorträge gehalten werden, in der man sich gegenseitig stütze, Erfahrungen
über Therapien, Erfolge und Erlittenes einbringe. Probleme könnten im Gespräch
gelöst werden, was den Teilnehmern wieder Hoffnung und Lebensmut gibt. "Ich kann
nur Positives berichten", so Roswitha Fuchs.
"Keiner, der nicht direkt oder indirekt betroffen ist, kann ermessen, was die
Diagnose Krebs bedeutet", unterstrich Dr. Otto Schadt in seinem Vortrag. Danach
beginne die Maschinerie der Diagnostik und Behandlung. Der Weg sei klar, nur der
Patient fühle sich trotz bester medizinischer Versorgung allein. "Hier ist es
wichtig, Menschen zu haben, die Ähnliches durchgemacht haben", so der Mediziner.
Ein Netz von Menschen außerhalb von Arzt und Familie sei unbedingt nötig. Durch
den Austausch von Erfahrungen innerhalb einer Selbsthilfegruppe falle es
leichter, die jetzt auftauchenden Alltagsprobleme zu lösen. In einer
Selbsthilfegruppe finde man Antwort und Hilfe auf Fragen zu Beruf, gesetzliche
Vorgaben bis hin zu Nachsorgeuntersuchungen.
"Die Ziele und Inhalte der Selbsthilfegruppe richten sich individuell nach den
Wünschen und Bedürfnissen der Beteiligten", erklärte Alexandra Krah zu den
Rahmenbedingungen. Wann, wo und wie oft man sich treffe, darüber entscheide die
Gruppe selber. Finanziell unterstützt werden die Selbsthilfegruppen durch die
Psychosoziale Beratungsstelle in Passau.
Auch Bürgermeister Josef Jakob begrüßte die Gründung der Gruppe für Krebskranke
in Pocking sehr. Zum einen aus der Sicht als Bürgermeister, da eine solche
Einrichtung für eine Stadt dieser Größe eigentlich schon selbstverständlich sein
sollte. Doch auch aus sehr persönlichen Gründen weiß Jakob um die Situation der
Betroffenen: "Es ist wichtig, in solch einer Situation Ansprechpartner und
Rückhalt zu finden", berichtete er aus eigener Erfahrung. Seine Frau war vor
sieben Jahren an Krebs verstorben.
Am 7. Oktober findet um 19 Uhr im Pfarrzentrum in der Wolfingerstraße 5 erneut
ein Treffen statt. Hier kommen die ersten möglichen Mitglieder der
Selbsthilfegruppe zusammen. Die weiteren Rahmenbedingungen machen dann die
Anwesenden unter der Federführung von Alexandra Krah aus.
Weitere Informationen bei der Krebsgesellschaft,
0851/7201950.
aus: PNP, Pocking, 20.9.2002
Talente
entwickeln und Ängste abbauen
Wöchentlicher Meditationskurs für Kinder im Pfarrheim
Beutelsbach
Beutelsbach (red). Ein wöchentlicher Meditationskurs für Kinder zwischen
neun und elf Jahren startet in den Monaten Oktober und November im Beutelsbacher
Pfarrheim. Der Kurs soll Kindern helfen, sich auf spielerische Art zu entspannen
und sich selber zu entdecken.
Kommenden Dienstag findet hierzu ein Informationsabend für interessierte Kinder
zusammen mit ihren Eltern im Pfarrheim in Beutelsbach statt. Organisiert hat
diesen Meditationskurs das Kirchliche Jugendbüro Vilshofen zusammen mit der
Pfarrei Beutelsbach. "Im Frühjahr dieses Jahres haben wir einen Kurs angeboten
für die Pfarreien nördlich der Donau und nach den guten Erfahrungen bisher,
bieten wir nun im Herbst für den süd-westlichen Teil des Dekanates ähnliches
an", so der kirchliche Jugendreferent Alfred Hüttinger.
Der jetzt angebotene Kurs richtet sich in erster Linie an Interessierte aus den
Pfarrverbänden Beutelsbach-Aidenbach, Pörndorf-Uttigkofen, Aldersbach-Walchsing
und der Pfarrei Aunkirchen.
Hüttinger erklärt den Hintergrund der wöchentlich eineinhalb Stunden dauernden
Treffen: "Wie schon bei den anderen Kursen, so ist auch dieser nicht etwa für
hyperaktive Kinder angelegt, sondern es geht schlicht und einfach darum, dass
die Kinder vermehrt auf das Gefühl hören lernen."
Die Referentin des Kurses, Pädagogin Anita Unrecht-Fredl, Dozentin an der
Universität Passau, formuliert als Ziel: "Durch Atemübungen, Körper- und
Bewegungsübungen, meditatives Malen und Gestalten, Phantasiereisen und bewusstes
Schweigen können die Kinder lernen ihre Konzentration zu verbessern, die
Lernfähigkeit zu steigern, ihre Talente zu entwickeln und Ängste abzubauen".
Interessierte Eltern können kommenden Dienstag, 24. September, zusammen mit
ihren Kindern die bekannten und bewährten Formen der Entspannung und Besinnung
bei einem Informationsabend am eigenen Leib ausprobieren. Dieser beginnt um
18.30 Uhr im Pfarrheim Beutelsbach und dauert bis zirka 20 Uhr. Der sechswöchige
Kurs kostet 40 Euro. Anmeldung und nähere Infos beim kirchlichen Jugendbüro,
Tel. 08541/2414 oder bei Anna Reitberger, Tel. 08535/593.
Aus: Vilshofener Anzeiger, 20.9.2002
Gesprächskreis
für Frauen
Regen (bb). Am Montag, 23. September, findet im Katholischen Kreisbildungswerk
in Regen um 20 Uhr ein Info-Abend für Frauen statt. Alle Frauen, die Lust und
Interesse daran haben, sich einmal im Monat zu einem Austausch, zu Gesprächen
und Diskussionen "rund um die Frau" zu treffen, sind dazu eingeladen. Barbara
Körner aus Zwiesel wird den Gesprächskreis leiten, mit dem vorrangigen Ziel, die
Frauen in ihren verschiedenen Rollen als
Ehefrau/Partnerin/Mutter/Freundin/Tochter/Berufstätige usw., zu stärken und zu
unterstützen - nach dem Motto: "Gespräche von Frau zu Frau tun einfach gut!"
Aus: Bayernwald-Bote, 20.9.2002
IHK-Seminar
zum Thema Mobbing
Viechtach. Die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern bietet am
kommenden Samstag, 21. September, ein Seminar für Fach- und Führungskräfte sowie
für alle Interessierten zum Thema "Mobbing" an. Es findet in Hengersberg statt,
Anmeldung und weitere Auskünfte bei Nadine Damberger bei der IHK in Passau,
Telefon 0851/507-132.
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 20.9.2002
Seminare an
der Landvolkshochschule
Niederalteich (tl). Die Landvolkshochschule St. Gunther in Niederalteich
veranstaltet im Oktober mehrere Seminare.
Unter dem Titel "Das verlorene Schaf" findet am 4. und 5. Oktober ein Kurs für
"Gottsucher" statt. Die Leitung hat der neue Seelsorger an der
Landvolkshochschule, Kaplan Werner Kuchar.
"Mit Konflikten fertig werden", ist der Inhalt eines weiteren zweitägigen
Praxisseminars am 14. und 15. Oktober. Ziel ist es, die eigenen Konflikte mutig
anzuschauen und anzugehen. Das Seminar wird von Josef Rehrl geleitet und kostet
70 Euro. Nähere Informationen und Anmeldungen zu diesen beiden Seminaren unter
Tel. 09901/ 9352-0 oder Fax 9352-19.
Ein drittes Seminar findet schließlich am 18. und 19. Oktober statt. Dieses
Wochenende steht im Zeichen von Menschen in Trennungs- und
Scheidungssituationen. Beginn unter der Leitung von Gabriele Dölzer und Tina
Günther ist am 18. Oktober um 18 Uhr mit einem Abendessen. Die Kosten betragen
45 Euro. Anmelden können sich Interessenten unter Tel. 0851/ 393339.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 21.9.2002
Dank für zehn
Jahre Frauenhaus
Zuflucht für 500 Frauen und 600 Kinder - Trägerverein feierte
Jubiläum mit 200 Gästen
von Martin Heinberg
"Das Frauenhaus ist eines der wichtigsten Häuser in Passau", hat Generalvikar
Lorenz Hüttner anlässlich der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der
Einrichtung betont. 500 Frauen und 600 Kinder seien schon aufgenommen und gut
betreut worden von den vier angestellten und 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.
Mit dem Frauenhaus feierte auch der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
Passau, der Trägerverein, am Freitag in St. Max. Nach einem Gottesdienst in der
Andreaskapelle trafen sich rund 200 Unterstützer und Ehrengäste zum Festakt. Die
SkF-Vorsitzende Ursula Geisenberger hob die Frauen in den Mittelpunkt, "die in
den zehn Jahren mit ganzer Kraft für das Frauenhaus eingetreten sind." Durch den
großen Rückhalt der derzeit 100 Vereinsmitglieder mache die Arbeit echte Freude.
Auch Generalvikar Lorenz Hüttner lobte: "Die engagierten Frauen haben gezeigt,
dass es nicht nur den Mann, sondern auch die Frau der Tat gibt." Die Frauen
könnten sich moralischer und finanzieller Unterstützung sicher sein, versicherte
der Generalvikar, und übergab im Namen des Bischofs für das Frauenhaus einen
Scheck.
"Wir werden immer ein offenes Ohr haben, wenn der Schuh drückt", sagte OB Albert
Zankl auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu.
Rosemarie Görlich, ehemalige Vorsitzende, erzählte in ihrem Vortrag über die
Schwierigkeiten vor der Gründung. "Es war nicht leicht, ein passendes Haus zu
finden, die Männer zu überzeugen, und die zehn Prozent der Finanzierung
aufzubringen, die vom SkF selbst getragen werden." Auch die Zustimmung des
Bischofs war nötig, aber - so hoffte Görlich: "In der Kirche kann mir ja nicht
so viel passieren."
Unter ihrer Nachfolgerin Gabriele von Moreau zog dann das Frauenhaus in ein
besseres Gebäude um, die anfänglichen Schwierigkeiten wurden weniger. Ursula
Geisenberger, der jetzigen Vorsitzenden, sei es gelungen, das Frauenhaus in die
Öffentlichkeit zu rücken.
Gabriele Glorius, seit acht Jahren Referentin zum Thema Frauenhäuser bei
SkF-Deutschland, erläuterte das neue Gewaltschutzgesetz und sagte "allmählich
rücken die Frauenhäuser vom Rand der Gesellschaft in die Mitte." Trotz der oft
angespannten finanziellen Lage, stünden die betroffenen Frauen und deren
Schicksal immer noch an erster Stelle." Mit Blumen für die anwesenden acht der
fünfzehn Gründungsmitglieder und die elf ehren- und vier hauptamtlichen
Mitarbeiter endete der Festakt, den die Jagdhornbläsern Kellberg begleiteten,
und dem sich ein geselliges Beisammensein anschloss.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 23.9.2002
Rentenberatung für
Versicherte der BfA
Regen (bb). Versicherte der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte
(BfA) können sich am Mittwoch, 25. September, in der Geschäftsstelle der Barmer
Krankenkasse in Regen, Stadtplatz 11 beraten lassen. Erich Hamedinger,
Versichertenberater der BfA, steht von 8 bis 16 Uhr zur Verfügung. Anmeldung
unter Tel. 09921/970180
Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 23.9.2002
Vorträge zum
Leben nach dem Aufenthalt im Krankenhaus
Landestreffen der Angehörigen psychisch Kranker in Mainkofen
Mainkofen
(ket). Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch
Kranker hat am Samstag zum Bayerischen Landestreffen ins Bezirksklinikum
Mainkofen geladen. Das Treffen stand unter dem Thema "Krankenhaus - und was
kommt dann?". "Das heutige Thema liegt den Angehörigen schwer auf der Seele", so
erste Vorsitzende Eva Straub. Sowohl die Einlieferung der Betroffenen ins
Krankenhaus einerseits, als auch die Entlassung andererseits seien schwierige
Momente für die Familienmitglieder. Angesichts dieses brisanten Themas fand das
Landestreffen großen Anklang - der Festsaal des Bezirksklinikum Mainkofen war
bis auf den letzten Platz besetzt.
Unter den Gästen waren auch Schirmherr der Veranstaltung und
Bezirkstagspräsident von Niederbayern Manfred Hölzlein, Deggendorfs
Oberbürgermeisterin Anna Eder und Landrat Christian Bernreiter.
Dr. med. Lothar Blaha, Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen,
verwies darauf, dass sich die stationäre Versorgung der psychisch gestörten und
kranken Menschen in den letzten beiden Jahrzehnten "im Sinne einer
Humanisierung" grundlegend verbessert habe. Als Beispiel führte er die
Verweildauer im Bezirksklinikum an, welche sich von 72 Tagen im Jahre 1992 auf
25,5 Tage im Jahre 2002 reduziert hat. Es sei gelungen, Vorurteile abzubauen und
die Akzeptanz des psychiatrischen Fachgebietes deutlich zu erhöhen. Die
Zugangszahlen im Bezirksklinikum Mainkofen verleihen dieser Entwicklung
Ausdruck: Von 2600 Zugängen 1992 sind diese auf 5800 im Jahre 2001 gestiegen -
obwohl 1994 zusätzlich das Bezirkskrankenhaus Landshut eröffnet worden ist.
Probleme im stationären Bereich seien vor allem die rückläufigen finanziellen
und damit personellen Ressourcen, mit denen ein Qualitätsverlust einherginge,
stellte Blaha fest. Problematisch sei außerdem der Entlassungszeitpunkt. "Gerade
in der Psychiatrie hat die Trennung in Behandlungs- und Pflegefällen nicht
selten zur Folge, dass Patienten vorzeitig und gegen die Überzeugung der
behandelnden Mediziner/Therapeuten entlassen werden müssen", gab der Ärztliche
Direktor zu bedenken. Dadurch entstünden Belastungssituationen, die oft auf dem
Rücken der Angehörigen ausgetragen würden.
Als weitere Schwierigkeit führte Blaha den Arbeitsmarkt an. Es sei "wenig
sinnvoll, aufwendige und für den Menschen belastende Umschulungen in Berufe
durchzuführen, die nicht vermittelbar sind". Hier würden Leistungen von den
Klienten erwartet und Hoffnungen geweckt, die bei Nichterfüllung in eine weitere
"Ich-Reduktion" und in ein Gefühl der Wertlosigkeit einmünden.
Blaha betonte außerdem die Notwendigkeit, auch in Pflegeheimen
Rehabilitationsmaßnahmen zu fordern, die zu mehr Selbstständigkeit und Autonomie
führen können. "Jede Form des betreuten Wohnens sollte niemals als ‚Endzustand'
verstanden werden".
Weiterentwicklung als Schwerpunkt
Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein sieht die Weiterentwicklung der
Angebote für psychisch kranke Menschen als einen Schwerpunkt seiner Arbeit an
und ist "immer bereit, sinnvolle und effektive Maßnahmen zu unterstützen".
Allerdings wies er auf die schwierige finanzielle Situation hin, angesichts der
"nach momentaner Einschätzung in den nächsten zwei bis drei Jahren eine
Aufstockung der Haushaltsansätze für ambulante Psychiatrie im Bezirkshaushalt
nur begrenzt möglich sein wird". Dennoch bestehe kein Anlass, mutlos zu werden.
Wichtige Impulsgeber für die Psychiatrie-Reform seien zweifellos die
Angehörigen, so Hölzlein, die im Landesverband Bayern seit zwölf Jahren die
Interessen ihrer psychisch kranken Familienmitglieder mit "enormen Einsatz an
persönlichem Engagement in bislang ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit
vertreten haben".
Auf die großen Fortschritte, die der Landkreis Deggendorf in den letzten Jahren
sowohl im Stationärbereich der Psychiatrie als auch im ambulanten Bereich
erreicht hat, wies Landrat Christian Bernreiter hin. Dabei erwähnte er unter
anderem die 43 "betreuten Wohnplätze" bei einem Einwohnerstand von 115000. Der
bundesdeutsche Durchschnitt liege dagegen bei 30 Plätzen pro 100000 Einwohner.
Der Sozialpsychiatrische Dienst des BRK biete neben Beratung und betreutem
Wohnen auch Beschäftigungsinitiativen und Freizeitangebote für psychisch Kranke
an und entlaste dadurch die Angehörigen.
Anna Eder stellte fest: "Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel positiv
verändert". Dennoch würden die Angehörigen - besonders nach der Entlassung eine
große Rolle spielen.
Aufgrund der immer kürzer werdenden stationären Behandlungszeiten hätten die
Familien mit mehr Belastungen und Verantwortung zu kämpfen, kritisierte die Eva
Straub. Sehr früh aus dem Krankenhaus entlassen, finde heute die eigentliche
Behandlung für die Hälfte der Kranken ambulant statt.
Einmal im Jahr bietet der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker
unter anderem aus diesem Grund allen Interessierten die Gelegenheit, Neues aus
der Psychiatrie, der psychiatrischen Versorgung und der
Angehörigen-Selbsthilfegruppe zu hören, mit Fachleuten ihre Probleme zu erörtern
und untereinander Kontakte zu knüpfen.
Aus: Plattlinger Zeitung, 24.9.2002
Rehabilitation
als Hilfe für den Alltag
Klinik in Mainkofen öffnete zum zehnjährigen Bestehen ihre
Türen - Besucher besichtigten neue Räume
Mainkofen
(ket). Ihr zehnjähriges Bestehen und die Eröffnung des
zweiten Bauabschnitts hat die Klinik für Neurologische Rehabilitation am
Bezirksklinikum Mainkofen am Wochenende gefeiert. Bei den Tagen der offenen Tür,
die von Chefarzt Dr. Hubert Lösslein organisiert worden waren, hatten die
Besucher Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen und die Einrichtung kennen
zulernen. Dabei war für Interessierte jede Menge geboten: Die Mitarbeiter
informierten über die tägliche Arbeit, Fachleute standen für Diskussionen und
Fragen zur Verfügung, verschiedene Pharma-Unternehmen stellten sich vor, und
Schautafeln gaben einen Einblick in die neurologische Rehabilitation. Außerdem
konnten die Besucher an PC-Stationen ihre geistige Leistungsfähigkeit messen
oder Therapieprogramme testen. Eine Ausstellung mit Werken der beiden Künstler
Stefan Hardege (Metall-Skulpturen) und Hans Wallner (Emaille-Bilder) verlieh der
Veranstaltung einen besonderen Flair.
Die ursprüngliche Station war am 19. Oktober 1992 bezogen worden. Nun ist der
Neubau fertiggestellt, in dem die Tagklinik und die therapeutische Ambulanz
unter anderem mit Logopädie und Krankengymnastik untergebracht sind. Ob
Physiotherapie, Heilpädagogik, Pflege oder Neuropsychologie - die Besucher
konnten in alle Bereiche hineinschnuppern und sich mit den Therapiemöglichkeiten
der Klinik vertraut machen.
Doch damit nicht genug: Auch die modernsten Geräte, die derzeit auf dem Markt
sind, ließen sich - ob nun Rollstühle, Stepper oder ein "Behindertendreirad" -
in der Praxis ausprobieren.
Im Physiotherapieraum standen zahlreiche Liegen - "Bobathbänke" in der
Fachsprache - die in erster Linie bei Einzelbehandlungen zum Einsatz kommen. Als
"Basisinstrument der Krankengymnastik" bezeichnete Chefarzt Dr. Hubert Lösslein
die verstellbaren Bänke, mit Hilfe derer Patienten das Gleichgewicht üben
können. Menschen, die am Beginn des Gehens stehen, können mit Hilfe eines
"Freigehbarrens" die ersten Schritte bewältigen. Einen ähnlichen Zweck erfüllt
der "Freistehstuhl" für Behinderte, mit dessen Hilfe sich der freie Stand geübt
wird.
Gleich gegenüber das Physiotherapieraumes befindet sich die physikalische
Therapie. Hier kommen unter anderem Bäderanwendungen, Massagen, Elektrotherapie,
Wärme- und Kälteanwendungen, sowie Ultraschall und Reizströme zum Einsatz. Damit
soll eine Linderung der Schmerzen und Entspannung erreicht werden.
Patienten, die im Koma liegen und äußerst anfällig gegenüber äußeren Reizen
sind, werden im "Schwarzraum" untergebracht. "Sie sind oft nur mit sehr hohen
Medikamentendosen runterzubringen", informierte Chefarzt Dr. Hubert Lösslein.
Auch ein Logopäden-Team ist für die Rehabilitation der Patienten zuständig.
Aufgabe der Logopädinnen ist in erster Linie, die Patienten im Schlucken zu
therapieren. "Viele Patienten verschlucken sich am eigenen Speichel", erläuterte
der Chefarzt die Problematik. Deshalb sei auch für etliche Betroffende ein
Luftröhrenschnitt unumgänglich.
Ein Wasserbett aus dem Bereich Heilpädagogik bietet zahlreiche
Stimulationsmöglichkeiten für die Kranken. Im entsprechenden Raum laden
farbenprächtige Lichtspiele, gedämpfte Musik und Objekte, die sich sanft
bewegen, zum Träumen ein.
Auch einen Musiktherapeuten beschäftigt die Klinik. "Musik kann als
Kommunikationsersatz dienen", erklärte Lösslein. Dabei müsse sich der Therapeut
darauf einstellen, was der Patient an musikalischer Erfahrung mitbringe. Ist ein
Patient beispielsweise halbseitig gelähmt, so könne beim Schlagzeugspielen
erreicht werden, dass dieser schrittweise immer mehr Bewegungen selbst
übernehme. Auch im Gruppenraum der Ergotherapie werden Übungen mit halbseitig
Betroffenen gemacht.
Das Psychologenteam ist für Diagnostik und das Training von Kognition,
Gedächtnis und Aufmerksamkeit verantwortlich. "Die Trainingsprogramme werden
teilweise selbst gebaut", so der Chefarzt nicht ganz ohne Stolz. Als Beispiel
nannte er Fotos, die eingescannt und zerstückelt werden. Aufgabe des Patienten
ist nun, diese wieder richtig zusammenzusetzen. Werden bekannte Motive oder
Gesichter verwendet, so könnten mit derartigen Methoden auch Berührungsängste
abgebaut werden.
Aus: Plattlinger Zeitung, 24.9.2002
Frauenbeauftragte
Waldkirchen. Ihre Sprechstunde hält die Frauen- und Familienbeauftragte
der Stadt, Renate Cerny, am heutigen Dienstag ab. Sie ist zwischen 16 und 18 Uhr
im Dienstzimmer vier im Erdgeschoss des Rathauses anzutreffen. Zur selben Zeit
ist sie telefonisch unter Tel. 08581/20214 erreichbar.
Ernährungsberatung
Waldkirchen. Ernährungs-Empfehlungen für Senioren hat S. Preuss,
Ernährungsberaterin beim Landratsamt Freyung-Grafenau, bei ihrem Vortrag beim
Seniorenclub Waldkirchen am morgigen Mittwoch parat. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr
im Pfarrheim.
Sprachstörungs-Hilfe
Waldkirchen. Der Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker
bietet am morgigen Mittwoch von 10 bis 12 Uhr im Altenheim St. Gisela eine
Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung an, die meist nach einem
Schlaganfall auftritt. Ansprechpartnerin ist Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.
Aus: PNP, Waldkirchen, 24.9.2002
Kinder mit
Schulproblemen spielerisch fördern
Anna Weimer von der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung
der Caritas Viechtach hilft den Familien aus der Krise
von Cornelia Babl
Viechtach. Egal ob Schulprobleme, Scheidung oder
Verhaltensauffälligkeiten - Bei Anna Weimer von der Erziehungs-, Jugend- und
Familienberatung der Caritas Viechtach sind Eltern und Kinder mit Problemen an
der richtigen Adresse. Auf spielerischem Weg hilft die Sozialpädagogin, die
Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. "An erster Stelle stehen bei uns
Schulprobleme: Das Kind lernt nicht lesen und schreiben, die Hausaufgaben dauern
so lange, das Kind bringt nur schlechte Noten, es kann sich nicht
konzentrieren", beschreibt die Sozialpädagogin. Hyperaktivität, Ängste,
depressive Verstimmungen, Essstörungen oder Schlafprobleme sind weitere Gründe,
warum Eltern sich an Anna Weimer wenden. "Ab und zu melden sich bei mir auch die
Omas oder Opas oder Lehrer der Kinder", erzählt sie. Vorrangig richtet sich ihr
Beratungsangebot allerdings an die sorgeberechtigten Eltern mit ihren Kindern.
In letzter Zeit registriert Anna Weimer vermehrt Anmeldungen von Eltern, deren
Nachwuchs hyperaktiv ist. "Wie soll man in unserer schnelllebigen Zeit von
Kindern erwarten, dass sie ruhig bleiben?" Häufig leiden die Kinder, die sie
betreut, auch an Legasthenie. "Wir beraten und therapieren bei Lese- und
Rechtschreibschwächen und über die Möglichkeit, wie man zu einem entsprechenden
Attest für die Schule kommt."
Der richtige Ansprechpartner ist die Erziehungsberatungsstelle der Caritas auch,
wenn Eltern sich trennen wollen oder bereits geschieden sind. "Wir sind die
Anlaufstelle egal zu welchem Zeitpunkt der Trennung. Wir beraten zum Beispiel
auch über sinnvolle Besuchsregelungen", sagt Weimer.
Beim ersten Gespräch mit Eltern und Kind im Caritashaus versucht sie, alle
nötigen Informationen einzuholen. "Wir besprechen dann das Problem, zum
Beispiel, dass das Kind nicht lesen mag." Anschließend macht sie mit dem Kind
mehrere Untersuchungen, zum Beispiel IQ-, Konzentrations- oder
Wahrnehmungstests. "Den Kindern macht das meistens einen Riesenspaß. Es läuft
viel spielerischer ab als in der Schule. Es kommt deshalb nur sehr selten vor,
dass ein Kind sich total verweigert." Wenn Anna Weimer die Tests ausgewertet
hat, teilt sie den Familien die Ergebnisse mit und spricht mit ihnen über das
weitere Vorgehen.
Dazu gehören unter anderem Familiengespräche. Anna Weimer besucht aber auch mit
Einverständnis der Eltern die Sprechstunden der Lehrer. In Einzel- oder
Gruppentherapie versucht sie, den Problemen auf den Grund zu gehen. Mit Kindern,
die keine Lust auf Schule haben, arbeitet sie zum Beispiel am Computer, an dem
die Kinder Rechtschreibübungen mit Begeisterung machen. Wahrnehmungsspiele,
Arbeitsblätter mit vielen Bildern oder Zahlenschnüre sollen ihnen wieder Lust
aufs Lernen machen. "Die Kinder sollen die Dinge begreifen und viel mit
Anschauungsmaterial arbeiten." Neben ihrem Büro gibt es außerdem einen
Spielraum, in dem sich die Kinder entspannen können. "Die Förderung schaut
insgesamt mehr nach Spiel aus", sagt Weimer.
Doch nicht immer kann die Caritas den Betroffenen weiterhelfen. "Wenn ein
Problem zu schwerwiegend ist, raten wir den Eltern auch, sich an einen Arzt oder
einen Kinder- und Jugendpsychiater zu wenden", erzählt Weimer. Entscheidend sei
aber immer das Einverständnis der Eltern. "Darauf legen wir großen Wert. Wir
sind immer auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen." Nach außen gelangt nichts
von dem, was die Familien ihr erzählen: Anna unterliegt der absoluten
Schweigepflicht.
In diesem Jahr hat die Caritas-Mitarbeiterin bereits über 50 Anmeldungen
entgegengenommen. Derzeit betreut sie rund 25 Kinder. "In den Schulferien sind
die Anmeldungen seltener. Der Boom kommt erst noch", sagt sie. Die meisten
Kinder, um die sie sich kümmert, sind im Grundschulalter. Ältere Kinder und
Jugendliche melden sich dagegen eher selten bei ihr. "Das Logo Caritas schreckt
wahrscheinlich viele in diesem Alter ab", meint sie.
Ohne schriftliche, persönliche oder telefonische Anmeldung (Tel. 09942/94880)
bekommt man zur Zeit keinen Termin bei Anna Weimer. Die kostenlose Beratung der
Caritas kann jeder in Anspruch nehmen, der für ein Kind sorgt, unabhänging von
Alter, Nationalität oder Konfession.
Zwei bis drei Wochen dauert es dann bis zum ersten Gespräch. "Für längerfristige
Therapien muss man allerdings mit einer Wartezeit von drei bis vier Monaten
rechnen", sagt Weimer. Pro Woche kann sie zwölf feste Therapieplätze anbieten.
Am Ende der Betreuungsphase führt Anna Weimer mit ihren Klienten ein
Abschlussgespräch. "Da kriege ich dann schon eine Rückmeldung, ob sich Erfolge
eingestellt haben." Manche Kinder malen ihr zum Abschied ein Bild oder basteln
eine Kleinigkeit für sie. "Das schönste ist, wenn mir die Eltern erzählen, dass
ihre Kinder gern zu mir gekommen sind. Das gibt mir schon viel."
Mit diesem Artikel schließt unsere fünfteilige Serie über die
Betreuungsangebote im Viechtacher Caritashaus in der Dr.-Schellerer-Straße.
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.9.2002
Neid und
Konkurrenz müssen weg
Vortrag beim Frauenbund: Für neue Beziehungskultur unter
Frauen
Moosbach/Altrandsberg (mh). Von sichtbaren Mauern, die man anfassen kann, und
Hindernissen, die man nicht sieht und die doch da sind: Davon sprach die
stellvertretende Diözesanvorsitzende des Frauenbundes in ihrem Vortrag über das
Zweijahresthema, "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", den die Mitglieder
lebendig ergänzten. Ins Gasthaus Kerscher kamen gut 40 Mitglieder, um die
Referentin Maria Starzinger aus Regensburg zu hören. Basierend auf dem
Zweijahresthema des Frauenbundes, "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern",
referierte die stellvertretende Diözesanvorsitzende, welche persönliche "Mauern"
im Leben zu überspringen seien. Sich innerlich abzugrenzen hätte eine
Schutzfunktion, weil so Angriffe anderer Menschen zurückgewiesen und geistiges
Eigentum bewahrt werden könne. Solange aber alle hinter der eigenen Mauer
verharrten, beschnitten sie sich in der Freiheit, würden unbeweglich und
einseitig.
Immer wieder sei zu spüren, dass sich Konkurrenzdenken und Neid unter Frauen
breit machen. Häufig erwarteten Frauen, die anderen müssten genauso denken und
handeln wie sie selber. Grundlegend sollten Frauen klären, was und wie viel
ihnen ihr Frausein überhaupt bedeute.
Die erste Orientierung geschehe in der Beziehung zur eigenen Mutter. Wurde die
Autorität der Mutter als positiv und bestärkend erlebt, sei eine Frau in ihrem
späteren Leben offen für die Autorität anderer Frauen. Sei jedoch zu viel Macht
im Spiel gewesen, hätte sie es als Erwachsene meist schwer, "größere" Frauen
anzuerkennen.
Dazu kommt, dass Frauen in unserem Kulturkreis in einer Welt aufwachsen, die
seit Jahrhunderten an männlichem Denken orientiert ist, führte die Referentin
weiter an. Frauen richten sich nach Regeln, die für Männer gelten, sie sperren
ihre Emotionen aus und sprechen eine männliche Sprache. "Sie trauen sich nicht,
ihr Frausein zu leben und zu genießen und wissen auch nicht mehr, wie frau das
machen soll. Nur den Körper zu trimmen auf Einheitsmaßstäbe, die uns eine
überwiegend von Männern beherrschte Mode- und Ernährungsindustrie vorgibt, macht
noch lange keine richtige Frau aus.
Um groß zu werden brauche jede Frau eine Frau, die einen Vorsprung an
Lebenserfahrung und unterschiedlichen Kompetenzen aufweise. "Das hat auch nicht
unbedingt etwas mit dem Alter zu tun. Auch jüngere Frauen können so gegenüber
älteren Frauen "größer" sein, denn jede Frau hat im Vergleich zu anderen Frauen
in irgendeinem Bereich ihren ganz persönlichen Vorsprung", erklärte Starzinger.
Mit dem Zweijahresthema "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern" - ein Zitat aus
Psalm 18 - überlegten die Frauen, inwieweit das Beten mit Psalmen auch nach 2500
Jahren noch zeitgemäß sei. Gebete aus der heutigen Zeit hörten sich vielleicht
gewählter an, doch in den Psalmen komme dafür das Leben der Menschen, ihre
Freude und Not, ihre Angst und Vertrauen, ganz offen zu Sprache. "Menschen, die
sich lieben, erzählen einander so viel wie möglich von dem, was sie bewegt. Wie
steht es mit uns, wenn wir zu Gott beten? Lassen wir uns von ihm in unser Herz
schauen oder beten wir mit einer gefassten, feierlichen "Maske" vor dem
Herzen?", fragte die Referentin die Anwesenden.
Vorsitzende Maria Kolmer bedankte sich für den lehrreichen Vortrag. "Er hat uns
sehr angesprochen und vieles davon werden wir in unserm Alltag sicher
miteinbeziehen. Ich wünsche uns allen, dass wir noch lange davon zehren können."
Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.9.2002
Gesprächskreis
für psychisch Kranke
Waldkirchen.
Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit des
Kreis-Caritasverbandes bietet wieder eine Gesprächsgruppe an. Angesprochen sind
vor allem Menschen mit psychischen Problemen, die 14tägig jeweils zwei Stunden
zusammentreffen, um im Erfahrungsaustausch die eigenen seelischen
Schwierigkeiten besser verstehen zu lernen. Erster Termin: morgen, Donnerstag,
15 bis 17 Uhr im Caritas-Sozialzentrum , Rathausplatz 6 (gegenüber Rathaus).
Info und Anmeldung: Diplom-Sozialpädagogin Maria Reischl, Tel. 08551/585-80.
Aus: PNP, Waldkirchen, 25.9.2002
Kolping
organisiert Urlaubswoche für Mutter und Kind
Vom 13. bis 18. Oktober bietet das Kolping-Bildungswerk
Passau für Mütter mit noch nicht schulpflichtigen Kindern ab drei Jahren eine
Mutter-Kind-Woche an. Im Kolping-Familienhotel in Teisendorf sollen Mütter und
Kinder eine schöne Herbstwoche verbringen, die Natur genießen und abseits vom
Alltag wieder neue Lebenskraft tanken. Dazu gibt's Gespräche, Meditation, Tanz
und Kreativität. Weitere Infos und Anmeldung beim Kolping-Bildungswerk, Domplatz
6a, Tel. 393-295.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 25.9.2002
Sprechstunde des
BfA-Versichertenberaters
Heinz Walchshäusl, Versichertenberater der Bundesversicherungsanstalt für
Angestellte, hält morgen, Donnerstag, 14 bis 15.30 Uhr, eine Sprechstunde ab. In
der DAK, Am Schanzl 8, beantwortet er BfA-Versicherten Fragen zur
Rentenversicherung, nimmt Rentenanträge entgegen und hilft beim Ausfüllen von
Kontenklärungsanträgen.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 25.9.2002
Versicherungsamt bietet Sprechtag an
Kößlarn (red). Ein Sprechtag des Versicherungsamtes Passau findet am Montag, 14.
Oktober, von 13 bis 16 Uhr im Rathaus Kößlarn statt. Das Versicherungsamt
erteilt Auskunft in allen Fragen zur Sozialversicherung (Renten-, Kranken-,
Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung). Interessierte Bürger werden
gebeten, im Rathaus bei F. Skrzypczak, Tel. 08536/9617-14, einen Termin zu
vereinbaren und entsprechende Unterlagen sowie den Personalausweis zur
Vorsprache mitzubringen.
Aus: PNP, Pocking, 25.9.2002
Mutter-Kind-Schulung: "Umgang mit Konflikten"
Passau (cg). Dem Thema "Umgang mit Konflikten" widmet sich der
Schulungstag des Frauenbunds für Mutter-Kind-Gruppen. Er findet am Samstag, 28.
September, von 9.30 bis 17 Uhr im Spectrum Kirche, Passau-Mariahilf, statt. Die
Referenten Helen Uhrmann-Pauli und Andreas Döberl werden Konflikte näher
beleuchten und die Fähigkeiten der Teilnehmer fördern, diese fair zu lösen.
Informationen gibt es beim Frauenbund unter Tel. 0851/36361
Aus: PNP, Pocking, 25.9.2002
Beratungen
Frauen-Notruf: Frauenhaus Passau Tel. 0851/89272 (rund um die Uhr).
Anonyme Alkoholiker: Treffen jeden Donnerstag um 19.30 Uhr im
Pfarrzentrum Vilshofen.
Caritas: Allgemeine Sozialberatung jeden Montag von 9 bis 11
Uhr und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr, Anmeldung unter Tel. 0851/501854; Beratung
für Asylbewerber jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Anmeldung unter Tel.
0851/501812; Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung jeden Montag, Mittwoch
und Donnerstag nach Vereinbarung unter Tel. 0851/501260, jeweils im
Pfarrzentrum, Donaugasse 4, 1. Stock.
Telefonseelsorge: Telefonische und persönliche Beratung,
Passau, Am Zwinger 1 (zwischen Votivkirche und Volksbank) Tel. 0800/1110222.
Aus: Vilshofener Anzeiger, 25.9.2002
Gemeinderat
Rinchnach entscheidet sich für Mittagsbetreuung für die Grundschüler
Urnenwand mit 30 Nischen soll bis Ende Oktober fertig sein -
Details für die Probstgasse
Rinchnach (ow). In der Grundschule Rinchnach können die Kinder auch
über Mittag bleiben. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Mittagsbetreuung
einzuführen. Als Fachkraft für die Betreuung der Kinder wird Frau Senner
befristet angestellt. Die Bereitschaft der Eltern, sich an der Maßnahme
finanziell zu beteiligen, lässt hoffen, dass die Mittagsbetreuung eine ständige
Einrichtung an der Rinchnacher Volksschule werden kann, hieß es im Gemeinderat.
…
Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 25.9.2002
Neues Lebenshilfe-Wohnheim ist ein Nest der Zugehörigkeit
Gebäude in der Wiserstraße wurde feierlich eingeweiht -
Heimat für 24 behinderte Menschen - Im Zentrum und doch ruhig - "Tag der offenen
Tür"
von Astrid C. Hahne
Plattling. Fast genau vier Jahre nach dem Erwerb des Grundstücks und 26
Monate nach dem Spatenstich ist das Wohnheim der Lebenshilfe an der Wiserstraße
in einem Festakt mit zahlreichen Ehrengästen aus ganz Niederbayern feierlich
eingeweiht worden. Freundlich wurden die Besucher vorm Haus von den zum Teil
aufgeregten Bewohnern begrüßt. Es war für sie, ebenso wie für die
Verantwortlichen, ein großer Tag. Idyllisch ist das Heim gelegen, mitten im
Zentrum der Stadt, dennoch ruhig und abgeschieden. 2,5 Millionen Euro hat das
Bauwerk gekostet, an dessen Finanzierung sich das Bayerische Sozialministerium,
die Oberste Baubehörde, der Bezirk Niederbayern und die Aktion Mensch beteiligt
haben. Es bietet 30 Heimplätze für geistig behinderte Erwachsene, derzeit leben
dort 24. Und die standen auch im Mittelpunkt der Einweihung, wie jeder der
Redner betonte.
Fast war der Raum zu klein geworden, um all die Ehrengäste aus Politik,
Verwaltung und Wirtschaft, von der Lebenshilfe und sozialen Einrichtungen sowie
Vertreter der am Bau beteiligten Firmen zu fassen. Stolz waren alle auf die
Einrichtung, die für die Bewohner ein neues Heim, ein "Nest der Zugehörigkeit"
ist, wie der 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Deggendorf, Josef Thalhammer, mit
einem Gedicht eines irischen Dichters darstellte. Das freundliche und
lichtdurchflutete Gebäude sei ein Juwel und erfülle die Bedürfnisse der Bewohner
nach Nähe, erlaube aber auch Distanz. Ebenso ideal sei die Lage des Hauses.
In seinem Grußwort hob stellvertretender Landrat Peter Erl die Wichtigkeit der
Lebenshilfe für den Landkreis und die Behinderten heraus und betonte, dass trotz
leerer Kassen nicht bei derartigen Einrichtungen angefangen werden dürfe, zu
sparen. Bürgermeister Erich Schmid freute sich, dass die Stadt mit dem Wohnheim
eine Bereicherung erfahre. Jeder Mensch verdiene Achtung und Respekt. Das
Wohnheim sorge für ein aktives Zusammenleben aller. Er dankte Bürgermeister a.D.
Siegfried Scholz und dem früheren Stadtrat, die die Vorarbeit dafür geleistet
haben.
Für den Landesverband der Lebenshilfe sprach Nikolaus Schratzenstaller,
Stellvertreter von Vorsitzender Barbara Stamm. Das Zuhause für die behinderten
Menschen biete die Möglichkeit zur Privatheit und Gemeinschaft, zum Rückzug, sei
aber auch nach außen offen.
Festredner Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein würdigte den Einsatz der
Lebenshilfe Deggendorf, die sich 1971 gegründet habe. Schon 1972 wurden die
ersten beschützenden Werkstätten in der Walchstraße eröffnet. Die Deggendorfer
Werkstätten, die St. Notker-Schule, weitere Wohnheime, die Plattlinger
Werkstätten und vieles andere folgten. Vieles sei erreicht worden, um die vom
Leben benachteiligten Menschen zu unterstützen und einzugliedern. Im Plattlinger
Haus mit seinen drei Wohngruppen wurde dem verstärkten Bedarf an Einzelzimmern
Rechnung getragen, aber auch Lebenspartner können gemeinsam wohnen - was früher
bei Behinderten praktisch nicht berücksichtigt worden war. Es solle nicht nur
eine Wohnmöglichkeit, sondern ein wirkliches Zuhause geboten werden. Vom Bezirk
wurde der Bau mit rund 249000 Euro gefördert.
"Es ist normal, verschieden zu sein" lautet das Motto der Lebenshilfe. Die
Behinderung sei nicht als Krankheit zu sehen, das Wesen eines Menschen werde
nicht allein durch die Behinderung geprägt, betonte der Festredner. Es gehe
nicht das Gewähren von Sonderrechten, sondern um den Ausgleich von Nachteilen,
die sich durch die Behinderung ergeben.
Aber auch auf die Kostensituation ging der Bezirkstagspräsident ein: Gerade in
Zeiten knapper öffentlicher Kassen könnten nicht immer alle Wünsche zur
Zufriedenheit aller erfüllt werden. Es sei erforderlich, ein zukunftorientiertes
gemeinsames sozialpolitisches Handlungskonzept zu entwickeln. Hölzlein erwähnte
auch das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen, die zu allen
Lebensbereichen umfassenden Zugang haben sollten. Das gegenseitige Verständnis
und Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Menschen könne damit
verbessert werden. Es sollten aber keine Erwartungen geweckt werden, die nicht
zu erfüllen seien, mahnte er.
Abschließend dankte Hölzlein in Vertretung für jedem einzelnen der Mitarbieter
der Lebnenshilfe 1. Vorsitzemdem Josef Thalhammer, dem Geschäftsführer und
Werkstattleiter Richard Maceiczyk und dem Leiter der Wohnheime, Johann Ebner.
Den kirchlichen Segen erhielt das Gebäude durch evangelischen Pfarrer Dirk
Hartleben und Kaplan Stephan Forster, die auf den Wert des Lebens und die
Bedeutung einer Wohnung eingingen. An den Festakt schloss sich ein gemütliches
Beisammensein im Festzelt an, wo Sparkassendirektor Erwin Schmid an Josef
Thalhammer eine "Starthilfe" von 1000 Euro überreichte. Am Nachmittag hatten
beim Tag der offenen Tür Angehörige und Freunde der Bewohner, die zwischen 21
und 50 Jahre alt sind, die Möglichkeit, das Heim zu besichtigen.
Aus: Osterhofener Zeitung, 26.9.2002
Info-Treff des Blinden-
und Sehbehindertenbunds
Passau (cg). Für blinde und sehbehinderte Personen des nord-östlichen
Landkreises veranstaltet der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund am
Samstag, 28. September, ab 10.30 Uhr ein Info-Treffen im Gasthaus "Zum Spor" in
Hauzenberg. Unter anderem wird über Nachteilsausgleiche informiert. Nach dem
Mittagessen, das für die Teilnehmer und je eine Begleitperson kostenlos ist,
werden Fragen zum Blinden- und Sehbehindertenwesen beantwortet. Die Besucher der
Veranstaltung haben die Möglichkeit, sich über Hilfsmittel zu informieren und
diese zu kaufen. Jeden vierten Samstag im Monat treffen sich Blinde und
Sehbehinderte ab 14 Uhr zum Stammtisch. Informationen zur Veranstaltung gibt
Egid Mühlberger unter Tel. 08584/638.
Vilshofener Anzeiger, 25.9.2002
Was geschieht
beim Sterben?
Arnstorf (er). Der Hospizverein Rottal-Inn veranstaltet heute, Donnerstag, im
Festsaal des Parkwohnstifts eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Was
geschieht beim Sterben?" (Beginn: 20 Uhr). An der Diskussion beteiligen sich ein
Arzt, zwei Theologen und eine Mitarbeiterin des Hospizvereins, der sich die
würdige Sterbebegleitung der Menschen zur Aufgabe gemacht hat. Die
Gesprächsleitung hat Stiftsleiter Edmund Gartmeier.
Aus: PNP; Pfarrkirchen, 26.9.2002
Notfallseelsorge: Trost und Hilfe rund um die Uhr
20 Geistliche teilen sich den Bereitschaftsdienst -
Angehörige brauchen nach plötzlichen Todesfällen oft Beistand
Deggendorf (kap). Verkehrsunfälle, Selbstmorde oder Herzinfarkte kommen
plötzlich und nicht immer ist nach einem solchen Notfall jemand da, der Beistand
leistet. Diese Lücke schließen im Landkreis Deggendorf nun rund zwanzig
Notfallseelsorger beider Konfessionen. Rund um die Uhr ist einer von ihnen zu
erreichen. Wenn Polizei oder Feuerwehr bei ihnen anrufen, machen sie sich sofort
an die Arbeit. Als erstes versuchen sie, den zuständigen Geistlichen des
entsprechenden Ortes zu erreichen - wenn das nicht klappt, haben sie selber
einen Einsatz.
"Dass die Kirche in Krisensituationen da ist, ist eigentlich unser
Grundauftrag", findet Thorsten Maier, Pastoralreferent in Hengersberg und
Regionalbeauftragter für die Notfallseelsorge im Dekanat Osterhofen/Hengersberg.
Zusammen mit Hans Primus, Marlene Goldbrunner und einem Vertreter der
evangelischen Kirche (der Posten ist momentan nicht besetzt) organisiert er den
Bereitschaftsdienst.
Thorsten Maier versteht die Notfallseelsorge als ein unverbindliches Angebot. Da
stimmt auch Hans Primus, Pastoralreferent an der Asklepios-Klinik, zu: "Wir
wollen auf keinen Fall missionieren", betont er. Deshalb geht es auch erst
einmal gar nicht so sehr ums Beten, Salben oder Segnen: "Unser erstes
Einsatzgebiet ist ganz einfach das Zuhören", sagt Thorsten Maier, "jemanden zum
Reden bringen um ihn aus der Erstarrung zu lösen."
Der Bedarf ist da: 15 Mal war die Notfallseelsorge heuer schon im Einsatz, bei
Unfällen, nach Selbstmorden, nach plötzlichen Todesfällen und auch nach einem
plötzlichen Kindstod. Im August waren die geistlichen Helfer auch bei einem
Hochwassereinsatz gefragt: Ein Evakuierter wollte nicht ohne Begleitung seine
Wohnung verlassen - auch hier war jemand gefragt, der einfach nur da ist und ein
Gefühl von Sicherheit gibt.
Meistens sind es aber nicht unmittelbar Betroffene, sondern Angehörige, die
Hilfe benötigen. Häufig begleiten die Notfallseelsorger die Polizei, wenn sie
eine Todesnachricht überbringen muss. "Die Polizei muss meistens schnell wieder
weg, wir dagegen können länger da bleiben", erklärt Thorsten Meier.
Als aktiver Feuerwehrmann kennt er die Fälle, in denen seine Hilfe notwendig
werden kann - leichter macht das die Sache für ihn aber nicht. Und auch sein
Kollege Hans Primus gibt zu: "Wenn in der Bereitschaftswoche das Telefon
klingelt, kriege ich Herzklopfen." Und wenn der Einsatz vorbei ist, muss auch
ein Notfallseelsorger mit den Eindrücken fertig werden: "Gespräche helfen, oder
Sport", so Thorsten Maiers Rezept. Einmal im Monat können sich alle
Notfallseelsorger der Diözese treffen und ihre Erfahrungen austauschen - die
Schweigepflicht bleibt dabei bestehen, über vertrauliche Gespräche erfahren auch
die Kollegen nichts.
In Zukunft wollen die Notfallseelsorger ihr Angebot noch ausdehnen. Derzeit
besuchen sie Ausbildungseminare der Diözesen. Dort lernen sie, wie sie
Einsatzkräften nach besonders belastenden Fällen helfen können.
Aus: Deggendorfer Zeitung, 27.9.2002
Bewegung und
Lebensfreude dank der Therapie
Morbus Bechterew-Selbsthilfegruppe in Freyung beginnt am 30.
September wieder mit der Therapie in der Klinik Bavaria
Freyung
(red). Die Selbsthilfegruppe der an Morbus-Bechterew Erkrankten aus dem
Bereich Freyung hat sich im Passauer Hof getroffen, um die Wiederaufnahme der
speziellen Therapie vorzubereiten. Die Krankheit, die noch relativ unbekannt
ist, ist eine Sonderart von Rheuma. Die Patienten leiden unter ständigen und
heftigen tiefsitzenden Kreuzschmerzen, die durch eine spezielle
Bewegungstherapie gelindert werden können. So kann auch der typischen
Rückenverkrümmung entgegengewirkt werden.
"Eine aktive Bewegungstherapie ist das A und O, damit wir, die Betroffenen,
beweglich bleiben und unseren aufrechten Gang erhalten können", erklärte Franz
Gadenz, der Landesvorsitzende in Bayern der Deutschen Vereinigung Morbus
Bechterew. (DBVMB).
Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew hatte zu dem Informationsabend
eingeladen. Im Vordergrund dieses Treffens stand die Vorbereitung der
Wiederaufnahme der speziellen Morbus Bechterew-Therapie in Freyung durch die
örtliche Selbsthilfegruppe. An diesem Treffen nahmen auch Michael Busch als
Verwaltungsleiter der Klinik Bavaria sowie Walter Pauli teil, der die Gruppe in
Zukunft leiten wird.
Die ersten Symptome des Morbus Bechterew treten bei Menschen hauptsächlich im
Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf, jedoch schleichend: Es machen sich anfangs
noch leichte, später starke tiefsitzende Kreuzschmerzen bemerkbar, die sich im
Liegen verstärken und bei Bewegung bessern. Begleitet werden diese Schmerzen
häufig von einer Kniegelenkschwellung, Fersenschmerzen oder eine
Regenbogenhautentzündung des Auges, da das Immunsystem der Betroffenen
geschwächt ist. Auch beim Luftholen, Husten oder Niesen können Schwierigkeiten
auftreten - man verspürt ein Engegefühl, als lege sich ein schmerzhafter Panzer
um die Brust. Im Allgemeinen fühlt man sich manchmal schlapp und elend.
Zwar weiß man, dass die Krankheit bis zu einem gewissen Grad anlagebedingt ist,
doch die genauen Ursachen sind bisher noch unbekannt. Eine ursächliche
Behandlung und damit eine Heilung von Morbus Bechterew ist somit nicht möglich.
Die medizinischen Maßnahmen sind daher darauf ausgerichtet, die
Restbeweglichkeit zu erhalten und - wenn möglich - zu verbessern. Das A und O
der modernen Bechterew-Therapie sind vor allem physikalische Maßnahmen: Der
Patient erlernt spezielle Gymnastikübungen, die er täglich mindestens ein-,
besser zweimal zu Hause und ein bis zweimal wöchentlich unter Mithilfe eines
Krankengymnasten durchführen soll.
Die Morbus-Bechterew-Patienten begrüßten es, dass nun wieder mit der Therapie in
der Klinik Bavaria begonnen werden kann und erklärten sich bereit, mitzumachen.
Die Betroffenen treffen sich erstmals am Montag, 30. September, um 19 Uhr zur
Gymnastik. Wer sich weitergehend informieren möchte, kann sich an den
Gruppensprecher Walter Pauli, Tel. 08551/1294, wenden.
Aus: PNP, Freyung, 27.9.2002
Jugendbeauftragte installiert
Sie sind Ansprechpartner für junge Leute
Passau (red). In allen Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises sind nun
Jugendbeauftragte berufen. Das teilt der Kreisjugendring (KJR) mit.
Laut KJR sind die Jugendbeauftragten die Mittler zwischen den politisch
Verantwortlichen der Gemeinde und deren Kindern, Jugendlichen und jungen
Erwachsenen. Wer in der Gemeinde Ansprechpartner für die Belange der Jugend ist,
darüber gibt die Verwaltung Auskunft.
Die Jugendbeauftragten bilden die "Lobby" für die Interessen der jungen Leute.
Sie setzen sich im Gemeinderat dafür ein, dass die Pflichtaufgaben der
Jugendarbeit in den Gemeinden umgesetzt werden und "dass die erforderlichen
Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen der Jugendarbeit rechtzeitig und
ausreichend zur Verfügung stehen".
Die Jugendbeauftragten können sich aber nur dann für die Interessen der jungen
Menschen einsetzen, wenn sie diese auch kennen. Das setzt voraus, dass die
Jugendlichen das Gespräch mit den Jugendbeauftragten suchen und mit ihnen und
dem Gemeinderat gemeinsam nach Lösungen suchen.
Als zentrale Ansprechpartner für alle Belange und Anliegen von junger Leute sind
sie sowohl für die in Jugendgruppen zusammengeschlossenen Jugendlichen als auch
für nicht organisierte, einzelne Jugendliche zuständig. Sie pflegen Kontakte zu
Schulen, Kirchen und anderen Organisationen und Institutionen, die sich mit
Kinder- und Jugendarbeit befassen. Sie koordinieren die Zusammenarbeit von
Organisationen, Personen und Gruppen, die in diesem Bereich tätig sind, die zum
Beispiel ein Ferienprogramm organisieren.
Kreisjugendring
schult Beauftragte
Der KJR steht den Jugendbeauftragten beratend und unterstützend zur
Seite. Er informiert und schult sie regelmäßig und arbeitet weiter an der
Vernetzung und Verbesserung der Jugendarbeit im Landkreis.
Aus: PNP, Passau-Land, 27.9.2002
Diabetes-Treffen wird fortgesetzt
Obernzell (np). Nach einem gelungenen ersten Versuch startet ein
weiterer Diabetes-Treff am Dienstag, 1. Oktober, um 14.30 Uhr im Pfarrheim St.
Severin. Die Leiterin Anna Maria Dobler weist darauf hin, dass die Veranstaltung
für alle offen ist. Lernen, mit Diabetes zu leben, informieren und intensiv
Erfahrungen austauschen in lockerer Runde, das sind die Ziele des Treffens.
Weitere Informationen zum Treffen gibt es unter Tel. 08591/1814.
Aus: PNP, Passau-Land, 27.9.2002
Frauenwoche
Aidenbach mit Infos nicht nur fürs schwache Geschlecht
Ausstellung, Kino und Vorträge zum Thema Frau und Familie
Aidenbach (eb). Frauen und Familien bilden kommende Woche den
Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen in Aidenbach. Die Frauenunion Aidenbach
organisiert ein vielfältiges Programm, das für jedes Interesse etwas bereit
hält. Am Montag, 30. September, um 19 Uhr beginnt im Lesesaal des Rathauses mit
der Ausstellungseröffnung von Waltraud Danzig, einer Künstlerin (Arbeiten mit
Stein, Fotografie, Malerei) aus Passau, die Aidenbacher Frauenwoche. Zu sehen
ist diese Ausstellung bis Samstag, 5. Oktober.
Am Dienstag, 1. Oktober, schließt sich ein Vortrag von Margit Eckmüller an. Als
Verantwortliche der Tagesmutterbörse im Landkreis referiert sie ab 20 Uhr,
wiederum im Lesesaal des Rathauses, zum Thema "Geschwisterstreit".
Der Donnerstag, 3. Oktober, ist dem Kino vorbehalten. Hier wird ab 20 Uhr mit
dem Film "Brot und Tulpen" ein amüsant-unterhaltsamer Abend angeboten. Darin
geht es um eine italienische Hausfrau und Mutter, die von ihrem Mann
vernachlässigt und schlecht behandelt wird. Mit Witz und nicht ohne Hintersinn
wird erzählt, wie sie es schafft, sich vom Despoten innerlich zu lösen.
Abschlussveranstaltung der Frauenwoche bildet am Samstag, 5. Oktober, ab 10 Uhr
die Informationsbörse für Frauen und Familien im Festsaal beim Kirchenwirt. Hier
wird mit einer Vielzahl von Informationen aus verschiedensten Bereichen, wie
Frau und Beruf, Existenzgründung, Gesundheit, Schwangerschaft, Gewalt gegen
Frauen und Kinder, Freizeitgestaltung und vielem anderen ein reichhaltiges
Angebot präsentiert.
Gleichzeitig bietet im Nebenraum eine Vortragsreihe intensive Information.
Gisela Reischer informiert als Physiotherapeutin über Möglichkeiten der
Entspannung und Körperwahrnehmung. Anschließend erläutert Max Vaterl von der
Kripo Passau das neue Gewaltschutzgesetz.
Im Anschluss an den Bericht der Frauen des Kreistages über ihre politische
Arbeit kann man Wichtiges über die Schwangerenberatung von Donum Vitae erfahren.
Zwei Vorträge über "Menschenhandel, Zwangsprostitution und Heiratsmigration" von
Sylvia Lange (Solwodi) und über "Gewalt gegen Frauen und Kinder und deren
Folgen" von Gerhard Sagasser (Weißer Ring) schließen sich an.
Zum Thema "Erfolgsmanagement macht Frauen erfolgreich" referiert Eva-Maria Popp,
bevor zum Abschluss noch einmal die Möglichkeit zur Entspannung und
Körperwahrnehmung durch Gisela Reischer gegeben ist.
Aus: PNP, Vilshofen, 27.9.2002
Das Sterben
ist ein Teil des Lebens
Hospizverein weiht neue Räume im Krankenhaus ein —
Eindrucksvoller Gottesdienst
von Claudia Winter
Zwiesel. Den verdrängten Teil des Lebens, das Sterben, wieder
hervorzuholen, das hat sich der Hospizverein Zwiesel zur Aufgabe gemacht.
Speziell ausgebildete Hospizhelfer begleiten Schwerstkranke und Sterbende in der
Endphase ihres Lebens. Jetzt hat das Zwieseler Kreiskrankenhaus dem Verein
eigene Räume zur Verfügung gestellt. Der erst drei Jahre junge Hospizverein,
hervorgegangen aus der Sterbebegleitungsgruppe, leistet in der Stadt Zwiesel
Arbeit von unschätzbarem Wert. Der Verein will Sterbenden ein würdiges Leben bis
zuletzt ermöglichen. Neben der Sterbehilfe wird für die Angehörigen eine
Begleitung durch die Trauer angeboten. Damit die ehrenamtliche Arbeit weiter
optimiert werden kann, hat der Verein jetzt eigene Räume im Krankenhaus.
Stadtpfarrer Monsignore Helmuth Schuler und der evangelische Pfarrer Roland
Böhmländer spendeten am Mittwoch den neuen Räumen den kirchlichen Segen.
Vorausgegangen war ein eindrucksvoller Gottesdienst in der Krankenhauskapelle.
Die Liedertafel Zwiesel hat den Gottesdienst unter der Leitung von Josef Ertl
festlich umrahmt. Zur Gestaltung haben auch Mitglieder des Hospizvereins
beigetragen. So wurden zum Beispiel als Lesung Gedichte aus dem Stundenbuch von
Rainer Maria Rilke vorgetragen.
"Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch",
erklärte Pfarrer Böhmländer zu Beginn des Gottesdienstes. Gott gebe den Menschen
ein Bündel zu tragen. Wenn die Last zu schwer werde für den Einzelnen, helfe der
Hospizverein weiter. Diese Hilfe geschehe im Namen dessen, der die größte Last
für die Menschen getragen habe - im Namen von Jesus Christus. Nun habe der
Hospizverein mit den Räumen im Krankenhaus einen Stützpunkt für seine Arbeit
gefunden. Dazu wünschte Böhmländer Gottes Segen.
Die Predigt hielt Stadtpfarrer Monsignore Schuler. Er betonte, im Leben gebe es
nur eine einzige Gewissheit: "dass wir sterben müssen". Diese Gewissheit mache
jedoch Angst und werde deshalb verdrängt. "Doch wie sollen wir leben können,
wenn wir den Tod nicht wahrnehmen?", fragte Schuler.
Wer am Leben festhalten wolle, sich nicht öffnen könne, der werde das Leben
verlieren. Wer sich öffne, vertraue und anderen in seinem Leben Platz gebe, der
werde das Leben gewinnen. "Leben bedeutet: lernen loszulassen", meinte Pfarrer
Schuler. Dies beginne mit der Geburt beim Durchschneiden der Nabelschnur, sei
aber keineswegs ein einmaliger Vorgang, sondern ein ständiger Prozess bis hin zu
der Stunde, wo man endgültig loslassen müsse und nichts mehr festhalten könne.
Der Hospizverein, so der Pfarrer, helfe den Menschen loszulassen. Die Sterbenden
ihr Leben und die Angehörigen den Sterbenden. Die Hospizhelfer versuchten, den
Menschen Vertrauen zu vermitteln. "Es ist wichtig zu wissen: Ich bin geborgen in
dem, der der Urgrund allen Lebens ist - egal ob man ihn Gott nennt oder nicht",
sagte Schuler.
Beim anschließenden Empfang stellte Landratsstellvertreter Willi Killinger
heraus, wie wichtig schmerzfreies Sterben und würdevolles Abschiednehmen sei.
Killinger teilte mit, 90 Prozent aller Bürger würden in Krankenhäusern und
Altenheimen sterben.
Krankenhaus-Vorstand Alfons Groitl lobte die gute Zusammenarbeit mit dem
Hospizverein und ging auf die aktuelle Situation im Krankenhausbereich ein.
"Gott wird ihnen ihre segensreiche Arbeit vergelten", sagte 2. Bürgermeisterin
Heidi Hackl.
Von der aktiven Arbeit des Hospizvereins berichtete Vorsitzender Peter Wähe. Der
Verein hat momentan 60 Mitglieder, 28 davon sind als Hospizhelfer tätig. Neben
der Sterbehilfe engagiert sich der Verein auch in der Trauerbegleitung. Darüber
berichtete 2. Vorsitzende Reingard Ullmann.
Die neuen Räume sind in einem ehemaligen Schwestern-Apartement untergebracht.
Dort hat sich der Verein einen Gemeinschaftsraum eingerichtet, in dem auch
Einzel- oder Gruppengespräche durchgeführt werden. In einem separaten Büro wird
jetzt die komplette Verwaltungsarbeit erledigt und auch den angrenzenden
Konferenzraum dürfen die Mitglieder des Hospizvereins benutzen.
Von Montag bis Freitag ist der Hospizverein von 10 bis 12 Uhr direkt im
Krankenhaus in den neuen Räumen unter Tel. 09922/99369 zu erreichen. In der
übrigen Zeit ist der Anrufbeantworter eingeschaltet. Ein Fax kann man versenden
unter der Nummer 09922/99239. E-mails werden gerichtet an folgende Adresse:
hospizverein.zwiesel@t-online.de.
Jugendbeauftragte stellt sich vor
Liane Sedlmeier bei der Landjugend Altenmarkt
Altenmarkt (eb). Die 3. Bürgermeisterin und neue Jugendbeauftragte der
Stadt Osterhofen, Liane Sedlmeier, besuchte vor kurzem die Landjugend
Altenmarkt, um sich dort vorzustellen.
Sie erklärte der Gruppe, dass sie als Vermittlerin zwischen den Jugendgruppen im
Stadtgebiet und dem Stadtrat die Wünsche, Probleme und Vorschläge der jungen
Generation vertreten wolle. Die Landjugendmitglieder nutzten die Gelegenheit, um
mit der 3. Bürgermeisterin über einen möglichen Jugendtreff zu diskutieren. Zur
Überraschung von Liane Sedlmeier waren die Jugendlichen eher der Meinung, ein
Jugendtreff würde nicht besonders viel bringen, da er, wie man an den
Nachbarorten beobachten kann, wahrscheinlich von nur einer bestimmten Clique
genutzt werden würde und diese den Treff dann ganz für sich alleine beanspruchen
würde.
Dem vorzubeugen könne man nur durch eine pädagogische Betreuung des
Jugendtreffs. Einen Kritikpunkt hatten die Altenmarkter auch gleich parat: Die
Stadthalle biete keinen Rahmen für Partys, Jugend-Faschingsbälle oder
Halloween-Partys. Eine neue Stadthalle sei dringend nötig, was auch die
Jugendbeauftragte Liane Sedlmeier bejahte.
Aus: Osterhofener Zeitung, 30.9.2002
"Epilepsie und Arbeit": Vorträge und
Informationen
Die Epilepsieberatung Niederbayern veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem
Arbeitsamt Passau am 9. Oktober um 19 Uhr einen Informationsabend zum Thema
"Epilepsie und Arbeit". Beginn ist um 19 Uhr im Berufsinformationszentrum im
Arbeitsamt Passau, Nikolastraße 12. Eingeladen sind epilepsiekranke Menschen,
deren Angehörige sowie interessierte Fachkräfte. Referent ist Epilepsie-Experte
Dr. Heiner Jörg, neurologischer Assistenzarzt am Klinikum Passau. Telefonische
Voranmeldung unter Tel. 0851/7205207 erforderlich.
Aus: PNP, Passau-Stadt, 30.9.2002
Infos für Alleinerziehende:
"Rituale geben Sicherheit"
Vilshofen. Wir geben uns die Hand zum Gruß, stecken uns im Standesamt
Ringe an oder stoßen am Volksfest die Maßkrüge zusammen — "Rituale geben Halt,
Geborgenheit und Sicherheit" heißt das Thema am Dienstag beim Treff für
Alleinerziehende im Pfarrheim in der Donaugasse. Zwischen 17 und 19 Uhr hat
Initiatorin Gabi Zacher auch wieder für Kinderbetreuung gesorgt.
Noch Plätze frei: Kreative
Meditation für Kinder
Beutelsbach. Der Kurs "Kreative Meditation für Kinder" im Alter von 9 bis
11 Jahren findet am morgigen Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr nur statt, wenn sich
genügend Interessenten melden. Kinder, die sich interessieren, können an diesem
ersten Nachmittag "schnuppern" und sich dann entscheiden, ob sie die insgesamt
sechs Einheiten mitmachen wollen. Referentin ist die Pädagogin und Dozentin an
der Uni Passau Anita Unrecht-Fredl. Beim Kurs werden Atem- und Bewegungsübungen,
meditatives Malen und Gestalten, Phantasiereisen und bewusstes Schweigen
eingesetzt. Die Kinder können dabei versuchen, ihre Konzentration zu verbessern,
ihre allgemeine Lernfähigkeit zu vergrößern, ihre Talente zu entwickeln und
Ängste abzubauen. Der Kurs kostet 40 Euro und findet jeweils dienstags von 16
bis 17.30 Uhr im Pfarrheim in Beutelsbach statt. Infos beim Kirchlichen
Jugendbüro Vilshofen, Tel. 08541/2414.
Vortrag: Was tun, wenn sich
Geschwister dauernd streiten?
Aidenbach. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
Nachhilfe nicht nur für Mütter bietet ein Vortrag am morgigen Dienstag um 20 Uhr
im Aidenbacher Rathaus, zu dem Mutter-Kind-Gruppe und Katholisches
Kreisbildungswerk einladen. Margit Eckmüller referiert unter dem Motto "Was tun,
wenn sich Sohnemann und Töchterchen laufend in die Haare kriegen" über die
Geschwisterproblematik bei Kleinkindern.
Aus: Vilshofener Anzeiger, 30.9.2002
Für das Kind
bewusst Zeit nehmen
Eltern-Kind-Kurse ab Oktober - Angebot für den ganzen
Landkreis
Oberried /Landkreis
(vbb). Im Oktober beginnen wieder die Eltern-Kind-Kurse des
Katholische Kreisbildungswerks. In diesem Jahr wird es voraussichtlich wieder
zwei Kurse in Oberried geben: Eine "Spielgruppe" für Kinder von drei bis vier
Jahren und eine "Vorschulgruppe" für Kinder von fünf bis sechs Jahren. Die
Eltern sollen sich in diesen Kursen, die von Oktober bis Juni einmal wöchentlich
(insgesamt 30 Mal) stattfinden, Zeit nehmen für ihr Kind - zum Spielen, Basteln,
Malen, Singen und Lernen.
Das Angebot, das die langjährige Kursleiterin Klaudia Müller macht, ist auf die
jeweilige Altersgruppe zugeschnitten, so dass die Kinder spielerisch
verschiedene Fertigkeiten wie Schneiden, Malen, Falten aber auch soziale
Verhaltensweisen einüben können. Die Eltern beobachten beim gemeinsamen Spiel
ihr Kind.
Wichtig ist, dass sich die Eltern Zeit nehmen. "Zeit geben heißt zugleich
Beziehung geben", so das Motto. Sie setzen sich intensiv mit der Elternrolle
auseinander, können Erfahrungen austauschen und sich Rat bei der Kursleiterin
holen. Außerdem werden mit neuen Methoden der Erwachsenenbildung gemeinsam
ausgesuchte Erziehungsthemen erörtert, die den Alltag mit dem Kind erleichtern
sollen.
Die Familie gilt nach wie vor als erster und für die Persönlichkeitsentwicklung
entscheidender Lebensraum für ein Kind. Die Eltern in diesem Erziehungsauftrag
zu unterstützen, ist das Ziel der Eltern-Kind-Gruppen. "Dabei steht der Spass
und die Freude im Vordergrund, nicht die Leistung. Jeder soll nur das tun, was
er sich gerade zutraut, sagte Klaudia Müller.
Der Schwerpunkt in der Spielgruppe der 3- bis 4-Jährigen liegt auf grob- und
feinmotorischen Fertigkeiten wie Schneiden, Basteln, Kleben, Malen, Kneten,
Balancieren usw. und der Bewegung.In der Gruppe der 5- bis 6-Jährigen steht der
bevorstehende Schuleintritt im Vordergrund. Ebenso spielerisch machen die
Vorschulkinder erste Erfahrungen mit Farben, Mengen, Formen und Zahlen. Durch
gezieltes Beobachten können hier auch frühzeitig eventuelle
Wahrnehmungsstörungen, aus denen später Lernprobleme entstehen können, entdeckt
werden.
Das Eltern-Kind-Jahr, bei dem auch nach Terminabsprache zwei- bis dreimal die
Väter eingeladen sind, orientiert sich am Kirchenjahr. Feste wie St. Martin,
Weihnachten, Fasching und Ostern und Geburtstage gehören bei der
Programmgestaltung mit dazu.
Dem Kurs geht ein unverbindlicher Informationsabend voraus, zu dem interessierte
Eltern eingeladen sind. Anmeldung zu beiden Kursen ist noch möglich und nimmt
Klaudia Müller (Tel. 09945/809) entgegen. Es können sich Eltern auf
Landkreisebene anmelden.
Viechtacher Bayerwald-Bote, 30.9.2002