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Bildung und Qualifizierung

Ausbildung zur Schwesternhelferin.
25 Schüler beim Kurs des BRK- Kreisverbands - 45. Lehrgang gestartet.


Cham. 21 Frauen und vier Männer werden vom Roten Kreuz in Cham derzeit zu Schwesternhelfer/inen ausgebildet. Die Bevölkerung wird immer älter und somit steigt auch die Pflegebedürftigkeit. In den letzten beiden Jahren ist es aber schwieriger geworden, Arbeit in der Pflege zu finden. Nichtsdestoweniger besteht die Möglichkeit dazu. Der Chamer Kreisverband hat zwei eigene Heime sowie die ambulante Haus- und Krankenpflege, wo immer wieder Pflegekräfte gebraucht werden. Dank der finanziellen Unterstützung der Stanglmeier-Stiftung können die Eigenleistungen der Teilnehmer für die Ausbildung im Pflegehilfsdienst möglichst gering gehalten werden. Der Lehrgang beinhaltet zwei Tage Erste-Hilfe-Ausbildung, zwei wochen Theorie und ebenfalls zwei Wochen Praxis. Die in der Theorie erworbenen Kenntnisse werden in einem 14-tägigen Praktikum auch in der Praxis erlernt. Neun Krankenhäuser oder Seniorenheime haben dafür Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt.
Chamer Zeitung, vom 22.September2004

 

Bachelorstudiengang "Medien" an der Uni.

Passau/München. Die Universität Passau startet zum Wintersemester 2004/2005 den neuen Bachelorstudiengang "Medien und Kommunikation". Der Studiengang vermittelt in sechs Semestern Inhalte aus verschiedenen Disziplinen wie die Medienpädagogik, der Mediendidaktik, der Medienphilologie und Sozialwissenschaften, teilte Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) am Dienstag in München mit. Ausserdem bereite er die Studenten auf den Einsatz insbesondere in der Medienproduktion und der Mediendidaktik vor.
23.September 2004

 

Fit am PC - fit für den Job.

Cham. Nur noch in wenigen Berufen kommt man heutzutage ohne Computer aus. Deshalb nutzten kürzlich 17 Arbeitssuchende ein Angebot der Schwandorfer Agentur für Arbeit, bei dem sie die neuesten Versionen der geläufigsten PC - Programme kennenlernen konnten. Im Rahmen eines Kurses, der vom Regensburger Kolping - Bildungswerk im neuen Schulungsgebäude in Cham durchgeführt wurde, arbeiteten sich die fleißigen "Studenten" in das Betriebssystem "Windows XP professional" ein und übten eifrig Textverarbeitung mit "Word XP". Die Ergebnisse konnten sie dann mit der Software "Powerpoint XP" anspruchsvoll präsentieren. Unter der fachkundigen Anleitung des Dozenten lernten die Kursteilnehmer auch noch den Umgang mit dem Kommunikationsprogramm "Outlook XP" und der Browsersoftware "Internet Explorer 6.0" Ebenso interessiert verfolgten sie zum Abschluss der Trainingsmaßnahme die Hinweise zur Bewerbung nach der neuesten DIN-Richtlinie sowie zur Arbeitssuche und Bewerbung mit Hilfe von Internet und e-Mail. Schließlich sind sie dank dieser Maßnahme einen großen Schritt weitergekommen auf dem Weg zu einer Arbeitsstelle.
30.September 2004

 

Unis starten Pilotprojekt zur Verbesserung der unterrichtspraktischen Vorbereitung.

Die Stiftung Bildungspakt Bayern hat mit Beteiligung der Universitäten Augsburg, Regensburg und Passau ein neues Pilotprojekt zu Verbesserung der unterrichtspraktischen Vorbereitung geplant. Das "Exercitium Paedagogicum" ist ein Projekt , in dem Lehramtstundenten in Schulen als Unterrichtsassistenten eingesetzt werden. Damit verfolgen die beteiligten Universitäten gleich mehrere Ziele. Die Optimierung der Lehrerausbildung durch praktische Übungen für Studierende, die intensive Förderung der Schüler sowie eine Unterstützung der Lehrkräfte. Studierende sammeln während des Exercitiums wertvolle Erfahrungen und können überprüfen, ob sie für den Lehrberuf wirklich geeignet sind. Unterricht vorbereiten, Hausaufgaben kontrollieren und viele Fragen beantworten gehört zur täglichen Arbeit dazu. Dinge, die während des theoretischen Studiums nicht gelernt werden. Das Exercitium Pädagogicum umfasst 250 Unterrichtsstunden und kann entweder in Form einer Blocklösung oder für einen Tag wöchentlich absolviert werden. Interessierte Schulen können sich über die Stiftung Bildungspakt Bayern für das Projekt anmelden.
5.Oktober 2004

 

Bundeswehr informiert Hauptschüler über Ausbildung.

Ausbildung bei der Bundeswehr war das Thema eines Wehrdienstberatungsoffiziers, über das er die beiden M10-Klassen der Hauptschule in Hauzenberg ausführlich informierte. Nach einem bestandenen Eignungstest stünden den Schulabgängern zwei Modelle zur Wahl. Beim so genannten Schaumburger Modell werden die Schüler in bestimmten privaten Betrieben ausgebildet und anschließend für mindestens vier Jahre in diesem Beruf von der Bundeswehr übernommen. Daneben könnten sich die Schulabgänger aber auch gleich als Soldaten auf Zeit verpflichten, wobei die berufliche Erstausbildung während der Dienstzeit als Soldat stattfinden würde. Das Interesse der Schüler an diesen beiden Modellen war sehr groß. Letztes jahr wählten bereits einige Hauzenberger Schulabgänger diesen Weg.
Passauer Neue Presse, Artikel vom 12.Okt.2004

 

Caritas und Agentur für Arbeit geben jungen Mädchen neue Perspektiven.

Da es immer mehr junge arbeitslose Mädchen ohne Perspektive gibt, hat sich das Referat Jugendhilfe beim Diözesan - Caritasverband Passau etwas einfallen lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit wurde ein "Qualifizierungs-Projekt für Mädchen" ins Leben gerufen. Sinn des Projekts ist es, die Mädchen über einen Zeitraum von einem Jahr einen Arbeitsplatz zu bieten, sie dabei mit gezielten Schulungen und Kursen sozialpädagogisch zu begleiten und zu stützen. Dabei werden die Qualifizierungsbausteine in dem Bereich Pflege und Hauswirtschaft vermittelt. Dazu kommen noch Bewerbungstraining, ein Schwesternhelferinnen- und ein EDV-Grundkurs. Zuständig für diesen Bereich ist Tanja Steinberger vom Jugendhilfe Referat des Diözesan - Caritasverbandes. Das Projekt besteht jetzt das vierte Jahr. Bei jeder Maßnahme konnten bisher sechs Mädchen aufgenommen werden, seit September letzten Jahres sind es zehn. Bisher gab es nur gute Erfahrungen. Viele der Mädchen werden nach Ablauf des Jahres von der Einrichtung übernommen, andere entschließen sich zu einer Ausbildung und einige wissen wenigstens nach dieser Zeit, was für sie in Frage kommt und was nicht. Die Mädchen selbst profitieren in vielfacher Hinsicht: Sie bekommen einen angemessenen Lohn, den die Agentur für Arbeit und die Einsatzstelle aufbringen, gewöhnen sich an regelmäßige Arbeitszeiten, an Arbeitsvorgaben und Vorschriften. Vor allem aber wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Als Einsatzstellen stehen den Mädchen Caritas-Häuser, wie Altenheime und Behinderten-Einrichtungen zur Verfügung. Die Mädchen werden durch qualifiziertes Personal angeleitet, geschult, begleitet und arbeiten im Team mit. Dabei können sie Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Einsatzstellen für die jungen Mädchen gäbe es im sozial-caritativen Bereich genug. Nur hat die Finanzmisere vor keiner sozialen Einrichtung Halt gemacht. In den letzten beiden Jahren bestehen große Finanzierungssorgen. Die Pflegesätze in Heimen und Einrichtungen sind gedeckt, es gibt kaum mehr finanziellen Spielraum. Andererseits aber ist der Bedarf an solchen Arbeitsplätzen oder Einsätzen riesig. Die Schulungen für die Mädchen kosten viel Geld - Geld, das die Caritas aufbringen muss. Die Sozialpädagogin will sich auch weiterhin für die Mädchen stark machen: - " Die Zusammenarbeit mit der Agentur ist sehr gut. Unsere Ansprechpartner unterstützen und helfen uns wo sie können. Wir kämpfen um jedes Mädchen."
Passauer Neue Presse, Artikel vom 28.Okt.2004

 

Vorbereitung auf das Berufsleben.

Cham. Auch in diesem Wintersemester hat die Praxiskontaktstelle der Uni Passau ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Unter dem Motto "Career Talk" stellen sich jeweils dienstags (18Uhr s.t., Audimax, Innstraße 31) Unternehmen vor und informieren über Praktika sowie den Berufseinstieg. Erstmals findet zudem die Veranstaltungsreihe "Berufe im Profil: Was macht eigentlich…?" statt. Alumni der Uni Passau und junge Berufstätige stellen aktuelle und neue Berufsfelder in Wirtschaft und Institutionen vor. Sie berichten über ihren Arbeitsalltag und ihre beruflichen Aufgaben. Die reihe findet jeweils mittwochs um 18Uhr im Raum 202 (Nikolakloster, Innstraße 40) statt. Um Studierende optimal für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten, bietet die Praxiskontaktstelle unter dem Motto "Bewerben und Soft Skills trainieren - Marketing in eigener Sache" Vorträge und Workshops an. Dabei geben die Referenten Tipps und praktische Hilfe. Passauer Neue Presse, Artikel vom November2004

 

"Future point" für das Schreinerhandwerk.
In der Chamer Holzakademie gehen Meister zur Schule - "Schreinerwoche" im BTZ.


Cham. Holzakademie Cham ist eine von zwei Weiterbildungseinrichtungen für Meister des Schreinerhandwerks, Holztechniker oder Industriemeister im Holzbereich in Bayern, ist aber trotz der überregionalen Erfolge und des anerkannt hohen Niveaus der Ausbildung, in der Heimat noch wenig bekannt. Dabei sind die Ergebnisse des Studiums durchaus sehenswert - wie sich jeder beim jährlichen "Tag der offenen Tür" im Juli ansehen kann. Die Weiterbildungseinrichtung wird im Rahmen der "Schreinerwoche" am Chamer Berufsbildungs- und Technologiezentrum - BTZ vorgestellt. Die Lehrer der Fachakademie sind selber aus der Praxis der Holzverarbeitung oder Innenraumgestaltung und sind meist noch in ihren Berufen tätig. So bleibt es bei der Bodenhaftung der Lehre, gleichzeitig werden aber auch immer neue Entwicklungen technischer oder formaler Art in die Ausbildung integriert. Warum machen die fertigen Schreinermeister und Holztechniker die zweijährige Weiterbildung überhaupt? Die Bedeutung des Designs bei der Bearbeitung von Holz wird bemerkbar größer. Holz ist zwar immer noch das zentrale Element, mit dem die Fachakademieschüler hantieren, doch es gehören auch die verschiedenen Metalle, Steine, Fliesen, Kunststoffe wie Papier, Karton oder Stoff dazu. Es werden ebenso vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Planung, Gestaltung und Konstruktion von Räumen und Möbeln (in Farbe, Form, Werkstoffen und Baukonstruktion), in Präsentationstechniken, beim rationellen und wirtschaftlichen Umsetzen der Entwürfe ins Produkt, schließlich auch bei der situationsgerechten Beratung von Kunden, Architekten, Bauhandwerkern, vermittelt. Ein besonderer Aspekt der Ausbildung an der Fachakademie ist die Durchführung von Exkursionen, die Begegnung mit Künstlern, die Teilnahme an Möbel-Messen oder Wettbewerben. Die Chamer Akademie ist sehr erfolgreich dabei, das zeigt zum Beispiel die Zulassung zum "Future point" bei der Möbelmesse in Köln, zum Bereich wo sich die jungen Künstler präsentieren können. Für die Handwerksmesse in München im März nächsten Jahres hat die Fachakademie in Cham den Auftrag für die Gestaltung eines Kommunikationszentrums erhalten. Die Absolventen haben dadurch eine Möglichkeit sich zu präsentieren. Gerade solche Möglichkeiten sind für die Absolventen sehr wichtig, um Werbung für sich zu machen und später eine Existenz aufzubauen. So ist die Weiterbildung an der Fachakademie für Holz und Raumausstattung in Cham einer der Wege, der noch am ehesten in die Zukunft führt, eben ein "Future point" im Bayerwald.
Chamer Zeitung, Artikel vom 12.Nov.2004

 

Bilanz der IHK-Betriebe: Ausbildungspakt erfüllt.
Ausbildung erreicht Rekordniveau in Oberpfalz.


Cham. Die Zwischenbilanz zum 1.November 2004 bei den neuen Ausbildungsverträgen im Bezirk der IHK Regensburg zeigt in Richtung eines neuen Ausbildungsrekords. Bereits jetzt sind mehr Ausbildungsverträge eingetragen als im Jahr 2003. Noch im Frühsommer deutete alles auf einen Einbruch bei den Neuverträgen hin. Hatten die IHK-Unternehmen doch in der Hoffnung auf einen Aufschwung bereits ihr Ausbildungsengagement nochmals um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Aber die Hoffnung auf eine konjunkturelle Wende wurde enttäuscht. Zudem brüskierte die grob gestrickte Argumentation für eine Ausbildungsabgabe viele engagierte Ausbildungsbetriebe. So war Ende Juni dieses Jahres ein Minus von fünf Prozent bei den Neuverträgen zu verzeichnen. Der Ausbildungspakt brachte den Umschwung. Zurzeit liegt die IHK um rund fünf Prozent über dem Vorjahresstand. Wie stets in der Vergangenheit verteilt sich auch in diesem Jahr der Zuwachs nicht gleichmäßig auf alle Orte im IHK-Bezirk. Die seit einigen Jahren zu beobachtende Schere zwischen dem Süden und dem Norden hat sich noch ein Stück weiter geöffnet. Zwar gibt es erhebliche lokale Unterschiede, dennoch ist die Situation für die Bewerber im Süden günstiger als in der nördlichen Oberpfalz. Umgekehrt fällt es vielen Unternehmen im südlichen Bereich schwer, guten Fachkräftenachwuchs zu finden. Insbesondere im Bereich der Agentur für Arbeit Weiden eröffnet das Angebot an Bewerbern Unternehmen günstige Perspektiven, geeignete Bewerber einzustellen.
Chamer Zeitung, Artikel vom 11.Nov.2004

 

Von der Schule in den Beruf.
Förderzentrum Cham informiert über Ausbildungsmöglichkeiten.


Cham. Bei einem Elternsprechtag war Otto Storbeck von der Bundesanstalt für Arbeit in Schwandorf zu Gast, um die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss aufzuzeigen. Um die jungen Leute kümmern sich außerdem das Katholische Bildungswerk und die VHS: in Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen werden auch Praxistage und Kurse durchgeführt. Wie Otto Storbeck den Eltern berichtete, befindet sich die Bundesanstalt für Arbeit immer noch im Umbau, weshalb sich so manche Neuerungen bei der Ausbildungsvermittlung für Schulabgänger von Sonderpädagogischen Förderzentren ergeben. Im folgenden Referat zeigte Storbeck deshalb die wesentlichen Merkmale bei den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, beim berufsvorbereitenden Jahr und beim Berufsgrundschuljahr auf. Die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen werden von der Agentur für Arbeit organisiert und finanziert. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler im Internat untergebracht. Hier soll der Übergang von der Schule zum Beruf erleichtert werden unter dem Motto "Fordern und Fördern". Ein wesentlicher Aspekt dabei ist laut Storbeck, dass die Jugendlichen auch Teamfähigkeit und Schlüsselqualifikationen erlernen. Der Internatbesuch ist für die geeignet, die noch keine berufliche Orientierung haben, dabei können die jungen Leute sechs bis acht Berufe in Praktika ausprobieren, um nach einer Eignungsanalyse zu entscheiden, welche Ausbildung sie dann wählen wollen. Daneben gibt es die berufsvorbereitenden Maßnahmen ohne Internatsbesuch, wobei diese Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler in Betracht kommt, die die Schlüsselqualifikationen bereits weitgehend beherrschen. Die Unterrichtung wäre in diesem Fall bei der Volkshochschule in Cham möglich.
Chamer Zeitung, Artikel vom 20.Nov.2004

 

Auf "lebenslanges Lernen" vorbereiten.
Schulen im Landkreis Passau beteiligen sich an e-Learning-Pilotprojekt.


Bislang war der Begriff "e-Learning" nur in der Erwachsenenbildung zu finden. Gemeint ist damit das Lernen am Computer. Seit kurzem ist "e-Learning" auch an den Schulen im Landkreis Passau ein Thema. Die Gymnasien in Pocking und Vilshofen und die Realschule in Bad Griesbach beteiligen sich an einem Pilotprojekt, bei dem "e-Learning" in Schulen in den Praxiseinsatz kommt. Traditioneller Präsenzunterricht wird vermischt mit Lerneinheiten, die sich am Computer abspielen. Ziel ist es, den Schülern den Umgang mit neuen Medien zu vermitteln und die Selbstlernkompetenz zu steigern. Das Schulungsunternehmen Multi Media Trainingscenter (MMTC) in Passau stellt die "e-Learning" Plattform "Azzo" den Schülern zur Verfügung. Die teilnehmenden Schulen dürfen neben der Plattform auch verschiedene Inhalte, überwiegend aus dem EDV-Bereich, nutzen. Das MMTC hat den teilnehmenden Schulen praktische Kurse wie zum Beispiel den Office Profianwender oder Netzwerkadministrator zur Verfügung gestellt. Die Kurse umfassen neben Skripten auch Wissenstests und Prüfungen, die online am Computer abgelegt werden müssen. Die Schüler haben sogar die Möglichkeit, von der Landesgewerbeanstalt in Bayern (LGA) ihr Wissen in diesen Kursen zertifizieren zu lassen. Dazu muss eine Prüfung abgelegt werden. So ein Zeugnis der LGA kann bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz durchaus hilfreich sein. Derzeit ist der Studiendirektor Wolfgang Huber (ein Fachmann am Computer) dabei, seine eigenen Skripten mit Text und anschaulichen Grafiken in die Plattform einzugeben. Schüler im Physik-Grundkurs können so jederzeit von zu Hause aus, auf das Arbeitsmaterial zugreifen, Aufgaben erledigen oder Fragen beantworten. Bei Problemen oder Fragen, können sich die Schüler gegenseitig über die Plattform via Chat oder Mail austauschen und helfen. Während des Pilotprojekts an den drei Schulen im Landkreis Passau werden die Schüler an diese Art des Lernens mit neuen Medien herangeführt und für das spätere Lernen im Berufsleben vorbereitet. Das Projekt wird von zwei Sponsoren und dem Landkreis Passau als Sachaufwandsträger finanziert.
Chamer Zeitung, Artikel vom 3.Dezember2004

 

Schule finden, die dem Kind entspricht.
Informationsabend zum Übertritt - Verschiedene Schulformen wurden vorgestellt..


Gut besucht war der Informationsabend zum Übertritt an der Volksschule Waffenbrunn-Willmering. Beratungsleiterin Anna Maria Kiowski gab eingangs einen Überblick über die Übertrittskriterien. Wichtig ist, für das jeweilige Kind diejenige Schule zu finden, die den Anlagen und Begabungen des Kindes am besten entspricht. Zusammen mit dem Klassenlehrer, der das Kind sehr genau kennt, weil er es in der Regel zwei Jahre lang betreut hat, soll diese Entscheidung gefällt werden. Im März stellen dann die Eltern einen Antrag auf Übertrittszeugnis, das in den ersten drei Tagen im Mai von der Schule ausgestellt wird. Für Schüler, die hier den erforderlichen Notendurchschnitt nicht erreicht haben, wird ein Aufnahmeverfahren im Juni durchgeführt. Neu dabei ist, dass künftig die Aufgaben für das Aufnahmeverfahren zentral gestellt werden und keine Grundschulkräfte beim Aufnahmeverfahren am Gymnasium und an der Realschule mehr mitwirken. Die REALSCHULE: In den 5./6. Klassen ist noch keine Differenzierung in Zweige vorgesehen, diese erfolgt dann ab der 7.Jahrgangsstufe, wo die Schüler zwischen verschiedenen Wahlpflichtgruppen wählen und über den Ausbildungszweig an der Realschule nach Neigung und Interesse entscheiden. In der Realschule kann neben Englisch auch Französisch ab der 7.Jahrgangsstufe als zweite Fremdsprache erlernt werden. Die Eltern sollten bei der anstehenden Laufbahnenentscheidung vor allem darauf achten, dass die Kinder in der neuen Schulart nicht überfordert werden. Das GYMNASIUM: In den Jahrgangsstufen 5-7 werden hier die Grundlagen gelegt, in den Jahrgangsstufen 8-10 erfolgt dann die Spezialisierung. Die im G8 neu ausgewiesenen Intensivierungsstunden helfen dabei, Lerndefizite auszugleichen. Wichtig ist, dass der Gymnasiast Spaß an der Schule hat sowie eine gute Anstrengungsbereitschaft und positive Arbeitshaltung aufweist. Die Arbeitsweise sollte von Sorgfalt und Ordnung geprägt sein. Logisches Denkvermögen sowie die Fähigkeit zum Kombinieren und Abstrahieren sind notwendig, um die komplexen Lerninhalte zu erfassen und geistig zu durchdringen. Neu ist, dass bei bedingt geeigneten Schülern die erforderlichen Beratungsgespräche an den Gymnasien und nicht wie bisher an den Volksschule geführt werden. Die WIRTSCHAFTSSCHULE: Zum Übertritt berechtigt sind Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen, die einen Schnitt von 2,33 in Mathematik, Deutsch und Englisch erreicht haben. Sehr motivierend sei für die Schüler die an der Wirtschaftsschule angebotene Arbeit mit Übungsfirmen, wo die Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz der Schüler gefördert wird. Die dabei gegebene Anschaulichkeit beeinflusst die Lernprozesse sehr positiv und bereitet die Schüler auf die betriebliche Praxis und auf die spätere Berufsausbildung gut vor. Die HAUPTSCHULE: In der Hauptschule werden die Schüler anschaulich und praxisnah unterrichtet, in den M-Klassen dabei mit erhöhtem Anforderungsniveau. Mehr Lernstoff und komplexere Aufgabe erfordern ein besseres und schnelleres Lernen und die Anleitung zu selbstständigem und zielbewusstem Vorgehen. Auch für die M-Klassen ist ein Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik und Englisch von 2,33 erforderlich, bei einem Schnitt über 2,66 entscheidet die Lehrerkonferenz der abgebenden Schule über die Aufnahme in den M-Zug. Die Eltern sollten die Entscheidung nicht gegen den Rat des Klassenlehrers treffen. Erfahrungen zeigen nämlich, dass solche Entscheidungen häufig korrigiert werden müssen. Bei großen Schulleistungsproblemen an der neuen Schule sollten die getroffenen Entscheidungen überdacht, mit den Beratungslehrkräften besprochen und - wenn erforderlich- rechtzeitig korrigiert werden.
Chamer Zeitung, Artikel vom 29.November2004

 

"Faustlos" gegen Gewalt an Schulen.
InLehrer aus neun Grundschulen nahmen an Fortbildung zur Gewaltprävention teil.


. Mobbing gehört mittlerweile nicht nur in so manchem Büro zum Alltag - auch in der Grundschule sind Hänseleien, aber auch körperliche Schikanen innerhalb der Klassengemeinschaft an der Tagesordnung. Gewalt unter Kindern ist leider nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Raum aktuell. "Faustlos" heißt ein Projekt, das die Stiftung "Bündnis für Kinder - gegen Gewalt" gestartet hat, um diesem Trend entgegenzuwirken. Lehrer und Erzieher lernen dabei, impulsives und aggresives Verhalten von Kindern zu vermindern. Am Montag versammelten sich die Lehrkräfte aus neun Schulen im Landkreis, um mehr über "Faustlos" zu erfahren. Möglich gemacht hatte diese Fortbildung die LBS Bayern, die das Projekt aus Anlass ihres 75-jährigen Bestehens finanzierte. "Der Staat zieht sich immer mehr aus seinem sozialen Engagement zurück. Daher müssen gesunde Unternehmen wie LBS diese Aufgabe übernehmen" so der Marktbereichsdirektor der LBS für die Oberpfalz. Die LBS hat die Initiative ergriffen und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen wurde das Projekt "Faustlos" unterstützt. Wie Schulamtsdirektorin Melanie Heigl bei ihrer Begrüßung berichtete, haben einige Schulen im Landkreis bereits an der "Faustlos" - Schulung teilgenommen. Und bei allermeisten Reaktionen waren durchaus positiv. Die Teilnahme an Fortbildung bedeutet auch zusätzlichen Arbeitsaufwand, "Faustlos" ist ein Curriculum, das in den bestehenden Lehrplan eingearbeitet werden muss. Das Besondere an "Faustlos" neben der Effektivität und der guten didaktischen Aufbereitung ist die Systematik der aufeinander aufbauenden Lerninhalte. Das Programm vermittelt zunächsst allgemeine soziale Verhaltensfertigkeiten. Es richtet sich an alle Kinder einer Klasse, so dass potentielle "Täter" und potentielle "Opfer" profitieren und niemand stigmatisiert wird.
Chamer Zeitung, Artikel vom 30.November2004