EQUAL-Ostbayern GmbH
Organigramm der Entwicklungsgesellschaft "Brücken zur Arbeit"


- GmbH
Die Geschäftsstelle ist das Organ der GmbH und muss den Bestimmungen entsprechend agieren.
- Koordination der EP
Es beinhaltet die organisatorischen Regelungen zur Verwirklichung des gemeinsamen Arbeitsprogramms einer Entwicklungspartnerschaft. Die Geschäftsstelle
ist dabei operativer Partner, agiert und vermittelt zwischen den strategischen und
transnationalen Partnern. Dadurch werden die jeweiligen Aktionsstrategien
erstellt und in die EP eingebettet.
- Sachl. und rechner. Mittelkontrolle aller Projekte
Darunter versteht man das inhaltliche und finanzielle Controlling der Mittel, die
beim Erstellen und beim Durchführen der Projekte eingesetzt werden.
- Mittelweiterleitung
Die Geschäftsstelle ruft die Mittel ab und leitet diese an die entsprechende
Stelle in der EP weiter. Dabei müssen immer Verwendungsnachweise erbracht
werden, die dann an die Mittelverwaltende Stelle abgeführt werden.
- Evaluation
Sie beinhaltet die Auswertung der Prozesse und Ergebnisse innerhalb der EP
durch verschiedene Methoden. Um somit eine größere Wirksamkeit der zukünftigen Projekte zu erzielen. Evaluation ist eine Qualitätssicherungsmaßnahme, die von externer Hand durchgeführt wird. Die Geschäftsstelle ist dafür
zuständig, dass die Evaluation regelmäßig durch einen Fremdevaluator
durchgeführt wird.

- Transnationale Partnerschaft
heisst europäische Zusammenarbeit über die nationalen Grenzen hinweg.
Aber auch Offenheit für zwischenmenschliche Beziehungen, gegenseitige
Toleranz und Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen.
Vorrangig hilft die transnationale Partnerschaft den Blick über die nationalen
Grenzen hinaus zu richten, um sich Anregungen zu holen und aus den
Erfahrungen anderer europäischer Länder zu lernen. Dadurch ergibt sich ein
höheres Zielerreichungspotenzial für die Entwicklungspartnerschaft.
Die Geschäftsstelle arbeitet mit zwei EQUAL-Entwicklungspartnerschaften in
Österreich und einer in Italien, zusammen.
- Mainstreaming und Öffentlichkeitsarbeit
Ziel von Mainstreaming ist es, dass die entwickelten und erprobten innovativen
Handlungsansätze später in der Arbeitsmarktpolitik und in der Beschäftigungsförderung eingesetzt werden. Voraussetzung für Mainstreaming ist ein
ständiger Erfahrungsaustausch innerhalb der Entwicklungspartnerschaft. Dabei unterscheidet man unter horizontalem Mainstreaming, das auf der Projektebene (innerhalb der EP) stattfindet und unter vertikalem Mainstreaming, das auf der Ebene der politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger von statten geht. Um das Ziel des erfolgreichen Mainstreamings auch zu erreichen, sind Verbreitungstechniken und eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit nötig.
Wichtig sind dabei auch die Medienkontakte, die ebenfalls projektbegleitend und kontinuierlich geleistet werden.
- Gender Mainstreaming in Gesamt-EP
Um Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern
im Arbeitsleben herzustellen, wird der Ansatz des Gender Mainstreaming in der
gesamten EP und in allen Maßnahmen berücksichtigt. So werden u. a. neue
Qualifizierungs- und Arbeitszeitmodelle (z. B. Telearbeit, Kompetenzerhalt und
-erweiterung, flexible und familiengerechte Arbeitszeiten) erarbeitet und umgesetzt. Mit dem Zweck, den Bedürfnissen beider Geschlechter gerecht zu werden und um jeglicher Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und in der EP entgegenzuwirken.

- Empowerment und Einbeziehung der Zielgruppen
Die betroffenen Zielgruppem sollen aktiv innerhalb der Entwicklungspartnerschaft
mitarbeiten und so ihre unterschiedlichen Kompetenzen und ihr Know-how in
die EP einbringen. Die Kursleiter arbeiten dabei eng mit den Zielgruppen zusammen, sodass ein Informations- und Kommunikationsfluss stattfindet, wobei aus
der Sicht der betroffenen Arbeitslosen die Situation auf dem Arbeitsmarkt
geschildert wird. Daraus können sowohl die Betroffenen selbst als auch die EP
profitieren. Ziel des Empowerments ist, eine Art kollektive Verantwortung und
Handlungskompetenz zu entwickeln sowie die individuelle Handlungskompetenz
und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Es wird versucht, die Bedürfnisse und die
Bestrebungen der Zielgruppen zu berücksichtigen und entsprechend zu erfüllen.
- Aufbau regionales Netzwerk
Man konzentriert sich dabei auf Netzwerke anstatt auf einzelne Projekte. Dabei
findet ein Erfahrungsaustausch innerhalb dieses Netzwerks statt, wodurch alle
Partner die optimalste Strategie zur Verwirklichung des Leitziels von EQUAL
entwickeln können. Die Geschäftsstelle übernimmt dabei den Aufbau des regionalen Netzwerks und führt dabei strategische Partner wie Unternehmen,
Arbeits- und Sozialämter, interessierte Einzelpersonen etc. zusammen; um so "gemeinsam mehr zu erreichen".
- Einbeziehung der KMUs, der Wirtschaft und den Banken
Die Equal-Entwicklungspartnerschaften sollten nicht nur lokale und regionale
Behörden, öffentliche Arbeitsverwaltungen, relevante Sozialpartner und
Nichtregierungsorganisationen als Partner gewinnen. Vorrangig sollen Unternehmen und insbesondere KMUs (=kleine und mittlere Unternehmen) aus der Region bzw. aus einem Sektor als Partner gewonnen werden.

- Diversity Management
beschäftigt sich mit der Heterogenität (hinsichtlich Alter, Geschlecht, Herkunft,
Kultur, Religion etc.) innerhalb von Teams und Belegschaften. Ihr Vorhandensein
soll als Chance und strategische Ressource für den Arbeitsablauf verstanden werden, der zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt. Durch Diversity Management sollen bisher ausgegrenzte Minderheiten in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden, mit dem Ziel, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit am
Arbeitsplatz bekämpft wird.
Die Geschäftsstelle und die Akteure von Equal-Ostbayern sollen in den regionalen Betrieben, vor allem in den KMUs, vermitteln, dass diese von einer
Vielzahl von Beschäftigten unterschiedlichen Alters, Herkunft usw. profitieren
können, z. B. das Erschließen neuer Märkte und Kunden.
- Akquirierung neuer Projekte
Aus der Zusammenarbeit der Geschäftsstelle mit den verschiedenen Akteuren
werden Projekte ständig erneuert und in ihrer Qualität verbessert. Deshalb ist
es notwendig, neue Projekte zu erstellen und Interessenten zur Verwirklichung
dieser Projekte in der EP und auch ausserhalb zu mobilisieren. Voraussetzung
für neue Projekte ist der uneingeschränkte Erfahrungsaustausch der unterschiedlichen Partner sowie die Miteinbeziehung der Zielgruppen.
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