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Newsletter Nr.9/2002 zum Thema

Beratung und Hilfestellung

Beratung für Blinde und Sehbehinderte

Die Bezirksgruppe des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes führt am Freitag, 6. September, von 10 bis 12 Uhr Beratungsgespräche im Landratsamt durch. Es können sprechende Blindenhilfsmittel besichtigt und gekauft werden. Wer einen Schwerbehindertenausweis besitzt, sollte ihn zum Beratungsgespräch mitbringen.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 2.9.2002

 

"Strolche" werden staatlich gefördert

Freyung (red). Das niederbayerische "Netz für Kinder" weitet sich mit Freyung wieder auf insgesamt sechs Einrichtungen aus. Diese werden allesamt von der Regierung staatlich gefördert. Dem Verein "Freyunger Strolche" bewilligte die Regierung für das laufende Jahr nun 9000 Euro Abschlag auf den zu erwartenden Gesamtzuschuss aus dem Bayerischen Jugendprogramm.
Das "Netz für Kinder" ist nach den Vorgaben eine "familienähnliche Ergänzung" der klassischen Angebote für die Kinderbetreuung. In kleinen, altersgemischten Gruppen (12 bis 15 Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren) unterstützen Eltern eine pädagogische Fachkraft beim Betreuen und Organisieren. Die Altersmischung ermöglicht soziales Lernen zwischen Kindern unterschiedlichen Alters. Kinder können dabei auch über einen längeren Zeitraum in der Einrichtung bleiben und auch mit Geschwistern betreut werden.
Staat und Kommune fördern gewöhnlich die laufenden Personal- und Raumkosten zu jeweils 40 Prozent. Der Rest wird durch Eigenmittel der Träger, insbesondere durch Elternbeiträge erbracht. Träger können auch Elterninitiativen sein.

Aus: PNP, Lokaltteil Freyung, 2.9.2002

 

In der Demenzgruppe tanken pflegende Angehörige neue Kraft

Das Wohlbefinden des Pflegenden überträgt sich auf den Kranken - Ins Haus kehrt wieder Frieden ein - Unterstützung durch Diplompsychologin

Hauzenberg (jg). Seit Jahren ist es der Caritas ein besonderes Anliegen, pflegende Angehörige zu unterstützen. Barbara Resch, früher stellvertretende Leiterin der Sozialstation Hauzenberg, wurde vor kurzem für die Angehörigenarbeit freigestellt. Sie hat mittlerweile mehrere Angehörigengruppen, darunter eine für Angehörige, die an Demenz Erkrankte pflegen.


Nach Salzburg geht's dreimal um den Block


Seit Oktober vorigen Jahres traf sich die Gruppe alle 14 Tage. Nun zogen die Mitglieder eine erste Bilanz: Was hat diese Gruppe für mich persönlich und für meine Pflege gebracht? Carola
(Namen von der Redaktion geändert) nimmt zu jedem Treffen einen weiten Weg auf sich, aber sie hat gespürt, dass es sich lohnt: "Neben den vielen wertvollen Informationen tanke ich an diesen Abenden neue Kraft. Jetzt fühle ich mich besser und das wirkt sich auch positiv auf meine demente Schwiegermutter aus."
Wenn die Oma in Bikini und Windelpack im Garten erscheint, um beim Recheln zu helfen, dann kann sich Monika heute in deren Logik hineindenken und angemessen reagieren, und wenn Oma unbedingt nach Salzburg will, wird sie ins Auto gepackt und dreimal um den Ort herumgefahren, damit sie wieder zufrieden ist. "Das ständig wechselnde Verhalten meiner Oma und insbesondere ihre Unruhe in der Nacht ist für mich das größte Problem. Aber ich weiß jetzt, sie kann nicht anders. Es ist kein Zeichen eines veränderten oder gar bösen Charakters."
Die Schwiegermutter habe ein Recht auf ihren eigenen Lebensweg im Alter, das kann Claudia jetzt durchaus verstehen, auch wenn das oft wörtlich zu nehmen ist, wenn sie wieder einmal weggelaufen ist. "Schwierig ist das für mich schon, weil ich selber noch ein kleines Kind habe, das ich nicht lange allein lassen kann." Schwierig sei auch die Außenwirkung von solchen Vorfällen, weil manche Leute glauben, dass sich Claudia zu wenig um ihre Schwiegermutter kümmere.
"Durch die Gruppe habe ich sehr viel gelernt. Der größte Erfolg besteht jedoch darin, dass nun das Verhältnis zu meinem Mann wieder entspannter, etwas harmonischer geworden ist," berichtet Maria. Unterschiedlich sei auch der Umgang der Ärzte mit dieser Krankheit gewesen. Während der Hausarzt dringend davor warnte, dem Kranken die Diagnose mitzuteilen, empfahl die Fachärztin das Gegenteil und hatte Recht. Früher hatte es nur "Krieg" im Haus gegegeben und jetzt relative Harmonie.
"Vor zwei Jahren hatte die Schwiegermutter große Aussetzer. Dann war das Verhalten vorübergehend normal bis sich die Lügen häuften und das Zusammenleben immer schwieriger


Lernen, wie man mit Lügen umgeht


wurde", erzählt Petra. "Jetzt wissen wir mit diesen scheinbaren Lügen umzugehen." Ein schwieriger Kampf war es, ihr das Autofahren auszureden. Sie war immer bestrebt "alles zu beherrschen". Mit "Konflikt - Blockade - Annäherung" könne man den Alltag am besten charakterisieren. Die Pflege ihrer Katze habe sich inzwischen zu einem wichtigen Ventil, ja zu einer Art Lebensaufgabe entwickelt.
Eine recht dramatische Situation hat Sylvia zu bewältigen. Zunächst war der an Krebs erkrankte Schwiegervater zu pflegen und nun die demenzkranke Schwiegermutter. Erschwerend kam hinzu, dass sie sich in der neuen Familie nicht akzeptiert fühlte und
ihre Pflege ständig kritisiert wurde. "Was mach' ich bloß falsch?", habe sie sich immer wieder gefragt. Obwohl sie der Arzt schon lange vor einem möglichen Zusammenbruch gewarnt habe, sei ihr erst in der Angehörigengruppe, im Austausch mit anderen Betroffenen, klar geworden, dass sie auch für sich selber etwas tun müsse und dürfe. Der gemeinsame Abend sei für sie jedesmal wie Balsam auf ihre wunde Seele.
Angela verdankt der Gruppe, dass sie sich selbst und ihre Arbeit wieder schätzen gelernt hat: "Hier kann ich eine schwere Last abladen, Schuldgefühle abbauen und neue Energie tanken."
Rat und Unterstüzung gebe es nicht nur durch die Gruppenleiterin Barbara Resch als erfahrene Krankenschwester sondern auch durch eine Diplompsychologin und durch Fachärzte.

Aus: PNP, Lokalteil Passau Landkreis, 4.8.2002

 

Im zweiten Jahr: Mittagsbetreuung kommt aus den Kinderschuhen

Gefragt: Mittagsbetreuung für Grundschüler

von Johannes Fuchs
Rinchnach/Bodenmais. Rinchnachs Schulleiterin Heidemarie Horenburg teilt nicht die Skepsis einiger Eltern: Ab kommendem Schuljahr, so verspricht sie, werde es eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder geben. In Bodenmais hat man damit schon ein Jahr lang Erfahrungen gesammelt. Karin Paternoster gehört zu den Rinchnacher Müttern, die auf eine Betreuung dringend angewiesen sind. Sie arbeitet täglich bis 12.30 Uhr als Arzthelferin, ihr Sohn ist bis 13 Uhr im Kindergarten - würde also alles passen, wenn nicht die Tochter heuer in die Schule käme. Der Unterricht endet um 11.30 Uhr. "So früh kann ich sie unmöglich abholen, und eine private Betreuung zu organisieren ist sehr schwer", sagt Karin Paternoster. Und genau so schwer wäre es, eine andere Halbtagsstelle zu finden.
Der Gemeinderat hat bisher noch keinen Zuschuss für eine solche Betreuung beschlossen. Grund: Bisher gibt es nur sechs feste Anmeldungen, dazu drei unsichere - die vom Kultusministerium ursprünglich genannte Schwelle von mindestens 12 fest angemeldeten Kindern wird also voraussichtlich nicht erreicht.
Die Gemeinde hat einen Antrag ans Landratsamt weitergeleitet, das Projekt Mittagsbetreuung trotzdem zu unterstützen. Schulamtsdirektor Josef Frischeisen will für Rinchnach noch keine Prognose abgeben: "Das hängt immer von der Zahl der Anmeldungen ab, und die haben wir erst Mitte September verbindlich."
Denn erstes Interesse und verbindliche Anmeldung sind zwei Paar Stiefel - das hat Frischeisen auch in Regen gesehen. Dort hatten sich im vergangenen Sommer über 70 Elternpaare für das Angebot interessiert, angemeldet wurden nur elf Kinder. "Die Eigenbeteiligung für ein ganzes Jahr hat viele abgeschreckt", meint Frischeisen. Trotz der knapp verfehlten Zahl kam die Regener Gruppe damals zustande.
Und auch Rinchnachs Schulleiterin Horenburg ist optimistisch, dass es an ihrer Schule bald eine Betreuung geben wird. "Die Eltern müssen einen Teil der Kosten tragen, aber es gibt auch eine Förderung vom Freistaat, das hat man mir bei der Regierung zugesagt." Dort habe sie erfahren, dass auch Erstgruppen, die kleiner sind als 12 Kinder, bezuschusst werden.
"Deshalb sind wir jetzt über jedes Kind froh, das angemeldet wird", betont sie, "auch wenn es nur vorübergehend in der Gruppe ist, etwa weil die Mutter einen Arzttermin hat." An eine Mittagsverpflegung für die Kinder denke man aber (noch) nicht.
Demnächst werde eine Betreuerin eingestellt, zwei Bewerberinnen gebe es schon. Ein Raum in der Schule ist auch verfügbar, in dem sich die Kinder von 11.30 Uhr bis 13 Uhr aufhalten können.
Geld sei aber nicht nur wegen der Personalkosten nötig, erklärt Horenburg - auch Spielzeug und die weitere Ausstattung des Raumes müsse finanziert werden. Sollte die Gemeinde nichts dazu beitragen, dann könnte die finanzielle Lücke auch über Sponsoren gedeckt werden.
Sehr gut bewährt hat sich laut Schulleiterin Theresia Limbeck-Anzenberger die Schülerbetreuung in Bodenmais. "Wir hatten zum Start im vergangenen Jahr auch nur zehn Anmeldungen, heuer sind es schon rund 15", erzählt sie. Nach gewissen Anlaufproblemen wechselte die Gruppe vom Kindergarten in einen Raum der Grundschule. Dort gibt einen Spielbereich und eine Hausaufgaben-Ecke. Zwei Betreuerinnen hat die Gemeinde als Träger der Maßnahme eingestellt, beaufsichtigt wird von 11 bis 15 Uhr, und sogar ein Mittagessen bekommen die Kinder aus der Silberberg-Klinik serviert.
Die Kosten teilen sich die Eltern, die Gemeinde und der Freistaat zu gleichen Teilen. "Auch Kinder, die nicht fest angemeldet sind, nehmen wir tageweise auf", erklärt die Schulleiterin, "auch wenn die stundenweise Abrechnung fürs Büro ein ziemlicher Aufwand ist."
Die Sache steht und fällt mit den Betreuerinnen - das ist Limbeck-Anzenberger spätestens dann klar geworden, als mitten im abgelaufenen Schuljahr eine der Damen kurzfristig gekündigt hatte. "Da dachte ich schon, es ist vorbei", sagt die Schulleiterin heute.
Aber mit Manuela Wölfl und Birgit Zechl hat man jetzt zwei sehr engagierte Kräfte gefunden, die das Esszimmer und den großen Aufenthaltsraum liebevoll gestaltet haben - denn alle rechnen mit wachsendem Interesse in den kommenden Jahren.

Aus: Bayerwald-Bote, Lokalteil Regen, 4.9.2002

 

Wenn der Psychoterror die körperliche Gewalt verdrängt

Immer mehr Frauen leiden unter psychischen Qualen - Passauer Polizei verzeichnet fast 100 Fälle von häuslicher Gewalt pro Jahr - Frauenhaus voll

von Ulrike Ziegler
Schlafentzug. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Rosa A.* darf nur dann schlafen, wenn ihr Mann auch müde ist. Wenn nicht, weckt er sie oder den Buben. Psychoterror, bis sie am Ende ihrer Kräfte ist. Rosa flieht mit ihren zwei Kindern ins Frauenhaus.
"Die Fälle von psychischer Gewalt in der Familie nehmen zu", sagt Ursula Geisenberger, Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen. Er ist auch Träger des Passauer Frauenhauses. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Monika Obermaier-Hackl beo-bachtet sie dieses Phänomen seit etwa drei Jahren. Bis dato haben eher körperlich misshandelte Frauen Zuflucht gesucht: vor Schlägen, Würgen und Tritten. "Meist passiert so etwas unter Alkoholeinfluss", sagt Monika Obermaier-Hackl, die die Gewaltopfer seit zwei Jahren betreut.
Mittlerweile hält sich die Zahl der psychisch gequälten Opfer und die der körperlich Misshandelten in Passau zumindest die Waage. Bis Ende August kamen heuer etwa 50 Frauen aus den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau und der Stadt ins Frauenhaus. Die Hälfte davon allein wegen der seelischen Grausamkeiten ihrer Partner. "Worte können oft viel tiefer verletzen als Schläge", so Vorsitzende Ursula Geisenberger.
Wie im Fall von Rosa A., die ständig kontrolliert wurde, sich für Einkaufszettel und Telefonrechnungen rechtfertigen musste. Der Freundeskreis wurde ihr madig gemacht: "Er meinte, meine Freundinnen seien alle verlogen und wollten mir nur Schlechtes", erzählt sie. Am schlimmsten sei aber die ständige Müdigkeit und Kraftlosigkeit gewesen. Willenlos ließ sie sich alles gefallen: "Er redete mir ein, ich sei schuld, wenn es ihm schlecht ging - und ich habe es geglaubt."
Dabei war anfangs alles so schön. Jugendliebe, frühe Heirat, zwei gesunde Söhne. Erst als Rosa begann, wieder aktiv zu werden - im Elternbeirat des Kindergartens oder Vereinen - sei ihr Mann ausgerastet.
Dabei hätte nach dem neuen Gewaltschutzgesetz, das seit Januar in Kraft ist, Rosas Ehemann ausziehen müssen. Früher musste nicht der Täter, sondern das Opfer die gemeinsame Wohnung verlassen. Nun ist es umgekehrt - und dem Täter kann nach einer Anzeige polizeilich verboten werden, Kontakt zum Opfer zu suchen. Folgt er dem nicht, kann er rechtlich belangt werden.
Viele Frauen wüssten aber gar nicht, dass sie Fälle von Nötigung, Beleidigung oder Bedrohung anzeigen könnten, sagt Polizeihauptmeister Michael Imhof. "Dabei ist Schlafentzug sogar schon Körperverletzung."
Eine Häufung der Fälle von psychischer Gewalt kann Imhof, der stellvertretend speziell für häusliche Gewalt bei der Polizeiinspektion Passau zuständig ist, nicht bestätigen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Delikte aber auch nicht zurückgegangen. Trotz des neuen Gesetzes.
Von April 2001 bis März 2002 hat die Polizeidirektion Passau 98 Fälle häuslicher Gewalt gegenüber dem Lebenspartner bearbeitet. Gewalt gegen Kinder nicht inbegriffen.
Ursula Geisenbergers Frauenhaus hat jedenfalls weiterhin Hochkonjunktur. Zur Zeit ist es mit fünf Frauen und fünf Kindern voll besetzt. "Das Wichtigste ist, dass die Frauen den Mut haben, wegzugehen oder Anzeige zu erstatten", sagt Ursula Geisenberger. "Diesen ersten Schritt kann ihnen niemand abnehmen."
Das bestätigt auch Psychologin Dr. Karin Kröner-Wiedorn. Die Frau sei oft auf Grund psychischer oder wirtschaftlicher Abhängigkeit nicht bereit zu gehen. "Gerade deshalb sind Einrichtungen wie das Frauenhaus oder psychologische Beratungsstellen wichtig." Im Gespräch könne individuell erschlossen werden, weshalb die Betroffene sich der Gewalt nicht entzieht. Sei diese nun psychisch oder körperlich.
Für Rosa A. hat seit ihrer Entscheidung ein neues Leben begonnen. Nach acht Wochen im Frauenhaus wohnt sie jetzt mit ihren Söhnen in einer eigenen Wohnung und hat ihren Mann nach elf Jahren Ehe endgültig verlassen. Sie kennt jetzt ihre Rechte. Und sie kann wieder schlafen - wann und wo sie will.
(* Name von der Redaktion geändert)

aus: PNP, Lokalteil Stadt Passau, 9.9.2002

 

Hilfe bei der Erziehung

Kurse von Kinderschutzbund und Caritas

von Theresia Wildfeuer
Passau. "Starke Eltern - starke Kinder" - so heißt ein Elternkurs, zu dem der Kinderschutzbund und die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Caritas einladen.
"Viele Eltern fühlten sich in der Erziehung allein gelassen", sagt Diplom-Psychologin Elisabeth Meindl, die mit den Diplom-Sozialpädagoginnen Barbara Matuschek und Olivia Gemal von der Erziehungsberatungsstelle den Kurs leitet. Viele Eltern seien unsicher, manchmal sogar hilflos. Manche glaubten, dass in anderen Familien alles viel besser klappe.
Anliegen des Kurses sei es, den Eltern einerseits mehr Erziehungskompetenz zu vermitteln und andererseits diese zu stärken. Der Kurs wolle Eltern helfen, den Kindern mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu geben.
Im Erziehungsalltag gebe es immer wieder Situationen, die Eltern verändern möchten. Der Kinderschutzbund biete deshalb in Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle Elternkurse an, um Mütter und Väter zu unterstützen. Der Kurs, der Informationen und Grundlagen der Erziehung vermittelt, wendet sich an Eltern mit Kindern aller Altersgruppen. Er bietet einen Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern. Man kann Neues ausprobieren und bekommt eine Wochenaufgabe, um das Gelernte im Alltag zu testen. Die Abende bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Der Kurs soll das eigene Selbstvertrauen stärken und die Fähigkeiten zum Verhandeln, Grenzen setzen und Zuhören erweitern. Zugleich will der Kurs Wege zeigen, wie Eltern ohne Gewalt auskommen können, auch wenn sie mit ihren Nerven am Ende sind.
Der Kurs findet ab Montag, 30. September, an zehn Abenden jeweils montags von 20 bis 22 Uhr in den Räumen der Erziehungsberatungsstelle in der Ostuzzistraße 4 statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Gebühr beträgt 38 € .


Infos und Anmeldung bis 19. September unter Tel. 0851/2559 oder unter mail@kinderschutzbund-passau.de möglich.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 9.9.2002

 

Wöchentlicher Sprechtag
der Frauenbeauftragten

Waldkirchen. Die Frauen- und Familienbeauftragte der Stadt Waldkirchen, Renate Cerny, hält ihre Sprechstunde am heutigen Dienstag von 16 bis 18 Uhr im im Rathaus, Zimmer vier, ab. Während dieser Zeit ist sie auch unter Tel. 08581/20214 erreichbar.

 
Beratung für Menschen
mit Sprachstörungen

Waldkirchen. Eine Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung - meist nach einem Schlaganfall - bietet der Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker morgen, Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr im Altenheim St. Gisela an. Ansprechpartnerin ist Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.

Aus: PNP, Lokalteil Waldkirchen, 10.9.2002

 

Seit 20 Jahren ein Zuhause für Gehörlose

Jubiläum in Schalding l.d.D - hier steht das einzige Gehörlosen-Clubheim in Niederbayern

Schalding l.d.D. (red). Einen Grund zum Feiern hatte am Wochenende der Gehörlosen Verein Dreiflüsse Passau e.V.: Seit 20 Jahren hat der Verein ein Clubheim, seit 1994 treffen sich die Gehörlosen in ihren Räumen in Schalding l.d.D. "Für uns Schaldinger seit ihr nicht nur angenehme Nachbarn, sondern auch jederzeit bei uns herzlich willkommen", betonte SPD-Stadtrat Hans Öller. Er hatte bei der Feier anlässlich des 20. Clubheim-Jubiläums die Schirmherrschaft übernommen.
Nach einem Frühschoppen und der Eröffnungsansprache durch den 1. Vorsitzenden Konrad Lorenz gab Stadtrat Öller einen Rückblick auf die Geschichte des Clubheims. "Ich habe mitbekommen, wie sehr sich dein Vorgänger Josef Steinleitner bemühte, ein eigenes Zuhause für den Verein zu finden", sagte er an Lorenz gerichtet. Der Stadtrat erinnerte an die Orte, an denen sich die Mitglieder des Vereins trafen, bevor sie 1994 ihr Clubheim in Schalding bezogen: 1980 sei den Gehörlosen im Altenheim Maierhofspital ein Raum zur Verfügung gestellt worden, wo sie sich alle 14 Tage nach der Sportstunde treffen konnten. 1982 half der damalige 2. Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister Hans Hösl dem Verein in der alten Schule in Patriching-Dietzing eine neue Heimat zu finden. Die Räume nutzen die Vereinsmitglieder zusammen mit der Selbsthilfegruppe für Multiple-Sklerose und den Gewichthebern.
Als in den Räumen ein Kindergarten eingerichtet wurde, musste der Gehörlosen Verein erneut auf Herbergssuche gehen. 1994 war der Umzug ins alte Schulhaus nach Patriching - nicht zuletzt dank des Einsatzes vom damaligen 2. Bürgermeister Karl Abelein - beschlossene Sache.
"Die neue Bleibe wurde nach den Bedürfnissen der Behinderten ausgemalt und eingerichtet", betonte Hans Öller. Mit rund 300 Gästen sei das jetzige Clubheim am 17. September 1994 feierlich eingeweiht worden. "Es ist das einzige Gehörlosen-Clubheim in Niederbayern". Der Satz "Die Heimat des Gehörlosen ist sein Verein" habe Öller zunächst etwas nachdenklich gestimmt. Aber: "Bei näherer Betrachtung hat er seine Gültigkeit. Wer nämlich mit einer derartigen Behinderung leben muss, braucht seine eigene Umgebung, ist er doch weitestgehend von der übrigen Umwelt isoliert".
Für einen kurzweiligen Nachmittag sorgten auch mehrere Mitglieder des Vereins, die Gebärdenpoesie vorführten. Daneben standen Fingerhakeln und Maßkrugheben auf dem Programm.

Aus: PNP, Stadt Passau, 10.9.2002

 

Gemeinsam stark für die Gesundheit

Gesundheitsnetz stellt neues Programm vor

Deggendorf (dz). Gesundheitsnetz und Volkshochschule: Beide haben sich der Gesundheitsbildung der Menschen verschrieben und bieten deshalb gemeinsam zehn Kurse und zehn Vorträge an. Schon heute beginnt der Vortragszyklus um 19.30 Uhr mit dem Thema "Der andere Kopf- und Gesichtsschmerz", referiert von Zahnarzt Siegfried Leder über Fehlfunktionen des Kiefers und der Kopf- und Wirbelgelenke und hieraus resultierender chronischer Leiden im Bürgerspital in Plattling. (Wiederholung eine Woche später am 18. September um 19.30 Uhr in der Deggendorfer vhs).
Es folgt am 17. September um 20 Uhr im Bürgerspital Plattling der Raucherentwöhnungskurs "Gut gelaunt aufhören", der von Dr. med. Stefan Putz schon mehrfach mit großem Erfolg durchgeführt wurde.
Über Ursachen von Schlafstörungen referiert Dr. Dr. Christoph Lauer am 17. September um 19 Uhr in der Klinik Angermühle. Auch die zugehörige Behandlungsmöglichkeit bietet das Gesundheitsnetz an: Die "Verhaltensmodifikation bei Ein- und Durchschlafstörungen" von Sigrid Liendl, Diplom-Psychologin, beginnt am 30. September um 18 Uhr in der Klinik Angermühle und will Menschen mit gestörtem Schlaf auch ohne Medikamente durch Verhaltensänderung zu einem gesunden und erholsamen Schlaf verhelfen.
Ausgleich für Stress, Überarbeitung und Bewegungsmangel bieten die Kurse im Ambulanten Rehazentrum in der Land-Au 25: Der Kurs von Physiotherapeutin Bianca Wurm "Lust auf Abtauchen? - Durch gezielte Entspannungstechniken dem Alltag entfliehen" beginnt am 1. Oktober um 19.15 Uhr. Medizinische Trainingstherapie als Ausgleich für den Alltag unter dem Motto "Bringen Sie Ihren Körper in Schwung" leitet ab 2. Oktober um 18.30 Uhr Diplomsportlehrerin Eveline Geldner.
Über die neuesten Erkenntnisse aus der Gedächtnis- und Demenzforschung berichtet Prof. Dr. Günter Birbamer am 24. September um 19 Uhr in der Klinik Angermühle.
Die weiteren Kurs- und Vortragsangebote sind in den Programmheften von Gesundheitsnetz und Vhs, die in fast allen Arztpraxen aufliegen und im Internet unter www.deggendorfer-gesundheitsnetz.de nachzulesen.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 11.9.2002

 

Heute startet Projekt "Lima – Lebensqualität im Alter"

Röhrnbach (rn). Sich mehr um die Bedürfnisse älterer Menschen zu kümmern, ist das Ziel des Projektes "Lima". Es soll mehr Lebensqualität im Alter vermitteln. Der Kurs mit zehn Nachmittagen zu je 90 Minuten beginnt heute um 15 Uhr im Pfarrheim.
Der Frauenbund hatte zum Schnuppernachmittag "Lima" eingeladen. Marie-Luise Degenhart freute sich über das große Interesse. Dankesworte gab es für die beiden Kursleiterinnen Anita Schober und Margret Quitschau.
Selbstverständlich sei nicht an eine Konkurrenzgruppe zum bestehendem Altenclub gedacht, sondern an ein zusätzliches Angebot, zeitlich begrenzt. Auch sollen sich die Senioren aktiv beteiligen. So ist in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Kreisbildungswerk "Lima" entstanden.
"Lima" will Gedächtnis, Bewegung, Alltagsfähigkeit und Lebenssinn fördern. Weil das Katholische Kreisbildungswerk mitmacht, kostet der Kurs nur 21 Euro für zehn Nachmittage zu je 90 Minuten. Wer mitmachen möchte, kann sich telefonisch unter 08582/232 (Schober) oder 08582/8291 (Quitschau) anmelden, oder einfach heute Nachmittag ins Pfarrheim kommen.

Aus: PNP, Lokalteil Freyung, 11.9.2002

 

Neue Zuschussregeln für Jugendarbeit

Thurmansbang (th). Die vom Gemeinderat 1995 erlassenen Zuschussrichtlinien für die Förderung der Jugendarbeit wurden von Bürgermeister und Jugendbeauftragten Martin Behringer überarbeitet und angepasst. Nicht mehr gefördert würden Jugendheim-Bauten, Computer und die Anschaffung solcher Geräte, die auch vom Jugendring ausgeliehen werden können. Überörtliche Veranstaltungen werden ebenfalls nicht gefördert. Dagegen habe man die Förderung wieder auf Sport-, Schützen- und Feuerwehr- sowie auf Jugendgruppen allgemein, die nicht dem Jugendring angehören, ausgedehnt. Auf die Zuschüsse bestehe allerdings kein Rechtsanspruch, sie würden nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vergeben. In diesem Jahr seien dafür 2000 Euro im Haushalt eingeplant, informierte der Bürgermeister. Der Gemeinderat war einstimmig für die Zuschussrichtlinien.

Aus: Grafenauer Anzeiger, 13.9.2002

 

Krebskranke gründen
Selbsthilfegruppe in Pocking

Pocking (red). Gründungsveranstaltung für eine Krebsselbsthilfegruppe in Pocking ist am Montag, 16. September, um 19 Uhr im katholischen Pfarrzentrum in der Wolfingerstraße 5. Willkommen sind neben Betroffenen und Ärzten alle Interessierten. Initiiert ist die Veranstaltung von der Beratungsstelle Passau der Bayerischen Krebsgesellschaft. Über beide gibt es am Montagabend Informationen, außerdem auch Kurzreferate zum Thema Selbsthilfe bei Krebskranken, eine Schilderung der Rahmenbedingungen für eine Selbsthilfegruppe und den Erfahrungsbericht einer Gruppenleiterin.

Aus: PNP, Lokalteil Pocking, 13.9.2002

 

Telefonseelsorge Ostbayern
Tel. 0800/1110111 oder 1110222 Tag und Nacht besetzt (gebührenfrei). Hospiz-Verein Zwiesel im Kreiskrankenhaus Zwiesel (Sterbe- und Trauerbegleitung), Tel. 09922/99369.
Weißer Ring Verein zur Hilfe für Verbrechensopfer: Dr. Karl Rabl, Viechtach, Gartenstraße 3, Tel. 09942/1719.

 

Wieder Pflegekurs für Angehörige

Bodenmais (bb). Das Kreisbildungswerk bietet ab Montag, 7. Oktober, im Kurhaus den Pflegekurs "Zuhause pflegen - zuhause gepflegt werden" an. Der Kurs ist nicht nur für Frauen und Männer gedacht, die bereits einen pflegebedürftigen Angehörigen zu versorgen haben, sondern auch als eine Art "Vorsorgekurs" für einen möglichen Pflegefall.
Der Kurs findet jeweils am Montag und Donnerstag statt. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Die Kosten für den Kurs übernehmen die jeweiligen gesetzlichen Pflegekassen.
Anmeldung ist noch bis Donnerstag, 26. September , im Pfarramt Bodenmais, Tel. 09924/904000 oder beiKatharina Ronsberger, Tel. 09924/1488, möglich.
 

Aus: Bayernwald-Bote, Regen, 13.9.2002

 

Kaum Interesse: Aus für Mittagsbetreuung

Räumliche Voraussetzungen an der Grund- und Hauptschule Triftern wären da

Triftern (gpr/er). Auch in dem am kommenden Dienstag beginnenden neuen Schuljahr wird an der Grund- und Hauptschule keine Mittagsbetreuung eingerichtet. Grund: zu geringes Interesse. Obwohl die räumlichen Voraussetzungen durch den heuer erfolgten Umbau der Hausmeisterwohnung vorhanden wären, ist Kinderbetreuung praktisch kein Thema an der hiesigen Volksschule.
Theoretisch hatten sich der Markt als Sachaufwandsträger und die Schulleitung bereits in der Vergangenheit mit der Kinderbetreuung befasst. In der jüngsten Sitzung des Schul- und Kindergartenausschusses setzte man sich mit dem vom Bayerischen Kultusministerium auf den Weg gebrachten "Gesamtkonzept für eine familiengerechte Bildung, Erziehung und Betreuung" auseinander.
Schrittweise sollen damit die Weichen für einen bedarfsdeckenden Ausbau der Kinderbetreuung bis 2006 gestellt werden. In diesem Zeitraum sollen 30000 zusätzliche Plätze, unter anderem in Nachmittagsschulen geschaffen werden. Zu den Kosten von 300 Millionen Euro will der Freistaat Bayern 120 Millionen Euro aufbringen, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht. Einen gleichhohen Betrag muss die Kommune aufbringen und 20 Prozent sollen von den Eltern beigesteuert werden.
Fachdienstleiter Karl Kaiser hatte eine Rechnung aufgestellt, was mit dem staatlich verordneten Betreuungskonzept auf den Markt zukommen kann. Allein für eine Mittagsbetreuung von maximal zwei Stunden Dauer würden zur Bezahlung einer Fachkraft (z. B. Kinderpflegerin) rund 2700 Euro fällig. Die Eltern müssten pro Kind mit etwa 115 Euro jährlich rechnen.
Voraussetzung für eine Förderung sei laut Kaiser aber die Bildung einer Gruppe, die aus mindestens zwölf Kindern bestehen müsse. An dieser Marke scheitere vorerst die Einrichtung einer Mittagsbetreuung, es sei denn man würde diese mit einer geringeren Kinderzahl ohne Staatszuschuss nur unter finanzieller Regie von Markt und Eltern einführen.
Zumindest in 2002/03 wird dies an der Volksschule Triftern nicht der Fall sein. Rektorin Margot Auer erklärte, dass die von ihr durchgeführten Erhebungen an der Hauptschule ein sehr mageres Ergebnis gezeigt haben. Für die wenigen Interessierten an einer Mittagsbetreuung sei dies aber letztlich kein "Muss". Im Grundschulbereich sei die Betreuung der Schulkinder ohnehin von 7.30 bis 13.00 Uhr sichergestellt. Das Fazit der Schulleiterin: "Kein Bedarf, zumindest für das kommende Schuljahr."
Bürgermeister Karl Weggartner übernahm diese Einschätzung als Konsequenz für die auch im Ausschuss so gesehene weitere finanzielle Vorgehensweise: "Wir sollen uns nicht Dinge aufhalsen, für die keine Notwendigkeit besteht." Mittagsbetreuung möge in Städten einen Sinn haben, in einer ländlich orientierten Gegend werde diese aber noch einige Zeit auf sich warten lassen.
Der Markt sei aber nach den weiteren Ausführungen des Rathauschefs für diese Aufgabe gewappnet, eben durch das Vorhandensein geeigneter Räumlichkeiten. Was ihn aber einmal mehr negativ berühre, sei, dass der Staat immer neue Ideen entwickle, diese aber zum überwiegenden Teil die Kommunen finanzieren lasse. Bei der Mittagsbetreuung würden obendrein auch noch die Eltern zur Kasse gebeten.

Aus: PNP, Pfarrkirchen, 13.9.2002

 

IHK-Seminar zum
Thema "Mobbing"

Hengersberg (dz). Ein Seminar für Fach- und Führungskräfte sowie für alle Interessierten zum Thema "Mobbing" wird am Samstag geboten. Es werden Themenschwerpunkte wie Mobbing als betrieblicher Kostenfaktor und deren Auswirkung auf das Unternehmen, typische Mobbinghandlungen, die Entstehung von Mobbing usw. erörtert. Informationen und Anmeldungen bei der IHK-Akademie Niederbayern, Tel. 0851/507-132 oder Fax 0851/507-140.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 17.9.2002

 

Selbsterfahrung für Frauen

Freyung (as). "Loslassen - zur Ruhe kommen - Kraft schöpfen": Unter diesem Motto bietet das Kath. Kreisbildungswerk einen Selbsterfahrungskurs für Frauen an. Zum Inhalt: An diesem Wochenende werden Kraftquellen aufgespürt und das Herz als Garten der Lebensfreude neu entdeckt. Kursleiterin ist die Lebensberaterin Irmgard Reis. Der Kurs findet von Freitag, 4. Oktober, 15 Uhr, bis Sonntag, 6. Oktober, 13 Uhr, im Geistlichen Zentrum in Fürstenzell statt. Anmeldung unter Tel. 08551/4581 möglich.
 

Aus: PNP, Freyung, 17.9.2002

 

Sprechtag des
Versorgungsamtes

Das Amt für Versorgung und Familienförderung (AVF) hält am kommenden Donnerstag, 19. September, wieder einen Sprechtag im Alten Rathaus ab. Zwischen 10 und 15 Uhr besteht die Möglichkeit, Anträge nach dem Sozialen Entschädigungsrecht, Schwerbehindertenverfahren sowie Bundes- und Landeserziehungsgeldgesetz zu stellen.

Aus: PNP, Stadt Passau, 17.9.2002

 

Mobbing: Wenn der Einzelne fertig gemacht wird

Interessante Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins Rotthalmünster-Kößlarn mit Jella Teuchner

Rotthalmünster (red). "Mobbing - Nur ein Streit am Arbeitsplatz?": So lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, die der SPD-Ortsverein Rotthalmünster-Kößlarn veranstaltet hat. Im fast voll besetzten Gasthaus Hager in Kößlarn stellte die stellvertretende Vorsitzende Ulrike Müller-Görtz die Referenten vor: MdB Jella Teuchner, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. med. Jürgen Gosda, Chefarzt der psychosomatischen Abteilung am Kreiskrankenhaus Simbach, Edwin Urmann, DGB-Vorsitzender der Region Donauwald, und Bernhard Tischlinger, Diplom-Sozialpädagoge und Sozial- und Verhaltenstherapeut aus Pocking.
Den Begriff "Mobbing" gebe es seit etwa zehn Jahren, erläuterte Edwin Urmann. Nicht in jedem Fall von Ärger in einem Betrieb, einem Verein oder einer anderen gesellschaftlichen Gruppierung handle es sich tatsächlich um Mobbing. Gekennzeichnet sei diese tief greifende Kommunikationsstörung dadurch, dass sie sich über einen längeren Zeitraum erstrecke. Ziel des Mobbingverhaltens, das oftmals von einer Gruppe gegenüber einem Einzelnen ausgehe, sei es meistens, den Betroffenen von seinem Arbeitsplatz zu entfernen. Es handle sich dabei überwiegend um Machtkämpfe zwischen gleichrangigen Arbeitskollegen, aber auch von Vorgesetzten gegenüber Mitarbeitern bzw. umgekehrt. Echtes Mobbing hat Urmann zufolge schwerwiegende Folgen: Der Arbeitnehmer verliere Arbeitsplatz, Ehre und Gesundheit.
Mobbing sei kein gesellschaftliches Randproblem, so Jella Teuchner. Nach einer repräsentativen Studie, dem "Mobbing-Report", erstellt im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, seien zur Zeit etwa 2,7 Prozent der Arbeitnehmer, also etwa 800000 Frauen und Männer, davon betroffen. Etwa jede neunte Person wird nach Teuchners Worten während ihres Erwerbslebens gemobbt. Ein besonders hohes Risiko bestünde in sozialen Berufen, wobei Frauen ein um 75 Prozent höheres Risiko zu tragen hätten. Mobbing habe weit reichende Konsequenzen: Demotivation, Misstrauen, Nervosität, Leistungsminderung, negative Auswirkungen auf die berufliche und die private Situation. Mobbing sei als Straftatbestand anerkannt mit schadensersatzrechtlicher Absicherung.
Eine Zuhörerin wies auf die Problematik der juristischen Beweisführung hin. Teuchner räumte ein, dass eine Beschwerde über den Betriebsrat zwar sinnvoll, gerichtliche Wege aber sehr langwierig sein könnten.
Bernhard Tischlinger, der selbst aus seinem Arbeitsplatz gemobbt wurde (die PNP berichtete), wies auf seine persönlichen Erfahrungen hin. Trotz einer gesunden Wehrhaftigkeit sei es schwierig, wenn "der Fisch vom Kopf her stinke". Nicht nur soziale Berufe seien betroffen, ergänzte Tischlinger. Auch Polizisten, Seelsorger, Ärzte, Pflegepersonen, alle Berufsgruppen, die viel Umgang mit Menschen pflegen, seien in besonderer Weise gefährdet. Neid, Missgunst und Eifersucht stehe man machtlos gegenüber.Sein eigenes Verfahren, verbunden mit Suspendierung, dauere bereits vier Monate an, so Tischlinger. Mit weiteren vier Monaten bis zum Abschluss des arbeitsgerichtlichen Verfahrens sei zu rechnen. Zurzeit gebe es Überlegungen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für betroffene Caritas-Mitarbeiter.
Dr. Jürgen Gosda schilderte die Problematik aus der Sicht des Therapeuten: Mobbing bedeute, jemanden "fertig machen", Hemmungen würden fallen, es herrsche pure Aggression. Dabei gebe es verschiedene Strategien: Mitarbeiter bekommen minderqualifizierte oder gar keine Arbeit übertragen, Kollegen isolierten einander aus dem sozialen Netz des Betriebes, Persönliches und Berufliches werde vermischt. Dies ginge über Verleumdung und Beschimpfung bis zur körperlichen Bedrohung.
Jella Teuchner wies auf die Folgen für die Betriebe hin. Nicht zu unterschätzen seien Qualitätsverluste durch unmotivierte, kranke Mitarbeiter. Besondere Verantwortung hätten die Führungskräfte. Diese sollten erste Anzeichen von Mobbing nicht ignorieren, sondern frühzeitig Hilfe anbieten, eventuell durch externe Berater. Insbesondere sollte eine Konfrontation mit dem Mobber herbeigeführt werden. Wichtigste Hilfe sei, miteinander zu reden. Es gebe auch ein Internet-Netzwerk "Selbsthilfegruppen für Mobbing-Opfer", Telefonberatung, Infohefte und -bücher.
Vorsitzender Anton Kettenhofen bedankte sich bei den Referenten und den zahlreichen aufmerksamen Zuhörern. Es sei die bisher interessanteste Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Rotthalmünster-Kößlarn gewesen.

 

Aus: PNP, Pocking, 17.9.2002

 

Vortrag über Leseschwäche

Ergotherapeutin spricht bei Pockinger Selbsthilfegruppe

Pocking (red). Die fünfte Veranstaltung der "Selbsthilfegruppe für Lese- und Rechtschreibschwache" findet am Dienstag, 24. September, um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum in Pocking, Wolfinger Straße 5, statt. Referentin des Abends ist
Christiane Hetz aus München.
Die selbständige Ergotherapeutin hat langjährige Erfahrung im Umgang mit lese- und rechtschreibschwachen Kindern. Außerdem war sie Lehrerin an der Ergotherapeuten-Schule und Arbeitstherapeutin an der Psychiatrischen Uniklinik in München. In Pocking spricht sich zum Thema "Früherfassung von Sehfunktionsdefiziten im Vorschulalter und nach der Einschulung im Rahmen der ergotherapeutischen Diagnostik".

Aus: PNP, Pocking, 17.9.2002

 

IHK-Seminar zum
Thema Mobbing

Regen (bb). Die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern veranstaltet am kommenden Samstag, 21. September, in Hengersberg ein Seminar für Fach- und Führungskräfte zum Thema "Mobbing". Es werden Themenschwerpunkte wie "Mobbing als betrieblicher Kostenfaktor" , typische Mobbing-Handlungen sowie die Entstehung von Mobbing erörtert. Weitere Infos/Anmeldung bei der IHK-Akademie Niederbayern, Tel. 0851/507-132.

Aus: Bayernwald-Bote, Regen, 17.9.2002

 

Neue Chance für psychisch Kranke am Arbeitsmarkt

BRK-Zuverdienstprojekt ist erweitert worden

Eggenfelden (red). Das Zuverdienstprojekt der Sozialpsychiatrischen Einrichtungen des BRK-Kreisverbandes in Eggenfelden bietet Arbeitsplätze auf der Basis geringfügiger Beschäftigung für Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung am Arbeitsmarkt kaum Chancen haben. Seit April existiert das Projekt (wir berichteten). Es wurden bisher Landschaftspflegearbeiten durchgeführt, Fahrzeuge gereinigt und gewartet, Raumpflege- und Reinigungsarbeiten sowie Maler- und Renovierungsarbeiten ausgeführt. Ein Büroservice wird gerade aufgebaut.
Da die im April bewilligten Arbeitsplätze im Zuverdienstprojekt derzeit voll belegt sind, jedoch immer wieder Anfragen von Bewerbern kommen, haben - wie gemeldet - sowohl der BRK-Kreisverband Rottal-Inn als auch der Bezirk Niederbayern einer Erweiterung des Projektes zugestimmt.
Seit September erhält nun der bisherige Mitarbeiter des Zuverdienstprojektes, Josef Bachmeier, Unterstützung durch seinen neuen Kollegen Karl-Heinz Maurer, dessen Tätigkeit unter anderem auch die Einstellung neuer Mitarbeiter ermöglicht. Psychisch Erkrankte, die Interesse an einem Nebenverdienst haben, können sich deshalb ab sofort an Karl-Heinz Maurer wenden, der unter Tel. 08561/238990 oder per Handy unter Tel. 0160/92535970 erreichbar ist.
Mit der Erweiterung des Zuverdienstprojektes können aber auch wieder neue Aufträge von Privatpersonen und Firmen angenommen werden. Wer Hilfe bei der Gartenarbeit, Renovierungs- oder Reinigungsarbeiten, bei Haushaltsentrümpelungen, bei der Fahrzeugpflege oder sonstigen Tätigkeiten benötigt, kann unter den genannten Telefonnummern weitere Einzelheiten erfragen.
Wer an zwei bis drei halben Tagen pro Woche Beschäftigung sucht, der kann bei dem Projekt mitarbeiten, wenn er von psychischer Erkrankung oder Behinderung betroffen ist und EU-Rente oder andere Sozialleistungen bezieht.

Aus: PNP, Pfarrkirchen, 17.9.2002

Neue Informationsbroschüre soll Schwangeren Ängste nehmen

Freyung (sch). Das Kreiskrankenhaus bietet für werdende Mütter eine neue Informationsbroschüre an: Der kostenlose Flyer enthält Wissenswertes über die Betreuung auf der Geburtshilfe-Station, über die Ausstattung der Kreißsäle sowie über Kurse vor und nach der Entbindung. Die Broschüre liegt im Kreiskrankenhaus und bei den niedergelassenen Fachärzten aus.
"Es war eine schwere Geburt", sagte Johanna Kopp bei der Präsentation des neuen Flyers nicht ohne Stolz. Sie ist die Sprecherin der Hebammen im Kreiskrankenhaus. An der Broschüre haben Ärzte, Hebammen und Schwestern gemeinsam gearbeitet. Dafür wurde viel Zeit investiert, denn das Heft soll mehr bieten als ein paar Telefonnummern. "Es ist eine Kontaktbroschüre, ein Nachschlagewerk für alle Probleme und Nöte von Müttern", betonte Wolfgang Hamerlak, Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Freyung-Grafenau gGmbH. "Damit sollen den werdenden Müttern Ängste genommen werden. Wir können mit Akupunktur, Homöopathie und Anästhesie eine schmerzarme Geburt anbieten." Kathrin Wurm ist es als Hebamme besonders wichtig, dass sich die Frauen gut aufgehoben fühlen. Deshalb bietet die Geburtshilfe-Station auch alternative Heilmethoden an: "Bei uns sind Schulmedizin und Naturheilkunde im Einklang, es gibt keine Konkurrenz."

Aus: PNP, Freyung, 19.9.2002

 

Muskelschwäche - eingesperrt im eigenen Körper

Myasthenie-Regionalgruppe Niederbayern trifft sich am Samstag bei der AOK - Krankheit noch nicht heilbar

von Susanne Kargus
St. Anton. Er sah alles doppelt, konnte fast nicht mehr kauen, schlucken und sprechen, Oberarme und Schultern nicht mehr bewegen. Das Atmen fiel ihm schwer. Vor 20 Jahren erkrankte Franz Königsbauer an Myasthenie - einer Krankheit, bei der die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört ist. "Ich war damals 30, die Krankheit war ein gewaltiger Schlag für mich", sagt der heute 51-Jährige aus Fürstenstein. Er lag wochenlang im Klinikum Großhadern, bekam schwere Medikamente gegen seine krankhafte Muskelschwäche.
Vor 13 Jahren gründete Franz Königsbauer für Betroffene und deren Angehörige die Regionalgruppe Niederbayern der Deutschen Myasthenie-Gesellschaft. "Ein wichtiges Ziel war, dass die Krankheit bekannter wird. Sogar bei vielen Ärzten war Myasthenie zu der Zeit noch ziemlich unbekannt", sagt Königsbauer. In Deutschland leiden etwa 10000 Menschen an der krankhaften Muskelschwäche, die auch Onassis-Krankheit genannt wird. "Allein in Passau gibt es sieben Patienten. Die Dunkelziffer ist aber viel höher." Die Krankheit sei nach wie vor aber nicht sehr verbreitet. "Das ist zwar erfreulich, für die Betroffenen aber oft ein Problem: Sie haben wenige Ansprechpartner, wenige Leidensgenossen, mit denen sie Erfahrungen austauschen können", so Königsbauer.
Er weiß, mit welchen Schwierigkeiten viele Myasthenie-Patienten zu kämpfen haben: "Man fühlt sich eingeschlossen im eigenen Körper, kann sich in einem gewissen Stadium der Krankheit fast nicht mit anderen Leuten verständigen", erzählt er. Die Arme könne man nicht bewegen, Schreiben und Deuten fielen schwer, die Gesichtszüge seien starr, das Sprechen nicht mehr möglich. "In der ersten Zeit merkt man dagegen nur wenig von der Erkrankung", erklärt Königsbauer. Die ersten Alarmzeichen würden von Betroffenen und Ärzten oft nicht ernst genommen. Der 51-Jährige hat seine Krankheit durch Medikamente in den Griff bekommen, kann ganz normal seiner Arbeit als technischer Abteilungsleiter bei den Textilwerken Deggendorf nachgehen. Hundertprozentige Heilung gibt es für Myasthenie-Patienten nicht. "Allerdings werden mit modernen Therapien schon große Erfolge erzielt, vor allem wenn man die Erkrankung frühzeitig erkennt", sagt Königsbauer. Die Patienten könnten ein fast normales Leben führen. Für die Betroffenen in und um Passau sei es eine große Erleichterung, dass es seit einigen Jahren am Klinikum eine neurologische Abteilung gibt. "Das ist eine Riesenhilfe."
Am kommenden Wochenende lädt die Regionalgruppe Niederbayern der Deutschen Myasthenie-Gesellschaft Betroffene, Angehörige und alle Interessierten zu ihrem Jahrestreffen ein. Es findet am Samstag, 21. September, von 11 bis 16 Uhr im Gebäude der AOK-Direktion in der Neuburger Straße 92 statt. "Wir wollen über die Krankheit informieren, Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch geben", sagt Franz Königsbauer. Von 12.30 bis 13.30 Uhr gibt Hermann Obermaier von der AOK Tipps, wie Betroffene im Internet Hilfe finden. Von 14 bis 16 Uhr steht ein Neurologe vom Passauer Klinikum für Fragen rund um die Myasthenie zur Verfügung.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 19.9.2002

 

Gesprächskreis für Trauernde

Erstes Treffen am Montag, 23. September, im Pfarrheim

Schaibing (jr). Jeder Mensch hat Angst davor und muss es früher oder später doch durchstehen: Abschied nehmen für immer von einem Menschen, der ihm viel bedeutete. In Trauer und Schmerz stehen die meisten dann alleine da, verzweifelt und hilflos.
Pfarrer Lothar Zerer aus Schaibing, Bestatter Alfons Kasberger aus Kroding und Barbara Resch aus Hauzenberg bieten hier Hilfen zur Bewältigung an. Am Montag, 23. September, beginnt ein neuer Gesprächskreis im Schaibinger Pfarrheim.
Bei der seelsorgerischen Betreuung nach Todesfällen habe er fast immer feststellen können, dass der trauernde Mensch in ein tiefes Loch von Hilflosigkeit und Sprachlosigkeit falle, so Pfarrer Lothar Zerer. Sogar nahe Angehörige und Verwandte seien meist vollkommen überfordert in ihren Tröstungsversuchen. Bestatter Alfons Kasberger erlebe es immer wieder hautnah, wie eine Welt zusammenbreche, wenn jemand seinen Lebenspartner, ein Kind, einen geliebten Menschen, oder Vater und Mutter verliere. In dieser inneren Not und in dem schier unüberwindbaren Chaos der Gefühle wolle er Hilfen und Begleitung anbieten.
Jeder Mensch trauere anders, so der Seelsorger. In Gesprächs- und Erfahrungsrunden könne deshalb jeder seine Geschichte erzählen, sein Leid klagen, oder auch ganz einfach nur schweigen. Bildbetrachtungen, Musik und Meditation seien wohltuende Hilfen. Jeder solle das Gefühl haben, nicht mehr alleine zu sein: "Gemeinsam lässt sich die schwere Last leichter tragen." Bei allem sei strengstes Stillschweigen vereinbart, die Intimsphäre müsse gewahrt bleiben. Alfons Kasberger sieht in dem offenen Gesprächskreis, der sich nicht auf ein Pfarrgebiet beschränkt, einen großen Vorteil: Auswärtige Teilnehmer könnten sich viel leichter und ohne Hemmungen öffnen.
Pfarrer Lothar Zerer lädt um 19.30 Uhr zu dem Treffen unter dem Titel "In dunklen Tagen eine Begleitung durch Ihre Trauer" ins Pfarrheim ein. Alfons Kasberger richtet einen kostenlosen Fahrdienst ein und wird alle anfallenden Kosten abdecken. Es sei ihm ein Anliegen, die Hinterbliebenen nach der Beerdigung nicht alleine zu lassen, sagt er. Neu in der Betreuung der Gruppe ist Barbara Resch, die schon geraume Zeit Angehörige im Bereich der Sozialstationen Hauzenberg und Fürstenstein in schwierigen Lebenslagen begleitet. Geplant sind sieben Abende im Abstand von etwa drei Wochen.
Eine Anmeldung ist erforderlich bei Pfarrer Lothar Zerer, Tel. 08593/93293, bei Barbara Resch, Tel. 08586/9786880, oder bei Alfons Kasberger, Tel. 08593/ 93213.

Aus: PNP, Passau-Land, 19.9.2002

 

Zweiter Bauabschnitt zum 10. Geburtstag eröffnet

Neurologische Früh-Rehabilitation in Mainkofen ausgebaut - Bislang über 3000 Patienten behandelt

Mainkofen (mit). Die neurologische Rehabilitation am Bezirksklinikum Mainkofen hat am Donnerstagnachmittag mit einem Festakt ihren zehnten Geburtstag begangen. Das schönste Geschenk: Die Eröffnung des langersehnten zweiten Bauabschnittes. Viel Prominenz hatte sich zum Festakt im herrlichen Jugendstilsaal des Bezirksklinikums eingefunden. Neben Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, MdB Bruni Irber, MdL Bernd Sibler, stellvertretendem Landrat Peter Erl und Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder waren auch Vertreter der Ärzteschaft und der Verwaltung des Bezirksklinikums anwesend.
Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte, dass die neurologische Frührehabilitation innerhalb des Bezirksklinikums eine wichtige Rolle einnehme. Lange Zeit sei die Klinik in Mainkofen die einzige dafür in Niederbayern gewesen, erklärte Hölzlein. 30 Betten der Frührehabilitation Phase B und 20 teilstationäre Behandlungsplätze seien nach der Eröffnung am 19. Oktober 1992 bereitgestanden, über 3000 Patienten seien in den vergangenen zehn Jahren bestens behandelt worden.
Der Bau des zweitenAbschnitts, der 1998 beschlossen wurde, bilde einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Bereiches. Aufgrund des eingeschränkten Budgets habe die Nutzfläche zwar von ursprünglich geplanten 1000 Quadratmetern auf 609 Quadratmeter verringert werden müssen, jeder einzelne Quadratmeter werde aber optimal genutzt. Besonders erfreulich sei, dass die geschätzten Gesamtkosten von rund 2,4 Millionen Euro wohl nicht ausgeschöpft werden müssen.
Seit Juni werde in Mainkofen auch eine therapeutische Ambulanz vorgehalten, die organisatorisch an die Tagesklinik der neurologischen Frührehabilitation angegliedert und ebenfalls in den Räumlichkeiten des 2. Bauabschnitts untergebracht sei. Die qualitativ hochwertige Angebotspalette reiche von Logopädie über Ergotherapie, Physiotherapie und physikalische Therapie bis hin zur Heilpädagogik.
Stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für meurologische Frührehabilitation übermittelte Hölzlein Chefarzt Dr. Hubert Lösslein und dessen Vorgänger Dr. Thomas Treig den Dank des Bezirkstages für die geleisteten Dienste.
Dr. Thomas Treig, der mittlerweile in Greifswald in Vorpommern tätig ist, blickte zurück auf die Geschichte der Klinik und betonte die Wichtigkeit des Aufgabenbereichs für Mainkofen.
Dr. Hubert Lösslein stellte die vielfältigen Aufgaben vor, die die Mitarbeiter der Klinik zu erfüllen haben. Lösslein dankte besonders den Mitgliedern des "Vereins der Freunde der neurologischen Rehabilitation am Bezirksklinikum Mainkofen e.V.". Der Verein finanziere sowohl Therapiemittel mit, wie er auch Aus- und Fortbildungskurse organisiere.
Gemeinsam machte sich die Festgesellschaft auf den Weg in die neue Klinik, wo Klinikseelsorger Pastoralreferent Berhard Plail gemeinsam mit dem evangelischen Klinikpfarrer Manfred Loibl die kirchliche Segnung vornahmen. Eine gemütlicher Teil schloss sich an des Festakt.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 20.9.2002

 

Jugendliche melden Protest an: Stelle des Jugendreferenten muss erhalten bleiben

Groß angelegte Unterschriftenaktion gestartet - Unterstützung aus der Politik - Entscheidung fällt im Herbst

Osterhofen. (bm). Die Jugendverbände der Dekanate Osterhofen und Hengersberg haben eine großangelegte Unterschriftenaktion für den Erhalt der Stelle des kirchlichen Jugendreferenten gestartet. "Es wurden 200 Listen angefertigt, die an sämtliche Kirchenverwaltungen im Dekanatsgebiet verteilt werden", erklärt Robert Kröll vom BDKJ-Kreisteam. Nach 40 Tagen werden die Listen eingesammelt und an den Passauer Bischof Wilhelm Schraml weitergeleitet.
Neben den Jugendverbänden KJG, KLJB und den Pfadfindern, beteiligen sich auch die beiden Dekane Alfons Eiber aus Hengersberg und Erwin Böhmisch aus Osterhofen, sowie die Politiker MdB Bruni Irber und MdL Bernd Sibler an der Aktion.
Die Jugendbeauftragte und 3. Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen, Liane Sedlmeier, setzte am Mittwochabend als erste ihre Unterschrift auf die Liste. "Die Stelle muss unbedingt erhalten bleiben", betont sie.
Wie berichtet, bleibt nach dem Weggang von Mario Unterhuber zum 1. September, die Stelle des Jugendreferenten bis auf weiteres aus Kostengründen unbesetzt. "Das Bistum Passau muss sparen", erklärte Wolfgang Duschl, Leiter der Bischöflichen Pressestelle in einer Stellungnahme gegenüber der Osterhofener Zeitung. Bei personellen Neu- und Umbesetzungen werde momentan generell geprüft, ob Maßnahmen gebündelt und Kosten eingespart werden können.
Erste Konsequenz in Altenmarkt: Die Jugendvesper, die seit 1987 in der Frauenkapelle an jedem ersten Sonntag im Monat gefeiert und von Mario Unterhuber organisiert wurde, findet nicht mehr statt.
"Auch sonst wird vieles auf der Strecke bleiben", fürchtet Kreislandjugendseelsorger Frater Stephan aus Niederalteich , der die viele Arbeit im Jugendbüro alleine nicht bewältigen kann. Aus Zeitgründen ist er meist nur am Donnerstagvormittag im Büro anzutreffen. "Die Mitwirkung an Arbeitskreisen, die sozialpädagogische Betreuung oder die Durchführung der Schulprojekttage werden in Zukunft spärlicher ausfallen", bedauert er. Zudem fällt die Beratungsstelle für Wehrdienstverweigerer weg.
Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen: Erst im Herbst wird der Steuerausschuss des Bistums über den Erhalt der Stelle beschließen.
Die betroffenen Jugendlichen hoffen auf eine positive Antwort aus Passau. "Einzelne haben bereits vor Wochen Briefe an Bischof Wilhelm Schraml geschrieben, bisher aber noch keine Antwort erhalten", weiß Robert Kröll.

Aus: Osterhofener Zeitung, 20.9.2002

 

Fachtagung
zu Trauerkultur

Trauerbegleiter, Hospizhelfer, Seelsorger und Bestattungsunternehmer können bei dem Seminar "Trauerkultur - Bestattungskultur" ihren Umgang mit Tod und Trauer überprüfen und Anregungen für das berufliche Handeln bekommen. Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in der Diözese Passau, als Referenten kommen Prof. Dr. Konrad Baumgartner, Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Uni Regensburg, und Dr. Wolfgang Holzschuh aus Regenstauf. Termin: 27. September, 17 Uhr, bis 28. September, 17 Uhr, im spectrum Kirche. Info und Anmeldung unter Tel. 0851/393378.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 20.9.2002

 

In der Gruppe über Krebs reden

50 Interessenten bei der Gründungsversammlung - Treffen am 7. Oktober

Pocking (ac). Krebs - ein Thema, das offensichtlich viele trifft und betrifft. Zur Gründungsveranstaltung der "Selbsthilfegruppe für krebskranke Menschen in Pocking", die auf Initiative der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V. jetzt stattfand, waren fast 50 Betroffene oder Angehörige gekommen. "Überraschend viele ", wie Alexandra Krah von der Krebsgesellschaft in Passau feststellte. Die Bayerische Krebsgesellschaft wurde 1925 mit dem Ziel der Erforschung und Heilung von Krebserkrankungen gegründet. Erst später sei die Notwendigkeit der psychosozialen Betreuung erkannt und in den 70er Jahren entsprechende Einrichtungen gegründet worden. Seit 15 Jahren ist die Psychologische Beratungsstelle in Passau tätig, ein wichtiger Zweig davon sind die Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen. "Es gibt in ganz Niederbayern 18 Selbsthilfegruppen und im Bereich Pocking/Griesbach hoffen wir mit der heutigen Veranstaltung eine Lücke zu schließen", erklärte Alexandra Krah in ihrer Begrüßung.
Wie sich eine Selbsthilfegruppe organisiert und sie den einzelnen Mitgliedern helfen kann, veranschaulichte Roswitha Fuchs von der Selbsthilfegruppe Hauzenberg. Vor drei Jahren sei bei ihr die Diagnose Brustkrebs gestellt worden, "ein Blitz aus heiterem Himmel". Von Anfang an sei das Bedürfnis da gewesen, sich mit Betroffenen auszutauschen. Inzwischen sei man eine gute Gemeinschaft, in der Vorträge gehalten werden, in der man sich gegenseitig stütze, Erfahrungen über Therapien, Erfolge und Erlittenes einbringe. Probleme könnten im Gespräch gelöst werden, was den Teilnehmern wieder Hoffnung und Lebensmut gibt. "Ich kann nur Positives berichten", so Roswitha Fuchs.
"Keiner, der nicht direkt oder indirekt betroffen ist, kann ermessen, was die Diagnose Krebs bedeutet", unterstrich Dr. Otto Schadt in seinem Vortrag. Danach beginne die Maschinerie der Diagnostik und Behandlung. Der Weg sei klar, nur der Patient fühle sich trotz bester medizinischer Versorgung allein. "Hier ist es wichtig, Menschen zu haben, die Ähnliches durchgemacht haben", so der Mediziner. Ein Netz von Menschen außerhalb von Arzt und Familie sei unbedingt nötig. Durch den Austausch von Erfahrungen innerhalb einer Selbsthilfegruppe falle es leichter, die jetzt auftauchenden Alltagsprobleme zu lösen. In einer Selbsthilfegruppe finde man Antwort und Hilfe auf Fragen zu Beruf, gesetzliche Vorgaben bis hin zu Nachsorgeuntersuchungen.
"Die Ziele und Inhalte der Selbsthilfegruppe richten sich individuell nach den Wünschen und Bedürfnissen der Beteiligten", erklärte Alexandra Krah zu den Rahmenbedingungen. Wann, wo und wie oft man sich treffe, darüber entscheide die Gruppe selber. Finanziell unterstützt werden die Selbsthilfegruppen durch die Psychosoziale Beratungsstelle in Passau.
Auch Bürgermeister Josef Jakob begrüßte die Gründung der Gruppe für Krebskranke in Pocking sehr. Zum einen aus der Sicht als Bürgermeister, da eine solche Einrichtung für eine Stadt dieser Größe eigentlich schon selbstverständlich sein sollte. Doch auch aus sehr persönlichen Gründen weiß Jakob um die Situation der Betroffenen: "Es ist wichtig, in solch einer Situation Ansprechpartner und Rückhalt zu finden", berichtete er aus eigener Erfahrung. Seine Frau war vor sieben Jahren an Krebs verstorben.
Am 7. Oktober findet um 19 Uhr im Pfarrzentrum in der Wolfingerstraße 5 erneut ein Treffen statt. Hier kommen die ersten möglichen Mitglieder der Selbsthilfegruppe zusammen. Die weiteren Rahmenbedingungen machen dann die Anwesenden unter der Federführung von Alexandra Krah aus.

Weitere Informationen bei der Krebsgesellschaft, 0851/7201950.
aus: PNP, Pocking, 20.9.2002

 

Talente entwickeln und Ängste abbauen

Wöchentlicher Meditationskurs für Kinder im Pfarrheim Beutelsbach

Beutelsbach (red). Ein wöchentlicher Meditationskurs für Kinder zwischen neun und elf Jahren startet in den Monaten Oktober und November im Beutelsbacher Pfarrheim. Der Kurs soll Kindern helfen, sich auf spielerische Art zu entspannen und sich selber zu entdecken.
Kommenden Dienstag findet hierzu ein Informationsabend für interessierte Kinder zusammen mit ihren Eltern im Pfarrheim in Beutelsbach statt. Organisiert hat diesen Meditationskurs das Kirchliche Jugendbüro Vilshofen zusammen mit der Pfarrei Beutelsbach. "Im Frühjahr dieses Jahres haben wir einen Kurs angeboten für die Pfarreien nördlich der Donau und nach den guten Erfahrungen bisher, bieten wir nun im Herbst für den süd-westlichen Teil des Dekanates ähnliches an", so der kirchliche Jugendreferent Alfred Hüttinger.
Der jetzt angebotene Kurs richtet sich in erster Linie an Interessierte aus den Pfarrverbänden Beutelsbach-Aidenbach, Pörndorf-Uttigkofen, Aldersbach-Walchsing und der Pfarrei Aunkirchen.
Hüttinger erklärt den Hintergrund der wöchentlich eineinhalb Stunden dauernden Treffen: "Wie schon bei den anderen Kursen, so ist auch dieser nicht etwa für hyperaktive Kinder angelegt, sondern es geht schlicht und einfach darum, dass die Kinder vermehrt auf das Gefühl hören lernen."
Die Referentin des Kurses, Pädagogin Anita Unrecht-Fredl, Dozentin an der Universität Passau, formuliert als Ziel: "Durch Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, meditatives Malen und Gestalten, Phantasiereisen und bewusstes Schweigen können die Kinder lernen ihre Konzentration zu verbessern, die Lernfähigkeit zu steigern, ihre Talente zu entwickeln und Ängste abzubauen".
Interessierte Eltern können kommenden Dienstag, 24. September, zusammen mit ihren Kindern die bekannten und bewährten Formen der Entspannung und Besinnung bei einem Informationsabend am eigenen Leib ausprobieren. Dieser beginnt um 18.30 Uhr im Pfarrheim Beutelsbach und dauert bis zirka 20 Uhr. Der sechswöchige Kurs kostet 40 Euro. Anmeldung und nähere Infos beim kirchlichen Jugendbüro, Tel. 08541/2414 oder bei Anna Reitberger, Tel. 08535/593.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 20.9.2002

 

Gesprächskreis für Frauen

Regen (bb). Am Montag, 23. September, findet im Katholischen Kreisbildungswerk in Regen um 20 Uhr ein Info-Abend für Frauen statt. Alle Frauen, die Lust und Interesse daran haben, sich einmal im Monat zu einem Austausch, zu Gesprächen und Diskussionen "rund um die Frau" zu treffen, sind dazu eingeladen. Barbara Körner aus Zwiesel wird den Gesprächskreis leiten, mit dem vorrangigen Ziel, die Frauen in ihren verschiedenen Rollen als Ehefrau/Partnerin/Mutter/Freundin/Tochter/Berufstätige usw., zu stärken und zu unterstützen - nach dem Motto: "Gespräche von Frau zu Frau tun einfach gut!"

Aus: Bayernwald-Bote, 20.9.2002

 

IHK-Seminar zum Thema Mobbing

Viechtach. Die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern bietet am kommenden Samstag, 21. September, ein Seminar für Fach- und Führungskräfte sowie für alle Interessierten zum Thema "Mobbing" an. Es findet in Hengersberg statt, Anmeldung und weitere Auskünfte bei Nadine Damberger bei der IHK in Passau, Telefon 0851/507-132.

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 20.9.2002

Seminare an der Landvolkshochschule

Niederalteich (tl). Die Landvolkshochschule St. Gunther in Niederalteich veranstaltet im Oktober mehrere Seminare.
Unter dem Titel "Das verlorene Schaf" findet am 4. und 5. Oktober ein Kurs für "Gottsucher" statt. Die Leitung hat der neue Seelsorger an der Landvolkshochschule, Kaplan Werner Kuchar.
"Mit Konflikten fertig werden", ist der Inhalt eines weiteren zweitägigen Praxisseminars am 14. und 15. Oktober. Ziel ist es, die eigenen Konflikte mutig anzuschauen und anzugehen. Das Seminar wird von Josef Rehrl geleitet und kostet 70 Euro. Nähere Informationen und Anmeldungen zu diesen beiden Seminaren unter Tel. 09901/ 9352-0 oder Fax 9352-19.
Ein drittes Seminar findet schließlich am 18. und 19. Oktober statt. Dieses Wochenende steht im Zeichen von Menschen in Trennungs- und Scheidungssituationen. Beginn unter der Leitung von Gabriele Dölzer und Tina Günther ist am 18. Oktober um 18 Uhr mit einem Abendessen. Die Kosten betragen 45 Euro. Anmelden können sich Interessenten unter Tel. 0851/ 393339.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 21.9.2002

 

Dank für zehn Jahre Frauenhaus

Zuflucht für 500 Frauen und 600 Kinder - Trägerverein feierte Jubiläum mit 200 Gästen

von Martin Heinberg
"Das Frauenhaus ist eines der wichtigsten Häuser in Passau", hat Generalvikar Lorenz Hüttner anlässlich der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Einrichtung betont. 500 Frauen und 600 Kinder seien schon aufgenommen und gut betreut worden von den vier angestellten und 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.
Mit dem Frauenhaus feierte auch der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Passau, der Trägerverein, am Freitag in St. Max. Nach einem Gottesdienst in der Andreaskapelle trafen sich rund 200 Unterstützer und Ehrengäste zum Festakt. Die SkF-Vorsitzende Ursula Geisenberger hob die Frauen in den Mittelpunkt, "die in den zehn Jahren mit ganzer Kraft für das Frauenhaus eingetreten sind." Durch den großen Rückhalt der derzeit 100 Vereinsmitglieder mache die Arbeit echte Freude.
Auch Generalvikar Lorenz Hüttner lobte: "Die engagierten Frauen haben gezeigt, dass es nicht nur den Mann, sondern auch die Frau der Tat gibt." Die Frauen könnten sich moralischer und finanzieller Unterstützung sicher sein, versicherte der Generalvikar, und übergab im Namen des Bischofs für das Frauenhaus einen Scheck.
"Wir werden immer ein offenes Ohr haben, wenn der Schuh drückt", sagte OB Albert Zankl auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu.
Rosemarie Görlich, ehemalige Vorsitzende, erzählte in ihrem Vortrag über die Schwierigkeiten vor der Gründung. "Es war nicht leicht, ein passendes Haus zu finden, die Männer zu überzeugen, und die zehn Prozent der Finanzierung aufzubringen, die vom SkF selbst getragen werden." Auch die Zustimmung des Bischofs war nötig, aber - so hoffte Görlich: "In der Kirche kann mir ja nicht so viel passieren."
Unter ihrer Nachfolgerin Gabriele von Moreau zog dann das Frauenhaus in ein besseres Gebäude um, die anfänglichen Schwierigkeiten wurden weniger. Ursula Geisenberger, der jetzigen Vorsitzenden, sei es gelungen, das Frauenhaus in die Öffentlichkeit zu rücken.
Gabriele Glorius, seit acht Jahren Referentin zum Thema Frauenhäuser bei SkF-Deutschland, erläuterte das neue Gewaltschutzgesetz und sagte "allmählich rücken die Frauenhäuser vom Rand der Gesellschaft in die Mitte." Trotz der oft angespannten finanziellen Lage, stünden die betroffenen Frauen und deren Schicksal immer noch an erster Stelle." Mit Blumen für die anwesenden acht der fünfzehn Gründungsmitglieder und die elf ehren- und vier hauptamtlichen Mitarbeiter endete der Festakt, den die Jagdhornbläsern Kellberg begleiteten, und dem sich ein geselliges Beisammensein anschloss.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 23.9.2002

 

Rentenberatung für
Versicherte der BfA

Regen (bb). Versicherte der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) können sich am Mittwoch, 25. September, in der Geschäftsstelle der Barmer Krankenkasse in Regen, Stadtplatz 11 beraten lassen. Erich Hamedinger, Versichertenberater der BfA, steht von 8 bis 16 Uhr zur Verfügung. Anmeldung unter Tel. 09921/970180

Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 23.9.2002

 

 

Vorträge zum Leben nach dem Aufenthalt im Krankenhaus

Landestreffen der Angehörigen psychisch Kranker in Mainkofen

Mainkofen (ket). Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker hat am Samstag zum Bayerischen Landestreffen ins Bezirksklinikum Mainkofen geladen. Das Treffen stand unter dem Thema "Krankenhaus - und was kommt dann?". "Das heutige Thema liegt den Angehörigen schwer auf der Seele", so erste Vorsitzende Eva Straub. Sowohl die Einlieferung der Betroffenen ins Krankenhaus einerseits, als auch die Entlassung andererseits seien schwierige Momente für die Familienmitglieder. Angesichts dieses brisanten Themas fand das Landestreffen großen Anklang - der Festsaal des Bezirksklinikum Mainkofen war bis auf den letzten Platz besetzt.
Unter den Gästen waren auch Schirmherr der Veranstaltung und Bezirkstagspräsident von Niederbayern Manfred Hölzlein, Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder und Landrat Christian Bernreiter.
Dr. med. Lothar Blaha, Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, verwies darauf, dass sich die stationäre Versorgung der psychisch gestörten und kranken Menschen in den letzten beiden Jahrzehnten "im Sinne einer Humanisierung" grundlegend verbessert habe. Als Beispiel führte er die Verweildauer im Bezirksklinikum an, welche sich von 72 Tagen im Jahre 1992 auf 25,5 Tage im Jahre 2002 reduziert hat. Es sei gelungen, Vorurteile abzubauen und die Akzeptanz des psychiatrischen Fachgebietes deutlich zu erhöhen. Die Zugangszahlen im Bezirksklinikum Mainkofen verleihen dieser Entwicklung Ausdruck: Von 2600 Zugängen 1992 sind diese auf 5800 im Jahre 2001 gestiegen - obwohl 1994 zusätzlich das Bezirkskrankenhaus Landshut eröffnet worden ist.
Probleme im stationären Bereich seien vor allem die rückläufigen finanziellen und damit personellen Ressourcen, mit denen ein Qualitätsverlust einherginge, stellte Blaha fest. Problematisch sei außerdem der Entlassungszeitpunkt. "Gerade in der Psychiatrie hat die Trennung in Behandlungs- und Pflegefällen nicht selten zur Folge, dass Patienten vorzeitig und gegen die Überzeugung der behandelnden Mediziner/Therapeuten entlassen werden müssen", gab der Ärztliche Direktor zu bedenken. Dadurch entstünden Belastungssituationen, die oft auf dem Rücken der Angehörigen ausgetragen würden.
Als weitere Schwierigkeit führte Blaha den Arbeitsmarkt an. Es sei "wenig sinnvoll, aufwendige und für den Menschen belastende Umschulungen in Berufe durchzuführen, die nicht vermittelbar sind". Hier würden Leistungen von den Klienten erwartet und Hoffnungen geweckt, die bei Nichterfüllung in eine weitere "Ich-Reduktion" und in ein Gefühl der Wertlosigkeit einmünden.
Blaha betonte außerdem die Notwendigkeit, auch in Pflegeheimen Rehabilitationsmaßnahmen zu fordern, die zu mehr Selbstständigkeit und Autonomie führen können. "Jede Form des betreuten Wohnens sollte niemals als ‚Endzustand' verstanden werden".


Weiterentwicklung als Schwerpunkt


Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein sieht die Weiterentwicklung der Angebote für psychisch kranke Menschen als einen Schwerpunkt seiner Arbeit an und ist "immer bereit, sinnvolle und effektive Maßnahmen zu unterstützen". Allerdings wies er auf die schwierige finanzielle Situation hin, angesichts der "nach momentaner Einschätzung in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Aufstockung der Haushaltsansätze für ambulante Psychiatrie im Bezirkshaushalt nur begrenzt möglich sein wird". Dennoch bestehe kein Anlass, mutlos zu werden. Wichtige Impulsgeber für die Psychiatrie-Reform seien zweifellos die Angehörigen, so Hölzlein, die im Landesverband Bayern seit zwölf Jahren die Interessen ihrer psychisch kranken Familienmitglieder mit "enormen Einsatz an persönlichem Engagement in bislang ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit vertreten haben".
Auf die großen Fortschritte, die der Landkreis Deggendorf in den letzten Jahren sowohl im Stationärbereich der Psychiatrie als auch im ambulanten Bereich erreicht hat, wies Landrat Christian Bernreiter hin. Dabei erwähnte er unter anderem die 43 "betreuten Wohnplätze" bei einem Einwohnerstand von 115000. Der bundesdeutsche Durchschnitt liege dagegen bei 30 Plätzen pro 100000 Einwohner. Der Sozialpsychiatrische Dienst des BRK biete neben Beratung und betreutem Wohnen auch Beschäftigungsinitiativen und Freizeitangebote für psychisch Kranke an und entlaste dadurch die Angehörigen.
Anna Eder stellte fest: "Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel positiv verändert". Dennoch würden die Angehörigen - besonders nach der Entlassung eine große Rolle spielen.
Aufgrund der immer kürzer werdenden stationären Behandlungszeiten hätten die Familien mit mehr Belastungen und Verantwortung zu kämpfen, kritisierte die Eva Straub. Sehr früh aus dem Krankenhaus entlassen, finde heute die eigentliche Behandlung für die Hälfte der Kranken ambulant statt.
Einmal im Jahr bietet der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker unter anderem aus diesem Grund allen Interessierten die Gelegenheit, Neues aus der Psychiatrie, der psychiatrischen Versorgung und der Angehörigen-Selbsthilfegruppe zu hören, mit Fachleuten ihre Probleme zu erörtern und untereinander Kontakte zu knüpfen.

Aus: Plattlinger Zeitung, 24.9.2002

 

Rehabilitation als Hilfe für den Alltag

Klinik in Mainkofen öffnete zum zehnjährigen Bestehen ihre Türen - Besucher besichtigten neue Räume

Mainkofen (ket). Ihr zehnjähriges Bestehen und die Eröffnung des zweiten Bauabschnitts hat die Klinik für Neurologische Rehabilitation am Bezirksklinikum Mainkofen am Wochenende gefeiert. Bei den Tagen der offenen Tür, die von Chefarzt Dr. Hubert Lösslein organisiert worden waren, hatten die Besucher Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen und die Einrichtung kennen zulernen. Dabei war für Interessierte jede Menge geboten: Die Mitarbeiter informierten über die tägliche Arbeit, Fachleute standen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung, verschiedene Pharma-Unternehmen stellten sich vor, und Schautafeln gaben einen Einblick in die neurologische Rehabilitation. Außerdem konnten die Besucher an PC-Stationen ihre geistige Leistungsfähigkeit messen oder Therapieprogramme testen. Eine Ausstellung mit Werken der beiden Künstler Stefan Hardege (Metall-Skulpturen) und Hans Wallner (Emaille-Bilder) verlieh der Veranstaltung einen besonderen Flair.
Die ursprüngliche Station war am 19. Oktober 1992 bezogen worden. Nun ist der Neubau fertiggestellt, in dem die Tagklinik und die therapeutische Ambulanz unter anderem mit Logopädie und Krankengymnastik untergebracht sind. Ob Physiotherapie, Heilpädagogik, Pflege oder Neuropsychologie - die Besucher konnten in alle Bereiche hineinschnuppern und sich mit den Therapiemöglichkeiten der Klinik vertraut machen.
Doch damit nicht genug: Auch die modernsten Geräte, die derzeit auf dem Markt sind, ließen sich - ob nun Rollstühle, Stepper oder ein "Behindertendreirad" - in der Praxis ausprobieren.
Im Physiotherapieraum standen zahlreiche Liegen - "Bobathbänke" in der Fachsprache - die in erster Linie bei Einzelbehandlungen zum Einsatz kommen. Als "Basisinstrument der Krankengymnastik" bezeichnete Chefarzt Dr. Hubert Lösslein die verstellbaren Bänke, mit Hilfe derer Patienten das Gleichgewicht üben können. Menschen, die am Beginn des Gehens stehen, können mit Hilfe eines "Freigehbarrens" die ersten Schritte bewältigen. Einen ähnlichen Zweck erfüllt der "Freistehstuhl" für Behinderte, mit dessen Hilfe sich der freie Stand geübt wird.
Gleich gegenüber das Physiotherapieraumes befindet sich die physikalische Therapie. Hier kommen unter anderem Bäderanwendungen, Massagen, Elektrotherapie, Wärme- und Kälteanwendungen, sowie Ultraschall und Reizströme zum Einsatz. Damit soll eine Linderung der Schmerzen und Entspannung erreicht werden.
Patienten, die im Koma liegen und äußerst anfällig gegenüber äußeren Reizen sind, werden im "Schwarzraum" untergebracht. "Sie sind oft nur mit sehr hohen Medikamentendosen runterzubringen", informierte Chefarzt Dr. Hubert Lösslein.
Auch ein Logopäden-Team ist für die Rehabilitation der Patienten zuständig. Aufgabe der Logopädinnen ist in erster Linie, die Patienten im Schlucken zu therapieren. "Viele Patienten verschlucken sich am eigenen Speichel", erläuterte der Chefarzt die Problematik. Deshalb sei auch für etliche Betroffende ein Luftröhrenschnitt unumgänglich.
Ein Wasserbett aus dem Bereich Heilpädagogik bietet zahlreiche Stimulationsmöglichkeiten für die Kranken. Im entsprechenden Raum laden farbenprächtige Lichtspiele, gedämpfte Musik und Objekte, die sich sanft bewegen, zum Träumen ein.
Auch einen Musiktherapeuten beschäftigt die Klinik. "Musik kann als Kommunikationsersatz dienen", erklärte Lösslein. Dabei müsse sich der Therapeut darauf einstellen, was der Patient an musikalischer Erfahrung mitbringe. Ist ein Patient beispielsweise halbseitig gelähmt, so könne beim Schlagzeugspielen erreicht werden, dass dieser schrittweise immer mehr Bewegungen selbst übernehme. Auch im Gruppenraum der Ergotherapie werden Übungen mit halbseitig Betroffenen gemacht.
Das Psychologenteam ist für Diagnostik und das Training von Kognition, Gedächtnis und Aufmerksamkeit verantwortlich. "Die Trainingsprogramme werden teilweise selbst gebaut", so der Chefarzt nicht ganz ohne Stolz. Als Beispiel nannte er Fotos, die eingescannt und zerstückelt werden. Aufgabe des Patienten ist nun, diese wieder richtig zusammenzusetzen. Werden bekannte Motive oder Gesichter verwendet, so könnten mit derartigen Methoden auch Berührungsängste abgebaut werden.

Aus: Plattlinger Zeitung, 24.9.2002

 

Frauenbeauftragte
Waldkirchen. Ihre Sprechstunde hält die Frauen- und Familienbeauftragte der Stadt, Renate Cerny, am heutigen Dienstag ab. Sie ist zwischen 16 und 18 Uhr im Dienstzimmer vier im Erdgeschoss des Rathauses anzutreffen. Zur selben Zeit ist sie telefonisch unter Tel. 08581/20214 erreichbar.

Ernährungsberatung
Waldkirchen. Ernährungs-Empfehlungen für Senioren hat S. Preuss, Ernährungsberaterin beim Landratsamt Freyung-Grafenau, bei ihrem Vortrag beim Seniorenclub Waldkirchen am morgigen Mittwoch parat. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr im Pfarrheim.

Sprachstörungs-Hilfe
Waldkirchen. Der Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker bietet am morgigen Mittwoch von 10 bis 12 Uhr im Altenheim St. Gisela eine Beratung für Menschen mit neurologischer Sprachstörung an, die meist nach einem Schlaganfall auftritt. Ansprechpartnerin ist Gaby Auer, Tel. 0170/8040962.

Aus: PNP, Waldkirchen, 24.9.2002

 

Kinder mit Schulproblemen spielerisch fördern

Anna Weimer von der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Caritas Viechtach hilft den Familien aus der Krise

von Cornelia Babl
Viechtach. Egal ob Schulprobleme, Scheidung oder Verhaltensauffälligkeiten - Bei Anna Weimer von der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Caritas Viechtach sind Eltern und Kinder mit Problemen an der richtigen Adresse. Auf spielerischem Weg hilft die Sozialpädagogin, die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. "An erster Stelle stehen bei uns Schulprobleme: Das Kind lernt nicht lesen und schreiben, die Hausaufgaben dauern so lange, das Kind bringt nur schlechte Noten, es kann sich nicht konzentrieren", beschreibt die Sozialpädagogin. Hyperaktivität, Ängste, depressive Verstimmungen, Essstörungen oder Schlafprobleme sind weitere Gründe, warum Eltern sich an Anna Weimer wenden. "Ab und zu melden sich bei mir auch die Omas oder Opas oder Lehrer der Kinder", erzählt sie. Vorrangig richtet sich ihr Beratungsangebot allerdings an die sorgeberechtigten Eltern mit ihren Kindern.
In letzter Zeit registriert Anna Weimer vermehrt Anmeldungen von Eltern, deren Nachwuchs hyperaktiv ist. "Wie soll man in unserer schnelllebigen Zeit von Kindern erwarten, dass sie ruhig bleiben?" Häufig leiden die Kinder, die sie betreut, auch an Legasthenie. "Wir beraten und therapieren bei Lese- und Rechtschreibschwächen und über die Möglichkeit, wie man zu einem entsprechenden Attest für die Schule kommt."
Der richtige Ansprechpartner ist die Erziehungsberatungsstelle der Caritas auch, wenn Eltern sich trennen wollen oder bereits geschieden sind. "Wir sind die Anlaufstelle egal zu welchem Zeitpunkt der Trennung. Wir beraten zum Beispiel auch über sinnvolle Besuchsregelungen", sagt Weimer.
Beim ersten Gespräch mit Eltern und Kind im Caritashaus versucht sie, alle nötigen Informationen einzuholen. "Wir besprechen dann das Problem, zum Beispiel, dass das Kind nicht lesen mag." Anschließend macht sie mit dem Kind mehrere Untersuchungen, zum Beispiel IQ-, Konzentrations- oder Wahrnehmungstests. "Den Kindern macht das meistens einen Riesenspaß. Es läuft viel spielerischer ab als in der Schule. Es kommt deshalb nur sehr selten vor, dass ein Kind sich total verweigert." Wenn Anna Weimer die Tests ausgewertet hat, teilt sie den Familien die Ergebnisse mit und spricht mit ihnen über das weitere Vorgehen.
Dazu gehören unter anderem Familiengespräche. Anna Weimer besucht aber auch mit Einverständnis der Eltern die Sprechstunden der Lehrer. In Einzel- oder Gruppentherapie versucht sie, den Problemen auf den Grund zu gehen. Mit Kindern, die keine Lust auf Schule haben, arbeitet sie zum Beispiel am Computer, an dem die Kinder Rechtschreibübungen mit Begeisterung machen. Wahrnehmungsspiele, Arbeitsblätter mit vielen Bildern oder Zahlenschnüre sollen ihnen wieder Lust aufs Lernen machen. "Die Kinder sollen die Dinge begreifen und viel mit Anschauungsmaterial arbeiten." Neben ihrem Büro gibt es außerdem einen Spielraum, in dem sich die Kinder entspannen können. "Die Förderung schaut insgesamt mehr nach Spiel aus", sagt Weimer.
Doch nicht immer kann die Caritas den Betroffenen weiterhelfen. "Wenn ein Problem zu schwerwiegend ist, raten wir den Eltern auch, sich an einen Arzt oder einen Kinder- und Jugendpsychiater zu wenden", erzählt Weimer. Entscheidend sei aber immer das Einverständnis der Eltern. "Darauf legen wir großen Wert. Wir sind immer auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen." Nach außen gelangt nichts von dem, was die Familien ihr erzählen: Anna unterliegt der absoluten Schweigepflicht.
In diesem Jahr hat die Caritas-Mitarbeiterin bereits über 50 Anmeldungen entgegengenommen. Derzeit betreut sie rund 25 Kinder. "In den Schulferien sind die Anmeldungen seltener. Der Boom kommt erst noch", sagt sie. Die meisten Kinder, um die sie sich kümmert, sind im Grundschulalter. Ältere Kinder und Jugendliche melden sich dagegen eher selten bei ihr. "Das Logo Caritas schreckt wahrscheinlich viele in diesem Alter ab", meint sie.
Ohne schriftliche, persönliche oder telefonische Anmeldung (Tel. 09942/94880) bekommt man zur Zeit keinen Termin bei Anna Weimer. Die kostenlose Beratung der Caritas kann jeder in Anspruch nehmen, der für ein Kind sorgt, unabhänging von Alter, Nationalität oder Konfession.
Zwei bis drei Wochen dauert es dann bis zum ersten Gespräch. "Für längerfristige Therapien muss man allerdings mit einer Wartezeit von drei bis vier Monaten rechnen", sagt Weimer. Pro Woche kann sie zwölf feste Therapieplätze anbieten.
Am Ende der Betreuungsphase führt Anna Weimer mit ihren Klienten ein Abschlussgespräch. "Da kriege ich dann schon eine Rückmeldung, ob sich Erfolge eingestellt haben." Manche Kinder malen ihr zum Abschied ein Bild oder basteln eine Kleinigkeit für sie. "Das schönste ist, wenn mir die Eltern erzählen, dass ihre Kinder gern zu mir gekommen sind. Das gibt mir schon viel."


Mit diesem Artikel schließt unsere fünfteilige Serie über die Betreuungsangebote im Viechtacher Caritashaus in der Dr.-Schellerer-Straße.

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.9.2002

 

Neid und Konkurrenz müssen weg

Vortrag beim Frauenbund: Für neue Beziehungskultur unter Frauen

Moosbach/Altrandsberg (mh). Von sichtbaren Mauern, die man anfassen kann, und Hindernissen, die man nicht sieht und die doch da sind: Davon sprach die stellvertretende Diözesanvorsitzende des Frauenbundes in ihrem Vortrag über das Zweijahresthema, "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", den die Mitglieder lebendig ergänzten. Ins Gasthaus Kerscher kamen gut 40 Mitglieder, um die Referentin Maria Starzinger aus Regensburg zu hören. Basierend auf dem Zweijahresthema des Frauenbundes, "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", referierte die stellvertretende Diözesanvorsitzende, welche persönliche "Mauern" im Leben zu überspringen seien. Sich innerlich abzugrenzen hätte eine Schutzfunktion, weil so Angriffe anderer Menschen zurückgewiesen und geistiges Eigentum bewahrt werden könne. Solange aber alle hinter der eigenen Mauer verharrten, beschnitten sie sich in der Freiheit, würden unbeweglich und einseitig.
Immer wieder sei zu spüren, dass sich Konkurrenzdenken und Neid unter Frauen breit machen. Häufig erwarteten Frauen, die anderen müssten genauso denken und handeln wie sie selber. Grundlegend sollten Frauen klären, was und wie viel ihnen ihr Frausein überhaupt bedeute.
Die erste Orientierung geschehe in der Beziehung zur eigenen Mutter. Wurde die Autorität der Mutter als positiv und bestärkend erlebt, sei eine Frau in ihrem späteren Leben offen für die Autorität anderer Frauen. Sei jedoch zu viel Macht im Spiel gewesen, hätte sie es als Erwachsene meist schwer, "größere" Frauen anzuerkennen.
Dazu kommt, dass Frauen in unserem Kulturkreis in einer Welt aufwachsen, die seit Jahrhunderten an männlichem Denken orientiert ist, führte die Referentin weiter an. Frauen richten sich nach Regeln, die für Männer gelten, sie sperren ihre Emotionen aus und sprechen eine männliche Sprache. "Sie trauen sich nicht, ihr Frausein zu leben und zu genießen und wissen auch nicht mehr, wie frau das machen soll. Nur den Körper zu trimmen auf Einheitsmaßstäbe, die uns eine überwiegend von Männern beherrschte Mode- und Ernährungsindustrie vorgibt, macht noch lange keine richtige Frau aus.
Um groß zu werden brauche jede Frau eine Frau, die einen Vorsprung an Lebenserfahrung und unterschiedlichen Kompetenzen aufweise. "Das hat auch nicht unbedingt etwas mit dem Alter zu tun. Auch jüngere Frauen können so gegenüber älteren Frauen "größer" sein, denn jede Frau hat im Vergleich zu anderen Frauen in irgendeinem Bereich ihren ganz persönlichen Vorsprung", erklärte Starzinger.
Mit dem Zweijahresthema "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern" - ein Zitat aus Psalm 18 - überlegten die Frauen, inwieweit das Beten mit Psalmen auch nach 2500 Jahren noch zeitgemäß sei. Gebete aus der heutigen Zeit hörten sich vielleicht gewählter an, doch in den Psalmen komme dafür das Leben der Menschen, ihre Freude und Not, ihre Angst und Vertrauen, ganz offen zu Sprache. "Menschen, die sich lieben, erzählen einander so viel wie möglich von dem, was sie bewegt. Wie steht es mit uns, wenn wir zu Gott beten? Lassen wir uns von ihm in unser Herz schauen oder beten wir mit einer gefassten, feierlichen "Maske" vor dem Herzen?", fragte die Referentin die Anwesenden.
Vorsitzende Maria Kolmer bedankte sich für den lehrreichen Vortrag. "Er hat uns sehr angesprochen und vieles davon werden wir in unserm Alltag sicher miteinbeziehen. Ich wünsche uns allen, dass wir noch lange davon zehren können."

Aus: Viechtacher Bayerwald-Bote, 24.9.2002

 

Gesprächskreis für psychisch Kranke

Waldkirchen. Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Kreis-Caritasverbandes bietet wieder eine Gesprächsgruppe an. Angesprochen sind vor allem Menschen mit psychischen Problemen, die 14tägig jeweils zwei Stunden zusammentreffen, um im Erfahrungsaustausch die eigenen seelischen Schwierigkeiten besser verstehen zu lernen. Erster Termin: morgen, Donnerstag, 15 bis 17 Uhr im Caritas-Sozialzentrum , Rathausplatz 6 (gegenüber Rathaus). Info und Anmeldung: Diplom-Sozialpädagogin Maria Reischl, Tel. 08551/585-80.

Aus: PNP, Waldkirchen, 25.9.2002

 

Kolping organisiert Urlaubswoche für Mutter und Kind

Vom 13. bis 18. Oktober bietet das Kolping-Bildungswerk Passau für Mütter mit noch nicht schulpflichtigen Kindern ab drei Jahren eine Mutter-Kind-Woche an. Im Kolping-Familienhotel in Teisendorf sollen Mütter und Kinder eine schöne Herbstwoche verbringen, die Natur genießen und abseits vom Alltag wieder neue Lebenskraft tanken. Dazu gibt's Gespräche, Meditation, Tanz und Kreativität. Weitere Infos und Anmeldung beim Kolping-Bildungswerk, Domplatz 6a, Tel. 393-295.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 25.9.2002

 

Sprechstunde des
BfA-Versichertenberaters

Heinz Walchshäusl, Versichertenberater der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, hält morgen, Donnerstag, 14 bis 15.30 Uhr, eine Sprechstunde ab. In der DAK, Am Schanzl 8, beantwortet er BfA-Versicherten Fragen zur Rentenversicherung, nimmt Rentenanträge entgegen und hilft beim Ausfüllen von Kontenklärungsanträgen.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 25.9.2002

 

Versicherungsamt bietet Sprechtag an

Kößlarn (red). Ein Sprechtag des Versicherungsamtes Passau findet am Montag, 14. Oktober, von 13 bis 16 Uhr im Rathaus Kößlarn statt. Das Versicherungsamt erteilt Auskunft in allen Fragen zur Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung). Interessierte Bürger werden gebeten, im Rathaus bei F. Skrzypczak, Tel. 08536/9617-14, einen Termin zu vereinbaren und entsprechende Unterlagen sowie den Personalausweis zur Vorsprache mitzubringen.

Aus: PNP, Pocking, 25.9.2002

 

Mutter-Kind-Schulung: "Umgang mit Konflikten"
Passau (cg). Dem Thema "Umgang mit Konflikten" widmet sich der Schulungstag des Frauenbunds für Mutter-Kind-Gruppen. Er findet am Samstag, 28. September, von 9.30 bis 17 Uhr im Spectrum Kirche, Passau-Mariahilf, statt. Die Referenten Helen Uhrmann-Pauli und Andreas Döberl werden Konflikte näher beleuchten und die Fähigkeiten der Teilnehmer fördern, diese fair zu lösen. Informationen gibt es beim Frauenbund unter Tel. 0851/36361

Aus: PNP, Pocking, 25.9.2002

 

Beratungen
Frauen-Notruf: Frauenhaus Passau Tel. 0851/89272 (rund um die Uhr).

Anonyme Alkoholiker: Treffen jeden Donnerstag um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Vilshofen.

Caritas: Allgemeine Sozialberatung jeden Montag von 9 bis 11 Uhr und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr, Anmeldung unter Tel. 0851/501854; Beratung für Asylbewerber jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Anmeldung unter Tel. 0851/501812; Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag nach Vereinbarung unter Tel. 0851/501260, jeweils im Pfarrzentrum, Donaugasse 4, 1. Stock.

Telefonseelsorge: Telefonische und persönliche Beratung, Passau, Am Zwinger 1 (zwischen Votivkirche und Volksbank) Tel. 0800/1110222.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 25.9.2002

 

Gemeinderat Rinchnach entscheidet sich für Mittagsbetreuung für die Grundschüler

Urnenwand mit 30 Nischen soll bis Ende Oktober fertig sein - Details für die Probstgasse

Rinchnach (ow). In der Grundschule Rinchnach können die Kinder auch über Mittag bleiben. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Mittagsbetreuung einzuführen. Als Fachkraft für die Betreuung der Kinder wird Frau Senner befristet angestellt. Die Bereitschaft der Eltern, sich an der Maßnahme finanziell zu beteiligen, lässt hoffen, dass die Mittagsbetreuung eine ständige Einrichtung an der Rinchnacher Volksschule werden kann, hieß es im Gemeinderat. …

Aus: Bayerwald-Bote, Regen, 25.9.2002

 


Neues Lebenshilfe-Wohnheim ist ein Nest der Zugehörigkeit

Gebäude in der Wiserstraße wurde feierlich eingeweiht - Heimat für 24 behinderte Menschen - Im Zentrum und doch ruhig - "Tag der offenen Tür"

von Astrid C. Hahne
Plattling. Fast genau vier Jahre nach dem Erwerb des Grundstücks und 26 Monate nach dem Spatenstich ist das Wohnheim der Lebenshilfe an der Wiserstraße in einem Festakt mit zahlreichen Ehrengästen aus ganz Niederbayern feierlich eingeweiht worden. Freundlich wurden die Besucher vorm Haus von den zum Teil aufgeregten Bewohnern begrüßt. Es war für sie, ebenso wie für die Verantwortlichen, ein großer Tag. Idyllisch ist das Heim gelegen, mitten im Zentrum der Stadt, dennoch ruhig und abgeschieden. 2,5 Millionen Euro hat das Bauwerk gekostet, an dessen Finanzierung sich das Bayerische Sozialministerium, die Oberste Baubehörde, der Bezirk Niederbayern und die Aktion Mensch beteiligt haben. Es bietet 30 Heimplätze für geistig behinderte Erwachsene, derzeit leben dort 24. Und die standen auch im Mittelpunkt der Einweihung, wie jeder der Redner betonte.
Fast war der Raum zu klein geworden, um all die Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, von der Lebenshilfe und sozialen Einrichtungen sowie Vertreter der am Bau beteiligten Firmen zu fassen. Stolz waren alle auf die Einrichtung, die für die Bewohner ein neues Heim, ein "Nest der Zugehörigkeit" ist, wie der 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Deggendorf, Josef Thalhammer, mit einem Gedicht eines irischen Dichters darstellte. Das freundliche und lichtdurchflutete Gebäude sei ein Juwel und erfülle die Bedürfnisse der Bewohner nach Nähe, erlaube aber auch Distanz. Ebenso ideal sei die Lage des Hauses.
In seinem Grußwort hob stellvertretender Landrat Peter Erl die Wichtigkeit der Lebenshilfe für den Landkreis und die Behinderten heraus und betonte, dass trotz leerer Kassen nicht bei derartigen Einrichtungen angefangen werden dürfe, zu sparen. Bürgermeister Erich Schmid freute sich, dass die Stadt mit dem Wohnheim eine Bereicherung erfahre. Jeder Mensch verdiene Achtung und Respekt. Das Wohnheim sorge für ein aktives Zusammenleben aller. Er dankte Bürgermeister a.D. Siegfried Scholz und dem früheren Stadtrat, die die Vorarbeit dafür geleistet haben.
Für den Landesverband der Lebenshilfe sprach Nikolaus Schratzenstaller, Stellvertreter von Vorsitzender Barbara Stamm. Das Zuhause für die behinderten Menschen biete die Möglichkeit zur Privatheit und Gemeinschaft, zum Rückzug, sei aber auch nach außen offen.
Festredner Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein würdigte den Einsatz der Lebenshilfe Deggendorf, die sich 1971 gegründet habe. Schon 1972 wurden die ersten beschützenden Werkstätten in der Walchstraße eröffnet. Die Deggendorfer Werkstätten, die St. Notker-Schule, weitere Wohnheime, die Plattlinger Werkstätten und vieles andere folgten. Vieles sei erreicht worden, um die vom Leben benachteiligten Menschen zu unterstützen und einzugliedern. Im Plattlinger Haus mit seinen drei Wohngruppen wurde dem verstärkten Bedarf an Einzelzimmern Rechnung getragen, aber auch Lebenspartner können gemeinsam wohnen - was früher bei Behinderten praktisch nicht berücksichtigt worden war. Es solle nicht nur eine Wohnmöglichkeit, sondern ein wirkliches Zuhause geboten werden. Vom Bezirk wurde der Bau mit rund 249000 Euro gefördert.
"Es ist normal, verschieden zu sein" lautet das Motto der Lebenshilfe. Die Behinderung sei nicht als Krankheit zu sehen, das Wesen eines Menschen werde nicht allein durch die Behinderung geprägt, betonte der Festredner. Es gehe nicht das Gewähren von Sonderrechten, sondern um den Ausgleich von Nachteilen, die sich durch die Behinderung ergeben.
Aber auch auf die Kostensituation ging der Bezirkstagspräsident ein: Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen könnten nicht immer alle Wünsche zur Zufriedenheit aller erfüllt werden. Es sei erforderlich, ein zukunftorientiertes gemeinsames sozialpolitisches Handlungskonzept zu entwickeln. Hölzlein erwähnte auch das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen, die zu allen Lebensbereichen umfassenden Zugang haben sollten. Das gegenseitige Verständnis und Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Menschen könne damit verbessert werden. Es sollten aber keine Erwartungen geweckt werden, die nicht zu erfüllen seien, mahnte er.
Abschließend dankte Hölzlein in Vertretung für jedem einzelnen der Mitarbieter der Lebnenshilfe 1. Vorsitzemdem Josef Thalhammer, dem Geschäftsführer und Werkstattleiter Richard Maceiczyk und dem Leiter der Wohnheime, Johann Ebner. Den kirchlichen Segen erhielt das Gebäude durch evangelischen Pfarrer Dirk Hartleben und Kaplan Stephan Forster, die auf den Wert des Lebens und die Bedeutung einer Wohnung eingingen. An den Festakt schloss sich ein gemütliches Beisammensein im Festzelt an, wo Sparkassendirektor Erwin Schmid an Josef Thalhammer eine "Starthilfe" von 1000 Euro überreichte. Am Nachmittag hatten beim Tag der offenen Tür Angehörige und Freunde der Bewohner, die zwischen 21 und 50 Jahre alt sind, die Möglichkeit, das Heim zu besichtigen.

Aus: Osterhofener Zeitung, 26.9.2002

 

Info-Treff des Blinden-
und Sehbehindertenbunds

Passau (cg). Für blinde und sehbehinderte Personen des nord-östlichen Landkreises veranstaltet der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund am Samstag, 28. September, ab 10.30 Uhr ein Info-Treffen im Gasthaus "Zum Spor" in Hauzenberg. Unter anderem wird über Nachteilsausgleiche informiert. Nach dem Mittagessen, das für die Teilnehmer und je eine Begleitperson kostenlos ist, werden Fragen zum Blinden- und Sehbehindertenwesen beantwortet. Die Besucher der Veranstaltung haben die Möglichkeit, sich über Hilfsmittel zu informieren und diese zu kaufen. Jeden vierten Samstag im Monat treffen sich Blinde und Sehbehinderte ab 14 Uhr zum Stammtisch. Informationen zur Veranstaltung gibt Egid Mühlberger unter Tel. 08584/638.

Vilshofener Anzeiger, 25.9.2002

 

Was geschieht beim Sterben?

Arnstorf (er). Der Hospizverein Rottal-Inn veranstaltet heute, Donnerstag, im Festsaal des Parkwohnstifts eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Was geschieht beim Sterben?" (Beginn: 20 Uhr). An der Diskussion beteiligen sich ein Arzt, zwei Theologen und eine Mitarbeiterin des Hospizvereins, der sich die würdige Sterbebegleitung der Menschen zur Aufgabe gemacht hat. Die Gesprächsleitung hat Stiftsleiter Edmund Gartmeier.

Aus: PNP; Pfarrkirchen, 26.9.2002

 

Notfallseelsorge: Trost und Hilfe rund um die Uhr

20 Geistliche teilen sich den Bereitschaftsdienst - Angehörige brauchen nach plötzlichen Todesfällen oft Beistand

Deggendorf (kap). Verkehrsunfälle, Selbstmorde oder Herzinfarkte kommen plötzlich und nicht immer ist nach einem solchen Notfall jemand da, der Beistand leistet. Diese Lücke schließen im Landkreis Deggendorf nun rund zwanzig Notfallseelsorger beider Konfessionen. Rund um die Uhr ist einer von ihnen zu erreichen. Wenn Polizei oder Feuerwehr bei ihnen anrufen, machen sie sich sofort an die Arbeit. Als erstes versuchen sie, den zuständigen Geistlichen des entsprechenden Ortes zu erreichen - wenn das nicht klappt, haben sie selber einen Einsatz.
"Dass die Kirche in Krisensituationen da ist, ist eigentlich unser Grundauftrag", findet Thorsten Maier, Pastoralreferent in Hengersberg und Regionalbeauftragter für die Notfallseelsorge im Dekanat Osterhofen/Hengersberg. Zusammen mit Hans Primus, Marlene Goldbrunner und einem Vertreter der evangelischen Kirche (der Posten ist momentan nicht besetzt) organisiert er den Bereitschaftsdienst.
Thorsten Maier versteht die Notfallseelsorge als ein unverbindliches Angebot. Da stimmt auch Hans Primus, Pastoralreferent an der Asklepios-Klinik, zu: "Wir wollen auf keinen Fall missionieren", betont er. Deshalb geht es auch erst einmal gar nicht so sehr ums Beten, Salben oder Segnen: "Unser erstes Einsatzgebiet ist ganz einfach das Zuhören", sagt Thorsten Maier, "jemanden zum Reden bringen um ihn aus der Erstarrung zu lösen."
Der Bedarf ist da: 15 Mal war die Notfallseelsorge heuer schon im Einsatz, bei Unfällen, nach Selbstmorden, nach plötzlichen Todesfällen und auch nach einem plötzlichen Kindstod. Im August waren die geistlichen Helfer auch bei einem Hochwassereinsatz gefragt: Ein Evakuierter wollte nicht ohne Begleitung seine Wohnung verlassen - auch hier war jemand gefragt, der einfach nur da ist und ein Gefühl von Sicherheit gibt.
Meistens sind es aber nicht unmittelbar Betroffene, sondern Angehörige, die Hilfe benötigen. Häufig begleiten die Notfallseelsorger die Polizei, wenn sie eine Todesnachricht überbringen muss. "Die Polizei muss meistens schnell wieder weg, wir dagegen können länger da bleiben", erklärt Thorsten Meier.
Als aktiver Feuerwehrmann kennt er die Fälle, in denen seine Hilfe notwendig werden kann - leichter macht das die Sache für ihn aber nicht. Und auch sein Kollege Hans Primus gibt zu: "Wenn in der Bereitschaftswoche das Telefon klingelt, kriege ich Herzklopfen." Und wenn der Einsatz vorbei ist, muss auch ein Notfallseelsorger mit den Eindrücken fertig werden: "Gespräche helfen, oder Sport", so Thorsten Maiers Rezept. Einmal im Monat können sich alle Notfallseelsorger der Diözese treffen und ihre Erfahrungen austauschen - die Schweigepflicht bleibt dabei bestehen, über vertrauliche Gespräche erfahren auch die Kollegen nichts.
In Zukunft wollen die Notfallseelsorger ihr Angebot noch ausdehnen. Derzeit besuchen sie Ausbildungseminare der Diözesen. Dort lernen sie, wie sie Einsatzkräften nach besonders belastenden Fällen helfen können.

Aus: Deggendorfer Zeitung, 27.9.2002

 

Bewegung und Lebensfreude dank der Therapie

Morbus Bechterew-Selbsthilfegruppe in Freyung beginnt am 30. September wieder mit der Therapie in der Klinik Bavaria

Freyung (red). Die Selbsthilfegruppe der an Morbus-Bechterew Erkrankten aus dem Bereich Freyung hat sich im Passauer Hof getroffen, um die Wiederaufnahme der speziellen Therapie vorzubereiten. Die Krankheit, die noch relativ unbekannt ist, ist eine Sonderart von Rheuma. Die Patienten leiden unter ständigen und heftigen tiefsitzenden Kreuzschmerzen, die durch eine spezielle Bewegungstherapie gelindert werden können. So kann auch der typischen Rückenverkrümmung entgegengewirkt werden.
"Eine aktive Bewegungstherapie ist das A und O, damit wir, die Betroffenen, beweglich bleiben und unseren aufrechten Gang erhalten können", erklärte Franz Gadenz, der Landesvorsitzende in Bayern der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew. (DBVMB).
Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew hatte zu dem Informationsabend eingeladen. Im Vordergrund dieses Treffens stand die Vorbereitung der Wiederaufnahme der speziellen Morbus Bechterew-Therapie in Freyung durch die örtliche Selbsthilfegruppe. An diesem Treffen nahmen auch Michael Busch als Verwaltungsleiter der Klinik Bavaria sowie Walter Pauli teil, der die Gruppe in Zukunft leiten wird.
Die ersten Symptome des Morbus Bechterew treten bei Menschen hauptsächlich im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf, jedoch schleichend: Es machen sich anfangs noch leichte, später starke tiefsitzende Kreuzschmerzen bemerkbar, die sich im Liegen verstärken und bei Bewegung bessern. Begleitet werden diese Schmerzen häufig von einer Kniegelenkschwellung, Fersenschmerzen oder eine Regenbogenhautentzündung des Auges, da das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist. Auch beim Luftholen, Husten oder Niesen können Schwierigkeiten auftreten - man verspürt ein Engegefühl, als lege sich ein schmerzhafter Panzer um die Brust. Im Allgemeinen fühlt man sich manchmal schlapp und elend.
Zwar weiß man, dass die Krankheit bis zu einem gewissen Grad anlagebedingt ist, doch die genauen Ursachen sind bisher noch unbekannt. Eine ursächliche Behandlung und damit eine Heilung von Morbus Bechterew ist somit nicht möglich.
Die medizinischen Maßnahmen sind daher darauf ausgerichtet, die Restbeweglichkeit zu erhalten und - wenn möglich - zu verbessern. Das A und O der modernen Bechterew-Therapie sind vor allem physikalische Maßnahmen: Der Patient erlernt spezielle Gymnastikübungen, die er täglich mindestens ein-, besser zweimal zu Hause und ein bis zweimal wöchentlich unter Mithilfe eines Krankengymnasten durchführen soll.
Die Morbus-Bechterew-Patienten begrüßten es, dass nun wieder mit der Therapie in der Klinik Bavaria begonnen werden kann und erklärten sich bereit, mitzumachen. Die Betroffenen treffen sich erstmals am Montag, 30. September, um 19 Uhr zur Gymnastik. Wer sich weitergehend informieren möchte, kann sich an den Gruppensprecher Walter Pauli, Tel. 08551/1294, wenden.

Aus: PNP, Freyung, 27.9.2002

 

Jugendbeauftragte installiert

Sie sind Ansprechpartner für junge Leute

Passau (red). In allen Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises sind nun Jugendbeauftragte berufen. Das teilt der Kreisjugendring (KJR) mit.
Laut KJR sind die Jugendbeauftragten die Mittler zwischen den politisch Verantwortlichen der Gemeinde und deren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Wer in der Gemeinde Ansprechpartner für die Belange der Jugend ist, darüber gibt die Verwaltung Auskunft.
Die Jugendbeauftragten bilden die "Lobby" für die Interessen der jungen Leute. Sie setzen sich im Gemeinderat dafür ein, dass die Pflichtaufgaben der Jugendarbeit in den Gemeinden umgesetzt werden und "dass die erforderlichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen der Jugendarbeit rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen".
Die Jugendbeauftragten können sich aber nur dann für die Interessen der jungen Menschen einsetzen, wenn sie diese auch kennen. Das setzt voraus, dass die Jugendlichen das Gespräch mit den Jugendbeauftragten suchen und mit ihnen und dem Gemeinderat gemeinsam nach Lösungen suchen.
Als zentrale Ansprechpartner für alle Belange und Anliegen von junger Leute sind sie sowohl für die in Jugendgruppen zusammengeschlossenen Jugendlichen als auch für nicht organisierte, einzelne Jugendliche zuständig. Sie pflegen Kontakte zu Schulen, Kirchen und anderen Organisationen und Institutionen, die sich mit Kinder- und Jugendarbeit befassen. Sie koordinieren die Zusammenarbeit von Organisationen, Personen und Gruppen, die in diesem Bereich tätig sind, die zum Beispiel ein Ferienprogramm organisieren.


Kreisjugendring
schult Beauftragte


Der KJR steht den Jugendbeauftragten beratend und unterstützend zur Seite. Er informiert und schult sie regelmäßig und arbeitet weiter an der Vernetzung und Verbesserung der Jugendarbeit im Landkreis.

Aus: PNP, Passau-Land, 27.9.2002

 

Diabetes-Treffen wird fortgesetzt

Obernzell (np). Nach einem gelungenen ersten Versuch startet ein weiterer Diabetes-Treff am Dienstag, 1. Oktober, um 14.30 Uhr im Pfarrheim St. Severin. Die Leiterin Anna Maria Dobler weist darauf hin, dass die Veranstaltung für alle offen ist. Lernen, mit Diabetes zu leben, informieren und intensiv Erfahrungen austauschen in lockerer Runde, das sind die Ziele des Treffens. Weitere Informationen zum Treffen gibt es unter Tel. 08591/1814.

Aus: PNP, Passau-Land, 27.9.2002

 

Frauenwoche Aidenbach mit Infos nicht nur fürs schwache Geschlecht

Ausstellung, Kino und Vorträge zum Thema Frau und Familie

Aidenbach (eb). Frauen und Familien bilden kommende Woche den Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen in Aidenbach. Die Frauenunion Aidenbach organisiert ein vielfältiges Programm, das für jedes Interesse etwas bereit hält. Am Montag, 30. September, um 19 Uhr beginnt im Lesesaal des Rathauses mit der Ausstellungseröffnung von Waltraud Danzig, einer Künstlerin (Arbeiten mit Stein, Fotografie, Malerei) aus Passau, die Aidenbacher Frauenwoche. Zu sehen ist diese Ausstellung bis Samstag, 5. Oktober.
Am Dienstag, 1. Oktober, schließt sich ein Vortrag von Margit Eckmüller an. Als Verantwortliche der Tagesmutterbörse im Landkreis referiert sie ab 20 Uhr, wiederum im Lesesaal des Rathauses, zum Thema "Geschwisterstreit".
Der Donnerstag, 3. Oktober, ist dem Kino vorbehalten. Hier wird ab 20 Uhr mit dem Film "Brot und Tulpen" ein amüsant-unterhaltsamer Abend angeboten. Darin geht es um eine italienische Hausfrau und Mutter, die von ihrem Mann vernachlässigt und schlecht behandelt wird. Mit Witz und nicht ohne Hintersinn wird erzählt, wie sie es schafft, sich vom Despoten innerlich zu lösen.
Abschlussveranstaltung der Frauenwoche bildet am Samstag, 5. Oktober, ab 10 Uhr die Informationsbörse für Frauen und Familien im Festsaal beim Kirchenwirt. Hier wird mit einer Vielzahl von Informationen aus verschiedensten Bereichen, wie Frau und Beruf, Existenzgründung, Gesundheit, Schwangerschaft, Gewalt gegen Frauen und Kinder, Freizeitgestaltung und vielem anderen ein reichhaltiges Angebot präsentiert.
Gleichzeitig bietet im Nebenraum eine Vortragsreihe intensive Information. Gisela Reischer informiert als Physiotherapeutin über Möglichkeiten der Entspannung und Körperwahrnehmung. Anschließend erläutert Max Vaterl von der Kripo Passau das neue Gewaltschutzgesetz.
Im Anschluss an den Bericht der Frauen des Kreistages über ihre politische Arbeit kann man Wichtiges über die Schwangerenberatung von Donum Vitae erfahren.
Zwei Vorträge über "Menschenhandel, Zwangsprostitution und Heiratsmigration" von Sylvia Lange (Solwodi) und über "Gewalt gegen Frauen und Kinder und deren Folgen" von Gerhard Sagasser (Weißer Ring) schließen sich an.
Zum Thema "Erfolgsmanagement macht Frauen erfolgreich" referiert Eva-Maria Popp, bevor zum Abschluss noch einmal die Möglichkeit zur Entspannung und Körperwahrnehmung durch Gisela Reischer gegeben ist.

Aus: PNP, Vilshofen, 27.9.2002

 

Das Sterben ist ein Teil des Lebens

Hospizverein weiht neue Räume im Krankenhaus ein — Eindrucksvoller Gottesdienst

von Claudia Winter
Zwiesel. Den verdrängten Teil des Lebens, das Sterben, wieder hervorzuholen, das hat sich der Hospizverein Zwiesel zur Aufgabe gemacht. Speziell ausgebildete Hospizhelfer begleiten Schwerstkranke und Sterbende in der Endphase ihres Lebens. Jetzt hat das Zwieseler Kreiskrankenhaus dem Verein eigene Räume zur Verfügung gestellt. Der erst drei Jahre junge Hospizverein, hervorgegangen aus der Sterbebegleitungsgruppe, leistet in der Stadt Zwiesel Arbeit von unschätzbarem Wert. Der Verein will Sterbenden ein würdiges Leben bis zuletzt ermöglichen. Neben der Sterbehilfe wird für die Angehörigen eine Begleitung durch die Trauer angeboten. Damit die ehrenamtliche Arbeit weiter optimiert werden kann, hat der Verein jetzt eigene Räume im Krankenhaus.
Stadtpfarrer Monsignore Helmuth Schuler und der evangelische Pfarrer Roland Böhmländer spendeten am Mittwoch den neuen Räumen den kirchlichen Segen. Vorausgegangen war ein eindrucksvoller Gottesdienst in der Krankenhauskapelle. Die Liedertafel Zwiesel hat den Gottesdienst unter der Leitung von Josef Ertl festlich umrahmt. Zur Gestaltung haben auch Mitglieder des Hospizvereins beigetragen. So wurden zum Beispiel als Lesung Gedichte aus dem Stundenbuch von Rainer Maria Rilke vorgetragen.
"Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch", erklärte Pfarrer Böhmländer zu Beginn des Gottesdienstes. Gott gebe den Menschen ein Bündel zu tragen. Wenn die Last zu schwer werde für den Einzelnen, helfe der Hospizverein weiter. Diese Hilfe geschehe im Namen dessen, der die größte Last für die Menschen getragen habe - im Namen von Jesus Christus. Nun habe der Hospizverein mit den Räumen im Krankenhaus einen Stützpunkt für seine Arbeit gefunden. Dazu wünschte Böhmländer Gottes Segen.
Die Predigt hielt Stadtpfarrer Monsignore Schuler. Er betonte, im Leben gebe es nur eine einzige Gewissheit: "dass wir sterben müssen". Diese Gewissheit mache jedoch Angst und werde deshalb verdrängt. "Doch wie sollen wir leben können, wenn wir den Tod nicht wahrnehmen?", fragte Schuler.
Wer am Leben festhalten wolle, sich nicht öffnen könne, der werde das Leben verlieren. Wer sich öffne, vertraue und anderen in seinem Leben Platz gebe, der werde das Leben gewinnen. "Leben bedeutet: lernen loszulassen", meinte Pfarrer Schuler. Dies beginne mit der Geburt beim Durchschneiden der Nabelschnur, sei aber keineswegs ein einmaliger Vorgang, sondern ein ständiger Prozess bis hin zu der Stunde, wo man endgültig loslassen müsse und nichts mehr festhalten könne.
Der Hospizverein, so der Pfarrer, helfe den Menschen loszulassen. Die Sterbenden ihr Leben und die Angehörigen den Sterbenden. Die Hospizhelfer versuchten, den Menschen Vertrauen zu vermitteln. "Es ist wichtig zu wissen: Ich bin geborgen in dem, der der Urgrund allen Lebens ist - egal ob man ihn Gott nennt oder nicht", sagte Schuler.
Beim anschließenden Empfang stellte Landratsstellvertreter Willi Killinger heraus, wie wichtig schmerzfreies Sterben und würdevolles Abschiednehmen sei. Killinger teilte mit, 90 Prozent aller Bürger würden in Krankenhäusern und Altenheimen sterben.
Krankenhaus-Vorstand Alfons Groitl lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Hospizverein und ging auf die aktuelle Situation im Krankenhausbereich ein. "Gott wird ihnen ihre segensreiche Arbeit vergelten", sagte 2. Bürgermeisterin Heidi Hackl.
Von der aktiven Arbeit des Hospizvereins berichtete Vorsitzender Peter Wähe. Der Verein hat momentan 60 Mitglieder, 28 davon sind als Hospizhelfer tätig. Neben der Sterbehilfe engagiert sich der Verein auch in der Trauerbegleitung. Darüber berichtete 2. Vorsitzende Reingard Ullmann.
Die neuen Räume sind in einem ehemaligen Schwestern-Apartement untergebracht. Dort hat sich der Verein einen Gemeinschaftsraum eingerichtet, in dem auch Einzel- oder Gruppengespräche durchgeführt werden. In einem separaten Büro wird jetzt die komplette Verwaltungsarbeit erledigt und auch den angrenzenden Konferenzraum dürfen die Mitglieder des Hospizvereins benutzen.


Von Montag bis Freitag ist der Hospizverein von 10 bis 12 Uhr direkt im Krankenhaus in den neuen Räumen unter Tel. 09922/99369 zu erreichen. In der übrigen Zeit ist der Anrufbeantworter eingeschaltet. Ein Fax kann man versenden unter der Nummer 09922/99239. E-mails werden gerichtet an folgende Adresse: hospizverein.zwiesel@t-online.de.

 

Jugendbeauftragte stellt sich vor

Liane Sedlmeier bei der Landjugend Altenmarkt

Altenmarkt (eb). Die 3. Bürgermeisterin und neue Jugendbeauftragte der Stadt Osterhofen, Liane Sedlmeier, besuchte vor kurzem die Landjugend Altenmarkt, um sich dort vorzustellen.
Sie erklärte der Gruppe, dass sie als Vermittlerin zwischen den Jugendgruppen im Stadtgebiet und dem Stadtrat die Wünsche, Probleme und Vorschläge der jungen Generation vertreten wolle. Die Landjugendmitglieder nutzten die Gelegenheit, um mit der 3. Bürgermeisterin über einen möglichen Jugendtreff zu diskutieren. Zur Überraschung von Liane Sedlmeier waren die Jugendlichen eher der Meinung, ein Jugendtreff würde nicht besonders viel bringen, da er, wie man an den Nachbarorten beobachten kann, wahrscheinlich von nur einer bestimmten Clique genutzt werden würde und diese den Treff dann ganz für sich alleine beanspruchen würde.
Dem vorzubeugen könne man nur durch eine pädagogische Betreuung des Jugendtreffs. Einen Kritikpunkt hatten die Altenmarkter auch gleich parat: Die Stadthalle biete keinen Rahmen für Partys, Jugend-Faschingsbälle oder Halloween-Partys. Eine neue Stadthalle sei dringend nötig, was auch die Jugendbeauftragte Liane Sedlmeier bejahte.

Aus: Osterhofener Zeitung, 30.9.2002

 

"Epilepsie und Arbeit": Vorträge und Informationen
Die Epilepsieberatung Niederbayern veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Passau am 9. Oktober um 19 Uhr einen Informationsabend zum Thema "Epilepsie und Arbeit". Beginn ist um 19 Uhr im Berufsinformationszentrum im Arbeitsamt Passau, Nikolastraße 12. Eingeladen sind epilepsiekranke Menschen, deren Angehörige sowie interessierte Fachkräfte. Referent ist Epilepsie-Experte Dr. Heiner Jörg, neurologischer Assistenzarzt am Klinikum Passau. Telefonische Voranmeldung unter Tel. 0851/7205207 erforderlich.

Aus: PNP, Passau-Stadt, 30.9.2002

 

Infos für Alleinerziehende:
"Rituale geben Sicherheit"

Vilshofen. Wir geben uns die Hand zum Gruß, stecken uns im Standesamt Ringe an oder stoßen am Volksfest die Maßkrüge zusammen — "Rituale geben Halt, Geborgenheit und Sicherheit" heißt das Thema am Dienstag beim Treff für Alleinerziehende im Pfarrheim in der Donaugasse. Zwischen 17 und 19 Uhr hat Initiatorin Gabi Zacher auch wieder für Kinderbetreuung gesorgt.

Noch Plätze frei: Kreative
Meditation für Kinder

Beutelsbach. Der Kurs "Kreative Meditation für Kinder" im Alter von 9 bis 11 Jahren findet am morgigen Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr nur statt, wenn sich genügend Interessenten melden. Kinder, die sich interessieren, können an diesem ersten Nachmittag "schnuppern" und sich dann entscheiden, ob sie die insgesamt sechs Einheiten mitmachen wollen. Referentin ist die Pädagogin und Dozentin an der Uni Passau Anita Unrecht-Fredl. Beim Kurs werden Atem- und Bewegungsübungen, meditatives Malen und Gestalten, Phantasiereisen und bewusstes Schweigen eingesetzt. Die Kinder können dabei versuchen, ihre Konzentration zu verbessern, ihre allgemeine Lernfähigkeit zu vergrößern, ihre Talente zu entwickeln und Ängste abzubauen. Der Kurs kostet 40 Euro und findet jeweils dienstags von 16 bis 17.30 Uhr im Pfarrheim in Beutelsbach statt. Infos beim Kirchlichen Jugendbüro Vilshofen, Tel. 08541/2414.

Vortrag: Was tun, wenn sich
Geschwister dauernd streiten?

Aidenbach. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Nachhilfe nicht nur für Mütter bietet ein Vortrag am morgigen Dienstag um 20 Uhr im Aidenbacher Rathaus, zu dem Mutter-Kind-Gruppe und Katholisches Kreisbildungswerk einladen. Margit Eckmüller referiert unter dem Motto "Was tun, wenn sich Sohnemann und Töchterchen laufend in die Haare kriegen" über die Geschwisterproblematik bei Kleinkindern.

Aus: Vilshofener Anzeiger, 30.9.2002

 

Für das Kind bewusst Zeit nehmen

Eltern-Kind-Kurse ab Oktober - Angebot für den ganzen Landkreis

Oberried /Landkreis (vbb). Im Oktober beginnen wieder die Eltern-Kind-Kurse des Katholische Kreisbildungswerks. In diesem Jahr wird es voraussichtlich wieder zwei Kurse in Oberried geben: Eine "Spielgruppe" für Kinder von drei bis vier Jahren und eine "Vorschulgruppe" für Kinder von fünf bis sechs Jahren. Die Eltern sollen sich in diesen Kursen, die von Oktober bis Juni einmal wöchentlich (insgesamt 30 Mal) stattfinden, Zeit nehmen für ihr Kind - zum Spielen, Basteln, Malen, Singen und Lernen.
Das Angebot, das die langjährige Kursleiterin Klaudia Müller macht, ist auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten, so dass die Kinder spielerisch verschiedene Fertigkeiten wie Schneiden, Malen, Falten aber auch soziale Verhaltensweisen einüben können. Die Eltern beobachten beim gemeinsamen Spiel ihr Kind.
Wichtig ist, dass sich die Eltern Zeit nehmen. "Zeit geben heißt zugleich Beziehung geben", so das Motto. Sie setzen sich intensiv mit der Elternrolle auseinander, können Erfahrungen austauschen und sich Rat bei der Kursleiterin holen. Außerdem werden mit neuen Methoden der Erwachsenenbildung gemeinsam ausgesuchte Erziehungsthemen erörtert, die den Alltag mit dem Kind erleichtern sollen.
Die Familie gilt nach wie vor als erster und für die Persönlichkeitsentwicklung entscheidender Lebensraum für ein Kind. Die Eltern in diesem Erziehungsauftrag zu unterstützen, ist das Ziel der Eltern-Kind-Gruppen. "Dabei steht der Spass und die Freude im Vordergrund, nicht die Leistung. Jeder soll nur das tun, was er sich gerade zutraut, sagte Klaudia Müller.
Der Schwerpunkt in der Spielgruppe der 3- bis 4-Jährigen liegt auf grob- und feinmotorischen Fertigkeiten wie Schneiden, Basteln, Kleben, Malen, Kneten, Balancieren usw. und der Bewegung.In der Gruppe der 5- bis 6-Jährigen steht der bevorstehende Schuleintritt im Vordergrund. Ebenso spielerisch machen die Vorschulkinder erste Erfahrungen mit Farben, Mengen, Formen und Zahlen. Durch gezieltes Beobachten können hier auch frühzeitig eventuelle Wahrnehmungsstörungen, aus denen später Lernprobleme entstehen können, entdeckt werden.
Das Eltern-Kind-Jahr, bei dem auch nach Terminabsprache zwei- bis dreimal die Väter eingeladen sind, orientiert sich am Kirchenjahr. Feste wie St. Martin, Weihnachten, Fasching und Ostern und Geburtstage gehören bei der Programmgestaltung mit dazu.
Dem Kurs geht ein unverbindlicher Informationsabend voraus, zu dem interessierte Eltern eingeladen sind. Anmeldung zu beiden Kursen ist noch möglich und nimmt Klaudia Müller (Tel. 09945/809) entgegen. Es können sich Eltern auf Landkreisebene anmelden.

Viechtacher Bayerwald-Bote, 30.9.2002